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87jähriger Vater dreht völlig durch

Frage von olga22 olga22

Hallo an alle ,

bin ziemlich aufgemischt - mein Vater dreht seit Tagen total am Rad , meint , er muss sich jetzt umbringen weil ja sowieso alles nix mehr nutzt....In Teilen kann ich ihn ja verstehen , seine Schmerzenm , die er seit ein paar Jahren hat , werden einfach nicht besser (das liegt ja auch sicher am Alter) und jetzt eskaliert die Sache : meine Mutter muss sich den lieben langen Tag von ihm aufmischen lassen und wird nun selbst fast wahnsinnig - ich weiß auch keinen Rat mehr und frage mal in die Runde , wie man meinem alten Herrn eventuell helfen könnte . Meiner Meinung nach müßte er mal aus seinem eigenen Elend heraustreten können und - in einem anderen Umfeld - andere Impulse bekommen , als die ewige Nörgel-Orgel zu geben und meine Mutter mit in den Wahnsinn reinzuziehen . Selbst die 5 Minuten , die ich paar mal täglich mitbekommen muss , wenn ich bei ihnen reinschaue , machen mich schon aggressiv - wie schlimm muss es dann erst für meine Mutter sein , die das den ganzen f... Tag mitmachen muss.....

Ich hab dabei an eine Tagespflege gedacht , sowas wie eine psychologische Betreuung für solche Oldtimer , die mit sich selbst nicht mehr zurecht kommen . Gibt es sowas und wenn ja , wie können wir uns jetzt da dran hängen - wer hat Erfahrungen mit sowas gemacht und kann wertvolle Hinweise geben ?

Wir leben im Rheinland und da muss es doch eine Möglichkeit geben ??????

Bitte um Hilfe , LG olga22

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Antworten (16)

  • 5
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von turalo turalo

    Sucht einen Arzt, der sich auf Geriatrie spezialilsiert hat.

    Der Mann ist alt, er hat Schmerzen, er hat Angst.

    Er "quält" sein Umfeld nicht willentlich, es ist ihm einfach alles zu viel.

    Am besten täte ihm jetzt jede Menge Verständnis, liebevolle Fürsorge und ab und zu auch mal eine "klare Ansage", wenn er es denn übertreibt.

    In einer Tagespflege würde er sich nicht wohlfühlen, das solle man auch beachten. Niemand in dieem Alter wird gerne aus seinem gewohnten Umfeld herausgerissen.

    Vielleicht hat er auch eine Altersdepression.

    Das alles und noch viel mehr kann aber ein spezieller Arzt besser und ausreichend erklären und behandeln

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    .....Altersdepression war auch eine der Diagnosen - mal ganz ab von den anderen Sachen , die noch mitspielen .

    Und natürlich quält er uns nicht wissent- und willentlich , das ist auch klar ! Aber es ist fatal gerade für meine Mutter .

    Verstehst du , ich will ihn weder abschieben noch ihn sedieren , damit WIR unsere Ruhe haben - ich suche nach Lösungen , die sowohl ihm als auch uns eine andere Lebensqualität bescheren . Zumindest dergestalt , daß keiner sich abgeschoben oder (auf der anderen seite) ausgelutscht fühlt

    Kommentar von turalo turaloturalo

    Geht mal in die Geriatrie, da kennt man sich aus

  • 3
    Antwort von wolfgang11 wolfgang11

    Bin auch 87 und wie du siehst, beschäftige ich mich noch mit dem Internet. Habe ich auch erst vor ein paar Jahren gelernt. In dem Alter hat man überall kleine Zipperlein. Es wird in dem Alter auch langweilig, wenn man keine Beschäftigung hat. Deshalb wäre mein Rat. Er soll sich mit irgendwas beschäftigen. Dann vergißt er auch manche Schmerzen. Er muß noch am Leben teilnehmen. Sag ihm, wenn er es richtig anpackt, ist das Leben auch im Alter noch schön.

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    Genau das hat er bis in den frühen herbst auch getan !!!!!

    Er hat so gerne fotografiert und permanent Bilder gemacht , hat Skat gespielt und ist schwimmen gegangen - TROTZ der Schmerzen !

