400 liter ist ja nicht wenig, trotzdem haben wir kleine schimmelflecken in den aussenecken. wir lüften 3-5mal 5-10 minuten. vermieter sagt wir heizen zu wenig, aber selber hat er schimmel in seiner wohnung.
400 liter geheizt im wohnzimmer (25 qm) trotzdem schimmel in den ecken, wie kommt das?
Antworten (9)
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GingryuGingryu
Oh mein Gott.... immer wieder diese Schimmel-Mythen vom Heizen und Lüften. und dem ganzen Kram....
Also, zum ersten einmal: Das mit dem Heizen ist Schwachsinn... Zwar sinkt bei warmer luft die realtive Luftfeuchte im Raum, aber die Absolute bleibt konstant. Und um ein Ausfall von Kondensationsfeuchte an kalten Wänden zu verhindern müsste der Temperaturunterschied zwischen Wand und Raumluft vermindert werden. Man dürfte also nicht die Raumluft heizen sondern müsste die Wand direkt heizen, damit das mit dem Schimmel geregelt wäre.
Lüften bringt dagegen im Winter etwas, da dadurch die Absolute Luftfeuchtigkeit gesenkt wird. Aber die Kalte Luft muss natürlich immer nachgeheitzt werden, was auf Dauer auf den Verbrauch geht.
Aber ganz egal wie, wenn das Haus einen Mangel in der Isolierung hat, dann wird es immer Probleme mit Tau-Punkt(Die Temperatur bei der sich Kondenswasser an einer kalten Oberfläche bildet) Unterschreitungen geben und damit werden die Wände feucht werden und damit bildet sich Schimmel.
Alternativ kann natürlich auch die Wand undicht sein und Feuchtigkeit von Aussen eindringen. Das merkt man daran, dass der Putz abbricht, dann kommt die Feuchte von aussen und wenn der Schimmerl oberflächlich ist, und der Putz sich nicht löst, handelt es sich um Kondensationsfeuchte.
im nächsten Winter mal die Temperaturen an der Wand messen. Sind die in der Ecke, wo der Schimmel ist wesentlich geringer als in der Mitte der Wände liegt ein Baumangel an der Isolierung vor, den der Vermieter in Ordnung bringen muss.
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wolfmarcwolfmarc wie kann ich denn die temperatur an der wand messen?
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GingryuGingryu Infrarot Thermometer gibt es so ab 20 € aufwärts zu kaufen. Kann man übrigens auch super verwenden um Fieber bei den Kindern zu messen. 2 Sekunden auf die Stirn und man weiß ob einen das Kind anschwindelt ;-)
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LiescheLiesche
Ich habe die Antworten alle gelesen, da war viel Mögliches dabei, möchte aber noch einen Zusatz machen, und zwar ist es nicht so wichtig zu lüften, sondern wichtig darauf zu achten, daß keine kalte und warme Luft aufeinander trifft, dadurch entsteht Feuchtigkeit und die setzt mit der Zeit Schimmel an. Lieber versuchen, die gleichmäßige Temperatur zu erhalten. Besser ist es auch, die Fenster sind nicht zu dicht, daß immer ein leichter Luftaustausch vorhanden ist. Wir hatten unsere Kellertür einmal vollkommen abgedichtet, wenn dann die Außentür geöffnet wurde, kam kältere Luft dazu, mit der Zeit hatten wir an der Wandecke nahe der Tür auch schwarzen Schimmel,nachdem wir an der Tür die Dichtung wieder abgebaut hatten, den Schimmel trocken abgewischt, ist dies nicht wieder vorgekommen, auch im Winter nicht. Es ist Erfahrung aus mehreren Jahren.Der Grund war, daß der Keller wärmer war und durch die kalte Außentemperatur beim Öffnen eben Feuchtigkeit entstanden ist, die mit der Zeit die Ecke schimmeln ließ.
