Wer hat gestern abend auf ZDF um 22.15 Uhr die Reportage über die ADHS Kinder gesehen, die für zwei Monate auf einer Almhütte gelebt haben? Was haltet ihr davon? Ich habe aus diesem Beitrag mal wieder gesehen, wie wichtig es ist, dass die Kinder Erlebnisse in der Natur brauchen. Bei meinem Sohn besteht der Verdacht auf ADHS. Er muss derzeit noch diverse Tests durchlaufen. Ich habe aber bei ihm verstärkt beobachtet, wenn er draußen war, ist er viel ausgeglichener. In eigenen Punkten habe ich meinen 7jährigen Sohn auf jeden Fall wieder erkannt. Wieso sind es vor allem Jungs, die diese Diagnose erhalten?
37°-Grad Reportage über ADHS Kinder
Antworten (6)
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saddie76 Von dieser Almgeschichte halte ich gar nichts. Welches Kind braucht nicht die Natur ? Welchem Erwachsenen tut die Natur nicht gut ? Das kommerzielle stand bei diesem Professor im Vordergrund und nicht die Kinder. Diese Aufenthalte lässt sich der gute Mann mit 2000 € pro Kind bezahlen. Eine der Mütter hat bei ADHS Deutschland einen Brief verfasst siehe hier: http://www.adhs-deutschland.de/content.php?abtID=1&siteID=158&S_ID=va1cl... Es ist sehr gefährlich den Kindern einzureden ohne Medikamente und indem sie einfach so sind wie sie sind wird alles gut. In der Gesellschaft kann so leider keiner bestehen.
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marea365 Adhs ist ein zu komplexes Thema um ausschliesslich Naturerfahrung und Methylphenidat einander gegenübersetzen zu können. Zum einen fehlen vielen Kindern Naturerfahrungen, welches zu beachtlichen Defiziten in der Grobmotorik und Steuerung von Bewegungsimpulsen führt. Hier ist der Ansatz raus in die Natur absolut richtig, zumal die Hanglage auf der Alm wesentliche Bewegungsabläufe quasi selber antrainiert. Richtig ist auch die Beobachtung von Herrn G.Hüther, das Kindheit heute sehr früh funktionalisiert wird- was den Kindern definitiv die Luft zum Atmen nimmt. Im Grunde hat er ja ein Pfadfinderprinzip mit den Kindern gelebt.
Schwierig ist aber die ärztliche Betreuung der Kinder einzuschätzen, beziehungsweise die Vorbereitung der Eltern- wenn es denn so ablief, wie die Mutter und Kinderärztin es schildert.
Zum Methylphenidat- wer viele Kinder damit begleitet wird wahrnehmen, wie schwierig die Einstellung auf die richtige Dosis ist, wieviele Wochen damit verbracht werden, es neben geglückten Einstellungen auch viele Fehldosierungen gibt. Ich kenne Kinder mit daraus resultierender Leberfunktionsstörung- welche die ADS-Thematik dann noch toppt, Kinder mit Verfolgungswahn, welche, die danach depressiv abhängen und jede Menge, denen ein gesunder Appetit wegbleibt. Schilderungen des Super-Focussiert-Seins nach der Einnahme, den Erwartungen von Aussen absolut nachkommen zu können, beim gleichzeitigen Verlust dessen zu wissen was man mag, welche Kleidung, welche Musik man selber mag und unterscheidungslos zu werden. Ganz abgesehen davon, das Spätfolgen bei Psychopharmaka bisher noch nie ausgeblieben sind. So, das wir die Kinder also bei kurz- oder mittelfristigem Erfolg womöglich langfristig gesehen sehr belasten. ADHS hat sehr viele unterschiedliche Gesichter und die Hintergründe sind oft mehrdimensional. Einige der Kinder zeigen in der Tat ein kaum zu steuerndes Impulsverhalten mit dem sie sich und andere verletzen können- hier hatte die Kinderärztin in der Diskussionsrunde bei Markus Lanz sicher recht- aber die Gabe von Ritalin und Co klärt nicht die Hintergründe. Dort, wo ich es beobachtet habe, lag auch oft in den Familien ein dicker Hund begraben, der mit Medikamentengabe leider auch verbuddelt bleibt.
