Frage von SheNeedsLove, 36

4 edlen Wahrheiten im Buddhismus?

Was bedeutet "alles bedingte ist Leid" Und könnt ihr mir auch noch zu der Ursache des Leiden also "Durst" Beispiele geben die das erläutern. Ich verstehe das nicht

Danke schonmal

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Buddhismus & Religion, 12

Hallo, Ich bin Buddhist und helfe dir gerne weiter.

Was bedeutet "alles bedingte ist Leid"

Das Leben ist leidvoll, weil alles auf der Welt vergänglich ist und wir das emotional nicht akzeptieren wollen. Wir wehren uns gegen diese Wahrheit.

Leiden sind nicht nur körperlich und betreffen damit Alter, Krankheit und Tod, sondern es gibt auch psychisches Leiden. Das weiß jeder, der schon mal enttäuscht wurde, oder Liebeskummer hatte.

Ursache des Leiden also "Durst"

Ursache für das Leiden sind die drei Geistesgifte - Aggression, Anhaftung und Unwissenheit. Anhaftung zeigt sich unter anderem in Gier und Durst.

Gier ist das Anhaften an materiellen Dingen. Man hofft, durch Konsum und Besitz dauerhaft glücklich zu werden - nur um festzustellen, dass dies in der Regel eben nicht reicht.

Durst ist die Anhaftung an angenehme Erfahrungen und die Vermeidung von unangenehmen Erfahrungen. Eine tolle Party sollte am besten niemals enden - und trotzdem ist sie irgendwann aus und morgen ist der üble Kater da.

Außerdem haftet man an der eigenen Identität. Wir identifizieren uns absolut mit unserem "Ich" und machen es zum Mittelpunkt der Welt. Wir wollen immer jemand besonderes sein.

Diese Triebe führen zur Wiedergeburt in einer der sechs Daseinsformen.

Ich gehöre übrigens zu einer Reihe von Buddhisten, für die "Wiedergeburt" gar nichts damit zu tun hat, was nach dem Tod geschieht, sondern diese Daseinsformen eher als Symbole für seelische Zustände ansehen.

Antwort
von Dukkhanirodha, 7

Hallo,
ich möchte zu Anfang meiner Antwort, um dir einen schnellen und vereinfachten Überblick zu geben und um auf wesentliche Punkte hinzuweisen, einleitend, zusammenfassend und gebunden auf deine Frage versuchen zu Antworten. Im Anschluss möchte ich einen Text aus den Lehrreden des Buddha anführen, der die vier edlen Wahrheiten ausführlich definiert, dabei auch auf die Inhalte deine Frage recht umfassend eingeht, dies ist dann hoffentlich noch hilfreicher für dich. Ich hoffe die Länge der Antwort ist noch angenehm für dich - ich möchte eine ausführliche Antwort geben, deshalb ist sie etwas länger ausgefallen.

Zusammenfassung:

Die vier edlen Wahrheiten sind ein essentielles, traditionsübergreifendes und gemeinsames Lehr-Gut aller bekannten - mir bekannten - Ausprägungen des Buddhismus. Meine Antwort basiert dabei aber auf den Lehren der Theravada-Tradition des Buddhismus (einer frühbuddhistischen Schule), wie sie im Palikanon heute noch zu finden sind. Diese gelten als die reinsten und ganzheitlichsten noch erhaltene Quellen der Lehren des Buddha.

Auch in dem Text, den ich weiter unten aus diese Lehrreden gegeben habe, heißt es zusammenfassend, dass die fünf Daseinsgruppen als Leiden gelten (Daseinsgruppen: Körperlichkeit, Gefühl, Wahrnehmungen, Geistesformationen und Bewusstsein - alles Existierende wird in der Lehre des Buddha in diese Gruppen klassifiziert) - dies ist die erste edle Wahrheit. Diese Gruppen haben drei Merkmale: das Merkmal der Vergänglichkeit und daher das Merkmal der Leidhaftigkeit und der Unpersönlichkeit, Kernlosigkeit oder Seelenlosigkeit. Die Logik wird in den Lehrreden dabei wie folgt gegeben: Was Vergänglich ist, ist dem Leiden unterworfen (Glück in Beziehungen, Gesundheit, Jugend, das Leben an sich) und daher nicht unser Eigen. Wenn es unser Eigen wäre, dann würden wir, die Wesen, bestimmen können und die Natur der Vergänglichkeit ändern, dieses Leidhafte ändern, dies ist nach den Lehren des Buddha aber unmöglich, auf keiner Ebene der Existenz, auch nicht in den himmlischen Bereichen, welcher lediglich ein Existenzbereich innerhalb der fünf Daseinsgruppen ist.