    Ich hatte ihm auch ein Laptop gekauft , DAMIT er sich mal neu mti was beschäftigen hätte können : es war für die Archvierung seiner Fotogeschichten gedacht...aber er wollte nicht mehr und jetzt steht das Ding da , neu und unbenútzt :-(

    Kommentar von wolfgang11 wolfgang11wolfgang11

    Vielleicht läßt er sich dazu überreden, über das Internet mit einem Gleichalterigen Erlebnisse aus der damaligen Zeit auszutauschen. Wenn er Soldat war, ich neheme an er war es, wo war er? Vielleicht haben sich unsere Wege mal gekreuzt.

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    Ja klar - er war soviel ich weiß auf Sizilien auf "ständigem Führer-Befehl" (was auch immer das bedeutet...) bei der Luftwaffe . Meine Mutter meinte , das wäre bis zur Gefangenschaft sowas wie ein Sanatorium für die Leute gewesen - ist nie wirklich was passiert - ANGEBLICH !

    Dann aber ist er in Gefangenschaft geraten und kam nach Paimpol (?) , Atlantikküste Frankreich . Das war wohl ne harte Nummer - sie durften die von den eigenen Truppen gesprengten Hafenmauern eigenhändig aus dem Morast schaufeln und haben kaum was/nix zu futtern bekommen . Dank einer barmherzigen Französin (damals bereits "älteren Datums";-))) haben er und sein Freund überlebt - sie hat ihnen auf dem Weg zur "Arbeit" fast jeden Morgen was zu Essen zugesteckt . Sonst hätten sie es nicht gepackt .

    Unser bester (Familien-)Freund Sigi hat es besser getroffen - der war Major unter Rommel und ist als "Gast seiner Majestät" ins kanadische Gefangenenlager gekommen . Das soll ja wiederum wirklich klasse gewesen sein - der kam schön wohlgenährt nach Hause und war später gleich wieder in der Bundeswehr . Mit dem hat er dann sicher auch viel Austausch gehabt . Der Gute ist allerdings selbst nun seit längerem in der Vollpflege (Heim) , kriegt nix mehr mit und kann sich auch nicht mehr mitteilen - und DAS dem Sigi , der immer stundenlang und sehr witzig schwadronieren konnte !

    Unser Vater erzählt noch oft von den eigenen schlimmen Erlebnissen....kam auch m.M. nie wirklich darüber hinweg und bis heute regt er sich fürchterlich darüber auf , wenn Lebensmittel weggeworfen werden , egal wie schimmelig oder über die auch immer sein mögen . Oder wenn jemand "zuviel" Butter auf sein Brot schmiert - da kannste dann richtig was verspannen.....

    Ja so war´s wohl

    Wir hätten auch gerne , daß er sich mal mit jemand anderem austauscht - aber das hätte wohl besser früher begonnen . In seiner jetzigen Situation hat er nur noch den Tunnelblick so nach dem Motto "Lass-mich-doch-endlich-sterben" Das ist für uns alle eben richtig schlimm - wir wollen doch nur helfen , aber wie ????

    Kommentar von wolfgang11 wolfgang11wolfgang11

    Ich war am Infanteriegeschütz. Habe den Rückzug vom Donez zum Dnjper mitgemacht. Kam nach der Invasion in der Normandie in Gefangenschaft. Anschließend nach England und in die USA. 1946 zurück nach nach England. 1947 im Dezember nach 5 Jahren endlich wieder in die Heimat entlassen. Ich habe über meine Erlebnisse geredet und mache es heute noch. So habe ich die Zeit verarbeitet.

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    ...oh Mann...Russland ! war das dieses Truppenzeichen , was aussieht wie ein "H" mit abgeknickten Beinen ??? oder das mit den Ringen ?

