Hatte sie eine schwere Geburt, oder Stress im Zusammenhang mit selbiger? Die Geburt meiner Großen empfand ich als stressig: Drohungen, daß es ein KS werden könnte, und als es geschafft war, war ich total fertig, bin sofort eingeschlafen. Die Kleine war bei meinem Mann und hat schon die erste Nacht mit Bauchweh geschrieen, hatte Probleme, das Mekonium rauszubekommen, später Koliken, stillen war am Anfang nicht einfach wegen Flachwarzen usw.. Dann sind wir 4 Wochen später ins Ausland umgezogen.... Es war einfach ein enormer Stress. Ich war nicht depressiv, aber großartige Muttergefühle sind auch erst später aufgekommen, als wieder mehr Ruhe und Alltag in unser Leben kam. In den Kleinen dagegen war ich von Anfang an verliebt. Aber da hat auch das Ringsrum einfach gestimmt und außerdem wußte ich diesmal schon, wie das mit so einem kleinen Wurm läuft. Und diesmal: kein Umzug, eine Traumgeburt, total friedliches, nachts schlafendes Baby... Unterschied wie Tag und Nacht.
Wenn sie so unsicher ist, hilft ihr vielleicht ein gutes Buch, daß den instinktiven Umgang mit dem Baby betont. Also nicht einer von diesen Ratgebern, wo man irgendwas vorgegeben kriegt oder Methoden ausprobieren soll. Verwandte und Freunde, die alle eine andere Meinung dazu haben, wie man's machen soll, verunsichern auch. Sicherheit im Umgang mit dem Baby kann man gewinnen, wenn man lernt, aus dem Bauch raus zu handeln und sich traut, auf die Meinung von Oma und Tante Ilsa zu pfeifen. Dann macht man es mit der größten Sicherheit auch richtig. Unsicherheit am Anfang ist eigentlich ganz normal. Die Sicherheit kommt mit der Zeit und der Erfahrung, wobei jede Mama je nach ihrer Persönlichkeit sicher unterschiedlich lange braucht.
Alles Gute für deine Freundin!
nach einer Geburt fällt der Hormonspiegel rabiede ab und eine Wochenbettdepressin kann entstehen, auch wenn die Freuden in der Schwangerschaft bereits vorhanden waren, können diese wieder verschwinden. Passiert oft beim ersten Kind.