Frage von Jutah, 107

6 Monate Fahrverbot und 900 €Stufe bei 0,88 Promille?

Ich habe mit 3 Monaten Fahrverbot und ca 500€Strafe gerechnet, bei 0,88 Mindestpromillewert. Mir wird unsichere Fahrweise vorgeworfen, Ich habe weder einen Unfall verursacht, noch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Da ich so gut wie alleine um diese Uhrzeit gefahren bin, hatte ich halt Pech und wurde rausgezogen. Meiner Meinung nach sind 6 Monate Fahrverbot und 900€ Strafe zu hoch. Hat jemand vergleichsweise gehandelt und kann mir sagen ob es sich lohnt Einspruch einzulegen?

Antwort
von Marcoooooo, 61

der Grenzwert ist bei 0,5 Promille. Bei allem drüber darfst du eben nicht fahren. Bei 1,1 Promille könntest du sogar für bis zu 5 Jahre eingesperrt werden.


edited: Es ist nichts passiert aber es hätte was passieren können. Und durch die Geldstrafen wird vom Alkohol am Steuer eben abgeschreckt.

Antwort
von hauseltr, 55

Möchtest du jetzt bedauert werden?

Vermutlich wurde dir die unsichere Fahrweise zum Verhängis!

0,5-Promillegrenze

Erwischt Sie die Polizei mit einer
Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille und mehr am Steuer, gilt dies
als Ordnungswidrigkeit und wird beim Erstverstoß mit einer Geldbuße von
500 Euro, einem Monat Fahrverbot und vier Punkten geahndet. Bei
wiederholten Verstößen wird es teurer, 1.000 Euro beim zweiten und 1.500
Euro beim dritten Verstoß. Kommt es zu einem Unfall, müssen Sie mit
weiterreichenden Konsequenzen rechnen. Das Risiko, einen Unfall zu
verursachen, ist etwa doppelt so hoch wie im nüchternen Zustand.

1,1-Promillegrenze

Ab 1,1 Promille ist die sogenannte „absolute Fahruntüchtigkeit“ erreicht.

Kommentar von Nasenbohrer85 ,

Sicher vier Punkte, oder noch nach dem alten Punktesystem? Da es ja jetzt nur noch acht Punkte gibt, bis der Lappen weg ist...

500 € sind angemessen, da kann so viel passieren mit Leuten, die besoffen rumfahren. Offensichtlich hatte sie ihren Wagen ja nicht im Griff, sonst wäre sie nicht angehalten worden. Oder sie hatte eben einfach ordentlich Pech, aber so ist das Leben.

Ich wurde auch schon an den unmöglichsten Stellen geblitzt, teils mit 30 km /h zu viel, weil drei Spuren und kein Verkehr... Was soll man da rumlamentieren und in Selbstmitleid verfallen?

Antwort
von BlueMaWater, 66

Lass dich am besten mal beim rechtsanwalt beraten. Finde auch das die Strafe zu hoch ist :/

Antwort
von Nasenbohrer85, 49

"
Mir wird unsichere Fahrweise vorgeworfen, Ich habe weder einen Unfall verursacht
"

Wenn man selber etwas getrunken hat, fällt das einem natürlich nicht auf. Du mußt schon ein wenig aufgefallen sein (zu niedrige Geschwindigkeit, Schlangenlinien), sonst hätten sie Dich nicht rausgezogen. Verdachtsunabhängige Alkoholkontrollen sind selten.

Antwort
von atzef, 50

Schweiz oder Österreich?

In Deutschland gilt eigentlich das hier:

https://www.bussgeldkatalog.org/alkohol-drogen/

Antwort
von Dexter10x, 61

Zum ersten Mal erwischt? Vielleicht.

Wenn nicht oder FS auf Probe, Glück gehabt.

Kommentar von Jutah ,

Ich fahre 20 Jahre unfallfrei. Wurde vor etwa 10 Jahren einmal mit Alkohol im Blut angehalten. Ich glaub das waren 0,5 irgendwas  Promille. Und vielleicht 2  mal geblitzt.  Sonst nie irgendwas. 

Kommentar von Nasenbohrer85 ,

Das ist ja schön und gut, ist aber eben nicht das Kriterium. Würdest Du öfter besoffen erwischt worden, wäre die Strafe sicherlich noch höher.

Es ist eben verboten und Du hast das Pech gehabt, erwischt worden zu sein. Eventuell kannst Du das doppelte an Bußgeld zahlen und dafür den Lappen nicht abgeben, wenn Du ihn für den Beruf brauchst, zumindest geht das bis zu einer gewissen Größenordnung.

Für die Oberlehrer und Verkehrserzieher habe ich auch noch was: http://www.welt.de/regionales/nrw/article154392445/Staatsanwalt-ficht-Urteil-geg...

Ja, es wird eben mit Zweierlei Maß gemessen...

Kommentar von Dexter10x ,

Dann finde ich das durchaus im Rahmen. Entschuldigung, aber hier kann ich dir leider keine Hoffnung machen.

Du hast auf dem Schreiben aber eine Rechtsbehelfsbelehrung und könntest Widerspruch erheben. Am Ende könnten sich aber die Kosten auch noch erhöhen.

