6

Ab 2009 zahlt jeder für alle gesetzliche Krankenkassen den gleichen Satz, wie kam es dazu?

Frage von gulliver gulliver

Ist das Teil der vielbeschworenen Gesundheitsreform und warum gilt das bei vielen als missglückt? Wie soll sich das auswirken und was ist die Idee dahinter?

Fragen zu gleichen Themen finden

Antworten (7)

  • 4
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Qetan Qetan

    Erstens ist das Konzept sozial ungerecht, dass jeder egal wieviel oder wie wenig er verdient, den gleichen Beitrag zahlen muß. Zweitens wird es für fast jeden Normalverdiener teurer werden und das bei immer weiter sinkenden Leistungen. Verschwendungen von Geldern im Gesundheitswesen wird dieses Konzept auch nicht verhindern. Nur Politiker können so einen Sch... Reform nennen.

    Kommentar von TawaGirl TawaGirlTawaGirl

    Der Beitragssatz soll sich bie 15,9 % einpendeln, ganz schön heftig. Finde die Reform auch besch..., hoffe die wird im letzten Moment noch gekippt. Ist ungerecht, teuer und die Leistungen werden immer weniger. Es müssten erstmal die großen Wasserköpfe in den Krankenkassen schrunpfen, da müsste man ansetzen und nicht wieder alles dem kleinen Mann aufhalsen. LG TawaGirl

    Kommentar von Wieselchen1 Wieselchen1Wieselchen1

    15,9 % !!!!???? Sind die wahnsinnig? Warum sucht man sich denn eine preiswerte Krankenkasse, wenn dann doch alle das gleiche nehmen müssen? Ich bezahle im Moment 12,5 % - Das bedeutet ein Riesenloch ab nächstem Jahr in meinem Geldbeutel - wenn sie damit durchkommen - Urlaub ade.... :-(((

    LG

    Wieselchen

    Kommentar von OOOPatriceOOO OOOPatriceOOOOOOPatriceOOO

    Da frage ich mich aber eigentlich auch, wozu gibt es dann noch unterschiedliche Krankenkassen ? Die Leistungen werden dann ja wohl auch im Prinzip gleich werden.

    Kommentar von fairlane fairlanefairlane

    Das wird es ja auch kaum noch geben. Ein paar große bleiben übrig, wenn die sich alle zusammenschließen (müssen). Ich frage mich bloß, wie das mit dem "freien Wettbewerb" den die EU so favorisiert zu vertreten ist.

  • 1
    Antwort von karstenl karstenl

    und zum 01.07.2009 soll er um 0,6 Punkte gesenkt werden, sprich er ist dann bei 14,9%. Nachzulesen in den News von www.Krankenkasseninfo.de

  • 1
    Antwort von flschn flschn

    Der neue Satz soll wohl jetzt bei etwa 15,5 Prozent für jeden liegen. Quelle: http://www.private-krankenversicherung.de

  • 1
    Antwort von justii justii

    Es handelt sich hierbei um eine Lüge!

    Zwar ist es korrekt, daß der Gesundheitsfonds für alle Kassen die Beiträge einzieht und dabei den gleichen Beitragssatz anwendet. Dieser wird aufgrund der extrem hohen Verwaltungskosten des Gesundheitsfonds deutlich höher liegen als die bisherigen Krankenkassenbeiträge.

    Es ändert sich jedoch nichts daran, daß manche Kassen ein Loch ohne Boden sind (Schuldenkassen, Empfängerkassen aus dem Risikostrukturausgleich) und andere Kassen gut mit dem ihnen anvertrauten Mitgliederbeiträgen auskommen und nicht nur einen ausgeglichenen Haushalt haben sondern sogar schuldenfrei sind (i.d. Regel die Zahlerkassen in den Risikostrukturausgleich).

    Aus diesem Grund hat der Staat vorgesehen, daß die Schuldenkassen zum zukünftig teueren "Einheitsbeitrag" auch noch einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern verlangen dürfen. Damit wirds dann richtig teuer!

    Dafür haben schon einige Schuldenfreikassen erklärt, daß sie ihren Mitgliedern die zu hohen Beiträge ganz oder teilweise zurück erstatten wollen. Hierzu sind verschiedene Modelle im Gespräch.

    Schöne Grüße

    justii

  • 1
    Antwort von fraggle16 fraggle16

    ich sehe dies als ersten Schritt zum Ziel.

    Das Ziel wäre eine Bürgerversicherung, in die ALLE Bürger einzahlen müssen. Dies hätte langfristig Vorteile - es müssten nicht 600 Krankenkassen bezahlt werden, sondern nur eine, das heißt, das eingezahlte Geld ginge wirklich in die Gesundheit und nicht allein zu über 20% in die Werbung und zu weiteren 20 in Managergehälter, die keiner braucht. Der nächste Vorteil wäre, dass auch die werten Herren (inklusive mir selbst), die sich aus der sozialen Verantwortung flüchten und privat versichert sind, dann eben mit in die Bürgerversicherung einzahlen müssten. Außerdem versteh ich bis heute nicht, warum jeder Normalbürger einen gestaffelten Krankenkassenbeitrag zahlen muss, aber der, der wirklich Geld hat, nur noch einen Maximalbetrag. Sozialer wäre es doch, wenn jeder auch mit Großeinkommen, eben prozentual beiträgt.

    Die Frage, die sich mir eher stellt, ist - warum muss es auf einmal für jeden über 15% kosten und nicht eher 12?

  • 1
    Antwort von DrSeltsam DrSeltsam

    Ergänzung:

    Das Bundeskabinett hat am 21.05.08 das "Insolvenzgesetz" beschlossen. Der Gesetzentwurf des "GKV-OrgWG" sieht u. a. vor, dass alle gesetzlichen Krankenkassen ab 2010 "pleite machen" können.

    Schöne neue Zeit, wenn die solventen GKVn auffangen müssen, passierte ein Domino-Effekt?!

  • 1
    Antwort von fairlane fairlane

    Weil irgendwie die sch... elektronische Kranken-Versicherungskarte finanziert werden muß. Und das geht in die Milliarden und rechnet sich eh erst in 20 Jahren... Das neue Spielkind der Politik. Vergleichbar mit dem Toll-Collect-Desaster.

Diese Frage

Verwandte Fragen

Noch nicht den richtigen Rat gefunden?

Einfach und schnell viele hilfreiche Ratschläge von Deutschlands aktivster Ratgeber-Community erhalten!

Einfach und schnell einen Tipp erstellen und Ihren guten Rat mit anderen teilen!

Einfach und schnell ein Video hochladen und anschaulichen Rat an alle geben!

Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Rechtliche Hinweise finden Sie hier.