3 Monatige Kündigungsfrist bei anstehenden Wohnungsverkauf?

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7 Antworten

Ihr müßt Euch trotzdem an die Kündigungsfrist halten. Ihr könnt jetzt nur noch zum 30.04.2016 kündigen. Früher geht nicht mehr, da die Reklamationen nicht zur fristlosen Kündigung berechtigen.

Ist denn klar, wer für den Schimmel verantwortlich ist? Ich nehme an, der Vermieter braucht im Rahmen des Verkaufs sowieso einen Gutachter, der das genau überprüft und feststellt, ob es an Euch liegt oder tatsächlich an Baumängeln. Warum fällt die Heizung dauernd aus? Ist sie schon so alt, schlecht gewartet oder ist kein Öl mehr im Tank? Jedenfall für die Heizung ist der Vermieter schon zuständig und ihr solltet immer genau dokumentieren, wann und wie lange die Heizung ausfällt, um ggf. Mietminderung geltend zu machen.

Außerdem: Selbst wenn die neue Wohnung zum 1.3. schon bezogen werden kann, braucht ihr doch sicher auch eine gewisse Zeit für den Umzug und ggf. notwendige Schönheitsreparaturen und Schadensbeseitigungen durch Euch, sofern erforderlich. Einen Monat Überlappung sollte man auf jeden Fall einplanen.

Ansonsten kann man doch sicher mit dem Vermieter über eine vorzeitige Aufhebung sprechen, wenn er dadurch die Chancen, das Haus gut verkaufen zu können, für sich deutlich erhöhen kann. Z. B. indem er dann in Ruhe die Heizung auf Vordermann bringen kann oder den Schimmel bzw. die Ursache dafür endgültig beseitigen kann.

Wenn er jetzt Besichtigungen ansetzt, wir jeder Kaufinteressent sehen, dass es schimmelig ist und wird die Finger davon lassen.

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Kommentar von Panavia
07.01.2016, 18:47

Laut Vermieter (wie bei fast allen Vermietern) ist natürlich die Aussage der falschen Lüftung! Diese lassen wir nicht gelten, da es sich um Schimmelbefall in den Ecken der Aussenwand im Schlafzimmer handelt. Die Nässe und der Schimmel ziehen sich dort vom Boden bis ca 40 cm die Wand hoch. Bei starken Regengüssen im Sommer schonmal so extrem, das wir dort eine regelrechte Pfütze in der Ecke hatten !! Da das ganze vor Gericht geht, ist ein vom Vermieter gestellter Gutachter nicht relevant, da es wahrscheinlich zu einem Beweissicherungsverfahren kommen wird, bei dem das Gericht einen unparteiischen Gutachter bestellt !

Die Heizung ist neu (2Jahre/Öl). Diese wurde vom Vermieter mit Bekannten in Eigenregie installiert. Weder die Tanks noch die Zuleitungen sind fachgerecht. Seid wir hier wohnen (1 1/2 Jahre), haben wir mit Ausfällen der Anlage (bis zu 10 mal am Tag) zu kämpfen gehabt. In diesem Zeitraum wurden z.B. die Ölfilter, die völlig dicht saßen nicht gewechselt, sondern lediglich mit Aceton gereinigt und wieder eingesetzt! Bei der Letzten Befüllung des Tanks schließlich ist ein Belüftungshebel, der direkt am Stutzen sitzt umgeklappt und die Heizung hat Luft gezogen. Dadurch ist die Ölpumpe und diverse andere Teile beschädigt worden! Der Dienst, der die Heizung wieder instandgesetzt hat sagte uns, dass die Anlage u.a. auch total verdreckt und zugesetzt war !! Der Vermieter will uns jetzt die Schuld in die Schuhe schieben und behauptet, wir hätten diesen Hebel am Stutzen umgelegt ! Die Firma die das Öl geliefert hat, gibt eine Schuld natürlich auch nicht zu !! Dabei waren wir nie an irgendwelchen Schaltern oder Hebeln bei ! Wir haben bei einem Ausfall lediglich die Anlage neu gestartet, welches aber dem Vermieter bekannt war, da wir Ihn ständig über die Ausfälle informiert hatten...

