Frage von DrCook, 147

Ab wann gilt man als Moslem?

Ich präzisiere nochmal meine Frage von vor 10 Minuten. Ab wann gilt man, nach dem Koran, als Moslem?

Bei den Juden ist es ja von der Geburt abhängig, da sie sich als Volk verstehen und bei den Christen von einer Entscheidung im Leben. Ganz super wäre, wenn nur Leute mit Ahnung schreiben würden und am besten mit Quellen - ich möchte da ungern mit Halbwissen arbeiten. Ich denke ihr versteht warum :)

Antwort
von abcddddd, 40

Den Tauhid (Monotheismus) verinnerlichen

Kommentar von DrCook ,

Und was bedeutet das jetzt für Menschen, die mit dem Wort nichts anzufangen wissen?
und Monotheismus gibt es doch nach muslimischem Verständnis (korrigiert mich, wenn ich mich irre) zumindest noch im Judentum, da ja soweit ich weiß die Dreieinigkeit der christen als Vielgottglaube abgetan wird

Kommentar von abcddddd ,

Monotheismus heißt das ein nur einen Gott gibt der all Herrschaft und Macht hat. Er hat sich keinen Sohn oder Teilhaber genommen.

Antwort
von mysunrise, 83

Man ist Muslim (= „Gottergebener“), wenn man glaubt und für sich selbst in seinem Herzen bezeugt, „dass es keine Gottheit gibt, außer Gott (Allâh) allein, und dass Muhammad sein Knecht und Gesandter ist.“ Es ist üblich, dies dadurch öffentlich zu machen, dass man vor zwei oder mehr Zeugen das Glaubensbekenntnis auf arabisch rezitiert

http://www.christenundmuslime.de/faq/Wie_wird_man_Muslim.php

Kommentar von DrCook ,

Das bedeutet, dass man mit diesem Satz quasi den ganzen Koran anerkennt als Worte Allahs. Gibt es denn eine Möglichkeit von diesem Glauben wegzukommen/abzufallen?

Kommentar von mysunrise ,

wer einmal dem Islam beigetreten ist, darf ihn nach Auffassung der meisten islamischen Rechtsgelehrten nicht wieder verlassen

http://www.wasglaubstdudenn.de/spuren/faq/142562/wie-tritt-man-dem-islam-bei-und...

Kommentar von DrCook ,

Ok...danke
Und wenn ich nun aber das christliche Glaubensbekenntnis spreche, oder wie Christen sagen: mich bekehre, bin ich dann quasi immer noch Muslim? - Dann wäre das ganze nicht mehr als Titel, den man einmal im Leben mitnehmen kann

Kommentar von SibTiger ,

wer einmal dem Islam beigetreten ist, darf ihn nach Auffassung der meisten islamischen Rechtsgelehrten nicht wieder verlassen

Genau genommen bist Du schon kein Muslim mehr, wenn Du nicht mehr an den ganzen Unsinn glaubst.

http://exmuslime.com/

Kommentar von DrCook ,

Naja, dass ist mir schon klar...dann formuliere ich meine Frage nochmal anders: wenn ich offiziell nicht austreten kann, wie können die dann Abtrünnige verfolgen?

Antwort
von MrsPrinzessin, 85

Muslim zu werden, ist ein simpler und einfacher Prozess.  Alles, was eine Person tun muss, ist einen Satz auszusprechen, der Glaubensbekenntnis (Schahada) genannt wird.  DieSchahada wird so ausgesprochen:

Ich bezeuge: “La ilaha illa Allah, Muhammad rasul Allah.”

Diese arabischen Worte bedeuten: “Es gibt keinen wahren Gott (keine wahre Gottheit) außer Gott (Allah), und Muhammad ist der Gesandte (Prophet) Gottes.”  Sobald eine Person das Glaubensbekenntnis (Schahada) mit Überzeugung und Verständnis der Bedeutung ausspricht, dann ist er / sie Muslim geworden. 
Quelle: http://www.islamreligion.com/de/articles/204/wie-man-zum-islam-konvertiert-und-m...

Kommentar von MrsPrinzessin ,

das beim konvertieren nach der Geburt wird einem ins ohr der ezan gwflüstert und so wird man muslim

Kommentar von DrCook ,

Was "bringt" es mir Muslim zu werden?
soweit ich weis gibt es ja keine Gewissheit, dass ich dadurch ins Paradies komme, oder?

Kommentar von MrsPrinzessin ,

also kurz gefasst: mit der geburt: Vater oder sonstiger mann flüstert ezan beim konvertieren : die shahada

Kommentar von DrCook ,

damit kann sich das Kind ja aber nicht entscheiden!
Es hat den satz ja nie mit Überzeugung oder Verständnis der Bedeutung ausgesprochen!

Warum zählt das dann trotzdem?

Kommentar von MrsPrinzessin ,

so ist es doch auch im christentum Wenn das Kind nachher nicht Muslim sein will, kann es doch konvertieren.

Kommentar von DrCook ,

Achso...vielen Dank...wobei in der Bibel wie bereits weiter unten gesagt nirgendwo steht, dass man in das Christentum hineingeboren wird (in die christliche Kultur natürlich schon)

Kommentar von MrsPrinzessin ,

im christentum wird man doch gwtauft oder nicht? und im islam wird ihm das ezan ins ohr geflüstert

Kommentar von DrCook ,

Getauft ja, aber eigentlich als äußeres Zeichen, dass man dazu gehört -> und eigentlich auch nur als Erwachsener
(zumindest laut Bibel)

Kommentar von MrsPrinzessin ,

Achsoo also wird man doch hineingeboren?

