Frage von OoCupcakeoO, 135

450€ Jobber bezahlen, obwohl er nicht gearbeitet hat?

Hallo,

Erstmal: ich werde mir aufjedenfall dazu noch mal die HWK dazu holen und nachfragen, dass hier ist eher mal grob:

Ein 450€ jobber hat in diesem Monat noch keine Stunden gearbeitet (im Vertrag stehen 3 Std. am Tag!) - warum er dieser Arbeit nicht nachgekommen ist, ist jetzt egal. Aber was interessanter wäre: hat er dennoch Anspruch auf seinen Gehalt? Oder auf wie viel seines Gehaltes?

Hoffe da kann mal einer eine aussagekräftige Antwort geben! Danke im vorraus.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MenschMitPlan, 95

Es ist eben nicht egal, warum nicht gearbeitet wurde. Wurde die Arbeitskraft angeboten, vom Arbeitgeber aber nicht angenommen, weil z.B. keine Aufträge da sind, muss der Lohn trotzdem bezahlt werden. War der Arbeitnehmer krank, muss Lohn fortgezahlt werden. Hat der Arbeitnehmer allerdings die Arbeit verweigert (ohne Gründe nicht erschienen), dann besteht auch kein Lohnanspruch.

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeit, 40

Für eine aussagekräftige Antwort auf deine Frage sind die Kenntnisse wichtig, warum der Arbeitnehmer der vertraglich vereinbarten Arbeit nicht nachgekommen ist.

Kommentar von lenzing42 ,

Habe gerade von der "Alkoholsucht" des Betreffenden gelesen.

Das kann man auch als Krankheit einordnen.

Alkoholsucht als Krankheit

Kommentar von lenzing42 ,
"Alkoholsucht als Krankheit" bei Wikipedia.
Antwort
von Akecheta, 72

Ein Minijobber hat genau die gleichen Rechte wie alle anderen Mitarbeiter auch. D.h., sollte er krank sein und dies belegen, hat er Anspruch auf die Weiterzahlung bis zu 6 Wochen. Danach kann er Krankengeld bei der KK beantragen.

Genauso hat er Urlaubsanspruch, kann den aber natürlich nicht einfach einseitig in Anspruch nehmen.

Sollte er unentschuldigt fehlen, kannst das Entgelt kürzen, solltest aber sofort abmahnen und zur geschuldeten Leistung auffordern und dann fristlos kündigen, sonst läuft der Arbeitsvertrag erstmal weiter.

Riecht nach Arbeitsgericht.

Kommentar von lenzing42 ,

Da Minijobber bis zur Geringfügigkeitsgrenze von 450 €/Monat keine Beiträge zur Sozialversicherung zahlen, somit auch nicht für die Krankenkasse, haben sie auch keinen Anspruch auf Krankengeld.

Kommentar von Akecheta ,

Sicher? Dachte wäre trotzdem dabei, werden ja auch Pauschalbeiträge dafür gezahlt und die sind kaum weniger, wie bei einem sozialversicherungspflichtigen Verhältnis. Gut, zur Kenntnis genommen und ist ja eh verfassungswidrig, Beiträge zahlen zu müssen wo keine Gegenleistung dagegen steht. Bei der RV ist das ja auch so bei den Minijobbern. Gebt mir Geld und viel Zeit, ich würde das versuchen rechtlich bis zur letzten Instanz durchzubringen.

Kommentar von lenzing42 ,

Die von dir aufgeführten Pauschalbeiträge zahlt der Arbeitgeber.Du musst die nicht bezahlen.Und die Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung machen sich später im Rentenalter bemerkbar.

https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/09_versi...

Antwort
von Baltarsar, 66

Die Gründe, warum er bisher noch nicht gearbeitet hat, sind hier entscheidend und ohne die kann dir keiner die Frage vernünftig beantworten.

Grundsätzlich gilt, auch 450 Euro Jobber haben Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Krankschreibung. Jetzt nur mal als Beispiel.

Antwort
von Hexe121967, 50

kommt drauf an warum er nicht gearbeitet hat.

Antwort
von KeinName2606, 43

Eine aussagekräftige Antwort ist nicht möglich, weil das Nicht Erscheinen verschiedene Gründe haben kann. Ist er krank und krankgeschrieben? Dann steht ihm das Geld zu. Ist er einfach so nicht gekommen? Dann natürlich nicht. Von dem her ist deine Antwort nicht zu beantworten wenn du sie so stellst!

Antwort
von J0T4T4, 68

Es ist eben nicht egal, warum.

Kommentar von OoCupcakeoO ,

Der besagte Jobber kann seiner Arbeit nicht nachkommen, weil er sonst alkoholisiert kommen müsste - Kündigung kommt, aber gibt ja auch eine Frist.

Kommentar von snatchington ,

Verstehe ich also richtig, dass Du ihn also unter Einhaltung von Kündigungsfristen gekündigt hast, und ihn für diese Zeit hast du ihn von der Arbeit freigestellt? Dann würde ich sagen, dass er Anspruch auf seinen Lohn hat.

Warum hast du ihn nicht fristlos gekündigt, wenn er alkoholisiert erschienen ist?

Kommentar von OoCupcakeoO ,

Das ganze ist heute passiert - gekündigt wurde er noch nicht - leider war das heute nicht das 1. mal! Er bekam schon eine Abmahnung!

Die von der HWK meinten damals, ich solle ihn fristgerecht kündigen, damit er mir keinen Ärger (Arbeitsgericht) macht - auch wenn ich wohl recht bekommen würde, so wäre das Geld weg, "lang einem nackigen in die Tasche".

Er soll Ende diesen Monats gekündigt werden und hat 1 Monat dann kündigungdfrist.

Er hatte 1 Woche Urlaub (bis 7.) und seitdem nicht gearbeitet und wird sich wohl weiterhin Zusaufen.

Bin ein kleiner betrieb - selbständig mit 3 Personen 

Brauchen würde ich ihn schon, aber die Arbeit ist zu gefährlich.

Kommentar von OoCupcakeoO ,

Also von Freistellung ist da keine Rede, ich muss ihn ja heimschicken, weil ich Angst haben muss: 

A) dass er sich verletzt während der Arbeit mit Maschinen 

B) meine Kundschaft anpöbelt, da er sich regelrecht aggressiv und asozial verhält.

Antwort
von Matzeee12345, 46

War er krank musst du ihn bezahlen. War er nicht da weil er kein Bock hatte gibt's ne fette Abmahnung oder die Kündigung und kein Geld.

Kommentar von OoCupcakeoO ,

Kein "Bock" also hat lieber gesoffen.kündigungdfrist ist 1 Monat. Daher die Frage, ob es ihm noch zusteht.

Kommentar von Matzeee12345 ,

Nein keine Arbeit kein Geld. Abmahnung raus minus Stunden schreiben.

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