Frage von tommy40629, 151

6.und 9. August 1945 Sinn der Atombombenabwürfe?

Hey!

Ich bin in Geschichte jetzt mit dem 2. WK fertig.

Eine Frage habe ich zu diesem Thema, ich sehe das für meinen Eignungstest viel zu USA-kritisch.

Das muss ich abändern!

Auszug aus dem Buch:

6.und 9. August 1945:

  • Die USA wirft auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki je eine Atombombe.
  • Die USA nehmen den Tod von über 200.000 Zivilisten hin.

Die Kapitulation Japans im September 1945 führt zum Ende des II. WK.

Ende Auszug aus dem Buch.

Der Krieg in Europa war zu dieser Zeit seit Wochen vorbei.

Gab es in diesen Städten militärische Anlagen!

Ich vermute, es war einfach ein Racheakt der USA für Pearl Harbor vom 7. Dezember 1941, weiterhin wollte man die neue Waffe testen und sich einen Ruf in der Welt aufbauen.

Kostengünstig war diese Methode sicher auch, gegenüber einem konventionellen Krieg.

Gründe für die Abwürfe wären also:

  • Rache für Pearl Harbor

  • Waffentest

  • den Gegner mit einen geringen Aufwand an Material, Personal und Geld besiegen

  • abschreckendes Image aufbauen

Das klingt aber viel zu kritisch, kann mir jemand 3 "schöne" Punkte nennen?

Antwort
von Traveller24, 93

Der Krieg in Europa war damals zwar schon vorbei, abder der Krieg in Asien eben nich nicht. Das lag auch daran, dass sich 1941 die Alliierten darauf geeinigt hatten, zuerst Deutschland zu besiegen. Die Kommandostäbe in den USA gingen damals davon aus, dass auf konventionelle Weise der Krieg gegen Japan noch bis 1947 dauern würde.

Man stand damals auch noch stark unter dem Eindruck der Kämpfe auf Okinawa und Iwo Jima, die mehr Opfer gefordert hatten als die Landung in der Normandie und in denen auf japanischer Seite tatsächlich bis zum letzten Mann gekämpft wurde. Bei der Schlacht um Okinawa sind tatsächlich fast alle japanischen Truppen ums Leben gekommen, weil sich sich geweigert hatten, sich zu ergeben und selbst völlig aussichtlose Stellungen verteidigt haben als sie keine Waffen mehr hatten. Zudem gab es grosse Opfer unter der Zivilbevölkerung, die zum Teil Gruppenselbstmord begangen haben, um nicht in Gefangenschaft zu gehen. Unter diesen Eindrücken hat man befürchtet, dass eine Landung auf den japanischen Kerninseln einige 100 Tausende Opfer fordenr würde. Einige Schätzungen gingen bis in die Millionen, weil in Japan eine Volkverteidigung aufgebaut wurde.

Kommentar von tommy40629 ,

Danke, dass ist sehr gut!

Kommentar von zetra ,

Was ist hier sehr gut? Eine subjektive Meinung, mehr nicht. Verluste?

Kommentar von Traveller24 ,

Das ist keine Meinung von mir, sondern eine Wiedergabe der damaligen Argumentation. Ob die diese Argumentaionsketten, die man 1945 angestellt hat,  zutreffend sind ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich habe ja extra davon gesprochen, dass Schätzungen und Annahmen gegeneinder aufgewogen wurden.

Ich habe weder eine Verurteilung noch eine Gutheißung abgegeben.

Kommentar von zetra ,

Du wirst ja nicht verurteilt. Dieses sind ja alles Dinge zur Rechtfertigung der A-Bombenabwürfe. Wie du dich selber belesen kannst, haben auch hier die Drecksarbeit die Sowjets gemacht, genau wie in Berlin.

Antwort
von dadita, 75

Ein Einmarsch in Japan hätte auf beiden Seiten hubderttausende, vllt Millionen Leben gekostet. Das was duhier als Kosten bezeichnest, sind die Leben von Soldaten und Zivilisten.