Schade also, das der Ansatz von Herrn Hüther offensichtlich nicht so professionell- auch in der Elternarbeit begleitet wurde, wie er es verdient hätte.
Schade auch, das die Möglichkeiten der Naturheilkunde ausgeblendet wurden, die es ja nun mal auch gibt.
Die Kritik, die Erkrankungen der Kinder auf der Alm nicht mit Antibiotika behandelt zu haben wäre noch genauer zu untersuchen. Womöglich wurde ein anderer Behandlungsansatz gewählt, da Antibiotika nun auch nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Allerdings wäre es in der Verantwortung der Betreuer gewesen, die Eltern darüber aufzuklären, anstatt sie darüber im Unklaren zu lassen.
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giolinagiolina
Die Sendung habe ich leider nicht gesehen, möchte aber zu AD(H)S etwas schreiben: ADHS hat die gleichen oder sehr ähnliche Symptome wie z.B. eine Schilddrüsenfunktionsstörung (siehe http://www.schilddruesenguide.de/kinder.html) oder Kryptopyrrolurie (siehe kpu-berlin.de/ForEiLoesung.html. Auch Nährstoffmängel kommen in Betracht (siehe z.B. schilddruesenguide.de/sd_NEMs.html).
Ich empfehle bei AD(H)S-Symptomatik auch die Schilddrüse untersuchen zu lassen. Die Untersuchung muss durch einen Facharzt ausgeführt werden (Endokrinologe, Nuklearmediziner mit Schwerpunkt Schilddrüse), der TSH-Wert alleine reicht nicht aus. Und schildere unbedingt alle Symptome. Auch wenn die Werte noch im Normbereich sind, können Schilddrüsenmedikamente ausprobiert werden, wenn die Symptomatik auf eine beginnende Erkrankung hinweist. Hier ist ein Forum für Schilddrüsenerkrankte, man bekommt viele Fragen beantwortet und kann auch seine Werte einstellen und beurteilen lassen - das empfehle ich insbesondere dann, wenn bei der Untersuchung "alles in Ordnung" herauskommen sollte: ht-mb.de/forum/ Und hier findest Du eventuell einen guten Arzt: top-docs.de Buchtipps: Eine andere Art, die Welt zu sehen – Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom von Thom Hartmann und ADS – So stärken Sie Ihr Kind von Uta Reimann-Höhn. Interessant finde ich auch das Buch „Hochrisiko ADHS – Plädoyer für eine frühe (medikamentöse) Therapie“ von Kirsten Stollhoff, Wilma Mahler und Karin Duscha. adhs-anderswelt.de ist ein Forum für Betroffene. Empfehlenswert finde ich auch das Buch „Die Hormonrevolution“ von Dr. med. M.E.Platt – es geht um die Behandlung mit bioidentischen Hormonen (entsprechen den natürlichen, d.h. den vom Körper selbst produzierten Hormonen 1 : 1, nicht zu verwechseln mit pflanzlichen Hormonen, die entsprechen den körpereigenen nicht unbedingt) bei Schilddrüsenstörungen, Osteoporose, Migräne, Depressionen, AD(H)S, Gewichtsproblemen, PMS u.v.m. Alles Gute! Giolina
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Arya82Arya82 Du gehst mir langsam mit deiner Schilddrüse auf den Keks ;)
Nochmal. Eine Schilddrüsenuntersuchung ist Bestandteil einer Qualifizierten Diagnostik und sollte immer durchgeführt werden. Anstatt auf eine Schilddrüse zu verweisen verweise die Leute liebe darauf wie sie eine Diagnostik als Qualifiziert erkennen können.
Und ganz ehrlich dein Copy und paste geht mir gewaltig auf den Kranz bei jedem Thema wo nur ADHS steht kopierst du deinen Text rein, sowas nennt man Spam.
Ps: Und immernoch weder ich noch meine Kinder, noch alle die ich kenne haben ein Problem mit der Schilddrüse.