Eine Mietminderung haben wir nicht vorgenommen, aber wie bereits erwähnt zahlen wir die volle Miete warm unter Vorbehalt der Rückzahlung...

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Nur weil Ihr erstens Mängel in Eurer Wohnung habt (welche Ihr dem Vermieter zwecks Beseitigung bereits mitgeteilt habt) und das Haus nun offensichtlich zum Verkauf steht, heißt das noch lange nicht, dass Ihr ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen könnt. Selbst wenn das Haus unverzüglich verkauft wird, ist auch der neue Eigentümer an Euren (bestehenden) Mietvertrag gebunden! (So wie Ihr im Übrigen auch.)

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Natürlich müßt Ihr die Kündigungsfrist einhalten.

Es sei denn der Vermieter entläßt Euch vorzeitig aus dem Vertrag.

Kann ja sein das er froh ist das Haus mieterfrei anbieten zu können.

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Falls wir eine Zusage bekommen und kündigen, müssen wir uns aufgrund der oben geschilderten Situation trotzdem an die 3-Monatige Kündigungsfrist halten??

Ihr müsst.

Nur bei erheblichem gesundheitsgefährdendem Schimmelbefall wäre eine fristlose Kündigung möglich.

Da er das Haus verkaufen will, könntet Ihr fragen ob er Euch ohne Kündigungsfrist ausziehen lässt.

Ein Haus ohne Mieter kann man besser verkaufen.

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Fragt einfach den Vermieter, ob er dann bereit ist, euch vorzeitig aus dem Mietvertrag zu entlassen. Rechtlich seit ihr an euren Vertrag gebunden.

Je nachdem, was ein künftiger Käufer mit dem Haus anstellen möchte, ist es mit oder ohne Mieter darin wertvoller. Wenn es abgerissen oder selbstbewohnt werden soll, dann ist es natürlich besser, wenn dort keiner wohnt. Wenn es als Kapitalanlage genutzt werden soll, dann ist es allerdings sehr wertmindernd, wenn beide Wohnungen leer stehen und erst neue Mieter gesucht werden müssen.

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Selbstverständlich müsst Ihr das. Allein die Tatsache, das jemand beabsichtigt, eine Wohnung zu verkaufen, bedeutet längst nicht, dass er es schafft.

Unabhängig davon übernimmt ein Käufer alle bestehenden Mietverträge (Vgl. § 566 BGB).

Im Übrigen kann sich eine vermietete Wohnung positiv auf einen Verkaufspreis äußern, wenn diese als Kapitalanlage gedacht ist.

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Es bleibt bei der 3monatsfrist für euch. Wenn du jetzt kündigst, könntest du das zum 30. April. Müsstest dann zwei Monate noch für die alte Wohnung zahlen.

Bedenke: Kauf bricht nicht Miete. Will heißen, ein neuer Eigentümer muss dich als Mieter übernehmen mit deinem bestehenden Mietvertrag.

Es bestünde natürlich die Gefahr, dass der Neue dir wg. Eigenbedarf kündigt oder, wenn er selbst mit einzieht, dir mit um drei Monate verlängerter Kündigungsfrist ohne Begründung gemäß 573a BGB kündigt.

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Kommentar von Gerhart
07.01.2016, 22:30

"Miete unter Vorbehalt der Rückzahlung" bedeutet, dass die Wohnung inzwischen unbewohnbar geworden ist. Eine sehr fragwürdige Angelegenheit. Wenn ein Beweissicherungsverfahren nicht die erhoffte Unbewohnbarkeit erbringt, bleibt die Miete beim Vermieter und du hast den Schimmel trotzdem in de Bude. Versteht der Anwalt etwas vom Bau?

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