Frage von budda2, 195

4 Kinder.Eines fordert nach Tod eines Elternteils seinen Pflichtteil ein.Wieviel bekommt es nach dem Tod des 2. Elternteils?

Was mir nicht logisch erscheint ist, dass der Pflichtteil aus dem Resterbe ( also Erbe Vater und Mutter ) bezahlt werden soll.

Also 50% Mutter - Pflichtteil eingefordert.Jetzt nach dem Tod des Vaters aus den 100 %, weshalb nicht nur aus den 50% des Vaters?

Antwort
von Ursusmaritimus, 158

Das kommt auf das Testament an. Bei einem Berliner Testament kann eingefügt werden das der Pflichtteil für den ersten Erbfall auch zum Pflichtteil für den zweiten Erbfall führt.

War kein Testament da ist der zweite Erbfall eine neue Situation und es gilt das normale Erbrecht.

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Hat jedes deiner Elternteile ein eigenes Testament aufgesetzt oder
war es ein Testament auf Gegenseitigkeit (Berliner Testament)?

Im
Falle des Berliner Testamentes hat sie ihr Erbteil vom Vater als
Pflichtteil (die Hälfte) schon erhalten. Die andere Hälfte ging demnach
an die anderen Erben (Mutter die Hälfte und die anderen Geschwister je
ein Sechstel). Dieses Erbe ist vergeben aber noch nicht zugeführt. Jetzt
stirbt die Mutter, aus diesem Erbe werden die Erbteile des Vaters an
die Kinder herausgenommen und zugeführt. Hier wurde ja der Pflichtteil
schon zugeführt. Jetzt gilt es das Erbe der Mutter zu verteilen. Hier
werden vier Teile gebildet und zugeführt, jedoch wird das Erbteil des
Pflichtteiligen nur zur Hälfte und in Bar zugeführt, die andere Hälfte
des Erbes zu gleichen Teilen an die drei Geschwister verteilt.

Antwort
von 5432112345, 134

So wie ich es lese hat der Partner das Vermögen geerbt. Es ist also sein Vermögen.

Im Erbfall vererbt er das gesamte Vermögen, von welchem der Pflichtteil berechnet wird. Wie er zu diesem Vermögen kam ist vollkommen unerheblich.

Die Schwester hat ihren Pflichteil beim 1. Erbfall vom Erbvermögen bekommen. Nun ist ein 2. Erbfall eingetreten und sie bekommt wieder ihren Pflichtteil. Das es sich um das "gleiche" Vermögen handelt spielt keine Rolle.

Ihr hättet genauso das Recht auf jeweils den Pflichtteil gehabt.

Um das ganze zu umgehen hätte das Testament des 1. Erbfalls anders gestalltet werden müssen.

Kommentar von roschue ,

Woher willst du wissen, daß es um eine "Schwester" geht? Das Geschlecht des Kindes wird in der Frage doch garnicht erwähnt.

Kommentar von 5432112345 ,

In den Kommentaren fällt "sie" mehrfach.

Antwort
von budda2, 94

Es war ein gemeinsam verfasstes und beim Notar hinterlegtes Testament.

Vielen Dank für eure Antworten, aber den Kern meiner Frage hat es noch nicht ganz getroffen.

Wenn sie also im gemeinsamen Testament ohnehin auf den Pflichtteil gesetzt ist, einen davon bereits bekommen hat

Ist es dann nicht so, dass sie vom Erbe meines Vaters den Pflichtteil des Pflichtteils bekommt?

Also 4 Kinder  bekommen normalerweise je 1/4

Sie bekommt also 1/8 oder 1/16 ?

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Es gibt kein Pflichtteil des Pflichteiles, danach kommt nur Enterbung.

Also Vater stirbt, Erbteil des Vaters geht zur Hälfte an die Mutter, die Hälfte an die vier Kinder, je 1/8 ein Kind erhält von diesem Erbe den Pflichtteil, also ein 1/16  und die weiteren 1/16 wird nach Erbrecht an die anderen Erben verteilt.

Mutter verstirbt, ihr Erbe wird an die vier Kinder verteilt, jeder erhält 1/4, ein Kind nur das Pflichtteil, hier 1/8 das restliche 1/8 geht in gleichen Teilen an die anderen Kinder.

Antwort
von Deepdiver, 127

Wenn er sein Pflichtteil eingefordert hat, bekommt er danach nichts mehr.

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Aus diesem Erbfall!

Kommentar von budda2 ,

Das dachte ich auch, aber jetzt fordert sie den Pflichtteil aus dem Resterbe ein. Und meine Miterben meinen, dass ihr 1/8  zustehen!

Ich könnte noch verstehen, wenn sie ihren Anteil aus 50% meines Vaters bekommt aber doch nicht nochmal aus dem Ganzen!

Kommentar von budda2 ,

ja, ich muss dazu sagen, dass sie im Testament meiner Eltern ohnehin auf den Pflichtteil gesetzt wurde.

Es handelt sich um ein normales Testament.

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Hat jedes deiner Elternteile ein eigenes Testament aufgesetzt oder war es ein Testament auf Gegenseitigkeit (Berliner Testament)?

Im Falle des Berliner Testamentes hat sie ihr Erbteil vom Vater als Pflichtteil (die Hälfte) schon erhalten. Die andere Hälfte ging demnach an die anderen Erben (Mutter die Hälfte und die anderen Geschwister je ein Sechstel). Dieses Erbe ist vergeben aber noch nicht zugeführt. Jetzt stirbt die Mutter, aus diesem Erbe werden die Erbteile des Vaters an die Kinder herausgenommen und zugeführt. Hier wurde ja der Pflichtteil schon zugeführt. Jetzt gilt es das Erbe der Mutter zu verteilen. Hier werden vier Teile gebildet und zugeführt, jedoch wird das Erbteil des Pflichtteiligen nur zur Hälfte und in Bar zugeführt, die andere Hälfte des Erbes zu gleichen Teilen an die drei Geschwister verteilt.

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