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giolinagiolina Tut mir leid, dass ich Dir auf den Keks gehe, werde mich bemühen, mir Deinen Namen zu merken, damit ich Dir nicht mehr antworte.
Aber nochmal: Leider ist es so, dass viele Menschen mit der Diagnose AD(H)S leben, obwohl ihre Schilddrüse u.a. nicht untersucht wurde. Meine Kinder und ich waren bei verschiedenen Ärzten, die alle anerkannt sind bei der Diagnosestellung von AD(H)S und zum Teil sogar darüber Bücher schreiben und vor Kollegen referieren - wir wurden "auf den Kopf gestellt" - die Schilddrüse wurde aber immer vergessen. Das ist kein Einzelfall, wie ich mittlerweile definitiv weiß.
Spam wäre es, wenn ich nicht jeweils individuell auf die Fragen einginge, es kommt sehr selten vor, dass ich nur meinen Text kopiere - und wenn, ich habe damit hier schon einigen Leuten geholfen, das ist es, was mir wichtig ist.
Ich verweise übrigens immer auf adhs-anderswelt.de, dort bekommt man alle Infos zur guten Diagnostik.
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FlammeImWindFlammeImWind
Das Krankheitsbild Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist in der Öffentlichkeit nach wie vor zu wenig bekannt. Selbst in Fachkreisen wird die Komplexität, Tragweite und Behandlungsbedürftigkeit dieser Erkrankung häufig nicht im erforderlichen Umfang wahrgenommen.
Die Kennzeichen der Störung liegen vornehmlich in drei verschiedenen Bereichen, dem Wahrnehmungsbereich (Aufmerksamkeit) z. B. in Form von
* leichter Ablenkbarkeit, * Tagträumerei, * mangelndem Durchhaltevermögen, * Kritikempfindlichkeit, * extremer Vergesslichkeit,dem Sozialisationsbereich durch z. B.
* Impulsivität mit spontanem Handeln ohne vorheriges Nachdenken, * mangelnde Selbststeuerungsfähigkeit, * niedrige Frustrationstoleranz, * Schwierigkeiten planvoll zu handeln und sich selbst zu organisieren, * Antrieblosigkeit,dem motorischen Bereich mit z. B.
* Zappeligkeit, * Ungeschicklichkeit in Grob-/Feinmotorik, * falscher Kraftdosierung.In der Regel kommen begleitend hinzu
* eine seelische Entwicklungsverzögerung, * ein schnelles psychisches und physisches Ermüden, * ein extrem ausgeprägter Gerechtigkeitssinn anderen gegenüber und * eine erhebliche Beeinflussbarkeit durch andere.Die Symptomatik ist bei jedem Betroffenen individuell ausgeprägt. Gehäuft treten weitere Erkrankungen im Zusammenhang mit ADHS (assoziierte Störungen) auf: Im Kindesalter z. B. Lese-Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche und Tic-Störungen; im Erwachsenenalter z. B. Ängste, Depressionen, Suchtverhalten.
Nach heutigem wissenschaftlichen Erkenntnisstand handelt es sich bei ADHS wahrscheinlich um eine Regulationsstörung im Frontalhirn auf genetischer Grundlage. Die Reizweiterleitung wird durch sogenannte Neurotransmitter bewirkt (u. a. Dopamin und Noradrenalin), die der Körper selbst produziert. Die Ausschüttung und Aufnahme dieser Botenstoffe befindet sich bei ADHS-Betroffenen nicht im Gleichgewicht.
Häufig können Medikamente die Grundstörung deutlich verringern. In wenigen Fällen lassen sich die Symptome auch durch eine oligo-antigene Diät reduzieren. Begleitend sollen psychoedukative Maßnahmen und Trainingsprogramme zur Stärkung des Selbstwertgefühles angewendet werden. Alle Behandlungsformen können nur mit ärztlicher Hilfe erfolgen. Aber selbst wenn der Arzt helfen kann, ist der ADHS Betroffene nicht geheilt.
ADHS ist nicht heilbar! Der Betroffene kann aber lernen, unter besseren Bedingungen zu leben und zu arbeiten. Diese Chance sollte so früh wie möglich ergriffen werden, so dass die positiven Seiten und Begabungen, die in jedem ADHS-Betroffenen stecken, gezielt gefördert werden können.