    Also ehrlich : ich bin kein Bisschen neidisch auf die "gute" alte Zeit ! Aber wer hat´s denn schon so easy , daß er in seinem Leben von allem verschont bleibt - ich denke jede Generation hat ihre eigene Pein - früher war´s der Krieg , heute isses Hartz4 (sorry , ich übertreibe vielleicht , aber manche sehen es so) . Und der eine junge/alte Mensch kann den anderen jungen/alten Menschen in seiner jeweiligen Not wie auch immer sie sich zeigt) irgendwie nie wirklich verstehen . Wie denn auch ? Da hätte man live dabei sein müssen um nachvollziehen zu können , wie es wirklich war .

    Du siehst - ich hab zwar auch schon ´n paar kilometer auf´m Buckel , aber wirklich mitreden kann ich auch nicht

    LG olga

    Kommentar von wolfgang11 wolfgang11wolfgang11

    Mitreden und mitfühlen kann niemand. So konnte ich nicht mitfühlen, wenn meine Eltren und Großeltern von den früheren Zeiten erzählten. In meinem Leben gab es nicht nur die Kriegsjahre. Auch die Nachkriegsjahre waren alles andere als schön. Trümmer so weit man sehen konnte. Arbeitslosigkeit nach der Währungsreform. Das Arbeitslosengeld war weit weniger als heute Harzt IV. Aber auch diejenigen die Arbeit hatten, verdienten weit weniger als heute. Nur war die Kluft zwischen arm und reich viel geringer. Heut geht es den Menschen viel besser als es ihnen je gegangen ist. Nur waren die Menschen früher mit dem Wenigen zufriedener als heute.

    Kommentar von siller sillersiller

    Das meine ich eben auch. Die meisten haben in dem Alter einfach keine Beschäftigung mehr außer essen, schlafen, fernsehn gucken, das macht streitlustig und aggressiv.

  • 3
    Antwort von Doctores Doctores

    Nur mit täglichen Veränderungen kann man Ruhe und Zufriedenheit erreichen.

    Lade ihn in dein Auto, und fahre mit ihm in den Wald - Heide - Feld, und genießt zusammen die Aussicht die frische Luft - die Tiere - die Ruhe, gib ihm Zeit das Schöne wieder zu erkennen und an Lebensqualität zu gewinnen !

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    Ja das wäre schön - wenn er es denn mitmachen würde ! Haben wir in den Tagen , wo es noch so richtig vom Wetter her klasse wr (November) ein paarmal mit ihm gemacht - da hat er sich dann immer aufgeregt , wir wollten ihn jetzt "verschleppen" und wollte nach 5 Minuten sofort wieder nach hause.....hat solange genörgelt , bis man endlich wieder in der Garageneinfahrt stand :-(((((

  • 3
    Antwort von Kristall08 Kristall08

    Erst einmal, niemand sollte mit ständigen Schmerzen leben müssen. Die können einen Menschen ja wirklich in den Wahnsinn treiben.

    Dafür gibt es Fachärzte, Spezialisten für Palliativmedizin oder Schmerztherapie. Ihr solltet unbedingt einen solchen Arzt aufsuchen, der Hausarzt wird doch wissen, wo es einen in eurer Nähe gibt. Ansonsten kann die Krankenkasse weiterhelfen.

    Eventuell wäre auch eine Kur oder Reha-Maßnahme eine Möglichkeit, deinen Eltern zu helfen. Es ist ja bald Jahresanfang, da stehen die Chancen ganz gut, dass die Ärzte wieder etwas verschreibungsfreudiger sind.

  • 2
    Antwort von Dackelmann888 Dackelmann888

    Ich habe mir mal Deine ganzen Antworten durchgelesen,Auch das Du Ärzte eingesetzt hast.Das Leben,das er mitgemacht hat sitzt immer nocvh im Gehirn fest,da ist nichts in Vergessenheit geraten,Die Grausamkeiten des Krieges kommen auch wieder hervor.Ich binn immer noch der Meinung das man mit einer Durchblutungsförderung etwas ereichen kann.Dazu müßte Er zu einen Guten Neurolgen,der eine Gehirnstrommessung macht.Es muß aber ein älterer arzt sein,der schon seine Erfahrung gemacht hat.Diese Untersuchung ist schmerfrei.Es ist schwer solch einem alten Herrn noch zu helfen.