Diese Gruppen sind lediglich bedingt entstanden, wobei die Ursache für dieses Entstehen die Unkenntnis der drei eben genannten Merkmale ist, dies zusammen mit dem daraus entstehenden Durst - nur weil etwas als beständig, letztendlich befriedigend und kernhaft angesehen wird, dürsten wir danach. Auf tief intuitivem Niveau (welches durch Geistesruhe in der Meditation erreicht werden kann) kann die Natur der Dinge im Lichte ihrer wahren Merkmale erkannt werden. Das Resultat ist, dass das Bewusstsein der erkennenden Wesen (dann mit Weisheit begabt) sich abwendet von den Daseinsgruppen, an diesen nicht mehr anhaftet, somit die zweite edle Wahrheit, die Ursache des Leidens, überwindet und in der dritten edlen Wahrheit Befreiung findet, in dem restlosen Erlöschen dieser Gruppen, im Nirvana - gänzlich dann nach dem Ableben unserer Lebensfrist. Es gibt keinen Durst mehr, unser Wille greift nach Eintritt des Todes keine neuen Gruppen mehr auf (dann im embryonalen Stadium, in einem eventuellen neuen Mutterleib), der Kreislauf der Wiedergeburten kommt somit in diesem Moment zu einem Ende, die fünf Daseinsgruppen - einschließlich dem Bewusstsein - kommen zum Erlöschen.

Bereits zu Lebzeiten ist dieser Zustand der Befreiung von der Anhaftung einzig von geistigem Wohl begleitet, das höchste Glück, was ein Wesen erfahren kann - unerschütterlicher Friede. Der Weg dahin führt - kurz gesagt - über tiefe geistige Ruhe, bedingt, gestützt und durchdrungen von einem sittlichen Verhalten (Enthalten vom Töten, Stehlen etc.) und sittlichen Geisteszustand (Freiheit von Geiz, Neid etc.), durch die Übung der Einsicht in die wahren Merkmale des Dasein (Vergänglichkeit etc.) hin zu dieser Befreiung - es ist der edle achtfache Pfad. Hier nun der Text aus den Lehrreden, in den Worten des Buddha:

Lehrredentext: "Da versteht, ihr Mönche, der Mönch der Wahrheit gemäß 
"Das ist das Leiden", versteht der Wahrheit gemäß 
"Das ist die Leidensentwicklung", versteht der Wahrheit gemäß 
"Das ist die Leidensauflösung", versteht der Wahrheit gemäß 
"Das ist der zur Leidensauflösung führende Pfad."

Was ist aber, ihr Mönche, die heilige Wahrheit vom Leiden? 

Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Sterben ist
Leiden, Kummer, Jammer, Schmerz, Gram und Verzweiflung sind Leiden, mit Unliebem verbunden sein ist Leiden, von Liebem getrennt sein ist Leiden, was man begehrt nicht erlangen, das ist Leiden, kurz gesagt: die fünf Daseinsgruppen sind Leiden. 

Was ist nun, ihr Mönche, die Geburt? Der jeweiligen Wesen in jeweilig wesender Gattung Geburt, Gebärung, Bildung, Keimung, Empfängnis, das Erscheinen der Teile, das Ergreifen der Gebiete: das nennt man, ihr Mönche, Geburt. Was ist aber, ihr Mönche, das Alter? Der jeweiligen Wesen in jeweilig wesender Gattung altern und abnutzen, gebrechlich, grau und runzelig werden, der Kräfteverfall, das Abreifen der Sinne: das nennt man, ihr Mönche, Alter. Was ist nun, ihr Mönche, das Sterben? Der jeweiligen Wesen in jeweilig wesender Gattung Hinschwund, Auflösung, Zersetzung, Untergang, Todessterben, Zeiterfüllung, das Zerfallen der Teile, das Verwesen der Leiche: das nennt man, ihr Mönche, Sterben.

