Frage von hayalis, 236

3 gründe für und gegen organspende?

Könnt ihr mir 3 gründe für (pro) und drei gründe gegen (kontra) organspende sagen?? Wir achreiben nämlich morgen ein test und mir fällt nichts ein

Expertenantwort
von Kajjo, Community-Experte für Gesundheit & Medizin, 211

KONTRA-ARGUMENTE

  • Organspende ist für die Angehörigen sehr oft eine große Belastung. Der Angehörige wird noch künstlich am Leben gehalten und wirkt keineswegs tot. Da fällt der Abschied und das innere Abschließen oftmals schwer, denn es fehlt die Offensichtlichkeit des Todes, des finalen Endes. Auch die Freigabe zum Ausweiden ist für viele eine enorme emotionale Belastung, die in diesem Moment des Schocks und der Trauer das Fassen und Verarbeiten dieser schrecklichen Wendung erschwert.
  • Die Definition von Hirntod ist umstritten und die Abgrenzung zu "Vitalfunktionen" schwierig und schlichtweg willkürlich. Wir reden hier also von einer formalen Definition und nicht von naturwissenschaftlichen Fakten. Der Hirntod ist nur ein Schritt des Sterbeprozesses. Der Organspende ist definitiv eben nicht tot, sondern der Körper lebt noch, denn sonst wären die Organe tot und damit wertlos. Hirntod bedeutet nicht Tod im engeren Sinne, sondern dass das Gehirn irreversibel geschädigt ist und kein bewusstes Leben mehr möglich sein wird. Der Sterbeprozess ist erst abgeschlossen, wenn der gesamte Körper tot ist. 
  • Drittens gibt es immer wieder Skandale um die Vergabe der Organe, um damit verbundenes Geld, um Bevorzugung und dergleichen. Dies betrifft zwar nur Ausnahmefälle und die überwältigende Mehrheit der Organspenden findet korrekt statt, aber dennoch führen diese Skandale zu einer unproportional hohen Quote an Ablehnung. Auch seltene Fehldiagnosen des Hirntodes und vor allem die Angst, voreilig als hirntot definiert zu werden, nur um als Spender genutzt werden zu können, hält etliche Personen davon ab, sich als Spender zu melden.
  • Auch persönlich haben sehr viele Menschen einfach emotionale Probleme damit, nach dem Tode ausgeweidet zu werden. Sie empfinden es als Teil ihrer Würde, dass der Körper nach dem Tode intakt bleibt und sie den Sterbeprozess vollständig und im ganzen durchlaufen.

PRO-ARGUMENTE

  • Organspende rettet Leben und verbessert die Lebensqualität von schwer Erkrankten drastisch. Der hirntote Spender dagegen hat ohnehin kein bewusstes Leben mehr vor sich.
Kommentar von cyracus ,

Der Hirntod ist nur ein Schritt des Sterbeprozesses.

Menschen, die sich im Sterbeprozess befinden, brauchen keine Ausschlachtung, sondern bis zum endgültigen ECHTEN Tod Schutz, Fürsorge und Liebe.

Der hirntote Spender dagegen hat ohnehin kein bewusstes Leben mehr vor sich.


Professor Coimbra erklärt in dem Interview (auf YouTube)

Der tödliche Apnoetest

ja genau den sogenannten "Hirntod". Es sind ja zu einem hohen Anteil schwerkranke Patienten, die dringend behandelt werden müssen, um wieder gesund zu werden.

Auch ist inzwischen bekannt, dass ca. 30 % der sogenannten "Hirntod"-Diagnosen falsch sind, wie berichtet wird.

Und auch diejenigen, die eine solche "Diagnose" überlebt haben, nur weil die Angehörigen sie nicht zur O-spende freigaben, sondern auf Weiterbehandlung bestanden, sprechen eine deutliche Sprache.

Das Ausschlachten der sogenannten O-spender ist also auf jeden Fall Mord. Dass sich die gesetzemachenden Politiker von der "Organ-Mafia" haben Sand in die Augen streuen lassen, ist ein anderes Thema.

Antwort
von Christianwarweg, 214

Nein, nur 3 dafür:

  1. Wenn man tot ist, braucht man keine Organe mehr.
  2. Viele Menschen sind auf Organe angewiesen.
  3. Wenn ich mal ein Organ brauche, hätte ich auch gerne eine Spende.
Kommentar von JoachimWalter ,

Wenn Du tot bist, ist Dein Organ auch tot. Wenn man es Dir entnimmt...

Kommentar von MrRayman ,

Stimmt doch gar nicht. In Deutschland gilt man als Tod, wenn man Hirntod ist. Der Körper und die Organe kann man jedoch teilweise noch sehr lange am Leben erhalten.

Kommentar von cyracus ,

Namhafte Mediziner widersprechen der Theorie des "Hirntodes" als Tod. Der "Hirntod" wurde erfunden, damit lebendigen Menschen Organe entnommen werden können, ohne dass Transplantationsarzt und Helferpersonal wegen Mordes und und Beihilfe zum Mord ins Gefängnis kommen.

Sieh Dir das Interview mit Professor Coimbra auf YouTube (google so) an mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest

(nimm das 18-Minuten-Video).

Die Ärzte wissen, dass sie durch die Organentnahme die Patienten töten. - Lies diesen Artikel vom Medizin-Journalisten Richard Fuchs

Die Wertschöpfung einer "Organspende"

http://www.initiative-kao.de/r-fuchs-10-12-11-organtransplantation-und-geschaeft...

und da insbesondere den Abschnitt

"justified killing" = gerechtfertigtes Töten

.