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    ...ja , da hast du recht - das mit der Durchblutungs-Störung ist bekannt , da wird auch dran behandelt . Auch die Sache mit der (schlecht bearbeiteten) Kriegserfahrung tut sicher einiges dazu....

    Ich denke , er nimmt an sich schon einen derart heftigen "Cocktail" jeden Tag , das KANN ja nur zu Schwierigkeiten führen !!! Außerdem wird ja derzeit permanent was Neues ausprobiert - ich hätte da schon längst was an den Magen bekommen , bei der Vielzahl an Pillen.....

    Danke dir herzlich für´s lange Mitlesen , olga

  • 2
    Antwort von Dackelmann888 Dackelmann888

    Das ist wohl auf eine Veränderung im Gehirn gekommen.Einige werden Agressiv Ande Weinerlich.Da ist in erster Linie der Hausarzt gefragt.Was helfen könnte ist die Beantragung der Pfegestufe.Da kommen Ärzt zur Begutachtung..Der Besuch beim Neurologen könnte auch helfen.Das ist möglicherweise Eine Mangeldurchblutung des Gehirn.Es wird nicht einfach sein,der alte Herr wird sich weigern zum Arzt zu gehen.Eine Tagespflege zu beantragen,bringt auch den Ärztlichen Dienst ins Haus.

  • 2
    Antwort von Cavalierchen Cavalierchen

    Sprecht doch mit dem Hausarzt des Vaters, damit er andere und bessere Medikamente gegen die Schmerzen bekommt. In der heutigen Medizin ist doch soviel möglich! In manchen Orten gibt es eine Tagespflege. Dies sollte aber die Mutter entscheiden. Manchmal empfindet ein Außenseiter manche Situationen schlimmer als der Betroffene selbst.

  • 2
    Antwort von schelm1 schelm1

    Da müssen die meisten ältern Menschen und deren Familienagehörige durch! Mit dem Zunehmenden Bevölkerugnsalter wachsen solche Probleme, die in Zeiten medizinischer Wenigerversorgung vorher schon weggestorben wären. Es mag hart klingen, aber für den Familienfrieden ist die Abschiebung des kranken alten Menschen in ein Heim die einzige Chance, das Ganze nervenschonend zu überstehen. Neben einer gehörigen Portion Überwindung kostet das natürlich eine noch wesentlich größere Menge Geld. Sie können sich aber eben diese kleine Stück Seelenfrieden kaufen! Entscheiden muß das unter allen Aspekten, insbesondere dem des eigenen Seelenfriedens ein jeder für sich selbst!

    "Wen Gott mag, den holt er früh!"

    Kommentar von turalo turaloturalo

    Bei uns wurde und wird niemand ins Heim "abgeschoben". Der Familienfrieden bei uns hat nicht unter der Pflege meiner Großmutter gelitten. Es wurde sich abgewechselt, so daß die alte Dame nie allein sein musste. Auch nachts nicht.

    Kann man sich Seelenfrieden erkaufen,wenn man seine Angehörigen ins Heim bringt? Nach dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn"? Ich glaube nicht.

    Ich finde es recht armselig, wenn man keine Zeit, keine Geduld, keine Lust, kein Pflichtbewußtsein hat, sich um seine Alten zu kümmern. Wir zahlen mit der Fürsorge für unsere Eltern doch lediglich einen kleinen Teil davon zurück, was sie uns gegeben haben.

    Kommentar von rhapsodyinblue rhapsodyinbluerhapsodyinblue

    Lass es gut sein turalo, nicht jeder ist so heilig und Familiensinnig wie du.

    Nicht jeder hat friedliche Eltern und nicht jeder kann oder möchte seine Eltern pflegen.

    Akzeptiere das.

    Und lass deinen Moralfinger stecken.

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    Nee , das ist schon ganz ok so !

    Meine Oma , also die Mutter meiner Mutter , hat drei Jahre in Vollpflege mit Demenz und allem was du dir nur nicht wünschen kannst bei uns verbracht und ist dann ganz einfach irgendwann "eingeschlafen" . Bei uns wurde noch keiner in ein Heim abgeschoben

    Das wird mit meinem Vater auch nicht passieren . Deswegen suche ich ja nach Möglichkeiten , wie man uhm in so einer akuten Situation helfen kann - ich wollte mir hier keine "Absolution" holen , um ihn dann abschieben zu können . Das geht gar nicht !