Was ist aber, ihr Mönche, der Kummer? Was da, ihr Mönche, bei solchem und solchem Verluste, den man erfährt, bei solchem und solchem Unglücke, das einen betrifft, Kummer, Kümmernis, Bekümmerung, innerer Kummer, innere Verkümmerung ist: das nennt man, ihr Mönche, Kummer. Was ist nun, ihr Mönche, der Jammer? Was da, ihr Mönche, bei solchem und solchem Verluste, den man erfährt, bei solchem und solchem Unglücke, das einen betrifft, Klage und Jammer, Beklagen und Bejammern, Wehklage, Wehjammer ist: das nennt man, ihr Mönche, Jammer. Was ist nun, ihr Mönche, der Schmerz? Was da, ihr Mönche, körperlich schmerzhaft, körperlich unangenehm ist, durch körperhafte Berührung schmerzhaft, unangenehm empfunden wird: das nennt man, ihr Mönche, Schmerz. Was ist aber, ihr Mönche, der Gram? Was da, ihr Mönche, geistig schmerzhaft, geistig unangenehm ist, durch gedankenhafte Berührung schmerzhaft, unangenehm empfunden wird: das nennt man, ihr Mönche, Gram. Und was ist, ihr Mönche, die Verzweiflung? Was da, ihr Mönche, bei solchem und solchem Verluste, den man erfährt, bei solchem und solchem Unglücke, das einen betrifft, Verzagen und Verzweifeln, Verzagtsein und Verzweifeltsein ist: das nennt man, ihr Mönche, Verzweiflung.
Was ist nun, ihr Mönche, mit Unliebem verbunden sein für Leiden? Was einem da an unerwünschten, unerfreulichen, unangenehmen Formen begegnet, an Tönen, Düften, Säften, Berührungen, Gedanken, oder was einem dabei unförderlich, unfreundlich, unsanft, unversöhnbar vorkommt; damit zusammen, vereinigt, vermengt und vermischt sein: das nennt man, ihr Mönche, mit Unliebem verbunden sein zu Leiden.Was ist aber, ihr Mönche, von Liebem getrennt sein für Leiden? Was einem da an erwünschten, erfreulichen, angenehmen Formen begegnet, an Tönen, Düften, Säften, Berührungen, Gedanken, oder was einem dabei förderlich, freundlich, sanft, versöhnbar vorkommt, als wie Mutter oder Vater, Bruder oder Schwester, Kinder, Freunde und Genossen, Verwandte und Sippen; davon gesondert, geschieden, entfernt und verlassen sein: das nennt man, ihr Mönche, von Liebem getrennt sein zu Leiden [...] Was sind aber, ihr Mönche, kurz gesagt, die fünf Daseinsgruppen für Leiden? Es ist da ein Stück Anhangen an der Form, ein Stück Anhangen am Gefühl, ein Stück Anhangen an der Wahrnehmung, ein Stück Anhangen an den Geistesformationen, ein Stück Anhangen am Bewusstsein: das nennt man, ihr Mönche, kurz gesagt, die fünf Daseinsgruppen als Leiden. - Das heißt man, ihr Mönche, heilige Wahrheit vom Leiden.

Was ist aber, ihr Mönche, die heilige Wahrheit von der Leidensentwicklung?

Es ist dieser Durst, der Wiederdasein säende, gnügensgierverbundene, bald da bald dort sich ergetzende, ist der Sinnlichkeitsdurst, der Daseinsdurst,

der Durst nach Vernichtung. Dieser Durst nun aber, ihr Mönche, woraus entsteht der und entwickelt sich, wo sucht er sich einzunisten und setzt sich fest? Was in der Welt lieb erscheint, angenehm erscheint, daraus entsteht dieser Durst und entwickelt sich, da sucht er sich einzunisten und setzt sich fest. Was aber in der Welt erscheint lieb, erscheint angenehm? Das Gesicht in der Welt erscheint lieb, erscheint angenehm, daraus entsteht dieser Durst und entwickelt sich, da sucht er sich einzunisten und setzt sich fest. Das Gehör, der Geruch, der Geschmack, das Getast, das Gedenken in der Welt erscheint lieb, erscheint angenehm, daraus entsteht dieser Durst und entwickelt sich, da sucht er sich einzunisten und setzt sich fest.

