Frage von Caleya, 98

60-Stunden-Woche auf Dauer realistisch?

Hey, also ich fange ab nächster Woche ein Vollzeit-Studium an. Nebenbei gehe ich weiterhin arbeiten. (Komme nicht direkt von der Schule, sondern aus dem Beruf.) Vertraglich vereinbart ist die Höchstzahl von 20 Stunden pro Woche, um den Studentenstatus nicht zu verlieren.

Ich muss mich irgendwie finanzieren, ob ich Bafög kriege weiß ich noch nicht und sonst kann ich auch auf keinerlei Unterstützung bauen. Deshalb muss ich eben möglichst viel arbeiten. Aber sind 20 Stunden für einen Studienanfänger überhaupt realisierbar? Vielleicht hat der ein oder andere Erfahrungen damit gemacht und kann mir davon berichten.

Ich mache mir zur Zeit schon einen ziemlichen Kopf, ob ich das alles packen kann, aber ich möchte mich einfach nicht wegen Geldsorgen geschlagen geben und das Studium an den Nagel hängen.

Danke euch und viele Grüße Caleya

Antwort
von TUrabbIT, 25

20h Arbeit die Woche sind schon eine ziemliche Hausnummer, ich arbeite ca. 18 Stunden (2 Arbeitstage) die Woche und das ist schon schwierig mit dem Stundenplan überein zu bringen. Denn Studium ist wie du schon sagst VollzeitJob.

Wenn du soviel nebenbei arbeitest, solltest du nicht die Regelstudienzeit anpeilen und den Studienaufwand auf ein machbares Niveau reduzieren. Denk daran, die Veranstaltungszeiten sind nicht der ganze Aufwand, meist müssen Übungsaufgaben erarbeitet werden, du musst ggf. Dinge nachlesen um sie zu verstehen etc.

Geh nicht ans Limit, sonst wird das zuviel und du schaffst im Endeffekt nichts davon.


Antwort
von KeinName2606, 45

Ich habe immer während dem Studium gearbeitet, im letzten Jahr vom Master auch Vollzeit und bin nicht dran gestorben. Klappt schon ;-) Man braucht nur Selbstdisziplin und auf Partys verzichten. Das beutetet nicht, dass du dich zuhause einsperren musst. Ich hab Hobbys, nen Freund und war ab und zu doch in Diskos unterwegs. Aber eben nicht jedes Wochenende. Planung ist die halbe Miete!

Antwort
von Busverpasser, 27

Informiere dich mal über Eltern unabhängiges Bafög. Ansonsten wäre Teilzeitstudium ja noch eine Möglichkeit.

Vollzeitstudium und 20h ist sicher anstrengend, aber nicht unschaffbar. Kommt aber auch auf die Schwere deines Studiengangs an...


Antwort
von TednDahai, 50

Hmm.. Das Baföq ist meistens von dem Gehalt der Eltern abhängig und wie viele Geschwister evtl vor dir schon Baföq hatten..

Ansonsten sind deine Eltern eig verpflichtet dir finanziell unter die Arme zu greifen... Weiß ich nicht wie da die Situation bei dir ist...

Ansonsten sind 20h die Woche extra echt hart... Es kommt aber auch auf das Studium drauf an, wie viele Seminare und Vorlesungen du besuchen musst etc.. Bei Jura wäre es z.B. viel viel anstrengender als bei Soziologie.

Kommentar von Caleya ,

Meine Eltern sind nicht mehr verpflichtet mich zu unterstützen, da ich bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung habe. (Wo sie mich allerdings auch schon nicht unterstützt haben.)

Was das Studium angeht kann ich es noch nicht einschätzen.

Kommentar von TednDahai ,

Das ist schwer... Bist du jetzt dieses Semester schon eingeschrieben? Ich stelle die Frage wegen Baföq antrag.. der dauert ja einige Zeit bis der durch ist..

Kommentar von Caleya ,

Ja, bin bereits eingeschrieben.

Kommentar von TednDahai ,

hmm.. theorethisch wäre es am besten, wenn du die Zeit bis der Antrag durch ist, irgendwie versorgt werden kannst... Könnten deine Eltern wenn du sie lieb fragst, das 2 Monate oder so übernehmen? 

Dann kannst du immernoch sehen, wie viel du dauerhaft dazu verdienen musst...

Ich fange jetzt auch mit Studium an, und ich werde es so machen. Am anfang einleben und sehen wie alles läuft, bevor ich mir über nen Nebenjob bissl was dazu verdienen will...

Kommentar von Caleya ,

Ja, das wäre schön. Ich habe da auch schon lange Gespräche geführt, die aber praktisch zu nichts geführt haben. In den letzten drei Monaten habe ich zum Glück ein wenig gespart und werde mich so auch 1-2 Monate über Wasser halten können.