Sich mit diesem Thema umfassend zu beschäftigen ist überlebensnotwendig. - In meiner Antwort, die ich hier geschrieben habe, findest Du eine Vielfalt von Infos.

Kommentar von LinnSarma ,

Nicht alle namhaften Ärzte widersprechen der Hirntodtheorie, eigentlich sogar sehr wenige, aber deren Meinung MUSS ja stimmen, weil sie ein YouTube-Video haben.

Kommentar von cyracus ,

@LinnSarma, ich habe nicht behauptet, dass ALLE namhaften Ärzte der Hirntodtheorie widersprechen.  - ich stütze mich zum Beispiel auf

  • Professor Linus Geisler,
    google dazu mit "KAO handzettel hirntod geisler"
  • Kardiologe Dr. Paolo Bavastro
    google mit "Bavastro Der Hirntod ist nicht der Tod des Menschen"
  • Prof. Dr. med Rocco Maruotti, der seinen Sohn zur Organspende freigab - er traut Transplantationsärzten nicht mehr, sieh Dir auf YouTube das Video an mit dem Titel "Tabu Hirntod und Organspende"
  • Professor Alexandra Manzei:
    “Leichenteile kann man nicht verpflanzen. - Wenn man Leichenteile verpflanzen könnte, gäbe es keinen Organmangel, denn Leichen haben wir genug.” - Sieh Dir hierzu das Interview mit ihr auf YouTube an mit dem Titel "Interview Professor Manzei"
  • Prof. Dr. Franco Rest:
    "Den Hirntod gibt es überhaupt nicht. Er ist eine Erfindung der Transplantationsmedizin." ( zit. nach Die Wurzel Nr. 3/2012, S. 36)
  • Prof. Dr. Rudolf Pichlmayr,
    Pionier der Transplantationsmedizin, "Mediziner des Jahres" 1990:
    "Wenn wir die Gesellschaft über die Organspende aufklären, bekommen wir keine Organe mehr." ( zit. nach Zeitenschrift Nr. 74, 2013)
    http://www.theologe.de/theologe17.htm

... um nur ein paar zu nennen.

Kommentar von cyracus ,

Weiter sehr informativ

Dass Du Dir das Video mit dem Interview mit Professor Coimbra angesehen hast, davon gehe ich aus, ebenso dass Du den Artikel von Richard Fuchs gelesen hast (beide Infos habe ich ja in dem Kommentar genannt, auf den Du Dich jetzt beziehst.

Antwort
von MrRayman, 141

Für die Lebenspende von zum Beispiel einer Niere spricht das eigene Risiko, auch wenn es meist recht klein ist. Außerdem muss man sich dann im Einschränkungen leben.

Rational spricht alles dafür, dass man nach seinen Tod Organe spendet.

Mir fällt nur ein Contrapunkt dagegen ein: Die Entnahme der Organe findet nach dem Hirntod statt. Es werden Maßnamen ergriffen, die die Organe vor dem Absterben schützen. Der Kreislauf wird aufrecht erhalten, damit hat der Hirntote noch Puls und wird beatment. Man könnte sagen, dass er nicht wie Tot wirkt.

Mache Menschen brauchen einen Abschluss. Sie brauchen den Moment, wo sie sehen, dass der Patient wirklich Tot ist. Der "sichtbare" Tod findet nämlich im Operationssaal statt.

Manche Religionen stehen Organspenden sehr skeptisch gegenüber.

Antwort
von nieewiedeer, 136

Pro: du hilfst anderen Menschen,
Warscheinlich fühlst du dich dadurch auch besser,
Viele sollten dich dann als Vorbild nehmen

Contra: Du hast eine OP
Die OP muss nicht gut gehen
Du kennst den Menschen warscheinlich nicht mal, für den du dich aufschneiden lässt

Kommentar von Christianwarweg ,

In Deutschland gibt es Lebendspenden nur für nahe Angehörige (wenn man mal Knochenmarkspenden ausnimmt) → 1 und 2 sind egal, und wenn nicht, fällt 3 weg.

Antwort
von Helooo, 148

Mir fällt zwar nicht wirklich viel ein, ich sag aber mal die einzigen Zwei.

Pro:
- Man hilft (rettet) den Menschen

Contra:
- Wenn man z.B. eine Niere spendet und die andere dann 'erkrankt' braucht man dann selber eine Spende.

Antwort
von cyracus, 90

Du fragst ja ein bißchen spät, vom Test weißt Du doch sicher schon etwas länger. - Habt Ihr nicht das Pro und Contra zu diesem Thema im Unterricht durchgenommen?

Es gibt keinen einzigen Grund für die sogenannte O-Spende.

Und der wichtigste Grund dagegen ist, dass die Behauptung, die Organe würden NACH dem Tod entnommen werden, gelogen ist.

Es werden lebendige Organe gebraucht, und die kriegt man nur aus lebendigen Menschen.

Die sogenannten O-spender sind zum großen Teil schwerkranke Patienten, die behandelt werden müssen, nicht lebendig ausgeschlachtet - und dann auch noch ohne Narkose und ohne Schmerzmittel (nur in der Schweiz ist Narkose Pflicht).

Falls Du mir nicht glaubst - es gibt ja für Dich auch noch ein Leben nach dem Test -, dann sieh Dir das Interview auf YouTube (google so) an mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest

Die anderen sind Sterbende, die auch keine Ausschlachtung bei lebendigem Leib brauchen, sondern Schutz, Fürsorge und Liebe.

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Für Deinen Test ja wohl zu spät - so lies danach meine ausführliche Antwort an SaraWarHier:

https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?f...

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Für Deinen Test wünsche ich Dir viel Erfolg!

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