    Kommentar von schelm1 schelm1schelm1

    Sie können sich aber eben diese kleine Stück Seelenfrieden kaufen!

    Entscheiden muß das unter allen Aspekten, insbesondere dem des eigenen Seelenfriedens ein jeder für sich selbst!

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    "kaufen" könnte sich meine Mutter eine ganze Menge , rein materiell gesehen . Macht sie aber nicht .

    Mein Vater ist für sie etwas anderes - schon gar kein "Geschäft" was man "abwickeln" kann . Und Seelenfrieden "kaufen" ? Ich weiß nicht , ist das nicht ein Bissel .....kurzsichtig (um es vorsichtig auszudrücken) ?

    Kommentar von turalo turaloturalo

    @rhapsody.....

    Ich bin nicht heilig, aber "familiensinnig" schon. Das solle eigentlich jeder sein, der es sich auch nur irgendwie erlauben kann.

    Es gibt Wohnungen, da ist kein Platz für die Eltern; es gibt Lebenssituationen, da kann man nicht pflegen oder einspringen; aber WO man es kann, sollte man es auch tun.

    Wenn man nicht pflegen KANN, weil es aus welchem Grund auch immer unmöglich ist - da kann man nichts ändern.

    Aber, wer nicht pflegen WILL, der sollte seine Moral überdenken. So, jetzt habe ich das von Dir gewählte Wort "Moral" untergebracht. Ich habe vier "Alte", um die es sich gilt zu kümmern. Bislang nur etwas kümmern, aber die Zeit, in der ich voll da sein muß, wird kommen. Soll sie - ich pack das schon - mit Hilfe meiner Familie. Das hat mit "heilig" oder "Moralapostel" nichts zu tun.

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    @turalo

    Kann das gut verstehen - aber ich lese da du hast am Ende 4 Personen !

    Das wird ne echte Nummer !!!!! Als meine Oma (Mutter´s Mutter) die Jahre in Vollpflege hier gelegen hat , waren wir alle Mann nachher total am Ende - und sie war alleine hier . Du hast 4 Ältchen ????

    Da wünsche ich dir aber echt alles GUte und stahlharte Nerven und alles , was man dafür sonst noch braucht !!! Ich hoffe auch für dich , daß du dir deine Einstellung auch dann noch bewahren kannst

    LG olga

    Kommentar von turalo turaloturalo

    Danke, OIga.

    Ich werde diese Sache bewältigen, da bin ich mir ganz sicher.

    Ja, ich habe vier Altchen, meine Eltern und meine Schwiegereltern. Noch (!) sind alle recht fit, aber das kann sich schnell ändern. Zwei weit über 80, zwei nicht weit davon.

    Aber zusammen schaffen wir das - und es werden wohl kaum alle vier gleichzeitig abbauen, so daß man sich pflegend um sie kümmern muß.

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    ..naja , es muss ja nicht gleich so kommen , daß alle 4 kreisch gleichzeitig zusammenklappen .

    Trotzdem - zieh das mal durch , jahrelang , jeden Tag , jede Nacht , permanente Aufmerksamkeit und 6-8mal neue Windeln . Und dann noch die medizinischen Geschichten zwischendurch . Wir konnten nie aus dem Haus gehen ohne uns gegenseitig abzusprechen , wer wann wie lange da war usw usw . Urlaub ? Fehlanzeige !

    Wunsche dir ehrlich alles Gute Olga

  • 2
    Antwort von ArthFe ArthFe

    Mein Ansprechpartner dafür wäre erstmal der Hausarzt... der dürfte ja im Bilde sein und weitere Vorschläge / Informationen / Kontaktadressen für euch haben. Voraussetzung ist allerdings, dass der alte Herr da auch mitmacht - so ohne weiteres könnt ihr ihn ja nicht "abschieben" (der Ausdruck ist nicht böse gemeint, bitte richtig verstehen).

