Frage von Mentalist3007, 56

450€ Job (442€ Lohn) als einzige Ausführung - wie hoch ist der Krankenkassenbeitrag?

Hallo, ich habe einen Minijob angenommen. Ich bin 23 Jahre alt, daher nicht mehr Familienversichert.

Ich verdiene 442€ im Monat. Wie viel Geld muss ich an die Krankenkasse (Knappschaft) zahlen?

Zweite Frage: Ist es vielleicht besser mind. 451€ zu verdienen?

Mein Ziel: soviel wie möglich netto raushaben. Rentenversicherung etc. ist der Zeit unwichtig für mich. Also bitte nach meinem Anliegen entsprechend antworten, wäre nett.

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeit, 55

Normalerweise musst du für einen freiwilligen Krankenkassenbeitrag von ca.160 € monatlich ausgehen.

Günstiger fährst du mit einem etwas höheren Arbeitsvertrag, der in der Gleitzone liegt( 450,01 bis 850 € monatlich).

Bei ca. 451 € bist du beitragspflichtig zur Sozialversicherung, einschl. Krankenkasse musst du für die Sozialversicherung ca.90 € monatlich bezahlen,dafür hast du aber die Renten-, Arbeitlosen-,und Pflegeversicherung voll zur Verfügung.

Lohnsteuer fällt in diesem Fall noch nicht an.

Du fährst mit dem etwas höheren Verdienst also ca. 70 € günstiger bei voller sozialen Absicherung.

Informationen zur Gleitzone findest du hier:

https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/22_gleit...

Antwort
von Joergi666, 53

die gesetzliche Krankenkasse gehört zu den sog. Sozialversicherungen. Ein Job bis 450 Euro ist sozialversicherungsfrei, d.h., dass du dich unabhängig vom Job selber privat oder freiwillig gesetzlich versichern musst. Ohne jetzt genau die Beitraghöhen im Kopf zu haben gehe ich davon aus, dass ein Job ab 451 Euro die billigste Lösung wäre, da du dann nur den normalen prozentualen Abzug für die Krankenkasse bzw. Sozialversicherungen hast.

Antwort
von DrStrosmajer, 52

Hier ist ein sehr guter Rechner für die Abgaben an Lohnsteuer und Sozialversicherung. Ist zwar gedacht für den Arbeitgeber, aber auch für den Arbeitnehmer, der sich selbst versichern muß oder will, gut geeignet, um seine Abgaben auszurechnen:

http://www.parmentier.de/steuer/steuer.htm?lohnst.htm

Antwort
von DolphinPB, 36

Zu Deiner ersten Frage: knapp 170,- Euro pro Monat (inkl. Pflege)

Zu Deiner zweiten Frage: Ja, definitiv, denn dann bist Du pflichtversichert als Angestellte(r) und der KV-Beitrag (inkl. Pflege) beträgt ca. 18 %, wovon der Arbeitgeber ca. 8,5 % trägt. D.h. Bei 451,- Euro wären es für Dich ca. 43,- Euro monatlich.

Antwort
von atzef, 50

Mirklingeln so ca. 190 Euro im Hinterkopf, wenn man sich selber zu den günstigsten Koditionen gesetzlich krankenversichert.

Der Minijob selber begründet keinen KV-Beitrag.

Antwort
von tanzegern, 47

Gar nichts, das wird pauschaliert vom AG abgeführt.

Du bist darüber allerdings nicht krankenversichert.

Antwort
von Griesuh, 45

Bei einem Minijob hast du keine Krankenversicherung. Du bekommst vom AG  - 6 Wochen lang Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, danach gehst du leer aus.

Der AG trägt die Pauschalabgaben an die Knappschaft.

Du kannst  aber beantragen, dass du regelbesteuert wirst. Dann zahlst du Einkommenssteuer, KV und PV, sowie Rentenbeiträge.

Siehe auch:

www.minijob-zentrale.de


Kommentar von lenzing42 ,

Wieso soll man bei einem Minijob die Regelbesteuerung beantragen, da sehe ich keinen Sinn drin.Das hat aber nichts mit den Sozialabgaben zu tun.

Kommentar von Griesuh ,

Lenzing, schlau machen auf www.minijob-zentrale.de

Wenn du die Regelbesteuerung beantragst wirst du auch sozialabgabenpflichtig.

Antwort
von authumbla, 44

Soweit ich weiß Null, denn der Arbeitgeber zahlt eine Pauschale für die Krankenversicherung.

Kommentar von atzef ,

Falsch.Zwar wird eine Pauscahle zur Sozialversicherung gezahlt, aber das schließt die KV nicht ein.

Kommentar von authumbla ,

Nicht? OK wieder was gelernt.

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