Es gab bereits einen Invasionsplan, geschaffen von Menschen die mit Absicht über die Existenz der Atombombe um Unklaren gelassen wurden, doch auch deren Plan sah katastrophale Verluste auf beiden Seiten vorraus. Nach den Schlachten von Iwo Jima und den anderen Pazifikinseln waren die USA sich über die hohe Moral und Opferbereitschaft der japanischen Truppen im klaren. 

Der Invasionsplan sah zudem großflächige Bombardements der japanischen Städte vor, zurückgeblieben wären dort nur Ruinen, Infrastruktur und Wirtschaft vln Japan wären massiv geschädigt worden. So mussten "nur" zwei Städte geopfert werden.

Aber natürlich spielten auch die von dir genannten Gründe eine Rolle...man hätte die Bomben auch irgendo im Umland von Tokio hochgehen lassen können um eine Nachricht zu senden, nicht im Zentrum einer Stadt. Aber nach Jahren des Krieges war der Hass auf beiden Seiten wohl schon so groß, dass für derartige Gedankengänge kein Platz mehr war.

Antwort
von Hacker48, 63

Soweit ich weiß, wollten die USA, dass Japan kapituliert. Daher haben sie mit dem Abwurf der Bombe gedroht. Japan wiederrum ging von einem Bluff aus und war nicht zur Kapitulation bereit. Also haben die USA ernst gemacht. Daraufhin kapitulierte Japan und der Krieg war beendet, mit dem Krieg in Europa hat das zunächst mal relativ wenig zu tun ...

(Absolut wertungsfrei zu verstehen.)

Antwort
von MrHilfestellung, 99

Ohne das Verwenden der Atombombe wäre der Krieg noch einige Zeit weitergegangen und es wäre zu weit mehr Opfern gekommen.

Antwort
von zetra, 47

Die Verteidigung der A-Abwürfe durch die Amerikaner hat teilweise groteske Züge. Allein hohe militärische Führer der USA waren dagegen und warnte vor dessen Folgen

In Jalta wurde festgelegt, drei Monate nach Beendigung des Krieges in Europa, greift die Sowjetunion Japan in China an. Nicht dass die Sowjets das Kernland Japan angreifen. -Auguststurm-

Genau zu diesem Zeitpunkt wurde am 06.08.1945 die erste A-Bombe über Hiroschima von den USA abgeworfen. Die geforderte Kapitulation Japans erfolgte nicht. Auch nach dem zweiten Abwurf erfolgte nur ein Kapitulation durch den TENNO, dessen Anweisungen aller dingst von den Generälen der Armeen, die a in China bis Singapur standen, nicht befolgt wurden.

Am. 09.09.1945 wurde die Kwantung-Armee in China geschlagen. Im Sog dieser Kapitulation, gaben die stehenden Truppen der Japaner am 12.09.1945 in Singapur auf. 

Jetzt wäre der Zeitpunkt gekommen, das die Japaner einsehen mussten, zu kapitulieren.

1. Die A-Bomben haben den Krieg nicht beendet, erst die Niederlage der  Heere auf dem Festland zeigten Japan, die Sinnlosigkeit der Fortführung des  Krieges.

2.Auf dem Festland standen nur geringe Streitkräfte der Japaner.

3.Die USA haben 170 Tsd. Marinesoldaten bei den Kämpfen auf den Pazifik  verloren. Wo sollten die angeblich hohen Verluste bei der Besetzung Japans  herkommen, sie waren ja nicht vor Ort, der Pazifik lag dazwischen.

4. Deshalb wird auch die Leistung der Sowjets heruntergespielt, 84 Tsd. tote  Japaner und 14 Tsd. tote Sowjets schlugen nicht zu Buche.

5. Die Demonstration der A-Waffen sollten auch den Sowjets vor Augen führen, wer hier das "Sagen" hat.

6. Allerdings haben die Japaner 1953 einen Friedensvertrag bekommen, auf  den DE bis heute wartet.

7. Der Abwurf der A-Bomben war und ist ein barbarischer Akt, alle Versuche  dieses klein zu reden, ist von der Geschichte widerlegt worden. 