    Ansonsten wäre es vielleicht eine Möglichkeit, die Mutter mal zur Kur oder in den Urlaub zu schicken - allein natürlich :-)

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    Der HA ist schon einegbunden - den akzeptiert er auch vorbehaltlos ! Dem fällt allerdings in der momentanen Situation auch nicht mehr viel ein - er ist auch , wie schon von einem erwähnt - genau aus dieser Generation , die immer hat stark und selbstbestimmt sein müssen....

    Altersdepression stimmt denke ich auch .

  • 2
    Antwort von rhapsodyinblue rhapsodyinblue

    Eine Tagespflege wäre eine gute Lösung. Habt ihr einen Pflegedienst für den Vater (ambulant)? Wenn ja, mal mit ihnen darüber reden oder aber dich direkt an ein Heim wenden, der die Tagespflege betreibt.

    Was auch ab und zu ein Durchschnaufen wäre, ist, wenn ihr den Vater für einige Zeit in die Kurzzeitpflege geben würdet. Euch stehen ja 6 Wochen im Jahr zu (Pflegestufe?).

    Deine Mutter sollte sich eine Auszeit gönnen und eine Kur beantragen. In dieser Zeit kann der Vater in die Kurzzeitpflege. Das wäre eine Möglichkeit.

    Sucht euch, falls ihr keinen habt, einen Pflegedienst in eurer Umgebung, der ambulant ins Haus kommt und lasst euch bei der Krankenkasse beraten.

    Leider sind oft die Männer im Alter ziemlich "kauzig" und können bisweilen schon aggressiv werden, gerade die Männer dieser Generation, die doch immer stark sein müssen und keine Schwäche zeigen dürfen/sollen. Denen ist mit Hilfe nur schwer beizukommen, sie müssen auch erst akzeptieren, dass sie eben Hilfe brauchen.

    Alles Gute für euch.

    Kommentar von rhapsodyinblue rhapsodyinbluerhapsodyinblue

    P.S. es gibt doch ziemlich gute Schmerzmittel gegen seine Schmerzen. Heutzutage muss niemand mehr unnötig Schmerzen erleiden. Bitte redet auch mit dem Hausarzt darüber.

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    Die Medikamente haben alles nur schlimmer gemacht - Morphium oder Psychopharmaka : da bekam er Halluzinationen und hat überall Vögel gehört und tote Verwandte gesehen - was meinst du , was das angerichtet hat :-((((

    Kommentar von turalo turaloturalo

    Dann war er falsch eingestellt. Man ist heute mittlerweile in der Lage, durchaus so zu dosieren, daß die Mittel relativ gut vertragen werden. Nicht beim ersten Mißerfolg die Flinte ins Korn werfen, sondern neue Ärzte konsultieren und immer wieder versuchen, dem alten Herrn das Leben erträglich zu gestalten.

    Kommentar von rhapsodyinblue rhapsodyinbluerhapsodyinblue

    Ich kenne einige Schmerzpatienten, da sind die Medikamente sehr gut eingestellt.

    Wenn, dann war die Dosierung bei deinem Vater nicht richtig. Zudem schreibst du nicht, ob er dement ist oder welche Krankheit er hat. Wir haben derzeit einen alten Mann, er erhält Melperon Saft und das hält ihn ruhig. Er ist auch ziemlich aggressiv seiner Umwelt gegenüber gewesen. Durch die richtige Dosierung kann er weiterhin am Leben teilnehmen, ist kommunikativ, aber eben ruhiger.

    Zudem gibt es Schmerzpflaster, die nach Bedarf alle 2 -3 Tage gewechselt werden können.

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    Er ist ganz bestimmt nicht dement - das hat man schon in den tests ausgeschlossen . Der ist sonst geistig noch voll "anwesend" und außer der (ziemlichen) Schwerhörigkeit sind da "nur" die permanenten Schmerzen . Die kommen von einem eingeklemmten Nerv im unteren Lendenwirbelbereich . Das könnte nur durch eine OP MÖGLICHERWEISE behoben werden - davor scheuen sich allerdings alle , weil er (aufgrund des Alters und einem länger zurückliegenden Schlaganfall) die Narkose eventuell nicht mehr aushält .

