Jemand wird arbeitslos mit 51 jahren (Jahrgang 1958),
nie arbeitslos gewesen, immer Beiträge gezahlt.
Neuer Job - wegen des Alters wenig Chancen.
Meine Frage: Wie sieht die weitere "Karriere" aus, wenn es keinen Job mehr gibt. Arbeitslosengeld, HartzIV, Sozialhilfe und in 12 Jahren Rente mit riesigem Abschlag... (?)
Ist das der Weg in Deutschland. Wer kennt sich aus?

Leider schreibst du nicht, welchen Beruf du ausgeübt hast udn welche Erfahrungen du mitbringst, aber es gibt (v.a. auch in der Krise) Möglichkeiten sich weiter zu qualifizieren und eine Chance gibt es immer. Man ist nicht "raus" nur weil man 51 ist. Im Gegenteil, immer mehr Firmen bauen bei Neueinstellung auch auf "alte" Hasen mit viel Erfahrung. Gib den Mut nicht auf!
Das ist eben unser ARMES DEUTSCHLAND....... Drück Dir DIE DAUMEN.........
in welchem Land ist das denn besser?

Genauso schaut's aus! :-( Es sei denn, Du bist flexibel und nimmst jeden Job in Deutschland oder gar im Ausland an. Ist mit Familie natürlich nicht einfach. Oder Du hast Beziehungen und wirst duch Mund-Propaganda irgenwo angeworben. Aber sonst kannst Du Dein Schicksal mit vielen teilen. Ich wünsche Dir viel Glück, dass Du wieder in den Arbeitsprozess findest.

Entgegen der Mehrheit der Antworten hier kann ich nur Mut machen, nicht aufzugeben. Wir haben zwar Krisenzeit, aber auch Fachkräftemangel. Ein Jungingenieur benötigt 3-4 jahre, um sich im Job das erforderliche Basiswissen und die Akzeptanz zu erarbeiten, die ihn für einen Arbeitgeber langfristig attraktiv und flexibel einsetzbar machen. Ein erfahrener Ingenieur oder Techniker bringt nicht nur Fachwissen mit sondern hat bereits bewiesen das er ausdauernd und zielgerichtet arbeiten kann, das Risiko unberechenbarer Karriereambitionen (Flausen) ist bei einem älteren Mitarbieter nichtmehr so hoch. Wenn die erforderliche Bereitschaft zur Weiterbildung, Anpassung an ein neues oder abweichendes Aufgabenfeld gegeben ist, gepaart mit dem Willen, eigene Erfahrungen einzubringen und Weiter zu geben, hat jeder Mittfünfziger reale, gleichwertige Chancen auf eine Beschäftigung. Dies habe ich bei meinem Arbeitgeber mehrfach erlebt. Das gilt im Übrigen nicht nur für technische, sondern auch alle anderen Berufe. Man darf sich, und das was man mitbringt nur nicht unterschätzen.
Selbstständig machen
Systemberater für Firmen, da du viele Jahre Erfahrungen hast
So wäre der Weg - auch wenn es bitter klingt. (Außer "Sozialhilfe" - die gibt's nicht mehr bzw. heißt jetzt HartzIV.)
Derjenige wird ein bißchen Energie aufwenden müssen, um für seinen Lebensunterhalt zu sorgen, wenn er nicht in die Armut abrutschen will.
(Ich bin auch etwa so alt und hätte eine Menge Ideen. Da geht schon noch was.)

so sieht es aus, wenn nicht noch bis dahin Abstriche an der Rente gemacht werden, denn die Rentner sind ja ein Dorn im Auge...
Das kann eine Möglichkeit sein, wie es abläuft. Aber es gibt natürlich auch Wege aus der Krise, kommt auf den Job und die Erfahrung an. In einigen Fällen, kann eine Lösung sein, als freier Mitarbeiter zu arbeiten, oder sich selbständig zu machen. Und in manchen Bereichen braucht man oft Leute mit Erfahrung und entsprechender Qualifikation.

da wir ja nicht wissen, welchen Beruf du gelernt hast ist es schwierig Prognosen zu geben, aber Grundsätzlich ist man mit 51 doch nicht abgeschrieben! Vorallem wenn du dich selber nicht abschreibst! Überleg,welche Eigenschaften dich besonders machen, was du alles kannst und auch gerne machst und dann geh auf die Suche - besondere Leistungen werden immer gesucht! Du schaffst das!!

Lass mal den Mut nicht sinken,ich hatte eine ähnliche Situation,war noch älter,habe alle Hebel in Bewegung gesezt,jetzt arbeite ich in meinem Beruf zu 50 %und es geht mir so gut wie nie.Verdiene fast das volle Gehalt,hätte es schon Jahre früher so machen sollen,du schaffst das auch!!!

ja die goldigen Zeiten sind vorbei, Bescheidenheit ist jetzt angesagt.

Da bleibt nur noch das soziale Netz des Staates, wenn es denn nicht irgendwann reißt!
Ich würde sagen wenn man will geht vieles und nach einem Tunnel kommt wieder ein Licht. Nur nicht den Kopf in den Sand stecken sondern aus eigener Initiative neue Wege gehen .Ich habe als Berater von trockenen Alkoholikern - die durch den Suff ihren Job verloren haben folgendes gemacht! Habe jeden Tag bei verschiedenen kleineren Firmen direkt den Inhaber oder dessen Frau kontaktiert und über einen Wiederaufnahme eines trockenen Alkis verhandelt. Im Laufe eines Monats ist es mir meistens gelungen eine neue Stelle zu finden. In einer Großstadt ist es natürlich viel schwieriger. Aus meiner Situation kann ich Dir folgenden Rat geben- gehe neue Wege- Ich bin mit 58 Jahren als arbeitsunfähig in Pension gegangen - und habe angefangen Veranstaltungen zu managen und durchzuführen.Heute bin ich 70 Jahre und kann mir die Events aussuchen die ich betreue und organisiere und mache nur mehr 4 Veranstaltungen im Jahr und davon kann ich sogar noch gut Leben. ÖSI Urli
DH
Und man kann auch noch was ganz neues anfangen. Mit 51 ist man dafür auch noch nicht zu alt. Man muß halt mal über den Tellerrand gucken.
Wenn man finanzielle Rücklagen hat und das nötige Wissen kann man sich notfalls auch den Rest der Berufslaufzeit in Selbständigkeit üben ;)