Frage von Elch1, 117

50 Hartz4 lange Auszeit wie geht es weiter?

Die Überschrift beschreibt gerade alles...........Ich sitze hier und hoffe immer noch! Die letzten Jahre waren nicht einfach, aber dieses Jahr bricht alles zusammen. Trennung, Hartz 4, Schwiegermutter gestorben und ein Freund. Alles innerhalb eines halben Jahres, die Todesfälle in einem Monat. Und mein Sohn mitten in der Pubertät und Kifft und macht mir zusätzlich solche Sorgen und ich habe Angst, dass ich schwer krank bin, weil ich schon länger Blut im Urin habe, sowie Eiweiß. Habe Diabetes II und Hashimoto etc. Ich habe mich immer wieder berappelt imLeben, hatte es nie einfach, aber jetzt reicht es mir. Ich finde keine Arbeit, bin 52 und seit Jahren raus aus dem Job. War die gute Seele im Haus. Durch die Trennung ist natürlich alles anders. Mein Mann kann nicht mal Unterhalt zahlen. Ich brauche also dringend Arbeit. Hartz4 hat mich ganz runtergezogen, wir hatten früher genug Geld und nun nichts mehr. das schlimme, der Sachbearbeiter zieht mich noch mehr runter. Macht blöde Bemerkungen und hilft mir null. Keine Aufklärung, Weiterbildung lehnt er ab, stattdessen Drohungen mit Maßnahmen. Er ist total überheblich und ein Ar.......! Er weiß genau, dass meine Chancen so null sind, aber Hilfe kommt da nicht. Ich würde mich so gerne weiterbilden, sei es von mir aus auch Abends, aber ich habe kein Geld und bin auf das Amt angewiesen, aber da kommt nichts. Es gibt Leute die wollen nichts tun, ich will, kriege aber keine Hilfe. Ich will raus aus H4, ich kann so nicht leben. Hat einer Tipps, wie ich an eine Weiterbildung komme Die, die ich mir ausgesucht habe geht vielleicht 3 Monate, die hätte ich schon längst fertig, wenn er mich hätte gelassen. Ich mag auch keine Bewerbungen mehr schreiben, jeder sagt und denkt das gleiche - zu lange raus. Ich kann aber noch meinen Job, und am Pc bin ich auch fit, aber das glauben die mir nicht. Es muss doch Möglichkeiten geben? Wer hat Ideen, bin echt am verzweifeln. Lieben Dank

Antwort
von goldmarie2010, 21

1. Nicht aufgeben!

2. Den Weiterbildungsanbieter anrufen und einen kostenlosen Beratungstermin vereinbaren.

3. Beim Termin einen Qualifizierungs- und Kostenplan über die gewünschte Weiterbildung erstellen lassen.

4. Zum Sachbearbeiter vom Jobcenter damit gehen. Wenn der darauf nicht eingeht, zum Vorgesetzten gehen. Du wirst Dir doch nicht von so einem Möchtegern-Mitarbeiter Dein Leben verderben lassen? Wer bist Du und wer hat das Recht, über Dich zu urteilen?

Es gibt auch Maßnahmen, die vom Jobcenter für Arbeitnehmer über 50+ angeboten werden. Ich selbst habe durch so eine Maßnahme einen Job bekommen.

Du hast ein Recht auf eine menschenwürdige Behandlung. Die MA vom Jobcenter leben von Deinen und unseren eingezahlten Beiträgen. Und Du hast die Pflicht, Verantwortung für Dich selbst zu übernehmen. Wie willst Du sonst Vorbild für Deinen Sohn sein? Wenn er jetzt kifft, braucht er Dich um so mehr. Wer sollte ihm sonst noch Halt geben? Aber erst mußt Du Dich selbst heilen, seelisch und körperlich.

5. Zu Deinen körperlichen Belastungen - wende Dich an Gott. Wenn Du kein Draht zu ihm hast, dann schau Dir Robert Kranz auf YT an.

6. Ernähre Dich eiweißarm, also keine tierischen Produkte und keine Weizenprodukte.

7. Du kannst es schaffen, alles wieder in den Griff zu bekommen. Stell Dir vor, wie Du in zwei Jahren an Deinem Arbeitsplatz sitzt, der Dir total viel Spaß machen wird und Du denken wirst, diese schwierige Zeit habe ich gut gemeistert, weil ich es angegangen bin und weil ich mich nicht aufgegeben habe. Gut gemacht.