    Alles ganz verfahren:-(((

    Ich habe allerdings auch den Eindruck , daß da mit der Dosierung irgendwie was nicht stimmen kann - sie haben in den letzten Wochen so ziemlich alle Kombinationen/Dosierungen ausprobiert...das kann auch nicht gut sein , den Körper ständig mit was anderem zu bombardieren . Ich hatte das Gefühl , daß es jedes mal , wenn wieder was nicht geklappt hat , schlimmer geworden ist.

    WAS IST MELPERON ???????

    Kommentar von rhapsodyinblue rhapsodyinbluerhapsodyinblue

    Melperon: Ausgeprägte psychomotorisch - dämpfende und sedierende Wirkung. Auch bei multimorbiden Patienten wegen geringer Nebenwirkungen gut einsetzbar, auch bei Patienten mit Parkinson. Die Sedierende Wirkung kann erst nach 2 - 3 Nächten voll einsetzen.

    Wie auch bei alles, die Dosierung ist wichtig. Mit der Hälfte anfangen und das nur 1x täglich morgens oder abends.

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    enthält das auch Morphium ?

    Kommentar von rhapsodyinblue rhapsodyinbluerhapsodyinblue

    Nein. Es enthält kein Morphium.

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    Nein , leider akzeptiert er nur meine Mutter als "Pflegedienst" - das ist ja das Problem....

    Kurzzeitpflege habe ich auch schon dran gedacht - das könnte man ihm als "Therapie" "verkaufen" - dann würde er vielleicht mitmachen . Und da daruf kommt es ja an : er muss ja mal wieder zu sich selbst kommen und mal andere Perspektiven haben (denke ich)

    Die Kombination Kurzzeitpflege/Kur könnte ich mir sehr gut vorstellen !

    Kommentar von rhapsodyinblue rhapsodyinbluerhapsodyinblue

    Deine Mutter sollte dann zuerst eine Kur beantragen und für diese Zeit gleichzeitig einen Kurzzeitpflegeplatz für deinen Vater (Krankenkasse, Med. Dienst/Pflegestufe beantragen!). Wenn die Kur dem Ende zugeht, beantragt ihr einen Pflegedienst. In der Kurzzeitpflege bekommt er ja auch Pflege und das kann dann gleich nahtlos zu Hause weiter gehen. Ihr müsst euch durchsetzen.

  • 2
    Antwort von sofa1997 sofa1997

    schick ihn am besten in ein altersheim mit phsychologischer hilfe

    Kommentar von turalo turaloturalo

    Ja klar... wenn es eng wird mit den Alten - ab ins Heim. :-(

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    Nein - ein "Heim" als Dauerlösung kommt nicht in Frage - dann können wir ihn gleich umbringen....auf gar keinen Fall !!!

  • 1
    Antwort von siller siller

    Das kommt mir bekannt vor. Das klingt mitunter nach Langweile im Alter. Die Leute werden aggressiv, streitlustig, schimpfen auf alle, und ihnen kann man nichts mehr recht machen. Auch hat man in dem Alter mit der Welt größtenteils abgeschlossen, will niemanden mehr sehen, hegt gegen alles und jeden Misstrauen, fängt mit jedem Streitereien an. Den Älteren fehlt die Beschäftigung und Kommunikation mit der Familie. In dem Alter hat man oftmals nichts mehr zu tun außer fernsehn gucken, essen, schlafen oder aus dem Fenster gucken. Das macht mürbe und depressiv! Das beste Mittel wäre die Beschäftigung mit dir - dass du mit deinen Eltern spazieren gehst, sie öfters mal mit nach draußen nimmst, mit ihnen im Auto wohin fährst, damit sie auch mal was anderes sehen als nur ihre eigenen 4 Wände.

    Ob deine Eltern eine Tagespflege annehmen ist fraglich. Zumal ältere Leute ja eh auf alles schimpfen, insbesondere andere Leute die in ihr Heim eindringen, werden misstrauisch beäugt und abgelehnt.

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    ...das von dir Beschriebene trifft voll und ganz auf meine "Schwiemu" zu - da lernst du , was "Altersaggressivität" bedeutet und wenn du das in google eingibst , erscheint wahrscheinlich ihr Foto.....

