Frage von Kensai, 139

35mm F1.8 oder 50mm F1.8 Obektiv?

Hallo Leute, Folgendes, ich möchte mir eine Objektiv mit einer Festbrennweite zulegen, da ich keine Erfahrung mit solchen Objektiven habe, würde ich gerne mal wissen wo welches Objektiv seine stärken und schwächen hat. In welcher fotografie eignet sich die 50mm und die 35mm? Wo liegt der Unterschied außer das die 55mm näher am Motiv ist als die 35mm. Falls es wichtig ist ich habe ein APS-C 23,6 x 15,8 mm Sensor. Vielen Dank

Antwort
von Filburt, 66

Hilft Dir vllt. nicht direkt, aber du kannst ja auch beide kaufen.

Vergiss nicht, den Cropfaktor zu berücksichtigen; aus dem 35 mm wird dann ein ca. 50 mm "Normalobjektiv" das andere ein leichtes Tele.

Probiere den Tipp mal aus, dein Zoom mal nicht zu benutzen, sondern auf 35 bzw. 50 eingestellt zu lassen und die Motive wieder zu "erlaufen".
Zusätzlich kannst mit EXIF-Tools mal deine Bilder nach den Brennweiten absuchen und sortieren, welche du öfter brauchst.

Letztlich kannst aber - bei eintsprechend Budget und Canon vorausgesetzt - auch beide kaufen; von Yongnuo gibt es die Canon-Klassiker F1.8/50 und F2.0/35 für ca. 50 bzw. 90 EUR.
Grade das 50 mm ist Preis/Leistung top.

Kommentar von Kensai ,

Kannst du mir mal kurz zusammenfassen was ein Cropfaktor ist? Das hat doch was mit dem Vollformat und dem APS-C Sensor nur kenn ich die rechnung nicht genau. Ich benutze eine Sony a58 und bei dem 50mm Objektiv steht das es geeignet für a58 und a77 ist. Bedeutet das ich den Cropfaktor in dem Fall nicht zu beachten brauch?

Kommentar von Filburt ,

Heißt, grob, dass die Kamera nicht den vollen KB-Bildkreis (=Kleinbild, 24x36 mm, damals.. als es man noch Film verwendet hat ;) aufzeichnet, sondern eben den kleineren Bildkreis des APS-C-Chips. Dadurch wirkt der Ausschnitt wie mit längerer Brennweite gemacht.

Bei deiner Kamera heißt das lediglich, dass das Objektiv funktioniert, aber eben bei 50 mm einen Ausschnitt aufziechnet, der (bei KB) einem Tele mit 80 mm entspricht.

Welche Objektive hast im Auge? - Sony hat günstige, eigene Brennweiten F1.8 soviel ich weiß.

Kommentar von Kensai ,


Sony SAL50F18, Porträt-Objektiv (50 mm, F1,8 SAM, A-Mount APS-C, geeignet für A77/ A58 Serien) schwarz



Hier der Link: http://www.amazon.de/Sony-SAL50F18-Portr%C3%A4t-Objektiv-geeignet-schwarz/dp/B00...


Sony SAL35F18 DT 35mm F1.8 SAM Objektiv (APS-C, 55mm Filterdurchmesser, A-Mount) schwarz



Hier der Link :http://www.amazon.de/Sony-SAL50F18-Portr%C3%A4t-Objektiv-geeignet-schwarz/dp/B002CQB4J6/ref=sr_1_1?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1460523125&sr=1-1&keywords=sony+festbrennweite


Die beiden habe ich im Auge, die sind etwas teurer aber ich lege Wert darauf die Original Objektive von Sony zu kaufen. Meinst du die Objektive sind okay?Und danke für die Aufklärug jetzt verstehe ich was ein Corpfaktor ist :)









Kommentar von MetalMaik ,

@Kensai der Cropfaktor ist für Dich eigentlich unwichtig, da Du es ja gewohnt bist mit einer APS-C Kamera zu fotografieren und sicher noch keine Erfahrung mit einer Kleinbil-/Vollformatkamera hast. Wenn Du Dir ein 50mm bzw. 35mm Objektiv holst, hat es für Dich die gleiche Brennweite, als wenn Du an Deinem Kit-Objektiv 50mm bzw. 35mm einstellst. Wenn Du das 50mm Objektiv an eine Vollformatkamera anschließen würdest, hätte es dann dieselbe Brennweite bzw. einen gleich großen Bildausschnitte, wie das 35mm Objektiv an Deiner APS-C Kamera. Aber solange Du nicht mit Vollformat fotografierst, ist das für Dich eigentlich unwichtig.

