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Ab wann braucht man ein Hörgerät?

Frage von Mosby Mosby

Hallo!

Als ich eingeschult wurde, habe ich Hörgeräte bekommen. Diese fand ich allerdings immer nur lästig und störend. Das Tragegefühl fand ich nicht angenehm und auch das ständige Rauschen nicht.

Jetzt bin ich 21 und habe seitdem ich mit 10 ungefähr aufgehört habe die Hörgeräte zu tragen keinen Hörtest mehr gemacht. Gerade habe ich online mal so n ding ausprobiert und wirklich bei jedem Test mit höheren Frequenzen schlecht abgeschnitten. Eigentlich komme ich aber gut klar mit dem Hören. Außer dass ich flüstern nicht wirklich gut verstehe oder irgendwelche hochfrequenzen Töne.

Ich hab aber auch Angs zum Akustiker zu gehen, da ich ja weiß, dass ich theoretisch eins bräuchte aber keins möchte und ich komme ja auch ohne sehr gut klar.

Kann sich denn mein Hörvermögen so immer mehr verschlechtern?

Ich hoffe es kennt sich jemand damit aus und ich kann den Gang zum HNO oder Akustiker noch ein wenig heraus zögern! LG

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Antworten (3)

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    Antwort von DanielAlders DanielAlders

    Hallo, hier gilt es zu beachten, das hören nicht gleich verstehen ist. Vermutlich kannst du gut hören aber schlecht verstehen. Meist fällt das in Gesellschaft, beim Fernsehen oder bei leise sprechenden Menschen auf. Ursache ist meist ein Verlust der hohen Töne, die liegen außerhalb der direkten Hörwahrnehmung, sind aber nicht minder wichtig. Das Gehör muss sich nicht verschlechtern, die Synapsen im Gehirn werden aber nicht mehr gebraucht, wenn was im Körper über ist, wird das ja meist entsorgt. Daher ist es meist problematisch mit der Hörentwöhnung klar zu kommen, wenn Du zu lange wartest. Ich habe die größten Studien zur Anwenderbefragung in Deutschland, Österreich und Belgien geleitet. Über 70% der Leute waren spontan zufrieden nach 2 Wochen Tragezeit . Die grössten Probleme gab es, wenn zu lange gewartet wurde. Viel Erfolg beim Selbsttest. Gruß aus dem Emsland.

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    Antwort von Barbara1957 Barbara1957

    Hallo Mosby, seit deiner Einschulung haben sich die Hörgeräte erheblich verbessert - Elektronik und Größe - und sind dadurch wesentlich angenehmer im Tragekomfort. Du schreibst selber, dass du Schwierigkeiten mit den höheren bzw. hohen Frequenzen hast. Deine Schwerhörigkeit ist eine Schallempfindungsschwerhörigkeit, da ist das Innenohr betroffen und das Hörproblem wird sich nicht mehr beheben. Mit zunehmenden Alter kann bzw. wird sich das auch noch verschlechtern.

    Was weißt du selber über deine Form der Schwerhörigkeit und deren Auswirkungen? Die Schallempfindungsschwerhörigkeit kann tiefe, mittlere und/oder hohe Frequenzen betreffen. Beim Sprechen werden einzelne Buchstaben und Buchstabenverbindungen in bestimmten Frequenzbereichen und Lautstärken ausgesprochen, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Schau mal im Internet zum Thema "Sprachbanane" nach. Nehmen wir bestimmte Frequenzbereiche nicht mehr wahr, fallen auch damit auch bestimmte Buchstaben und Buchstabenverbindungen aus dem Sprachverstehen einfach raus und Wörter müssen aus dem Zusammenhang heraus erraten werden.

    Ein noch wesentlicher Punkt ist, dass sich bei Schwerhörigen auch merkwürdigerweise eine Lärmempfindlichkeit einstellt, d.h. dass bei stärkeren Umgebungsgeräuschen das Sprachverstehen beeinträcht ist. Auf Dauer - bei mir ist der Hauptsprachbereich (mittlerer Frequenzbereich) betroffen - war das mit einer ständigen erhöhten Konzentrationsbereitschaft verbunden und artete zum Dauerstress mit weiteren Folgen (Tinnitus, Konzentrationsstörungen, geringe Belastbarkeit, Schlafstörungen und sogar Isolation) aus.

    Hörgeräte lassen sich in der heutigen Zeit sehr gut so einstellen, dass ein viel besseres Sprachverständnis erzielt wird, eine Lärmempfindlichkeit wesentlich gemildert wird und dadurch eine Teilhabe am Leben (Kinobesuche, Konzerte u.v.m.) wieder möglich ist. Das ist schließlich Sinn der Hörgeräte.

    Lass das bei dir über einen Hörtest beim HNO abklären, denn nur der kann eine Hörgeräteverordnung ausstellen und anschließend lässt du dich von einem Hörgeräteakstiker beraten. Übrigens kannst du mehrere Geräte erst einmal zur Probe tragen.

    Stehe zu deiner Schwerhörigkeit. Es laufen mehr Menschen mit Hörgeräten herum, als du denkst.

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    Antwort von Miiko Miiko

    Hallo, ich habe auch schon seit meiner einschulung ein hörgerät (es war auch sehr störend und das piepsen hat sehr genervt).es kommt drauf an ob du so(mit dem taub sein) geboren wurdest oder ob du später taub geworden bist. das du es nichtmehr trägst ist sehr schlecht. es wird immer schlechter wenn du es nicht trägst, denn das hörgerät hilft deinem "nicht funktionierendem ohr" denn wen du es nicht tragst dann wird dein ohr ja nie "funktionieren". es währe wirklich besser sich wieder eins zu besorgen. außerdem gibt es jetzt nano hörgeräte chips! das wird unter die hat gemacht... das stört nicht und wird auch nicht gesehen UNS IST UM EINIGES BESSER ALS DIE NORMALEN SICHTBAREN HÖRTERÄTE! mach jeden monat einen hör-test. denn es könnte sein das du später wieder hören kannst und nie wieder ein hörgeret brauchst :)

    ps: ich dachte auch immer ich könne "gut" hören... DAS STIMMTE ABER NICHT, denn ich hätte nie gedacht wie gut ich mit einem hörgerät hören würde!

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