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3 Jahre in OHG, bis heute keinen Gewinn gesehen? Geht da noch was?

Frage von alwaysonmymind alwaysonmymind

Hallo Zusammen,

vielleicht kann mir jemand einen Rat geben oder sagen, ob es Sinn macht, hier rechtlich vorzugehen.

Mein Lebenspartner hat mit seinem Freund vor vier Jahren eine OHG ins Leben gerufen im Bereich Dienstleistungen. Beide sind mit einem gleichhohen Startkapital in das Geschäft eingestiegen. Der Freund hat insgeheim mehr für das Geschäft gearbeitet, hat sich aber auch die Arbeit entsprechend selbst ausgezahlt. Gewinne jedoch, hat er bis heute weder offen gelegt, noch hat er meinen Lebenspartner an den Gewinnen beteiligt. Über drei Jahre lang nicht. Anfang des Jahres bat er meinen Lebenspartner, aus der OHG auszusteigen, was er dann auch tat. Nun kam es zur Steuererklärung, da haben wir festgestellt, dass die OHG allein im letzten Jahr einen Gewinn von 30.000 € erwirtschaftet hat, mein Partner sah jedoch davon keinen Cent, soll nun aber für das vergangene Jahr 900 € Steuer nachzahlen. Erst wurde vereinbart, dass der Partner die Rechnung zahlen wird, nun weigert sich dieser jedoch, so dass wir nun auf der Steuerzahlung sitzen bleiben.

Nun ist die Frage, ob es Erfolg hätte, wenn wir rechtlich vorgehen und den Ex-Geschäftspartner gerichtlich dazu zwingen, die Bücher offen zu legen. Haben wir Anspruch auf den nicht ausgezahlten Gewinn? Egal wieviel Arbeitskraft mein Lebenspartner in dieses Geschäft gesteckt hat? Lohnt sich ein Rechtsstreit?

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Antworten (4)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von bmt877 bmt877

    Er hat natürlich Anspruch auf den hälftigen Anteil des Gewinns. Notfalls muss er das vor Gericht ausfechten. Es gilt §722 BGB vorbehaltlich eines Gesellschafter Vertrages.

    Grüße

    Kommentar von alwaysonmymind alwaysonmymind

    Vielen Dank für den Hinweis auf den Paragraphen. Ich denke, das hilft mir ein wenig weiter. Allerdings, weißt Du vielleicht, wie ich § 721 zu deuten habe?

  • 1
    Antwort von erweh erweh

    Das klingt ein bisschen so, als hätte Dein Lebenspartner, da gar nichts gemacht. Dann sollte er natürlich auch nicht am Gewinn partizipieren. Das er die Steuern dafür zahlen soll ist natürlich nicht ok und dagegen würd ich mich auch wehren. Am besten erstmal vom Anwalt beraten lassen, wie und ob am besten.

    Kommentar von alwaysonmymind alwaysonmymind

    Er hat schon etwas gemacht, er hat körperlich mitgearbeitet und hat diese Arbeit wie ein schlechter bezahlter Angestellter bezahlt bekommen. Noch nicht einmal vollwertig. Irgedwann hat er aber auch dieses eingestellt, weil er merkte, dass da nichts weiter rumkommt. Selbst ich habe endgeltlos mitgeholfen und dafür nicht einen Cent gesehen. Uns geht es eigentlich darum, dass wir diese Steuern eigentlich nicht zahlen wollen, weil wir nichts vom Geschäft hatten. Sollten wir allerdings darauf sitzen bleiben, überlegen wir uns, den Gewinn zu erklagen. Abgesehen davon, versucht der Gute uns nicht nur finanziell in eine üble Lage zu bringen, sondern auch unsere Beziehung zu zerstören. Wie Du siehst, spielen da noch viele andere Faktoren eine Rolle, weshalb wir jetzt überlegen, nach vorne zu dreschen.

  • 1
    Antwort von ipviwi ipviwi

    Wie ist er denn ausgestiegen? Haben die beiden einen Vertrag gemacht? Wenn er darin auf Gewinne verzichtet.......?!?

    Kommentar von alwaysonmymind alwaysonmymind

    Irgendwann sagte der Partner: komm, wir nehmen Dich aus der OHG raus, weil es für Dich einen steuerlichen Nachteil bedeutet, dafür nehme ich jemand anderen rein. Und dann sind sie zum Notar gegangen... Ich werde mal nachhaken, was da beim Notar ausgemacht wurde. Er musste nur etwas unterschreiben, das hat keine 30 Sekunden gedauert.

  • 0
    Antwort von alwaysonmymind alwaysonmymind

    Er hat schon etwas gemacht, er hat körperlich mitgearbeitet und hat diese Arbeit wie ein schlechter bezahlter Angestellter bezahlt bekommen. Noch nicht einmal vollwertig. Irgedwann hat er aber auch dieses eingestellt, weil er merkte, dass da nichts weiter rumkommt. Selbst ich habe endgeltlos mitgeholfen und dafür nicht einen Cent gesehen. Uns geht es eigentlich darum, dass wir diese Steuern eigentlich nicht zahlen wollen, weil wir nichts vom Geschäft hatten. Sollten wir allerdings darauf sitzen bleiben, überlegen wir uns, den Gewinn zu erklagen. Abgesehen davon, versucht der Gute uns nicht nur finanziell in eine üble Lage zu bringen, sondern auch unsere Beziehung zu zerstören. Wie Du siehst, spielen da noch viele andere Faktoren eine Rolle, weshalb wir jetzt überlegen, nach vorne zu dreschen.

    Kommentar von alwaysonmymind alwaysonmymind

    irgendwie komme ich noch nicht wirklich mit dem system hier klar...habe ausversehen, meinen eigenen Kommentar beanstandet... wie doof... :-)

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