Antwort
von Bodesurry, 64

Am 26. Juli verlangten Großbritannien und die USA die bedingungslose Kapitulation von Japan. Nach der Ablehnung kam als Druckmittel der Abwurf der ersten Atombombe. Auch danach wollten die führenden Militärs und die Regierung nicht kapitulieren. Es folgte die zweite Atombombe. Daraufhin verfügte Kaiser Hirohito gegen den Willen der gleichen Leute die Kapitulation.

Eine Rache für Pearl Harbor sehe ich in den Abwürfen nicht. Die anderen drei Punkte würde ich bejahen. In erster Linie wollten die USA weitere Verluste gegen die fanatisch kämpfenden Japaner verhindern. 

Ein Punkt, der bei deiner Liste fehlt, ist die Angst der Amerikaner, die Russen würden wie in Europa in Japan einmarschieren und dann einen Teil des Landes beanspruchen.

Vor allem auch wegen ihrer Loyalität zum Kaiser wären bei einem Einmarsch der Amerikaner in Japan  neben den Soldaten noch viel mehr Zivilpersonen umgekommen, als durch die Atombomben. 

Hiroshima wurde gemäß http://www.geschichte-lexikon.de/atombombenabwurf-hiroshima-nagasaki.php ausgewählt, weil es ein Truppensammelpunkt war. Danach hätte die Rüstungsstadt Kokura angegriffen werden. Wegen schlechtem Wetter war es dann Nagasaki.

Antwort
von Ruenbezahl, 46

Die Atombombenabwürfe waren ein reiner Waffentest. Es ging den Armerikanern nur darum, festzustellen, mit welchem A-Bombentyp (Uran oder Plutoniumbombe) man mehr Menschen töten konnte. Der Krieg gegen Japan war ja schon gewonnen bzw. wurde sogar noch so lange hinausgezögert, um die Atombomben abwerfen zu können. Eine verlustreiche Invasion Japans wäre niemals notwendig gewesen, da eine Blockade vollkommen gereicht hätte, um den in Agonie liegenden Staat endgültig zu besiegen.

Kommentar von zetra ,

So ist es, kein Kommentar mehr nötig.

Antwort
von archibaldesel, 80

Die Alternative zur Beendigung des Krieges wäre eine Invasion Japans gewesen. Die Japaner waren ja fanatische Krieger. Das hätte unzählige amerikanische Opfer gefordert. Der Einsatz der Bombe hat den Japanern gezeigt. Dass,eine Kapitulation alternatives war. Hat ja auch funktioniert. Allerdings war eine zweite Bombe erforderlich, was schon erstaunlich war.

Sicher wollten die Amerikaner aber auch eine Duftmarke bei Stalin setzen und ihre Berhandlungsposition für eine Nachkriegswelt stärken.

Waffentest ist übrigens Unsinn. Die Bombe wurde erfolgreich in der Wüste von New Mexico getestet. Die Amerikaner wussten um die Wirksamkeit. Allerdings mussten auch die Russen davon wissen, wenn es eine erfolgreiche Abschreckungswaffe sein sollte. Mal schreckt niemanden mit einer geheimen Waffe ab.

Antwort
von Skinman, 40

Diese Frage ist äußerst komplex und will differenziert betrachtet werden. Kuck dir diesen Website an:

http://blog.nuclearsecrecy.com/

Das ist der Historiker Alex Wellerstein, der ist auch auf Twitter. Der hat dazu umfangreiche Quellen zusammengetragen.

Antwort
von oOPascalOo, 80

um Japan in die Kapitulation zu zwingen was auch geschah

Antwort
von voayager, 41

Da fehlen noch 3 gewichtige Gründe:

1. mit der neuen Waffe wurde so das Leben zahlreicher eigener Soldaten geschont

2. mit dem Atombombenabwurf sollte so die SU beeindruckt und in die Schranken gewiesen werden - es wr auch eine Machtdemonstration

3. die SU wurde dadurch an einer Invasion in Nord-Japan gehindert, die Besazung Japans durch die UdSSR also so vereitelt

Kommentar von zetra ,

Der Punkt 2, in die Schranken gewiesen werden? Es waren doch Verbündete, oder?