Kommentar von Kensai ,

Verstehe, Danke :) Was bevorzugst du eigentlich, die 50er oder eher die 35er und warum

Kommentar von MetalMaik ,

Ich selbst betreibe hauptsächlich Landschaftsfotografie und habe daher zum größten Teil Weitwinkelobjektive. Ein 50mm f1.8 habe ich aber auch, da es sehr günstig ist und auf meiner 6D ja auch zu einer "Normalbrennweite" wird. Auf der 70D kann ich es auch Prima für Portraits nutzen. Außerdem habe ich auch noch ein 90mm f/2.8 VC USD di Makroobjektiv von Canon, welches ein tolles Makroobjektiv ist, ich nutze es aber auch oft für andere Aufnahmen (Tele / Portrait).

Kommentar von Kensai ,

Sehr interessant, ich lerne heute echt viel von euch, Danke dafür

Kommentar von Hasibert ,

MetalMaik bringt es auf den Punkt. Diese ganze Umrechnerei auf Kleinbild macht für Leute, die nur APS-C/DX Kameras besitzen und daran gewöhnt sind, keinen Sinn und sorgt gerade bei Anfängern/Einsteigern für Verwirrung. Was nutzt es einem, wenn man weiß, wieviel Brennweite man an einer KB-Kamera bräuchte, um den gleichen Bildwinkel wie an APS-C zu haben, wenn man nur APS-C benutzt? Du weißt, wie dein Bild bei ca. 35 mm aussieht und wie bei 50 mm, wenn du das Kitobjektiv dementsprechend einstellst. Außerdem schlägt der Cropfaktor beim 18-55 genauso zu Buche wie bei jedem anderen Objektiv. Lass dich also nicht verwirren. Beim 50er kannst du etwas besser Freistellen (scharfes Motiv im Vordergrund und verschwommener Hintergrund), musst bei einem Kopfportrait deinem Model nicht so auf die Pelle rücken usw. Musst allerdings etwas weiter weggehen als beim 35er, welches sozusagen etwas universeller ist. In der Abbildungsleistung werden sich die beiden nicht großartig unterscheiden. Ich würde das 50er nehmen.

Kommentar von Kensai ,

Hey, super erklärt vielen Dank, hab jetzt so einiges gelernt von euch!

Antwort
von sinari, 34

Es gibt keine so gravierende Unterschiede zwischen diesen beiden Brennweiten.Ich würde das 35mm-Objektiv bevorzugen,da es ein bißchen universeller einsetzbar ist.Entscheidend-und das gilt für beide Brennweiten-ist,daß du eine gute Lichtstärke zur Verfügung hast.

Kommentar von Kensai ,

Was genau meinst du mit universeller? was kann man mit der 35er machen was man mit der 50er nicht so gut hinbekommt? Blende 1.8 ausreichend?

Kommentar von Hasibert ,

Universeller heißt in dem Fall, dass man bei gleichem Abstand zum Motiv mehr aufs Bild bekommt als mit dem 50er. Man kann ja mit Festbrennweiten nicht zoomen, sondern muss weiter weg oder näher rangehen, um etwas bestimmtes aufs Bild zu bekommen. Wenn man wenig oder keinen Platz hat, um weiter weg zu gehen z.B. in Räumlichkeiten, kann das 50er schon zu "lang" sein. 

Kommentar von Kensai ,

Ich habe vorhin gelesen das die Schärfentiefe bei der 50er kleiner ist als bei der 35er, ist es korrekt so? Da ich gerne mit der Schärfentiefe spiele wäre dann, falls die Info die ich vorhin gelesen habe stimmt doch die 50er für mich das richtige oder was meinst du?

Kommentar von sinari ,

Wenig Licht und bewegte Objekte.Wenig Licht und kein Stativ zur "Hand"......Falls du eher selten mit solchen Situationen konfrontiert bist,ist diese Lichtstärke ausreichend.

Kommentar von Kensai ,

Was wäre den die Optimale Lichtstärke, bei schlechten Lichtverhältnissen z.B. ein Model bei Nacht zu fotografieren, die einzige Lichtquelle sind die Straßenlaternen.

