Mahlzeit!
Ich bin derzeit noch quasi arbeitsuchend. Da mir der Frust von den (stellenweise echt heftigen) Absagen zu viel wurde habe ich mich schon vor über einem Jahr unter Absprache mit dem Jobcenter nebenberuflich selbstständig gemacht. Diese Selbstständigkeit trägt auch immer mehr Früchte.
Jetzt meine Frage. ab wann darf das Jobcenter mich nicht mehr zu Bewerbungen usw. heranziehen? Mir geht es nicht darum nicht arbeiten gehen zu müssen, aber ich will auch nicht für irgend eine Stelle, am besten noch bei einer Zeitarbeitsfirma oder so, meine Selbstständigkeit riskieren. Ich habe vor diese bis zur vollen Selbstständigkeit auszubauen.
Gibt es da eine gewisse Gewinnhöhe die ich erreichen muss oder so etwas, bis das Jobcenter in dieser Tätigkeit ausreichende Eigenbemühungen sieht?
Also zu gut deutsch, weil sich einige mit so etwas mal durch geschnorrt haben kann jetzt mein Gewerbe gefährdet werden, wenn die mich zur Zeitarbeitsfirma Hinz zu Kunz schicken wo ich dann buckle das Andere Geld verdienen und ich trotzdem weiter Harz IV beziehen darf.
Da soll man mal keinen Hals auf die Arbeitsunwilligen bekommen...
So einfach ist das nicht. "Arbeitsunwillige" gibt es gar nicht so viele. "Arbeitsunfähige" schon. Von Schnorren möchte ich jetzt mal nicht reden. Bedenke, das du auch nicht in der besten Lage bist - Abhängig vom Amt. Das mit der Gefährdung ist deine Perspektive - nicht die des Amtes.
Klar ist das meine Perspektive, aber das Amt hat eben sicherlich schon genug schlechte Erfahrungen mit Leuten gemacht, die minimalste Jobs machen um nicht vermittelt zu werden. Ich kenne leider solche Personen aus meinem Bekanntenkreis.
Schnorren meine ich in der Tat die Leute, die arbeitsunwillig sind. Nicht arbeitsunfähig. Eben jene, die recht viel kreative Energie darauf verwenden nicht arbeiten gehen zu müssen und ihr Geld vom Amt zu bekommen. Da habe ich schon echt beeindruckende Varianten gesehen.
Ich kenne auch Arbeitsunfähige, die eine Umschulung bewilligt bekommen und dazu gesagt bekommen das sie bis nächstes Jahr Sommer nichts zu machen brauchen. Die leben ja auch vom Amt und machen nichts dafür, aber die bekommen es ja so vorgeschrieben. Also keine Schnorrer.
Werde ich mich dem eben beugen müssen :-(. In der Hoffnung das ich schneller mit meiner Selbstständigkeit meinen Lebensunterhalt bestreiten kann als die mich zu einer Arbeit vermitteln wo ich dann weiter HarzIV beziehen darf.
Tja, was soll ich da sagen? Die Wege aus der Mühle der Sache sind verschieden. Ich würde versuchen unabhängig vom Amt zu werden. So schnell wie möglich und aus Eigeninitiative.