Die Formen in der Welt erscheinen lieb, erscheinen angenehm, daraus entsteht dieser Durst und entwickelt sich, da sucht er sich einzunisten und setzt sich fest. Die Töne, die Düfte, die Säfte, die Tastungen, die Gedanken in der Welt erscheinen lieb, erscheinen angenehm, daraus entsteht dieser Durst und entwickelt sich, da sucht er sich einzunisten und setzt sich fest.Das Sehbewußtsein in der Welt erscheint lieb, erscheint angenehm, daraus entsteht dieser Durst und entwickelt sich, da sucht er sich einzunisten und setzt sich fest. Das Hörbewußtsein, das Riechbewußtsein, das Schmeckbewußtsein, das Tastbewußtsein, das Denkbewußtsein in der Welt erscheint lieb, erscheint angenehm, daraus entsteht dieser Durst und entwickelt sich, da sucht er sich einzunisten und setzt sich fest. [...] Das heißt man, ihr Mönche, heilige Wahrheit von der Leidensentwicklung.
Was ist aber, ihr Mönche, die heilige Wahrheit von der Leidensauflösung? 

Es ist eben dieses Durstes vollkommen restlose Auflösung, ihn abstoßen, austreiben, fällen, vertilgen. Dieser Durst nun aber, ihr Mönche, woraus wird der aufgehoben und vertrieben, wo aufgelöst und zerstört? Was in der Welt lieb erscheint, angenehm erscheint, daraus wird dieser Durst aufgehoben und vertrieben, da wird er aufgelöst und zerstört. Was aber in der Welt erscheint lieb, erscheint angenehm? Das Gesicht in der Welt erscheint lieb, erscheint angenehm, daraus wird dieser Durst aufgehoben und vertrieben, da wird er aufgelöst und zerstört. Das Gehör, der Geruch, der Geschmack, das Getast, das Gedenken in der Welt erscheint lieb, erscheint angenehm, daraus wird dieser Durst aufgehoben und vertrieben, da wird er aufgelöst und zerstört [...] Das heißt man, ihr Mönche, heilige Wahrheit von der Leidensauflösung.

Was ist aber, ihr Mönche, die heilige Wahrheit von dem zur Leidensauflösung führenden Pfade? 

Dieser heilige achtfältige Weg ist es, der zur Leidensauflösung führende
Pfad, nämlich: rechte Erkenntnis, rechte Gesinnung, rechte Rede, rechte Tat,
rechter Lebenserwerb, rechte Anstrengung, rechte Achtsamkeit, rechte Sammlung. Was ist nun, ihr Mönche, rechte Erkenntnis? Das Leiden kennen, ihr Mönche, die Entwicklung des Leidens kennen, die Auflösung
des Leidens kennen, den zur Auflösung des Leidens führenden Pfad kennen: das nennt man, ihr Mönche, rechte Erkenntnis. Was ist nun, ihr Mönche, rechte Gesinnung? Entsagung sinnen, keinen Groll hegen, keine Wut hegen das nennt man, ihr Mönche, rechte Gesinnung. Was ist nun, ihr Mönche, rechte Rede? Lüge vermeiden, Verleumdung vermeiden, barsche Worte vermeiden, Geschwätz vermeiden das nennt man, ihr Mönche, rechte Rede.