Der Arbeitsvertrag besteht aber bereits. Ich habe nämlich bei meinem Arbeitgeber nur meine Stunden reduziert. Der Vertrag läuft noch bis Ende des Jahres. Ich denke bis dahin werde ich dann auch wissen, ob es so weitergehen kann, oder nicht. Wenn nicht ist @Chrisgangs Idee vielleicht nicht schlecht in der vorlesungsfreien Zeit Vollzeit zu arbeiten.

Kommentar von TednDahai ,

Klingt nach einem Plan :) ich wünsche dir viel Erfolg :)

Kommentar von Caleya ,

Dankeschön, wünsch dir auch viel Spaß und viel Erfolg in deinem Studium. :)

Kommentar von TednDahai ,

Danke :D

Antwort
von Blindi56, 27

Dauerhaft wäre ein 60-Std.-Woche kaum realisierbar. Aber die Studenten, die ich kenne, waren nie regelmäßig 40 Std. an der Uni, bestenfalls man zeitweise. Wieso solltest Du kein BaföG bekommen, bei einem Erststudium?

Trotzdem würde viel arbeiten evtl. die Studienzeit dann verlängern, was im Fall von BaföG bedeuten könnte, dass man es zurückzahlen muss, wiel man die Regelstudienzeit nicht einhalten kann...

Kommentar von Caleya ,

Verstehe ich das richtig? Wenn man die Regelstudienzeit nicht einhält muss man das gesamte Bafög zurück zahlen? Das wäre ja sehr hart. :o

ich denke auch, dass man als Student i.d.R. nicht 40 Stunden die Woche an der Uni ist. Aber lernen, Hausaufgaben schreiben, etc. gehört ja auch dazu und braucht auch seine Zeit.

Kommentar von Blindi56 ,

Nein, die Hälfte (bzw. bis zu einem Höchstbetrag). Es gibt aber bei "schnellem Studium" die Möglichkeit eines Teilerlasses (auf Antrag).

Kommentar von Caleya ,

Okay, das ist interessant.

Antwort
von Rubezahl2000, 19

Wichtig: Welches Fach studierst du?
Manche Studienfächer sind nicht so zeitaufwändig und arbeitsintensiv.
Es gibt aber auch Studienfächer, die mit so hohem Arbeitsaufwand verbunden sind, dass das schon mit einem "kleinen" Nebenjob nicht zu bewältigen wäre.

Kommentar von Caleya ,

Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft + Publizistik und Kommunikationswissenschaft

Antwort
von Chrisgang, 14

Das kommt ganz auf das Studienfach an, das du gewählt hast.

Es gibt durchaus Fächer, die es dir erlauben relativ ausführliche Nebentätigkeiten auszuüben. Willst du eine Ingenieurwissenschaft, Medizin, Jura oder ähnliches studieren könnte das aber die Grenzen des Möglichen überschreiten.

Per se halte ich 20h schon für sehr viel und du wirst wenig Zeit zum Lernen und für soziale Kontakte haben, wodurch deine Leistungen zwangsläufig leiden werden!

Wie wäre es, wenn du unter der Woche weniger arbeitest und stattdessen die Semesterferien nutzt um vollzeit zu arbeiten und da dann auch spürbar mehr zu verdienen -wovon du unter dem Semester zehren kannst?

Kommentar von Caleya ,

Ich studiere im Kombi-Bachelor Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft + Publizistik und Kommunikationswissenschaft. So schwierige Koste wie Jura oder Medizin ist es bestimmt nicht, aber ich werde sicherlich viel lesen (müssen), was auch Zeit braucht.

Deinen Vorschlag in den Semesterferien vollzeit zu arbeiten finde ich nicht schlecht. Das muss ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen.

Kommentar von TUrabbIT ,

Bedenke aber, das die "Semesterferien" eigentlich keine Ferien sind sondern nur Vorlesungsfreiezeit, das heißt das auch in der Zeit Praktika, Prüfungen, Abgaben und Ausarbeitungen anfallen können.

Kommentar von Chrisgang ,

Eine Hausarbeit muss man zum Glück meist nicht in ein paar Tagen anfertigen und hat so auch am Wochenende Zeit.
Für Prüfungen muss man sich frei nehmen, anders geht es nicht, aber die Ferien sind wirklich lange genug, dass man da Zeit hat! An manchen Unis sind die Prüfungen auch schon nach den ersten Wochen durch und der Rest ist frei.

Ich würde wirklich versuchen die Zeit unter der Woche zu reduzieren, weil das einfach sehr sehr viel ist, was du dir vorgenommen hast. Natürlich hast du Freiraum, wenn du nicht alle Vorlesungen besuchst - aber das musst du dann dafür daheim nachholen, was auch dauert. Wenn man einiges lesen muss wird das definitiv auch Zeit in Anspruch nehmen! In den Ferien arbeiten die aller meisten, da wird das sicher möglich sein!

Antwort
von Secretstory2015, 38

Eine 60h Woche kann man MAL machen. Aber nicht dauerhaft, niemals! Das schadet auch Deiner Gesundheit.

Antwort
von quinann, 24

Über Monate hinweg wird das kräftemäßig schwierig.

Leider immer das liebe Geld.

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