Frage von zappeleier,

3 Monats Kolliken, wie merkt man das beim Baby?? was tun??

Antwort von Nudelsternchen,
9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Heftige, unstillbare Schreiattacken von Säuglingen, die in den ersten drei (manchmal auch bis zu sechs) Lebensmonaten auftreten, werden häufig als Drei-Monats-Kolik bezeichnet. Die betroffenen Säuglinge werden Schreibabys genannt. Ein Grund für das Schreien ist nicht erkennbar. Meist beginnen die Säuglinge etwa eine halbe Stunde nach der Mahlzeit sowie am späten Nachmittag zu schreien und lassen sich kaum beruhigen. Der Bauch ist oft geschwollen und gespannt. Außerdem können bei Schreibabys Schlafstörungen und Probleme beim Füttern auftreten.

Die Ursachen für die Drei-Monats-Kolik sind – anders als der Name vermuten lässt – nicht eindeutig geklärt. Sowohl psychische als auch körperliche Faktoren können ein Grund für das lang anhaltende Schreien sein. Für die Diagnose entscheidend ist daher neben der körperlichen Untersuchung des Säuglings auch die genaue Befragung der Eltern. Zusätzlich sind beispielsweise Tests, Videoaufnahmen oder Blutuntersuchungen sinnvoll. Die Therapie einer Drei-Monats-Kolik richtet sich nach der Krankheitsursache. Die Therapie von Kindern mit Drei-Monats-Kolik (Schreibabys) richtet sich soweit wie möglich nach den Ursachen. Als erste Maßnahme können Eltern, wenn Schreiattacken durch Drei-Monats-Koliken auftreten, das Baby ruhig hin- und herwiegen, ihm etwas vorsingen oder ihm beruhigende Musik vorspielen. Der Bauch kann sanft im Uhrzeigersinn um den Nabel herum massiert werden. Zum Herumtragen des Schreibabys wird es am besten mit dem Bauch auf den Unterarm der tragenden Person gelegt und mit der anderen Hand sicher abgestützt. Wichtig ist, dass die das Schreibaby betreuende Person gelassen und ausgeglichen bleibt – auch wenn dies schwer fällt. Klingen die Symptome der Drei-Monats-Kolik nicht ab oder kommen weitere Symptome hinzu, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Sind familiäre Spannungen oder Konfliktsituationen für die Drei-Monats-Kolik verantwortlich, sollten diese offen zur Sprache kommen (zum Beispiel in der so genannten Eltern-Säuglings-Psychotherapie). Eine teilstationäre Behandlung des Schreibabys wird erst erforderlich, wenn sich die Psychotherapie als erfolglos erweist, die Mutter am Tag entlastet werden möchte oder schwere psychosoziale Umstände vorliegen.

Bei nahrungsmittelbedingten Drei-Monats-Koliken ist es ratsam, die Ernährung des Schreibabys auf eine so genannte hypoallergene, also wenig Allergie auslösende Nahrung oder – bei nicht ausreichender Muttermilch – auf Flaschennahrung umzustellen. Eine Ernährungsberatung ist hier sinnvoll.

Liegen der Drei-Monats-Kolik eindeutige körperliche Erkrankungen zugrunde, werden diese gezielt behandelt: Bei Infektionen helfen Antibiotika, bei Wurmerkrankungen werden die Parasiten mithilfe einer Wurmkur beseitigt, bei einer Invagination des Darms reicht es häufig aus, den Bauch sanft zu massieren, ansonsten ist eine Operation nötig.

In speziellen Schreiambulanzen können sich Eltern von Schreibabys über Beruhigungsmaßen und richtige Fütterungstechniken informieren. Außerdem erfahren sie dort, wie sie sich selbst entlasten können. Eine Vorbeugung der Drei-Monats-Koliken orientiert sich an den Ursachen. In jedem Fall ist eine ausgeglichene Mutter-Kind-Beziehung wichtig. Dabei ist ein ruhiger, geregelter Tagesablauf von entscheidender Bedeutung. Das Kind sollte auch tagsüber ausreichend und regelmäßig Schlaf bekommen. Seine Bedürfnisse sollten frühzeitig erkannt werden; es sollte nicht übermüdet oder überreizt werden.

Außerdem sollte eine vollständig rauchfreie Umgebung des Säuglings sichergestellt werden.

http://www.onmeda.de/krankheiten/drei_monats_kolik.html?p=2

Kommentar von Olly206,

Suuuupi Antwort .... Einfach nor sehr gut erklärt ! Hut ab!