Was ist nun, ihr Mönche, rechte Tat? Lebendiges umzubringen vermeiden, Nichtgegebenes zu nehmen vermeiden, Ausschweifung zu begehen vermeiden: das nennt man, ihr Mönche, rechte Tat. Was ist nun, ihr Mönche, rechter Lebenserwerb? Da hat, ihr Mönche, der heilige Jünger falschen Lebenserwerb verlassen und fristet sein Leben auf rechte Weise: das nennt man, ihr Mönche, rechter Lebenserwerb. Was ist nun, ihr Mönche, rechte Anstrengung? Da weckt, ihr Mönche, der Mönch seinen Willen, dass er unaufgestiegene üble, unheilsame Dinge nicht aufsteigen lasse, er müht sich darum, mutig bestrebt, rüstet das Herz, macht es kampfbereit; weckt seinen Willen, daß er aufgestiegene üble, unheilsame Dinge vertreibe, er müht sich darum, mutig bestrebt, rüstet das Herz, macht es kampfbereit; weckt seinen Willen, daß er unaufgestiegene heilsame Dinge aufsteigen lasse, er müht sich darum, mutig bestrebt, rüstet das Herz, macht es kampfbereit; weckt seinen Willen, daß er aufgestiegene heilsame Dinge sich festigen, nicht lockern, weiterentwickeln, erschließen, entfalten, erfüllen lasse, er müht sich darum, mutig bestrebt, rüstet das Herz, macht es kampfbereit: das nennt man, ihr Mönche, rechte Anstrengung. Was ist nun, ihr Mönche, rechte Achtsamkeit? Da wacht, ihr Mönche, der Mönch beim Körper über den Körper, unermüdlich, klaren Sinnes, einsichtig, nach Überwindung weltlichen Begehrens und Bekümmerns; wacht bei den Gefühlen über die Gefühle, unermüdlich, klaren Sinnes, einsichtig, nach Überwindung weltlichen Begehrens und Bekümmerns; wacht beim Bewusstsein über das Bewusstsein, unermüdlich, klaren Sinnes, einsichtig, nach Überwindung weltlichen Begehrens und Bekümmerns; wacht bei den Geistobjekten

über die Geistobjekte, unermüdlich, klaren Sinnes, einsichtig, nach
Überwindung weltlichen Begehrens und Bekümmerns: das nennt man, ihr Mönche, rechte Achtsamkeit.

Was ist nun, ihr Mönche, rechte Sammlung?

Da weilt, ihr Mönche, der, gar fern von Begierden, fern von unheilsamen Dingen, in sinnend gedenkender ruhegeborener seliger Verzückung, in der Weihe der ersten Schauung. Nach Vollendung des Sinnens und Gedenkens erwirkt er die innere Meeresstille, die Einheit des Bewusstseins, die von sinnen, von gedenken frei, in der Einigung geborene selige Verzückung, die Weihe der zweiten Schauung. In heiterer Ruhe verweilt er gleichmütig, achtsam, klar bewusst, ein Glück empfindet er im Körper, von dem die Heiligen sagen: "Der achtsame lebt beglückt"; so erwirkt er die Weihe der dritten Schauung. Nach Verwerfung der Freuden und Leiden, nach Vernichtung des einstigen Frohsinns und Trübsinns, erwirkt er die Weihe der leidlosen, freudlosen, gleichmütig achtsamen, vollkomen reine vierte Schauung.

Das nennt man, ihr Mönche, rechte Sammlung. Das heißt man, ihr Mönche, heilige Wahrheit von dem zur Leidensauflösung führenden Pfade."

Ich hoffe die Antwort war hilfreich.

Herzlichst

Dukkhanirodha

Antwort
von Spuky7, 22

Na ja, es gibt kein Leben ohne Leid. Es gibt Krankheit, Schmerzen, Trennungen und den Tod. Auf Erden zu leben, bedeutet, Leid zu erfahren. Niemand kann dem Leid entkommen. Zahnweh, Fußweh, Krebs, Hunger, Haarausfall, gebrochene Knochen, Tod eines Angehörigen. Leid ist also unvermeidlich. Deswegen wollen Buddhisten dem Kreislauf der Wiedergeburt entkommen und möglichst nicht mehr wiedergeboren werden. Liebeskummer nicht zu vergessen.

Kommentar von SheNeedsLove ,

Und was hat die Ursache "Durst" auf sich

Kommentar von Spuky7 ,

Die Ursache von Durst ist das Leben selbst. Das Leben als Mensch oder Tier verursacht Leid, also auch Durst und Hunger. Die tieferliegende Ursache wiederum ist dieser anscheinend nie endend wollende Kreislauf von Wiedergeburten. Das heißt, ein Lebewesen wird immer wieder Leid erfahren, weil es immer und immer wieder neu geboren wird. Ist ein Leben zu Ende, fängt ein Neues in einem neuen Körper an. Samsara. Da herausfinden ist dann Nirvana. Meine Interpretation. 

Antwort
von nowka20, 4

nur durch das leid wird man wisssend

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten