Frage von jackyich, 226

450€ Job und ALG II?

Guten tag allerseits, wie immer möchte ich um vernünftige antworten bitten, keine Beleidigungen oder Vorwürfe.

Ich habe ein Jobangebot auf geringfügiger Basis (450€ Job), wie verhält es sich im Zusammenhang mit ALG II?

Ich weiß dass ein Teil meines Verdienst angerechnet wird, oder sogar ganz. Wird denn noch die Miete, die Heizkosten und der Unterhaltsvorschuss gezahlt oder muss ich für Miete und Heizkosten selber aufkommen?

Mir ist klar dass ich Lohnabrechnungen vorlegen muss und sämtliche Verträge von der Arbeitstelle einreichen muss.

Vielen Dank schon mal im voraus

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo jackyich,

Schau mal bitte hier:
Recht Minijob

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Anna1230, 169

Bei einem Nebenjob werden bis auf ca. 160,- Euro die Einnahmen angerechnet. Du darfst also um die 100,- Euro dazu verdienen plus einem Mehrbedarf. Der Rest wird dir vom ALGII abgezogen. Du wirst also nicht gleich die Miete und Heizkosten selber zahlen müssen, sondern einfach weniger für deinen Lebensunterhalt bekommen. Solltest du Fahrtkosten haben, sind diese auch noch anrechnungsfrei da tatsächliche Ausgaben im Zusammenhang mit dem Nebenjob.

Antwort
von kevin1905, 143

wie verhält es sich im Zusammenhang mit ALG II?

Du bist verpflichtet jedes zumutbare Jobangebot, welches deine Hilfebedürftigkeit mindert oder wegfallen lässt anzunehmen.

Ich weiß dass ein Teil meines Verdienst angerechnet wird, oder sogar ganz

Die ersten 100,- € sind anrechnungsfrei. Der Rest wird zu 80% angerechnet. Du hast dadurch etwa 165,- € mehr in der Tasche, als ohne Arbeit (§§ 11 ff SGB II).

Kommentar von isomatte ,

Deine Anrechnung mit den 80 % über den 100 € Grundfreibetrag trifft aber nur bis auf 450 € Brutto wie Netto zu,danach würde die Anrechnung nicht mehr korrekt sein !

Denn dann ist ausschlaggebend was man an Brutto / Nettoeinkommen hat,es müssen dann die Freibeträge vom Brutto berechnet werden.

Diese werden dann vom Nettoeinkommen abgezogen,aber dann ist man schon nicht mehr bei 80 % Anrechnung über diesen 100 € Grundfreibetrag.

Antwort
von Bitterkraut, 128

Du hast einen Selbstbehalt von ich glaube 100 Euro, der Rest wird auf ALG2 angerechnet, d.h. auf die Kosten für Unterkunft und Heizung und auf den Lebensunterhalt.

Nimm einfach die ganze Summe, die du jetzt bekommst incl. Wohnkosten und zählt 100 euro dazu. Davon mußt du dann deine Wohnkosten und den Lebensunterhalt bestreiten, d.h. unterm Strich hast du 100 Euro (kann auch mehr sein, über die genaue Höhe bin ich nicht sicher) mehr zum leben.

D.h, du bist keinesfalls schlechter gestellt als vorher. Also nimm den Job an und freu dich über ein bisschen mehr finaziellen Spielraum und darüber, daß du einen Teil deines Lebensunterhaltes selbst bestreitest, das ist ein gutes Gefühl und hat einen ganz eigenen Wert.


Kommentar von jackyich ,

freuen tu ich mich so oder so schon. als alleinerziehende Mutter hat man es nicht leicht einen Job zu bekommen, auch wenn man 8 Stunden arbeiten kann, trotz aus und Weiterbildung. ich sehe dies einfach als Chance i.wann nicht mehr vom Staat abhängig zu sein.

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Hartz IV, 109

Wenn du außer den 450 € kein weiteres Einkommen hast,dann hat dies keinen Einfluss auf deinen Unterhaltsvorschuss oder den Alleinerziehenden Mehrbedarf !

Denn erst würde von deinem Regelsatz abgezogen,dann käme der Alleinerziehenden Mehrbedarf an die Reihe,danach der Regelsatz fürs Kind und am Ende erst die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete),vom Unterhaltsvorschuss und Kindergeld kann dann ja nichts abgezogen werden,denn das bekommst du nicht vom Jobcenter und der Anspruch ist nicht von deinem Einkommen abhängig.

Dir stehen auf dein Bruttoeinkommen zunächst 100 € Grundfreibetrag zu,von 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1500 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag.

Würdest du kein minderjähriges Kind bei dir haben,dann läge die letzte Stufe bei 1000 € - 1200 € Brutto und davon dann die 10 % Freibetrag.

Diese Freibeträge werden dann addiert,theoretisch vom Brutto / Nettoeinkommen abgezogen und ergibt dann das anrechenbare Einkommen und das wird dann vom Bedarf abgezogen.

Bei 450 € Brutto wie Netto hast du dann also erst mal die 100 € Grundfreibetrag und von den 350 € Überschuss über den 100 € Grundfreibetrag ( 100 € - 1000 € Brutto ) stehen dir noch mal 20 % Freibetrag = 70 € zu.

Der gesamte Freibetrag läge dann also bei 170 €,die hättest du dann mehr als zuvor und 280 € würden dir abgezogen.

Antwort
von Hexe121967, 109

das solltest du dir von deinem Sachbearbeiter ausrechnen und erklären lassen.

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