Kommentar von voayager ,

bloße Zweckverbündete, nach der Niederschlagung Hitler-Deutschlands dann nicht mehr

Kommentar von zetra ,

Das die Sowjetunion die Japaner 3 Monate nach Kriegsschluss in Europa, die Japaner in China angreifen, das wurde vorher in Jalta von allen Alliierten beschlossen.

Kommentar von voayager ,

Das wurde so wie von dir dargestellt  in Jalta und auch in Potsdam beschlossen, doch war für die USA klar, dass die SU Japan nur vom asiatischen Festland vertreiben sollte, mehr aber auch nicht. Das beschloß man nun nicht schrftl. in Jalta und Potdsdam, das machten die USA mit sich selbst ab.

Antwort
von Chiron78, 84

Im Grunde waren die A-Bomben auf Hiroshima und Nagasaki überflüssig.

Da Japan, Russland und noch irgendein Land sich in Gesprächen befanden die Japan zum Kriegsende bewegen sollten und hätten.

Das allerdings wusste Ami-Land angeblich nicht und schickten die 2 Bomben los unschuldige Bauern zu töten nur um Japan zur kapitulation zu zwingen.

Das paradoxe, laut Zeitzeugen hätte Japan nach 1 bis 2 Wochen kapituliert, zwar vor den Russen und somit nicht vor den Amis, aber sie hätten kapituliert.

Kommentar von Hacker48 ,

Kommunikationstechnisch ist im und nach dem 2. Weltkrieg viel schief gelaufen, insofern würde ich nicht ohne Beweise vorliegen zu haben unterstellen, dass es um Rache ging oder darum, dass vor den Amerikanern und nicht vor den Russen kapituliert wird. Kann natürlich sein, zuzutrauen wäre es der Regierung, wobei eine solche Aktion vielen Regierungen zuzutrauen wären. Aber wie gesagt, ohne Beweise oder Indizien gibt es keinen Grund Dinge zu unterstellen ...

Krieg ist ohnehin unnötig. Aber, ob diese beiden Abwürfe unnötiger waren, als andere Dinge [...], die während diesem Krieg überall auf der Welt passiert sind, darüber kann man streiten. :)

Kommentar von tommy40629 ,

Und was schreibt man in einem Test. Ich darf dort nichts schreiben, was kritisch gegenüber der USA ist.

Kommentar von Chiron78 ,

wie usa nicht kritisieren? was gehtn da bei dir ab  o:O

Kommentar von Chiron78 ,

mmh... was wäre das positive?

Der/ die ersten Atomtests, damit einhergehend, Wissen über die Gefährlichkeit einer solchen Bombe 

die ersten Erkenntnissen über die Strahlungskrankheit(en)

Alternativ Forschung für andere Bomben... was die Entdeckung der Wasserstoffbomben und neutronen Bombe eröffnete.

Weiterführende Forschung im Bereich der Atomphysik... Beginn von Cern (1954)

Und ab da an war USA die unumstrittene militärische Weltmacht.

.... mehr fällt mir nicht ein.

Kommentar von zetra ,

Wenn dein Lehrer diese Vorgabe wirklich gegeben hat, dann kommt eine Geschichtsklitterung hinten bei heraus?

Kommentar von zetra ,

Süddeutsch Zeitung: Gottfried-Karl Kindermann.

Es war Truman seine Entscheidung die Bombe zuwerfen.

Strickt dagegen: Dwight D.Eisenhower,Douglas Mac Arthur,Hanson Baldwin, William D.Leahy und Chester Nimitz.

Diese Persönlichkeiten hatten es nicht geschafft, Truman von der Sinnlosigkeit des Abwurfes, zu überzeugen.

Alles geschwafel danach von Millionen Toten eventuell, war der Mainstream, den die USA als Rechtfertigung in die Welt setzten. 

Antwort
von FloTheBrain, 36

Der Sinn war keine weiteren US Soldaten zu opfern und zwei verschiedene Zünder zu testen.

Trotzdem bleibt es ein Kriegsverbrechen.

Aber damit hatten und haben die USA noch nie ein Problem gehabt. Seit 1946 sterben im Schnitt 1000 Zivilisten am Tag, durch Gewalt der Amis überall auf der Welt.

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