Antwort
von azeri61, 102

von geburt an gilt man als muslim ansonsten kann/muss man konvertieren um muslim zu werden

Antwort
von Thather, 64

Mir hat ein Muslim mal einen Satz vorgelesen, der meine ich aus dem Koran stammte. Das war so etwas wie ein Glaubensbekenntnis.

Er hat mir erklärt, das wenn jemand an Allah glaubt und die Aussage des Satzes macht, das er damit zum Islam konvertiert sei.

Antwort
von saidJ, 17

Hallo ,
jeder Mensch wird als Muslim geboren .
Im Verlauf seines Lebens behällt er diese Religion oder verliert sie in dem er getauft wird beispielsweise oder in dem er sich dazu entschließt einer anderen Religion zu folgen .
Wenn jemand nun nicht Muslim ist reicht es wenn er die Schahada , das Glaubensbekenntnis aus Überzeugung sagt .

Kommentar von Suboptimierer ,

Das bedeutet also, dass nur diejenigen das Glaubensbekenntnis sagen müssen, die zurück zum Islam wollen?

Die vielen Antworten verwirren mich.

Manche sagen, man ist es von Geburt an, manche sagen, jemand muss für das Kind das Glaubensbekenntnis sprechen und wieder andere sagen, dass man selbst das Glaubensbekenntnis sprechen muss.

Was stimmt nun, alles oder nur Teile davon?

Kommentar von saidJ ,

Jeder wird als Muslim geboren .
Wenn du dich im Verlauf deines Lebens entscheidest einer anderen Religion zu folgen bist du kein Muslim mehr ( gilt für Kinder die in eine christliche Familie reingeboren werden beispielsweise )
Wenn jetzt dieser Mensch im Laufe seines Lebens bemekrt das der Islam der wahre Weg ist und Muslim werden will reicht die Schahada, das glaubenbekenntnis .

Antwort
von Klaus02, 43

Moslem ist man entweder von Geburt au (wenn der Vater Moslem ist) oder durch Konversion.

P.S. Christ wird man durch Taufe

LGKlaus

Kommentar von DrCook ,

Das steht in der Bibel anders - auch wenn das glaube ich die katholische Kirche anders lehrt

Kommentar von Klaus02 ,

Wir können natürlich über die Herzenstaufe sprechen und damit über die Frage was mit einem ungeborenen (und damit ungetauften) Baby pasiert, wenn es stierbt. Und da die Vorhölle als Lehrmodel (also als denkbares Zenario) verworfen wurde bleibt hier eigentlich nur noch das Himmelreich. (in ermangelung einer anderen denkbaren Möglichkeit) Aber das ist dann auch wieder kat. Kirche und nicht Bibel.

In der Bibel steht, wer glaubt und getauft ist wird gerettet. Es braucht also beides Taufe und Glaube.

Da die kat Kirche sich aber durch Jesu (und nicht durch die Bibel im engeren Sinn) begründet hat sie andere Schwerpunkte. Die Gnade Gottes kann immer größer sein als das was sich ein Mensch vorzustellen vermag

Antwort
von SchIaufuchs, 43

Morgens ab 8 Uhr 30 bis mittags um 13 Uhr, und dann wieder von 14 bis 17 Uhr 30. Nachts und Wochenende: Notdienst.

Antwort
von clemensw, 29

Bei den Juden ist es ja von der Geburt abhängig, da sie sich als Volk verstehen und bei den Christen von einer Entscheidung im Leben.

Das ist schon mal beides falsch.

In allen 3 Religionen gibt es sowohl passive rituelle Handlungen, welche die Eltern für das Kind ausführen als auch aktive, bewußte Handlungen des heranwachsenden Gläubigen.

Im Judentum entscheidet die Religionszugehörigkeit der Mutter über die Religion des Kindes.

Das Kind wird idR 8 Tage nach der Geburt beschnitten. Im Alter von ca. 12-13 Jahren folgt dann die Bar Mitzwah.

Im Islam entscheidet die Religionszugehörigkeit des Vaters über die Religion des Kindes.

Dem Neugeboreren wird von einem männlichen erwachsenen Muslim (idR der Vater) das Glaubensbekenntnis (genannt Shahada) ist Ohr geflüstert:

Lā ilāha illā ʾllāh - Es gibt keinen Gott außer Gott

Muḥammadun rasūlu ʾllāh - Mohammed ist der Gesandte Gottes

(Alīy walīyu ʾllāh) - (Ali ist der Freund Gottes) (bei Schiiten)

Ab der Pubertät ist der gläubige Muslim angehalten, fünf mal täglich zu beten. Zum Gebet gehört jedes Mal auch das Sprechen der Schahada.

Im Christentum entscheiden idR beide Eltern zusammen über die Religion des Kindes.

In den meisten christlichen Glaubensrichtungen wird das Kind einige Tage nach der Geburt getauft und empfängt im Teenageralter (idR zwischen 12 und 16) das Sakrament der Firmung bzw. die Konfirmation.

Kommentar von DrCook ,

Also ist es bei den Juden eine Frage der Geburt (Religion der Mutter) -> das ist also schonmal nicht falsch
Und wenn ich von den Christen rede meine ich die Bibel: und da steht nix von Kindertaufe oder Konfirmation
Das ist nur ein Hilfskonstrukt, was irgendwann in den ersten Jahrhunderten eingeführt wurde als die Kindersterblichkeit sehr hoch war und die christen glaubten, dass man ohne Taufe nicht in den himmel kommt - eigentlich ist die Konfirmation nur ein äußeres Zeichen dafür, dass man seiner Kindestaufe zustimmt und nicht eine Sache, die man halt mit 14/15 so macht
Es ist also auch nicht falsch -> bitte informiere dich, bevor du Leuten unterstellst, dass sie falsch liegen

Antwort
von AchsooOk, 34

Entweder du wurdest als Muslim
Geboren, oder du konvertierst.  :)

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