Ab welchem Alter sollten Kinder denn Idealerweise kleine und später auch größere Aufgaben und Pflichten bekommen?
Von anfang an so früh wie möglich. Das Erleben von Kompetenz führt zu Ich-Stärke und Selbstbewusstsein. Pflichten sollten als positiv erlebt werden, nicht nur als Last.

...weiß nicht, ob man das so dogmatisch sehen sollte. Ich denke, dass Kinder schon sehr früh einfach Spaß daran haben, im Haushalt/Garten zu "helfen" (in Anführungsstrichen, da es ja weniger ums Helfen geht, als vielmehr darum, den Lütten eine Form von Eigenständigkeit angedeihen zu lassen. Viele sprechen da gerne von "Handlungsorientierung"). Das sollte aber zunächst m.E. nach eher beiläufig geschehen als nach einem festen Plan. Wenn sie dann größer sind, kann das ja durchaus modifiziert und dem Alter entsprechend angepasst werden...

Natürlich kommt das auf das Kind selbst und seine Entwicklung an. Aber grundsätzlich denke ich, daß man damit so mit 4 - 5 Jahren behutsam anfangen kann. I.d.R. ist ein Kind in diesem Alter im Kindergarten und da wird es innerhalb der Gruppe auch bestimmte "kleine Pflichten" oder leichte Aufgaben bekommen! Aber nicht übertreiben, denn dann erreicht man leicht das Gegenteil!

Schon Zweijährige können beim Kochen/ Backen helfen (umrühren, probieren...) - und dann auch beim Tischdecken. Da kann man ganz leicht eine Pflicht draus machen - Verantwortung dafür, dass jeder einen Teller, einen Löffel hat (mit dem Messer vielleicht doch noch warten).
Wenn man früh genug anfängt, dann ist es für die Kinder auch selbstverständlich, zu helfen. Tatsächlich wollen sie ja auch "wie die Großen" behandelt und eingebunden werden.
guten Morgen ich habe bei meinen Kindern sehr früh angefangen. Es soll ja kein Zwang entstehen sondern ihre Hilfsbereitschaft mit eingebunden. Sie wollen ja immer helfen und somit hat auch alles angefangen. Als sie dann größer und verständiger wurden - war es nicht mehr so toll damit aber da konnte ich ihnen dann aber auch sagen, dass manches einfach sein muss. lb K
Eigentlich weiss ich das nicht mehr irgendwie wollten alle helfen sobald sie laufen konnten,und wenn es einen Löffel zum Esstisch tragen war.
Ein Kind, das mit 3 Jahren noch eine Windel trägt, kann dazu beitragen, seine Windel selber in den Windeleimer zu stecken-das macht erstens Spaß und zweitens dient es der Sauberkeitserziehung, denn nach wenigen Tagen wird dieses Kind keine Lust dazu haben sie zu entsorgen(...)und das erste Kämpfchen entsteht. Wenn ein Kind mit 2 Jahren anfängt wahllos Spielzeug durch die Wohnung zu werfen, sollte es anschließend beim Aufräumen unbedingt mit einbezogen werden- nach dem Motto:"es gibt erst neues Spielzeug, wenn das alte wiedergeholt wurde-eine anstrengende Sache für die Eltern-gemeinsam ist Pflicht und es gibt erst etwas Schönes, wenn das Aufräumen erledigt ist. Kinder haben im Kleinkindalter viel Spaß daran Dinge in Bewegung zu bringen (...)Ernsthafte Pflichten erst im Vorschulalter, z.B. einmal in der Woche Papierkörbe mit wegbringen helfen oder Spielzeug gemeinsam neu sotieren und wegräumen.Ich habe Tischdecken oder abtrocknen so sehr gehasst als Kind, dass ich dies meinen Kindern nur freiwillig zu mute!
SObald das Kidn kurze Dialoge führen kann ist es eigentlich auch in der Lage kleine Pflichten und Aufgaben zu erfüllen. Zb die Spielsachen aufräumen, Staubsaugen (natürlich nicht so wie wir es machen!!!), beim Wäsche zusammenlegen die Sockenpaare ´suchen usw...
Hi,
ich kann mich da meinen Vorrednern nur anschließen. Wenn die Kinder mit ihren Pflichten aufwachsen, wird es zur Selbstverständlichkeit. Ich habe schon vor einiger Zeit damit angefangen meiner kleinen Tochter (22 Monate) beizubringen, dass sie ihre Sachen aufräumen muss. Natürlich helfe ich noch dabei. Aber ich denke, dass es so später einfacher wird, wenn sie groß genug ist, und in ihrem Zimmer Ordnung halten soll.
LG Bessi
So früh wie möglich, denn Kinder sind sehr bereit die Erwachsenen nachzuahmen. Wenn wir nicht zulassen dass die 16-Monate altes Baby ihr Teller selbst holt, oder den Windel zur Mistkübel bringt, weil eben noch ein Baby ist, später werden wir uns wundern warum sie nichts machen möchte. Ein gutes Vorbild ist auch wichtig. Ich darf von meinem Kind nicht erwarten den Mitskübel zu entleeren (oder zu putzen) wenn ich nicht selbst dazu bereit bin.
Ich habe meinen 2-jährigen mit drei kleinen Aufgaben im Haushalt nicht belastet, sondern ihn mit in unseren Alltag "hineingeholt". Meine 4-jährige Tochter und der Sohn selber finden das supertoll und ich selber bin glücklich über jede kleine Unterstützung, ob nun gelegentlich oder eine regelmäßige Pflicht.
Dazu gibt es sogar einen Paragraphen im Bürgerlichen Gesetzbuch: http://www.haushaltstipps.net/wie-koennen-eltern-ihre-kinder-zu-mehr-hausarbeit-...
Richtig! Genau so sehe ich das auch.