Kommentar von Nasenbohrer85 ,

Ohne Zeugen, die eine absolut sichere Fahrweise attestieren (die müssen dann natürlich auch nüchtern gewesen sein), hat das alles kein Sinn. Das ist gutes Geld schlechtem hinterher geworfen...

Wenn man etwas trinkt, nimmt man eben den ÖPNV, ein Taxi, läßt sich fahren oder läßt sich nicht erwischen ;)

Kommentar von Dexter10x ,

Die einzigen Zeugen die für dich aussagen könnten, wären führerscheinlose hochschwangere Frauen, welche zur Entbindung wollen.

Alle anderen müssten selbst mit Konsequenzen rechnen, wenn sie auch im Auto gesessen haben.

Antwort
von Leela4, 49

es wird nach einem Bußgeldkatalog bestraft. Da kann man nichts verhandeln. Wenn du Einspruch einlegst machst du es nur schlimmer.

Antwort
von tanja370, 52

Ich muss dir ehrlich sagen es ist richtig dass man fahren unter Alkohol so bestraft.

Da meint ihr sicher fahren zu können und verursacht trotzdem Unfälle.

Da hab ich kein Mitleid.

Kommentar von Nasenbohrer85 ,

Früher waren aber tatsächlich 0,8 %o erlaubt, in England ist das glaube ich heute noch so.

Solange man nicht auffällt, kann man eigentlich auch hier relativ gefahrlos angetrunken rumfahren. Die Polizei zieht diejenigen raus, die ja eben auffallen.

Kommentar von tanja370 ,

Wir sind weder in England noch gaben wir früher.

Bist du tatsächlich stolz drauf betrunken zu fahren und dann sagen ist eh nichts passiert?

So Menschen wie du schreien am lautesten wenn unter Alkohol ein Unfall passiert und Unschuldige mit reingezogen werden.

Solchen gehört der Führerschein weg.

Kommentar von Nasenbohrer85 ,

Du hast meinen Kommentar mißverstanden, ich fahre nicht betrunken Auto. Entweder nehme ich dann die Bahn, wenn ich weiß daß ich etwas mehr trinken will, oder lasse mich fahren.

Ich wollte eher darauf hinaus, daß die Polizei eben Leute mit unsicherer Fahrweise rauszieht. Wenn der dann "nur" 0,8 Promille hat, hat der das nachsehen, während der mit 1,6 Promille als trainierter Alki lächelnd weiterfährt...

Kommentar von tanja370 ,

Es hat schon seinen Sinn warum dass so hart bestraft wird.Weil jeder ist überzeugt noch fahren zu können.

Es gilt die 0,5 Promille Grenze und gut ist.Obwohl es richtig ist wenn überlegt wird tatsächlich die 0,0 Promille einzuführen.

Ja ich habe Führerschein und ja ich lass die Finger weg vom Auto sogar wenn ich nur ein Glas getrunken habe.Nicht weil ich von einem Glas betrunken wäre.Passt einfach nicht zusammen.

Kommentar von Nasenbohrer85 ,

Eine 0,0 Promille Grenze würde das ganze noch ungerechter machen, wenn dann jemand wegen einem Radler (Bier) eine dicke Strafe abdrücken muß, während andere munter besoffen weiterfahren, ihr Auto aber eben unter Kontrolle haben, weil sie "trainiert" sind.

Die 0,5 Promille sind so schon okay so... Man haftet ja bereits ab 0,3 %, wenn man einen Unfall baut.

Am gerechtesten wären vllt 0,8 Promille, ab 0,3 Promille haftet man... Aber das ist hier ja auch nicht das Thema ;)

Kommentar von tanja370 ,

Fahren und Alkohol passen halt nicht zusammen. Traurig genug dass es immer alkoholisierte Autofahrer geben wird die alle behaupten gut fahren zu können bis es zu spät ist.

Muss jeder danach mit sich selber vereinbaren.Aber es darf halt kein Mitleid erwartet werden wenn man erwischt wird und die Folgen zu tragen hat.

Kommentar von Nasenbohrer85 ,

Natürlich, habe ja auch nichts anderes behauptet. Am objektivsten kann das nur ein Nüchterner entscheiden - Polizisten im Dienst sind dies in aller Regel ;)

Ich bin aber auch kein Freund von besonders harten Strafen, sondern sehe das eher liberal. Das heißt aber nicht, daß ich besoffenes Rumfahren befürworte oder unterstützen würde - es ist aber auch niemandem geholfen, jemanden wegen einen halben Bier zu bestrafen. Man muß eben Prioritäten setzen. Solange Todesraser in Köln mit Sozialstunden davon kommen, wäre es an Ungerechtigkeit nicht zu überbieten, jemandem wegen 0,2 Promille den Fürherschein wegzunehmen. Die Relationen müssen eben passen.

Kommentar von Jutah ,

Hab ich hier um Mitleid gebeten?! Tanja? Brauch ich nicht... .  Ich hatte hier nur um Rat gefragt.  Und ja, .... Ich weiß auch durchaus, dass  fahren unter Alkohol falsch ist. 




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