Dennoch, der Weg bleibt mehr oder weniger steinig, denn auch bei günstigem Ansprechen auf Medikamente und psychologische Hilfen geht es nicht ohne Auf und Ab.
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FlammeImWindFlammeImWind ich denke,aber das man es wirklich in den griff bekommen kann,wenn amn sich noch mehr auf sein kind und siene bedürfnisse einlässt und sich auch gedanken darüber macht,was seinem kind gut tun könnte,wann es ihm leichter fällt,.etc.
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Arya82Arya82
Also um jetzt mal alle die immer sagen "Sowas kommt nur bei Kindern vor die in der Stadt wohnen, keine Bäume kennen, denken eine Kuh wäre Lila und Weiß, nur ein Bulle hätte Hörner etc. vor" Querdenker den erzähl ich jetzt mal ein Schwank aus meiner Jugend.
Ich bin 28 Jahre jung, mit 5 wurde ich eingeschult konnte Lesen, Schreiben, Rechnen, mit 6 bekam ich den Stempel auf die Stirn gedrückt "schwer erziehbar" mit 7 musste ich die Klasse wiederholen. Ich bin Schulversagerin! Ich habe ADHS und ich bin Hochbegabt, dennoch habe ich in meinem Leben absolut nichts erreicht!
Ich bin aufgewachsen in einem Dorf 700 Einwohner 2000 Kühe, in mitten von Wäldern, wiesen Seen. Wir hatten allerhand Haustiere (Bauernhof) ich bevorzugte es den Tag über mit meinem Hund durch die Wildnis zu streifen, einer der wenigen Orte in D der noch unberührt ist und geschützt wird. Ich bin ein Kind aus einem Biosphärenreservat.
Und trotzdem habe ich ADHS und hatte diese auch schon als Kind. Ich gehe jetzt nicht näher ein welche Methoden man verwendete um mich zu biegen. Ich hielt dieses Projekt von der ersten Sekunde für totalen Unsinn und angeschaut habe ich es mir auch nicht. Werde ich auch nicht unterstütz so ein Müll bestimmt nicht...
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deFleeschadeFleescha
ADHS ist meines Erachtens eine Erfindung der Psychologie für Kinder die schnell unterfordert und entsprechend mehr gefordert werden müssen um ausgegliechen zu sein... Es ist anstrengend für Eltern, keine Frage. Aber für mich keine 'Krankheit'. Wenn sich die Eltern die Zeit nehmen und mit dem Kids rausgehen, viel unternehmen auch mal was kulturelles, und sie entsprechend fordern/fördern, wird in der Regel ein ganz normaler Erwachsener draus ... Sprich, man hat ein Medikament erfunden und nun sucht man sich eine Krankheit, die es so vorher nicht gab ... schulterheb ...
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rana57 das kann nur einer schreiben, der noch ein ADHS KInd life erleben durfte! Nicht mal nur für einen Nachmittag, sondern über Jahre. Was das einer Familie abverlangt, kann man nur ermessen, wenn man davon betroffen ist.
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Arya82Arya82 Ubnd weil die Pharmaindustrie so böse ist und nur Geld scheffeln will erzählen wir jetzt allen Leuten das sie zum Heilpraktiker gehen sollen, Zappelin, Glibulin etc. nehmen sollen das ist alles überhaupt keine Geldmacherei und total Kostengünstig... ironie aus
Zu dem Geld, welches da eingefordert wurde 2000 pro Kind oder fürs Geschwisterpaar?- macht also entweder 11000 oder max.22000 für den Professor von denen er die hochwertige biologische Ernährung für 11 Kids und drei Betreuer samt Lohn für drei Betreuer über zwei Monate mit zahllosen Überstunden bezahlen muss. Macht `nen Bruttomonatslohn der für die Überstundenzahl definitiv nicht üppig ist... Hatte die Mutter etwa erwartet zwei Monate lang ihre Kids ganz umsonst versorgt und betreut zu bekommen?