Ich hoffe, ich konnte Dir Impulse geben. Alles Gute für Dich! :-)


Kommentar von Elch1 ,

Liebe Goldmarie, mit dem Weiterbildungszentrum habe ich bereits gesprochen und den Antrag auch beim Sachbearbeiter eingereicht. Er ist dagegen. Am Dienstag starte ich eine neuen Versuch. Ich danke dir für dein Statemant. Ich glaube momentan habe ich Depressionen oder Burnout. Es war auch ein langer Kampf um Ehe usw. Ich habe schlimme Jahre hinter mir, deshalb hangel ich mich von Tag zu Tag. Jeder andere wäre schon zerbrochen. Ich bin sehr stark, aber jetzt an einem Punkt, wo es nicht mehr geht. Ich traue mich nicht mal zum Arzt, weil ich da nie so wiedergeben kann, wie es mir wirklich geht. Ich tue gerne vor anderen so, als sei alles in Ordnung, auch wenn es das nicht ist. Liebe Grüße

Kommentar von goldmarie2010 ,

Das kenne ich auch von mir, leider. :-\ Dabei sollte wir es uns wert sein, für uns einzustehen und notfalls zu kämpfen. Ein Beispiel, wo es sonst hinführen kann, erzähle ich mal kurz.

Im letzten Jahr hatte ich laufend Magenschmerzen. Ich bin hart im Nehmen, nach dem Motto: ein Indianer kennt keinen Schmerz. Da kann ich die Ernsthaftigkeit meines Zustandes leider auch nicht so rüberbringen. Kurz und gut: Beim Arzt gewesen, Tabletten bekommen, Krankenschein. Nach einer Woche immer noch Schmerzen, wieder zum Arzt, diesmal war es ein anderer. Ist eine Gemeinschaftspraxis von drei Ärzten. Wieder Tabletten, stärkere und Krankenschein. Es ging so, war nach der Krankenzeit zur Arbeit, weil ich dachte, das kann ich den Kollegen nicht antun. So blöd musste ich sein. Nach einer Stunde musste ich nach Hause wegen Erbrechen und Schmerzen. Wieder zum Arzt, wieder ein anderer. Ich habe schon sooo gelitten. Konnte kaum noch kriechen. Der schickt mich mit anderen Tabletten und Krankenschein wieder nach hause, ohne mich überhaupt anzufassen. War nur noch am Erbrechen vor Schmerz, bekam Nachts Fieber. Nächsten Tag meinen Bekannten angerufen. Der hat mich ins Krankenhaus gebracht. Die haben einmal auf meinen Bauch mit Ultrallschall geguckt und wußten, akute Gallenblase, kurz vorm Platzen. Sofort Not-OP. Ich wollte nicht, aber die haben mir die Pistole auf die Brust gesetzt, es ginge um mein Leben. Das ist jetzt ein Jahr her.

Ich bereue nichts mehr, als dass ich mich nicht für mich bei den Ärzten stark gemacht habe. Die haben ein Ultrallschallgerät in der Praxis stehen! Meine Gallenblase hätte ich noch haben können.

So trage ich also einen hohen Preis für meine "Indianerstärke". In Wirklichkeit ist es jetzt aus meiner Erfahrung eine falsche Stärke, also eher sogar Feigheit gewesen. Leider. Deswegen musste ich nicht zum Jammerer werden, aber ich sage Wichtiges jetzt mit Nachdruck.

Geh zum Arzt und sag ihm, dass Du das nicht so rüberbringen kannst, weil Du ein Indianer bist. Er soll Dich aber trotzdem ernst nehmen. Und dann einfach alles aufzählen, was Dir am Herzen liegt.

Ich wünsche Dir viel Kraft!

Kommentar von goldmarie2010 ,

Danke für Dein Kompliment. :-)

Antwort
von teafferman, 10

Bitte lese über das Wochenende den Artikel Jugendamt auf Wikipedia. Öffne bitte auch alle Links. Es ist absolut keine Schande, Hilfe zu benötigen. 

Bitte schaue Dir auch diese Seite genau an. https://www.nummergegenkummer.de/

Sie sind für Erstberatung bezüglich Deines Kindes sehr geeignet. 

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Bitte überlege ernsthaft, ob Du Deine Ernährung nicht grundsätzlich umstellen magst. Und komme mir bitte nicht mit der Geldfrage. Beim Penny gibt es schon Tiko-Gemüse unter einen Euro. Dazu z.B. Reis und gut mag sein. 

Gewöhne Dir vor allen Dingen an, täglich einen Liter Rotbuschtee vom Discounter zu trinken. Ein Teebeutel pro Liter reicht. Er wird auf Dauer das Immunsystem stärken, kurzfristig entgiften, insgesamt für einen gesünderen Körper sorgen. 

Allgemein gewöhne Dir lieber an, Tees vom Discounter zu trinken als irgendwelche fertigen Geschichten. 

Antwort
von Elch1, 21

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