Die Hunde der sogenannten gefährlichen Rassen sind im Normalzustand
nicht aggressiver als andere Hunde. Sie sollen ein relativ ruhiges Temperament haben.
Das Problem ist, wenn so ein Hund durch irgend etwas so gereizt wurde, dass es ihm
über die Hutschnur geht, dann legt er voll los und es gibt kein Halten mehr. Das sind Situationen, in denen ein anderer Hund kurz geschnappt hätte, ohne wirklich zu beißen. Oder er hätte einmal gebissen und dann aufgehört, weil das Jaulen des Gebissenen bei ihm - gesunderweise - dann eine Aggressionshemmung auslöst.
Bei den Vorfahren der Kampfhund-Rassen-Exemplare wurde diese nachträglich einsetzende Hemmung als Reaktion auf das Jaulen des Unterlegenen weg gezüchtet. Sie durften sich solche "Fehler" wir nur kurz mal schnappen ohne den Kampfgegner gleich richtig zu packen oder kurz böse werden und dann wieder aufhören, nicht leisten, sonst wurden sie ja nicht als zähe Kämpfer und Sieger ausgezeichnet und deshalb zur Zucht verwendet. Wie "langweilig" wäre es für die blutrünstigen Zuschauer gewesen, wenn der Kampf zweier Rüden mit einem kurzen Kehle-Zeigen und einem kleinen Jauler schon beendet gewesen wäre, wie es bei Wölfen und normalen Hunden bei normalen Rangauseinandersetzungen natürlicherweise abläuft.
Das Problem ist also nicht die angebliche Aggressivität dieser Hunde, sondern dass sie keine Bremse finden, wenn ihnen mal der Kragen platzt. Die sind in der Hinsicht instinkt-verarmt, weil der so wichtige Aggressions- Hemmungs-Instikt weg gezüchtet wurde, der zwar eine Rangauseinandersetzung zulässt, diese aber so kurz und ungefährlich wie möglich ablaufen lässt, damit alle Rudelmitglieder (auch diejenigen, die auf einen niedrigen Platz in der Rangordnung verwiesen wurden, gesund bleiben und bei der gemeinsamen Jagd im Rudel weiterhin mitwirken können). Nur hier ist bei denen ein Schräubchen locker, und zwar ein seeeehr wichtiges. Sonst sind sie ganz lieb.
Kleine Kinder fassen Hunde manchmal ganz überraschend so an, dass der Hund erschrickt, dass es dem Hund unangenehm ist, oder sie senden durch ihre Körpersprache Signale aus, die für den Hund wie eine Aufforderung wirken, den "Welpen" in die Schranken zu weisen. Dann ist es bei so einem Hund eben zu spät.
Meine Frage wäre hier eben, was für eine Psyche ein Mensch hat, der ausgerechnet so einen Hund unbedingt haben möchte, obwohl es so viele andere schöne Hunderassen gibt.
Ständig mit einem latenten Extrem-Risiko leben zu wollen, um nach außen hin demonstrieren zu können, dass man das alles im Griff hat und dass man von ausgerechnet diesem Hund sogar geliebt wird (woran kein Zweifel bestehen kann), das ist für mich nicht unbedingt ein Zeichen seelischer Gesundheit.
Wenn ich mich in dieser Richtung äußere, werden die Halter solche Hunde natürlich auf mich los gehen. Das ist für mich nur die Bestätigung meiner Hypothese. Warten wir es ab, was für Kommentare jetzt kommen.
Es gibt jedenfalls sehr viele vom Wesen her 100% unbedenkliche Hunde, bei denen auch kleine Fehler von Menschen nicht gleich eine Katastrophe auslösen müssen.
Wer sich extra einen Hund einer gefährichen Rasse zulegt und damit der Welt zeigen möchte, was für ein lieber netter Familienhund der doch ist (solange nichts schief geht), der spielt bewusst mit einer nicht verantwortbaren Gefahr. Aber warum bekommt er überhaupt die Möglchkeit dazu ? Niemand hält so einen Hund nur für sich. Das sind alles Leute, die das Bedürfnis haben, damit nach außen hin etwas zu demonstrieren. Und wenn jemand das anspricht, gehen sie mit Argumenten auf denjenigen los, alle Hunde könnten u.s.w. den Rest kann sich jeder selbst vorstellen oder an den Reaktionen ablesen, die jetzt vielleicht kommen werden.
Das Argument, die Hunde der "gefährlichen Rassen" seine doch so liebe Familienhunde, das ich hier nicht in Frage stellen möchte, ist eben trotzdem kein Argument dafür, sich ausgerechnet so einen anschaffen zu müssen.
Liebe Familienhunde, die "tolle Kumpel" u.s.w. sind, gibt es unendlich viele bei anderen Rassen und deren Mischlingen in allen Größen, Formen und Farben.
Zu komisch - dann versuch mal, meinen Bichon Frisé zum beißen zu bringen...... Nicht mal, wenn kleine Kinder ihn an Schwanz oder Ohren ziehen. Ich muß ihn beschützen. :-)
Also meine Shira ,Mis aus Dackel / Mops ist auch klein und hat schon versucht zu beißen ,das kann jeder Hund tun,z.B. aus Angst.
Du weisst aber schon dass der Mops mit den Molossern verwandt ist und ein Dackel ein Jagdhund ist? Das ist eindeutig was ganz anderes als ein Bichon Frisee!Nur die Grösse könnte ähnlich sein.
danke!!! Man darf die Rasseherkunft nicht ausser acht lassen!!!
Nicht mal, wenn kleine Kinder ihn an Schwanz oder Ohren ziehen. Ich muß ihn beschützen. :-)
Na ich hoffe doch, dass du den Kindern sagst, dass das nen Unding ist -.-
Ich kann aus jedem Hund eine Bestie m,achen. nur sdind die auswirkungen bei einem BF nicght so extzrem wie bei nem Pitti. Aber ein kleinstkind kann auch der BF töten wenn er es gelernt hat.
Es gab auch schon Yorkshire Terier im schutzdienst.
Yorkshire Terrier wurden zur Jagd auf Ratten eingesetzt, sind also eigentlich alles andere als Schoßhündchen. Wäre also sinnvoll auch mit denen zu arbeiten. Es gibt welche beim Agility, da können sie ihr Temperament richtig ausleben!!
Es gab auch schon Yorkshire Terier im schutzdienst.
Echt? Wow, interessant!