Ab und zu hört man Sprüche, dass in einigen Bereichen Mathematik hilflos ist, ist es wirklich so, oder sagen sowas diejenigen die keine Ahnung von Mathe haben?

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3 Antworten

Die Mathematik ist nicht hilflos.

Beispiel: Stell Dir vor, Du hast eine Zahlenreihe (Aktienkurs): 100, 101, 102, 103

Wie geht es weiter? Normalerweise würde man sagen: "Mit 104". Das Dumme bei Aktien ist, daß irgendwann irgendwelche Leute kommen, die genau gegen den Trend wetten. Diese Leute sorgen dafür, daß die Prognosen daneben gehen. Damit machen sie ihr Geld. An der Börse wird aber nicht nur gewettet, es wird auch gelogen und betrogen. Es werden Informationen zurückgehalten und Meinungen beeinflußt.

Für dieses Verhalten gibt es die Spieltheorie. Du solltest Dich einmal mit diesem Teil der Mathematik beschäftigen.

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-1095053.html

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-810192.html

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Das kann man meiner Meinung nach so oder so sehen. Die großen Mathematiker, die Systeme entwerfen, mit denen dich die Börse analysieren lässt, werden natürlich die Mathematik verteidigen und behaupten, dass sich damit gute Prognosen abgeben lassen.

Man muss allerdings beachten, dass Dinge wie die Börse immer Schwankungen unterliegen und die Entwicklungen nie zu 100% vorhersehbar sind. Der Zufall ist etwas, was sich über mathematische Formeln nicht abbilden lässt. Der Mathematik liegt ja immer eine gewisse Gesetzmäßigkeit zugrunde. Aus in der Vergangenheit erhobenen Daten werden zukünftige Ereignisse geschätzt. Diese Schätzungen können recht präzise sein, wenn nichts unvorhergesehenes passiert. Börsencrashs lassen sich dadurch zum Beispiel aber nicht voraussagen, da so etwas ja gezwungenermaßen unvorhergesehen passieren muss, um überhaupt einen Crash zu verursachen.

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Kommentar von LC2015
04.06.2016, 16:48

Man muss allerdings beachten, dass Dinge wie die Börse immer
Schwankungen unterliegen und die Entwicklungen nie zu 100% vorhersehbar sind.

Das behauptet auch niemand und glaub mir, die Grenzen solcher Modelle sind gerade den Leuten, die sie entwickeln, bewusst. Es reicht schon, wenn man die Marktrichtung in naher Zukunft mit 52% oder 53% Genauigkeit vorhersagen kann, um MASSIV Geld zu verdienen.

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Die Mathematik ist da auf ähnliche Weise hilflos wie ein Malermeister ohne Farbe. Wir haben keine hinreichend genauen Modelle, um überhaupt loslegen zu können.

Woher kennst du den Aktienfond? Bitte nicht aus einer E-Mail angeblich von einem guten Freund.

Kennst du auch einen Lottogewinner? Bedeutet die Existenz eines Lottogewinners, dass sich das Lottospielen im Mittel lohnt?

Zum Thema "Voraussagen und scheinbare Glaubhaftigkeit" habe ich neulich einen interessanten Beitrag gelesen (allerdings englisch): http://thedailywtf.com/articles/the-oracle-effect

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Kommentar von ToniKim
04.06.2016, 16:59

Ich habe ein Video auf youtube über diesen Aktienfond gesehen, es ist angeblich der erfolgreichste in USA. Sie stellen keine Volkswirte ein, sonder Physiker und Mathematiker.

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