Kommentar von sinari ,

Da gibt es kein "Optmal"-nur ein "Möglichst".Eine Lichtstärke von 1:1,8  oder 2,0 sollte in vielen Fällen reichen.Ein 1:1,4 Objektiv ist nicht nur sehr teuer,sondern "bringt" auch nur maximal eine Halbierung der der Verschlußzeit(2.0 zu 1,4).Also Blende auf-maximal vertretbare Empfindlichkeit hoch und ein Modell,das möglichst nicht rumzappelt.Auch Fotografie hat seine Grenzen.

Antwort
von Airbus380, 97

Das 50er ist mehr fuer Portraits und andere konzentrierte Ausschnitte. Das 35er ist als "Normalobjektiv" etwas vielseitiger. Die eigenen Vorlieben spielen aber eine sehr große Rolle. Daher kann dir keiner die Entscheidung abnehmen. Was hast du denn als Objektiv schon?

Kommentar von Kensai ,

Ich besitze ein 18-55mm und 55-200mm. Was meinst du mit vielseitiger, was fotografiert man normal mit einer 35er?

Kommentar von Airbus380 ,

Na dann kannst du doch dein kleines Zoom mal auf 35mm fixieren (Tesafilm) und so fotografieren gehen. So siehst du, ob dir die Brennweite liegt. Die Festbrennweite bietet dir nur mehr Freistellmoeglichkeiten und Bildqualitaet.

Kommentar von Kensai ,

Gut ich werde es versuchen, Danke

Kommentar von bibi110640 ,

Das mit dem Fixieren ist eine Super-Idee.

Antwort
von Skinman, 64

Bei sind exakt gleich nah oder weit weg vom Motiv. Die Entfernung verändert sich nur, wenn man näher ran geht oder weiter weg.

Nur wenn man den Abbildungsmaßstab beim gleichen Motiv konstant halten will, muss man mit dem 35er natürlich näher ran. Das führt dann zum veränderten Bildeindruck, weil das 35er etwas weniger verdichtet und das Motiv dadurch plastischer wirkt.

Das ist aber ein recht subtiler Unterschied bei diesen beiden Brennweiten, ganz besonders wenn es nur ein APS-Sensor ist.

Kommentar von Kensai ,

Was genau meinst du mit dem Abbildungsmaßstab? Und welches bevorzugst du, den 35er oder den 50er und warum

Kommentar von Skinman ,

Der Abbildungsmaßstab ist das Verhältnis von Objektgröße zu Bildgröße. Und um mit meinen Präferenzen was anfangen zu können, musst du den "Formatfaktor" deiner Kamera mit einbeziehen, denn die beziehen sich natürlich in dieser Form auf einen Vollformatsensor. Will sagen man kann die Brennweite nur dann als Synonym für einen bestimmten Bildwinkel nehmen, wenn man sich auf eine definierte Bildgröße bezieht.

Ich greife eigentlich selten zum Normalobjektiv, sondern nehme entweder ein leichtes Tele (85mm) für Portraits und dergleichen, oder halt ein richtiges Weitwinkel (28mm).

Kommentar von Kensai ,

Also braucht man eigentlich keine Festbrennweite da man genau die selbe quali und den verschwommenen Hintergrund genau so hinbekommt mit einem Tele nur das man einen größeren Abstand halten muss?

Kommentar von MetalMaik ,

Naja, das stimmt so nicht ganz. Festbrennweiten haben in der Regel auch eine bessere Abbildungsleistung und Schärfe, als ein Zoomobjektiv. Das 85mm Tele und 28mm Weitwinkel, die Skinman verwendet, sind ja auch Festbrennweiten.

Kommentar von Kensai ,

Ach jetzt habe ich es verstanden, Danke für die Erläuterung

Kommentar von Skinman ,

Jetzt nix durcheinander werfen bitte. Ob man die gewünschte Brennweite mit einem Zoom oder einer Festbrennweite erreicht, ist für den Zerstreukreisdurchmesser natürlich tatsächlich erst mal irrelevant, und der ist ja für die selektive Schärfe entscheidend.

Daneben geht es aber auch noch um die Blende, die bei Festbrennweiten natürlich meist größer ist, und man muss sie oft nicht so weit abblenden, um die Vignettierung zu kompensieren.

Die wiederum wird natürlich heutzutage gern in-camera elektronisch rausgerechnet, ebenso wie die Verzeichnung. Was den Mangel an Schärfe in den Ecken aber ebenfalls nicht eben verringert.

Kuck dir vielleicht erst mal die Basics an, fotolehrgang.de ist dein Freund.

Kommentar von Kensai ,

Danke das schau ich mir auf jeden Fall mal an

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