Frage von NatriumEnergy, 106

3 mal beim fahren ohne Fahrerlaubnis erwischt.was sind die Folgen?

Hallo, Mein Mann wurde vor einigen Monaten 2 mal beim fahren ohne Fahrerlaubnis erwischt (hatte eine lange Sperrfrist aufgrund zu viele Punkte)weshalb es auch zum Gerichtstermin kam. Das Ergebnis war eine Geldstrafe. Nun ist die Sperrfrist auch um,und Ihm wurde gesagt das noch bei seinem Führerschein geschaut wird.Jetzt wurde er zum 3 mal erwischt. Sein Führerschein interessiert mich nicht nur meine Frage wäre:ob er ins Gefängnis kommen muss? Wieder Geldstrafe?oder vlt auf Bewährung?wird sein Fahrzeug eventuell entzogen? Zudem muss ich sagen das er eine schwere Kindheit hatte.könnte man da nicht pychologisches Vorlegen? Liebe Grüße NatriumEnergy

Antwort
von peterobm, 76



Zudem muss ich sagen das er eine schwere Kindheit hatte.könnte man da nicht pychologisches Vorlegen? 

das ist schon länger her, er sollte das schon unterscheiden können, 

zum 3. x Fahrzeug kann eingezogen werden, es kann locker zu einem 1-jährigen Aufenthalt im Knast kommen, zusätzlich eine verdammt hohe Geldstrafe, es wird Vorsatz unterstellt; Verdopplung. 

was letztendlich kommt, entscheidet der Richter.

auch wie lange er eine Sperre bekommt, ob überhaupt er noch einen FS machen darf. 

Kommentar von Bitterkraut ,

Vorsatz ist normal bei einer solchen Straftat, versehenlich fährt man nicht ohne Schein.

Kommentar von PatrickLassan ,

§ 21 Abs. 1 StVG sieht eine niedrigere Strafe vor, wenn die Tat fahrlässig begangen wurde.

Kommentar von Bitterkraut ,

Fahtläsigkei kann in Frage kommen, wenn man das Fahrzeug überläßt, aber wenn man selber ohne Schein fährt, frag ich mich, wie man das fahrlässig tun kann.

Kommentar von peterobm ,

das ist Vorsatz, wie kann man Fahrlässig 3 x ohne FS erwischt werden?

Expertenantwort
von uni1234, Community-Experte für Recht, 55

Beim dritten Verstoß gegen § 21 Abs. 1 StVG kommt primär eine erhebliche Geldstrafe in Betracht, welche sich in etwas im Bereich von 120 Tagessätzen bewegen dürfte. Eine Freiheitsstrafe wäre auch möglich, aber eher unwahrscheinlich. Diese würde aber auch zur Bewährung ausgesetzt werden.

Gem. § 21 Abs. 3 Nr. 1 StVG kommt auch die Einziehung seines Autos in Betracht. Da es sich bereits um den dritten Verstoß handelt, ist dies durchaus im Bereich des möglichen.

Die schwere Kindheit Deines Mannes kann vor Gericht natürlich angeführt werden. Sie entschuldigt aber nicht sein Verhalten und wird auch keinen erheblichen strafmildernden Einfluss haben.

Antwort
von clemensw, 49

Dein Mann wird auch in Zukunft kein Auto fahren dürfen, so viel ist schon mal sicher.

Das genaue Strafmaß liegt im Ermessen des Richters. Und nachdem die keine Stammkunden mag, wird das Urteil auf jeden Fall härter ausfallen.

Ob es noch eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe wird, kann man schwer abschätzen. Bei einer Freiheitsstrafe wird aber voraussichtlich die Strafe zur Bewährung ausgesetzt.

Der Einzug des Fahrzeugs ist auf jeden Fall möglich.

Die Sperrfrist wird sich vermutlich am oberen Rand des Möglichen bewegen - das sind bis zu 5 Jahre!

Des Weiteren muss dein Mann mit dem (neuen) Eintrag im Führungszeugnis leben.

Und vor einer möglichen Neuerteilung wird auf jeden Fall eine MPU mit doppelter Fragestellung (Punkte + Straftaten) stehen - das wird extrem schwierig für ihn.

Und Nein, mit "schlimmer Kindheit" kann er da nichts mehr rausholen.

Antwort
von TimeTraveller0, 53

Dein Mann ist offensichtlich nicht in der Lage, am Straßenverkehr teilzunehmen, ohne andere zu gefährden. Allein die Tatsache, dass er offenbar keinerlei Verständnis für die Konsequenzen seines Handelns hat, ist für mich Grund genug, ihn nicht am Steuer eines Kraftfahrzeugs sehen zu wollen. Schwere Kindheit. Psychologisches vorlegen. 

Antwort
von Bitterkraut, 50

https://dejure.org/gesetze/StVG/21.html

Freiheitstrafe bis zu einem Jahr, Führerscheinsperre, Auto weg, kann alles passieren. Die schwere Kindheit wird beim Urteil keine Rolle spielen, da kannst du sicher sein ...

Antwort
von Lestigter, 33

Da er gezeigt hat, dass es ihn nicht interessiert, ob  er einen Lappen hat wenn er fährt, kann das Fahrzeug eingezogen werden. (eigentlich dann jedes Fahrzeug, mit dem er dann irgendwann erwischt wird, die Strafen werden ja nicht leichter, sondern schärfer..)

Und mind. Bewährungsstrafe, damit er weis dass er beim nächsten mal einwandert und die auf bewährung ausgesetzten Monate absitzen muss + natürlich fürs nächste mal eine neue dazukommt, die dann sicherlich nicht mehr zu Bewährung ausgesetzt sondern auch noch gleich angetreten werden muss.

Wenn er dann irgendwann mal realisiert, dass er jedes mal in den Bau geht, wenn er hinter dem Steuer erwischt wird, dürfte ihn das mehr interessieren als bisher!

Antwort
von vitus64, 38

Ich denke, der wird eine Bewährungsstrafe bekommen.

Er sollte sich aber darauf gefasst machen, dass man die charakterliche Eignung zum Führen von KFZ anzweifelt und das wahrscheinlich nicht ohne Grund.

Der Schein wird dann länger oder auch dauerhaft weg sein.

So schwierig kann das doch nicht sein, mal für eine Sperrfrist lang kein Auto zu fahren.

Antwort
von Lionrider66, 50

Da sollte dein Mann mal untersucht werden,  ob er charakterlich überhaupt geeignet ist, ein Fahrzeug zu führen. Kann mir gut vorstellen, dass eine MPU angeordnet wird.

Kommentar von PatrickLassan ,

Vor allem, wenn man 'psychologisches vorlegt', das könnte hier nach hinten losgehen.

Antwort
von grisu2101, 34

Ja, da muss er nun durch.... auch das Auto kann beschlagnahmt werden.
Eine schwere Kindheit ? Hatten wir alle, das wäre ja ein Witz....

Er sollte mal langsam vernünftig werden !! Erst Fleppe weg wegen Punkte, und dann auch noch das.... Ts Ts Ts..... Selber Schuld, sorry.
Es kann gut sein das er die Fleppe gar nicht wiederbekommt.



Antwort
von jimpo, 17

Dein Mann hat aus seinen Fehlern nichts gelernt. Was hat die schwere Kindheit damit zu tun? Das ist der größte Blödsinn den ich je gehört habe.


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