Frage von RedSR50, 78

450 Euro Job versteuern?

Nach einem Praktikum in einer Firma wurde mir ein Ausbildungsplatz angeboten, jedoch muss ich dann bis August dort eine Art Praktikum auf 450 Euro Basis machen. Das wären bei mir 128 Stunden bei einem Lohn von 9€ die Stunde / 1152€ im Monat. Mir wurde gesagt, dass ich das dann verteuern muss. Nun meine Frage, wenn dass dann verteuert wird, muss ich nur einen Bestimmten Prozentsatz abgeben oder bekomme ich nur die 450€ und der Staat darf dann von meinen restlichen 702€ Eis essen gehen? Ich bin 17, falls es hierbei eine Rolle spielt. Danke schon mal für eure Antworten.

Antwort
von Parhalia, 30

Ein "Minijob" bis max. 450 Euro p.M. wird über die Minijobzentrale pauschal versteuert und mit den entsprechenden Sozialabgaben belegt. Auf eine weitere sozialversicherungsPFLICHTIGE Beschäftigung ( Teilzeit oder Ausbildung ) würde sich dieser Nebenverdienst nicht weiter auswirken, da hier die Abgaben ja bereits pauschal an die Minijobzentrale abgeführt werden.

Nun musst Du mit Deinem Arbeitgeber allerdings noch mal genau die Anzahl der zu leistenden Stunden pro Monat abklären, wenn es wirklich ein MINIJOB sein soll. Denn hier darfst Du pro Jahr ( 12 Monate ) insgesamt nur 5400 Euro zu diesen Einstellungskonditionen verdienen.

Dauert die Beschäftigung ( Minijob ) von vornherein ABSEHBAR kürzer, z.B. bis zum 01.08.2016 als Beginn der Ausbildung, so dürftest Du in dieser Zeit auf Minijob-Basis vom 01.04 - 31.07.2016 = 4 Monate dementsprechend insgesamt nur 1800 Euro ( 4 x 450 ) verdienen.

Grössere Abweichungen des mittleren Monatsverdienstes über 450 E hinaus sind im Mittel nur ( meines Wissens ) 1 x pro 6 Monate erlaubt.

Mit den genannten Angaben " 128h / 1152 Euro pro Monat " hast Du dann irgend etwas falsch verstanden, denn als "Minijob" wäre DAS nicht möglich.

Zu diesen Bedingungen wären wir schon bei Sozialversicherungs- / und Steuerpflichtiger "TEILZEITBESCHÄFTIGUNG". Und DIESES Brutto wäre dann zzgl. der Ausbildungsvergütung für die restlichen 5 Monate ( 01.08 - 31.12.2016 ) dann je nach resultierendem Gesamt-Jahresbrutto ( ich meine, irgend etwas um ca. 8400 - 9600 Euro pro Monat stpfl. Brutto Freibetrag ) dann u.U. doch interessant für den Lohnsteuer - Jahresausgleich für 2016.

Bleibst Du unter dem Steuer-Freibetrag ( genauen Wert müsstest Du mal recharchieren ) , so bekämst Du die in 2016 gezahlten Lohnsteuern aus svpfltg. Beschäftigung komplett wieder zurück. ( Einkommen aus Minijobs wie eingangs erwähnt sind hier steuerrechtlich aber ausgenommen...sie wurden ja bereits pauschal bei der Minijobzentrale berücksichtigt ).

Antwort
von MoveBoy, 32

Der Staat wird ganz sicher keine 702€ von dir haben wollen. Versteuern wirst du es aber müssen.

Antwort
von Skibomor, 31

1.151 Euro sind ja logischerweise kein 450-Euro-Job. Du musst den gesamten Betrag versteuern und Sozialversicherung bezahlen (was genau netto rauskommt, sagt Dir das Internet) - und das darfst Du behalten.

Antwort
von kevin1905, 22

Sind wieder alle Brutto-Netto-Rechner im Interner kollektiv ausgefallen?

Da gibst du deine Zahlen ein. KV-Zusatzbeitrag entsprechend deiner Kasse. Kein Beitragszuschlag in der Pflege.

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