Kommentar von matrix2k9,

Einfach gut kopiert, fertig. ;) Trotzdem DH

Antwort von SGronau,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Da Du heute einen Termin beim Hausarzt hast solltest Du ihn am besten Fragen, ich denke das wäre die Beste Anlaufstelle. ;-)))

Antwort von Pummelweib,

Das kann man nicht imemr ganz genau fest stellen. Anzeichen sind Unruhe, anziehende Beine, anscheinende Bauchkrämpfe, bald nach dem Essen. Es gibt aber auch viel vergleichbare Erscheinungen, man kann es nur vermuten, ein Kinderarzt kann es genau bestimmen, denn manchmal kann ein Baby auch etwas ernstes haben. Abhile schat es, wenn man das Baby mit dem Bauch auf den Schoß legt und den Rücken reibt. Den Bauch reiben schafft auch Erleichterung. Blähungstropfen wie Sab Simplex helfen auch. Allerdings muß man bei den 3-Monats-Koliken durch, das geht, wie das Wort schon sagt, bald vorbei.

Antwort von Maedelmami,

Du könntest Zäpfchen benutzen, die dem Kind Erleichterung bringen. Es gibt z.B. von Wala Carum Carvi Zäpfchen für Kinder (sind kleiner als die normalen, muss man aber in der Apotheke auch so verlangen.Habe sie hauptsächlich abends vor dem Schlafenlegen gegeben. Von SabSimplex hat mein Kinderarzt mir immer abgeraten, da es aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung das unreife Verdauungssystem noch zusätzlich belastet.

Antwort von dtheres,

Als Schreibabys werden die beschrieben, die an min 3 Tagen der Woche mehr als 3 Stunden insgesamt schreien.

Als Koliken wird alles beschrieben was in diese 3 Monate fällt. Grundsätzlich kann das eine Überforderung, Reizüberflutung, Bauchschmerzen, bedürfnis nach Nähe, wie auch die wenigen krankheitsbedingten Ursachen(Darmeinstülpung, etc) sein.

Bei Schreibaby können diese Dinge helfen:

  • pucken,
  • tragen,
  • Federwiege,
  • Ruhe,
  • Körperkontakt.

Wichtig ist dass sie besonders Nachmittags ausreichend schlafen. Das ist meist das Problem. Die genannten Dinge können helfen das Gleichgewicht wieder herzustellen und sie zu ihrem benötigten Schlaf zu bringen. In den ersten drei Monaten gilt die Faustregel: nach 1 1/2 stunden wach sein wieder schlafen.

Ein sehr hilfreiches Buch dazu ist "so beruhige ich mein Baby" von Rankl...hier kann man ein wenig hineinlesen: http://www.amazon.de/beruhige-ich-mein-Baby-Schreiambulanz/dp/3491401208/ref=sr11?ie=UTF8&s=books&qid=1235578221&sr=1-1

Auch gibt es gute Tips bei trostreich.de

Antwort von Patron,

für dies und für alle weiteren probleme mit den kleinen sollte im haus dringend ein nachschlagebuch sein:

http://www.amazon.de/Kinderkrankheiten-nat%C3%BCrlich-behandeln-Michael-Stellmann/dp/3774264333

darunter findest du zwar auch kritische kundenrezensionen, lies aber mal die dritte rezension eines krankenpflegers!

Antwort von matrix2k9,

Falls es Koliken sind, kann ich SabSimplex empfehlen. :)

Antwort von liebesbienchen,

Hallo...ich weiß, sowas treibt einen zur Verzweiflung.Man erkennt das Bauchweh des Babys daran-außer das es megalaut, anscheinend ohne Luft zu holen und herzerweichend schreit, dass es die Beinchen anzieht.Wenn Du noch stillst, solltest Du darauf achten, dass Du keine blähende Kost z.B. Kohl,Zwiebeln,Knobi oder Erbsen zu Dir nimmst.Ansonsten, wenn es überhaupt was will und bei entsprechenden Alter,versuch ihm etwas Fencheltee zu geben.Auch gibt es in der Apotheke "Windsalbe", die um den Bauchnabel sanft einmassiert wird.Jede Art von sanfter Massage ist auf jeden Fall gut,auch mit den Beinchen, sodaß die Pupse, die das Baby quälen, weg können.Das berühmt-berüchtigte Kirschkernkissen als Massageutensil ist zum Auflegen und massieren auch sehr gut wie eine Wärmflasche bei den Großen)es darf aber auf keinen Fall zu heiß sein, nur lauwarm!!!Vorsicht bei Mikrowellenerwärmung, unbedingt vorher testen.Sicherheitshalber würde ich aber den Kinderarzt konsultieren, das gibt auch der Mutter Sicherheit und Beruhigung, und mit absoluter Sicherheit weiß er bessere Tips... und zum Schluß ein kleiner Trost:Das Bauchweh verschwindet so wie es gekommen ist, urplötzlich mit ca.3 Monaten, wenn man schon garnicht mehr dran glaubt...Dir gute Nerven und dem Baby einen guten langen beschwerdefreien Schlaf!Liebe Grüße Sabine

Antwort von andreas48,

ich würde, ohne näher auf die Frage einzugehen, davon Abstand halten Selbstdiagnosen zu erstellen, sondern ein Kind in dem Alter bei Problemem immer dem Arzt vorstellen..denn nur dieser hat den notwendigen Sach- und Fachverstand

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