Frage von rommelbommel1, 45

450 Euro Job, Steuer und dann?

Hallo, ich arbeite momentan als Vertretungskraft an einer Schule in Hessen und bin für einen 450 Euro Job eingetragen. D.h. ich habe 5400 Euro steuerfrei im Jahr, was aber passiert, wenn ich diese 5400 Euro z.B. erst im Oktober (10. Monat) überschreite? Wird das ganze dann im nächsten Januar wieder auf 450 Euro "heruntergesetzt" und ich habe erneut 5400 Euro frei für das nächste Jahr?

Außerdem würde ich gerne wissen, ob man sich als Student einen Teil dieser Steuer in irgendeiner Form wieder zurückholen kann (Erklärung schreiben, etc) ?!

Beste Grüße

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von petrapetra64, 12

Zum einen zahlst du erst ab ca. 970 Euro im Monat Steuern, daher gibt es auch keine zurück. Was zu zahlen musst, sind Sozialabgaben. Man kann aber nicht einfach im kommenden Jahr von vorne anfangen. Wenn deutlich wird, dass die 450 Euro im Monat mehrfach überschritten werden, dann muss der Job in einen sozialversicherungspflichtigen Job umgewandelt werden, dauerhaft. 

Das müsste man schon nachweisen, dass dieses jahr wirklich eine Ausnahme war und in man in Zukunft immer unter 450 Euro bleiben wird. 

Antwort
von Kuhlmann26, 27

Bei dem Verdienst zahlst Du doch gar keine Steuern; nur Sozialabgaben. Es gibt also gar nichts zurückzuholen.

Die Steuerhöhe errechnet sich nach Deinem Jahresverdienst und nicht danach, ob Du in einem einzelnen Monat mehr verdient hast.

Deine Frage ist nicht klar formuliert.

Gruß Matti

Kommentar von rommelbommel1 ,

So eventuell verständlicher:

Also, wenn ich von einem Minijob in den sog. Midijob (850€Kategorie) rutsche, werde ich dann nach Ablauf des Jahres wieder in den Minijob (450€ Kategorie) herabgestuft, sodass vorerst wieder keine Sozialabgaben anfallen?

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Von wem herabgestuft, vom Finanzamt? Das stuft weder rauf noch runter. Es schaut sich Dein Jahreseinkommen an; wenn Du denn eine Steuererklärung machst. Danach entscheidet sich, ob Du Steuern zahlen musst oder nicht. Die Grenze für die Steuerbefreiung liegt bei 8652,00€. Das wären durchschnittlich 721,00€ pro Monat.

Wobei das zu versteuernde Einkommen nicht gleichbedeutend mit Deinem Jahresverdienst ist. Du kannst mehr als den vorgenannten Betrag verdienen. Erst wenn Du alles das abgezogen hast, was Du beim Finanzamt geltend machen kannst und dann noch mehr als 8652,00€ Jahreseinkommen übrig bleiben, bezahlst Du auf den darüberliegenden Anteil Steuern.

Ob Du ein Mini- oder Midijobber bist, entscheidet sich über Dein Einkommen. Das hat mit den Steuern erst einmal gar nichts zu tun, sondern mit Deinem Verdienst. Bei einem einmaligen Verdienst von 850,00€ plus elf mal 450,00€ bist Du kein Minijobber mehr. Das hat aber nur Einfluss auf die Höhe der Sozialabgaben und nicht auf die Steuern. Wenn Du im darauffolgenden Jahr wieder zwölf mal 450,00€ bekommst, bist Du wieder ein Minijobber.

Du musst Steuern und Sozialabgaben trennen (Arbeitslose-, Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung). Die zahlst Du bzw. der Arbeitgeber auch als Geringverdiener monatlich. Ich glaube, dass sind 20% Deines Einkommens. Das merkst Du nur nicht, weil das von Deinem Einkommen gleich abgezogen und an die entsprechenden Empfänger überwiesen wird.
In den Monaten, wo Du 850,00€ verdienst, wird Dein Anteil der Sozialabgaben auch von Deinem Bruttoeinkommen abgezogen. Am besten gehst Du mal in die Lohnbuchhaltung Deines Arbeitgebers und lässt Dir das erklären.

Antwort
von rommelbommel1, 18

Dann sind es keine Steuern, sondern Sozialabgaben ab 5400€. Meine Frage ist, was passiert, wenn diese 5400€ überschritten werden, aber erst im 10. Monat...heißt das, es fallen nur für die beiden folgenden Monate Sozialabgaben an und dann im neuen Jahr nicht mehr, bis die 5400€ pro Jahr erneut erreicht sind?

Kommentar von rommelbommel1 ,

Also, wenn ich von einem Minijob in den sog. Midijob (850€Kategorie) rutsche, werde ich dann nach Ablauf des Jahres wieder in den Minijob (450€ Kategorie) herabgestuft, sodass vorerst wieder keine Sozialabgaben anfallen?

Antwort
von kevin1905, 25

Wie kommt es zu der Überschreitung?

Der Steuerfreibetrag beträgt 8.652,- €.

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