    Mein Vater hat - ganz anders - bis vor Kurzem noch alles Mögliche gemacht und war meistens richtig gut drauf . TROTZ der Schmerzen ! Das ist es ja , was uns allen so bizarr erscheint . DAS ist nicht mehr mein Vater !

    Und das ist traurig - wir wollen ja nur , daß er nicht mehr so abstürzig ist ,daß er wieder ein Bissel zu Kräften kommt - ich erwarte ja nicht , daß er wieder auf den großen Arber wandert , aber wenigstens mal wieder Skat oder Freunde treffen , so wie im Sommer noch ??????

  • 0
    Antwort von David56 David56

    Erst einmal, - niemand darf ständige Schmerzen erleiden, denn allein schon ständige Schmerzen machen einen Menschen unleidlich und bösartig seinen Mitmenschen gegenüber. Geht mit ihm zu einem Spezialisten für Schermtherapie und/oder Palliativmedizin. Schaut mal hier nach, - da findet ihr die entsprechenden Adressen in der Näher eures Wohnortes: http://krebsselbsthilfegruppe.de Selbst wenn er nicht an Krebs erkrankt ist, sind die dort aufgeführten Ärzte für solche Schmerzen zuständig. Alles andere könnt ihr im Anschluß daran in Angriff nehmen. Denn wenn er die Schmerzen im Griff hat, wird er auch wieder umgänglicher und aufgeschlossener für andere Dinge.

  • 0
    Antwort von Teufel403 Teufel403

    frag mal deiner krankenkasse an

  • 0
    Antwort von Pgoenixx Pgoenixx

    du hast es schon selbst gesagt.da kann nur ein Psychiater helfen.Erst der HA und der überweist dann weiter.

  • 0
    Antwort von akonalokanlka akonalokanlka

    Der gute alte Herr soll froh sein, das er dieses Alter erreicht hat. Führe Ihm vor Augen das andere dieses Alter lange nicht erreichen und zu dem auch oft lange nicht mehr Ihren Partner haben, verwitwet sind im Alter. Alleine im Altersheim sterben müssen.

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    ...und genau das bekommt er seit Wochen von seinen Ärzten , seinen Freunden und allen anderen zu hören....es nutzt uns alles nichts....ich denke er hat ein ziemliches Problem mit sich selber , sieht nichts anderes mehr als diesen Schmerzzustand . Mein Anliegen wäre es , sowohl meiner Mutter als auch ihm selber mal eine Auszeit zu gönnen , damit sich die beiden nicht gegenseitig fertig machen . Meine Mutter ist ja selber schon so alt , ist aber total fit und bewegt jetzt die ganze Geschichte . Wenn die jetzt die Grätsche macht , kann ich sie gleich beide "abgeben"....

    Kommentar von turalo turaloturalo

    Sollte man Deiner Meinung nach dem alten Herrn jeden Tag sagen, daß er froh sein sollte, so alt geworden zu sein?

    Er kann nichts für seine Krankheit, auch nichts für sein Lebensalter. Man kann ihm die Zeit jetzt nur noch erleichtern und schön machen. So schön es eben geht.

    Die Mutter muß mal Freiraum haben, sonst steht sie die Sache nicht durch. Das kann man hinbekommen, indem man die Restfamilie einspannt, damit sie auch mal einen Tag oder ein Wochenende in die Pflicht genommen werden. Das sollte jedem Sohn und jeder Tochter oder auch Enkeln eine Selbstverständlichkeit darstellen.

    Wir alle werden man alt.

    Kommentar von olga22 olga22olga22

    ICH bin die "Restfamilie" - wenn man man von meinen SIP absieht , der sich ab und zu (aber auch nicht zuverlässig) mit einbringt . Meine Tochter ist Z.Zt. dafür leider nicht verfügbar - die wäre mit Sicherheit sonst auch mit dabei , aber im Moment sehe ich größtenteils alleine zu , daß das Ganze irgendwie weiter läuft

    Das macht mich z.Zt auch ratlos und unsicher

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