Frage von Raabtt, 140

Ab wann gilt man (bei ersttätern ) als vorbestraft?

Stimmt das erst ab :

Einer Geldstrafe ab 90 Tagesätze

Und einer haftstrafe ab 3 monate

Antwort
von Joergi666, 79

das mit dem Bundeszentralregister wurde hier ja schon richtiggestellt, mich wundert aber, dass nicht auch erwähnt wurde, dass man juristisch entsprechend nicht erst mit dem Eintrag ins Führungszeugnis als vorbestraft gilt. Eine Person gilt in Deutschland als vorbestraft, sobald gegen sie eine Strafe in einem Strafprozess ausgesprochen oder ein Strafbefehl
verhängt wurde und diese Maßnahme rechtskräftig geworden und nicht
getilgt worden ist. Auch eine Verurteilung auf Bewährung gilt als
Vorstrafe.

Antwort
von Artus01, 75

Im Grunde richtig, allerdings tauchen mehrere Verurteilungen, wenn sie dann die 90 Tage überschreiten, im Führungszeugnis auf.

Antwort
von silazio, 96

Wenn es im Bundeszentralregister vermerkt ist.

Kommentar von Raabtt ,

Ja tolll

Kommentar von silazio ,

Und ins Bundeszentralregister kommen Urteile mit Geldstrafen ab 90 Tagessätzen bzw. 3 Monaten Freiheitsstrafe (dies ist beides deckungsgleich).

Kommentar von gri1su ,

Das hast du sicher mit dem Führungszeugnis verwechselt. In das BZR werden auch rechtskräftige Urteile / Beschlüsse / Auflagen unter diesem Limit eingetragen.

Kommentar von silazio ,

Aus dem  Bundeszentralregister kann jede Person einen Auszug verlangen. Dieser Auszug nennt sich Führungszeugnis. Häufig wird das Zeugnis bei der Bewerbung in bestimmten Berufsgruppen verlangt.

Führungszeugnis – Was wird eingetragen?
Das Führungszeugnis ist mit dem Zentralregister nicht deckungsgleich, sondern enthält weitaus weniger Eintragungen. Nach § 32 BZRG werden ausschließlich Geldstrafen (Urteil oder Strafbefehl) von mehr als insgesamt 90 Tagessätze und Freiheitsstrafen (Vorstrafe) von mehr als 3 Monate in das Führungszeugnis aufgenommen.

http://www.fachanwalt.de/ratgeber/ab-wann-gilt-man-als-vorbestraft

Kommentar von Artus01 ,

Du verwechselst da was.

Das Führungszeugnis wird aus den Eintragungen im Bundeszentralregister erstellt. Im Bundeszentralregister werden alle rechtskräftigen Verurteilungen eingetragen, auch wenn es nur 30 Tagessätze gegeben hat. Diese Eintragungen kommen aber nicht ins Führungszeugnis.

Gibt es nun mehrere Verurteilungen, die zusammen 90 Tage überschreiten, erscheinen diese Einträge auch im Führungszeugnis.

Kommentar von Raabtt ,

Undsonst nichts ?

Antwort
von Philippus1990, 65

Jede rechtskräftige Verurteilung eines Strafgerichts ist eine Vorstrafe. Diese taucht aber nur im polizeilichen Führungszeugnis auf, wenn sie über 90 Tagessätze beträgt oder mehr als eine Vorstrafe existiert.

Antwort
von Kickflip99, 59

Mehr als 90, also ab 91. außerdem bei mehreren Strafen.

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