Mein Baby ist erst 5 Monate alt, aber meine ehemalige Chefin vom Pflegeheim hat schon nachgefragt, ob ich nach dem ersten Elternjahr wieder arbeiten gehen würde? In Thüringen bekommt man vom 1. bis zum 2. Lebensjahr nochmal 300 Euro Erziehungsgeld gezahlt. Nun weiß ich nicht, ob da die 165 Euro mit angerechnet werden. Bin am überlegen ob es sich lohnen würde für das obige Geld arbeiten zu gehen. Meine 2 Kleinsten müssten so lange in die Kita und das kostet ca. 320 Euro. Dann würden noch Spritkosten dazu kommen... da heißt, ich würde fast für 0 Euro arbeiten gehen. Das lohnt sich doch gar nicht. Von der anderen Seite her gesehen ist es nicht schlecht die Möglichkeit zu bekommen mit 5 Kindern wieder arbeiten gehen zu können um wieder einen Schritt in die Arbeitswelt zu tun. Andererseits ist die Zeit nicht mehr zurück zu drehen, die ich mit meinen 2 Kleinen nicht erleben kann. Ich würde viel lieber daheim bleiben und mich mit den Kindern befassen. Was würdet Ihr tun? Es ist zwar noch etwas Zeit, aber man macht sich schon so seine Gedanken!
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Polo86Polo86
Ich finde es wirklich toll, was du machst ! Ich habe zwei KInder und gehe einen Tag in der Woche arbeiten; ich tue dies auch nur, damit ich nicht ganz aus dem Beruf rauskomme, wegen des Geldes kannste vergessen. Da Thüringen selbst andere Gesetze hat (bezüglich des Erziehungsgeldes) - (hier in Bayern gibt es ein Landeserziehungsgeld, welches man nur bekommt, wenn der Verdiener in der Familie nicht über eine gewisse Summe verdient) - würde ich direkt in der Stelle anrufen und nachfragen. Dann bist du auf der sicheren Seite. Deine Bedenken sind voll und ganz berechtigt, was die Kinder angeht. Hast du kein Familienmitglied, das auch die Zwerge in der Zeit aufpassen kann ? Ich habe zum Glück meine Schwiegermutter, da spar ich mir das Geld für den Kleinsten, abgesehen davon würd ich eh nie einen Krippenplatz bei uns im Dorf bekommen, da wir dieses Jahr nur 12 freie hatten für 50 Bewerber !. Der Größere geht von Haus aus schon vormittags in den Kindergarten. Ich würde mal deine Chefin fragen, es gibt Firmengruppen, die die Kosten für Betreuung von Kindern für Familien sogar absetzen können. Vielleicht gibt es ja auch so was bei Euch ? Ich weiß, daß es für Arbeitnehmer möglich ist, diese abzusetzen.
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FrauMutterFrauMutter
So was muss wirklich jeder für sich selber entscheiden. Ich habe trotz mehrerer Kinder immer - bis auf die Erziehungszeit - voll gearbeitet (oder mich gebildet). Zeitweise ging ich finanziell gesehen fast nur für die Kinderbetreuung arbeiten. Aber um in den Beruf zu bleiben, war es gut. Für die Vorsorge (Rente) auch. Mir hat es gefallen. Und den Kindern hat es auch nicht geschadet. Die Erziehungszeit habe ich zur Fortbildung (zur Hause) genutzt und nicht gearbeitet.
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MenschMitPlanMenschMitPlan
Wegen der Anrechnung würde ich beim Versorgungsamt anrufen und nachfragen, geht am schnellsten und du bist auf der sicheren Seite. Soweit ich gelesen habe, wird das Thüringer Landeserziehungsgeld einkommensunabhängig gewährt, d.h. es erfolgt keine Anrechnung.
Für die Kinderbetreuung kannst du doch mal die Übernahme der Kosten beim Jugendamt beantragen...
Kommentar von
anjak77anjak77 Das haben wir schon versucht und haben einen bzw. mehrere Anträge beim Jugendamt abgegeben, und wenn man nur einen Teilbetrag gezahlt hätte. Aber leider verdient mein Mann " zu viel" . Wir haben zu viel und doch zu wenig um irgendwelche finanziellen Unterstützungen zu bekommen.
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Danke für die ausführliche Anwort. Wie gesagt, ich habe ja noch etwas Zeit, aber die vergeht ja immer so schnell! Ich will im Januar bei meiner Chefin vorsprechen und nachfragen wie es aussieht. Eigentlich wollte sie mich gern in die Pflege nehmen ( also zum arbeiten , nicht falsch versteheng), ich habe aber letztes Jahr nur für 4 Monate eine Zertifizierung gemacht. Im Praktikum muss ich doch einen guten Eindruck hinterlassen haben, so dass mir das Unternehmen eine Lehre für 3 Jahre angeboten hat, allerdings nur mit Bildungsgutschein, und den bekam ich nicht vom Arbeitsamt. Also war das hinfällig. Hab mich trotzdem weiterhin beworben und bekam dann diesen 165 EUro Job in der Küche des Pflegeheims. War auch nicht schlecht, weil so konnte ich doch " meine Frauen" wieder sehen und die älteren Herrschaften haben sich gefreut ( ich bin so eine kleine Plaudertasche- und das vermissen die alten Leute). Eine Freundin von mir hat nun ihre Ausbildung zum Pflegehelfer abgeschlossen und bekommt auch nur keinen Job, weil man Fachkräfte haben möchte mit 3-jähriger Ausbildung. Ich bin jetzt 34, dann nochmal 3 Jahre lernen und dann noch 5 Kinder daheim? Ob das alles mach-und schaffbar ist??? Man hat ja nicht nur die Arbeit , sondern auch noch die Arbeit daheim ( Wäsche, Haushalt ect.) Naja, ich will erstmal abwarten was auf mich drauf zu kommt. Mir war es nur wichtig zu wissen, ob der Dazuverdienst mit angerechnet wird!?