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PadriPadri
Kaum ein Bewohner lüftet bis zu 5 mal täglich. Das ist beispielsweise bei Berufstätigen gar nicht möglich. Die Größe des Wohnzimmers wäre als Info ganz interessant zu wissen. Grundsätzlich kann auch in einem beheizten Zimmer Schimmel entstehen, da Schimmel auch bei feuchtwarmer Luft entsteht. Diese kann beispielsweise entstehen wenn im betreffenden Raum viele Pflanzen gehalten werden oder ein Aquarium. Dann kann ein fast tropisches Klima entstehen. Auch wenn Türen offen gelassen werden, z.B. die Küchentür und die Wohnzimmertür, gelangt der feuchte Küchendunst ins Wohnzimmer. Gelüftet muss nicht nur regelmäßig, sondern auch richtig, d.h. bei weit geöffnetem Fenster (Stoßlüften). Das Kippen der Fenster nutzt nichts, da es keinen nötigen Luftaustausch ermöglicht.
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willonoackwillonoack
Das liegt am Mangel der Wohnung. Deswegen hast Du Rechte. Jeder Anwalt und Mieterverein kann Dich über weitere Einzelheiten aufklären.
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Madgeball Diese Erfahrung habe ich in einer früheren Wohnung auch mal gemacht. Wir haben alles gemacht, was der Vermieter gefordert hatte - nichts hat geholfen (u. a. Dauerlüften, es war dauernd saukalt im Wohnzimmer). Ein Gutachter (vom Vermieter beauftragt!!!) stellte dann fest, dass der Außenanstrich, der einige Zeit zuvor gemacht wurde, unsachgemäß erfolgte. Der Vermieter hat am falschen Ende gespart und ungeeignete Farbe verwendet. Die wirkte wie eine Versiegelung. Damit kann das Mauerwerk quasi nicht atmen und dort, wo Möbel an der Wand stehen, bildet sich dann Schimmel. Erst als die Hauswand fachgerecht saniert wurde, war der Schimmel weg. Tipp zur Soforthilfe: Mit einer Essig/Wasser-Mischung und einer Bürste kann man den Schimmel zumindest eine Zeit lang wieder fernhalten. Eine weitere Ursache könnte sein: Zuviele großblättrige Pflanzen im Zimmer, die über ihre Blätter viel Wasser verdunsten. An kalten Mauerstellen trocknet dieser Dunst nicht ab und es bildet sich während der Heizperiode gerne Schimmel.
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wolfmarcwolfmarc danke für die gute antwort
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tuppergirltuppergirl
Sowas ist nicht immer eine Heiz- oder Lüftungsproblem! Das kann auch durch schlechte Isolierung geschehen. Das kann allerdings nur ein Gutachter feststellen...
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humancharacter vielleicht stimmt generell was mit der Außendämmung nicht
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DarkestAngelDarkestAngel
dann ist der schimmel einfach schon in den ganzen wänden und man müsste mal en profi ins haus stecken. könnte teuer werden
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wolfmarcwolfmarc für wenn könnte es teuer werden?
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DarkestAngelDarkestAngel ich weiss nicht genau wie es aussieht aber wenn der schimmel schon vor euch eingezogen ist dann auf alle fälle für den vermieter. ansonsten müsst ihr vll einen teil Bezahlen
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wolfmarcwolfmarc wenn man die wohnung renoviert übernimmt, was man nie was dahinter steckt(kaschiert).
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DarkestAngelDarkestAngel ja aber der Fachmann erkennt auf alle fälle wie lange der schimmel ca schon in den wänden ist
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PadriPadri
Vielleicht noch etwas. An Außenecken ist die Temperatur immer etwas niedriger als an den Innenwänden. Das ist in jedem Haus so und geometrisch bedingt. An Zimmerdecken überlappen sich darüber hinaus verschiedene Baumaterialien die alle eine andere Temperatur aufweisen. Daran kann der Vermieter nichts ändern. Weiter haben Mieter nicht das Recht zu fordern dass ältere Gebäude "nachgedämmt" werden. Rein rechtlich wird ein Gebäude vor Gericht immer nach dem Standard zum Zeitpunkt seiner Erbauung beurteilt. Und nur dem muss es genügen. Jeder Gutachter weiß, dass Schimmel in Zimmerecken vermieden werden kann durch angepasstes Verhalten. Das bedeutet Stoßlüften, ca. 2 mal täglich. Gleichmäßig heizen (nachts nur auf Absenkung, nicht ausschalten) und Türen geschlossen halten. Sind zu viele Pflanzen vorhanden, muss man entweder noch mehr lüften oder eben die Pflanzen reduzieren.
das klingt absolut logisch, ist ne klasse antwort, vielen dank