Frage von WorldHistory99, 208

3 Fragen zum Universum?

Diese 3 Fragen stelle ich mir schon seit Jahren und bisher konnte sie noch keiner so richtig beantworten.

  1. Es ist bekannt dass sich unser Universum ausdehnt und dass die gesamte Raumzeit darin enthalten ist. Doch wie kann sich das Universum ausdehnen, wenn außen herum keine Zeit vorhanden ist?? Das müsste doch schon eigentlich beim Urknall stehen geblieben sein? Denn es ist ja keine Zeit außen herum, durch die sich das Universum ausdehnen könnte.

  2. Die Viele-Welten-Theorie besagt, dass die Existenz von Paralleluniversen in einem großen Multiversum möglich ist. Doch müssten diese Universen dann nicht irgendwann zusammen knallen, wenn sie sich ausdehnen, so dass es irgendwann doch nur noch 1 Riesen-Universum gibt??

  3. Falls wirklich Gott dieses 1 Universum als einziges erschaffen hat, hatte er in der unendlich langen Zeit davor nicht extreme "Langeweile"? Denn er musste ja erstmal seit Beginn der Zeit warten, bevor er unser Universum erschuf. Das impliziert doch sehr große Langeweile, oder hats Gott auch erst seit dem Urknall gegeben?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Destiny48, 87

Hallo, 

Also 1. Das Universum dehnt sich in Raum und Zeit aus,  (nach einer Theorie) und diese Ausdehnung erfolgt nur, weil weder Zeit noch Raum außen existieren,  es erschafft also seinen eigenen Raum bzw seine eigene Zeit 

2. Die Parallelunversen wären auf völlig voneinander isolierten Zeitraumachsen sodass sie sich niemals berühren sondern immer parallel zueinander verlaufen 

3. Gott und der Urknall sind zwei verschiedene Theorien, ohne Gott läuft alles auf den Urknall hinaus, mit Gott braucht es keinen Urknall nur seine Macht. Dies ist nun allerdings philosophisch da keiner sagen kann, ob Gott Langeweile hatte, Falls es ihn gibt.. Für eine mögliche Erklärung des Universums kannst du dir ja die elfte Staffel Supernatural ansehen,  da entwickeln die Regisseure ihre ganz eigene Theorie über Gott und die Welt :)

Kommentar von Lukomat99 ,

Supernatural 😂😂😜😜👍🏻👍🏻
Ich liebe die Serie

Kommt Gott dort auch vor?

Kommentar von Destiny48 ,

Ja er taucht als Gott erstmals in Staffel 11 auf,  die Figur würde aber schon vorher eingeführt ohne die Zusatzinformation dass es Gott ist :)

Antwort
von RevatiKKS, 39

Auf wissenschaftliche Theorien, die früher oder später ohnehin überholt sind und andere abgelöst werden, möchte ich hier nicht eingehen.

Darum beantworte ich nur den dritten Teil deiner Frage:

Nein, Gott hat nie Langeweile, Er befindet sich in der ewig existierenden spirituellen Welt. Die materiellen Universen werden von Ihm immer wieder neu geschaffen und am Ende ihrer Lebensdauer aufgelöst. Und während das alles hier als ein "ewig" langer Zeitraum wahrgenommen wird, ist es in der spirituellen Welt nur ein "Augenblick".

In den Veden wird berichtet, dass die materiellen Universen während des Ausatmens Maha-Vishnus (einer Erweiterung des Höchsten Herrn zum Zwecke der Schöpfung) aus Ihm heraus in Erscheinung treten und bei Seinem Einatmen wieder in Ihn eingehen. 

Das mag für uns schwer nachvollziehbar/verständlich sein, aber mal ganz ehrlich - um all die "wissenschaftlichen" Theorie über unseren Ursprung nachvollziehen zu können, braucht man ein jahrelanges Studium. Und dann handelt es sich immer noch um Theorien und die meisten Fragen bleiben offen. Außerdem - was nützt uns all das im täglichen Leben, es löst doch keines der dringenden Probleme der Menschheit.

Studiert man aber die betreffenden vedischen Schriften wird man schon nach relativ kurzer Zeit in der Lage sein, die wichtigsten Zusammenhänge zu verstehen. Und das Gesamtkonzept ist in sich so schlüssig, dass kaum noch Fragen offen bleiben. letzteres hängt dann nur noch von der Aufnahmefähigkeit der einzelnen Person ab. Alle Antworten sind tatsächlich vorhanden. Und wendet man das erhaltene Wissen an, dann löst man alle persönlichen Probleme und auch gesellschaftlich würde sich alles positiv verändern- wenn es nur genügend Menschen gäbe, die dies täten.

Meinen Bruder hat das einmal zu der paradoxen Aussage gebracht: "Das kann ja gar nicht stimmen, die haben doch auf alles eine Antwort!" Nun  ja, wenn man es so sieht, dann ist man bei unserer "modernen" Wissenschaft natürlich besser aufgehoben, denn dort gibt es immer mehr Fragen als Antworten, denn jede neue Theorie wirft viel mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Das muss wohl so sein, womit sollten sich all die Wissenschaftler sonst in der Zukunft beschäftigen? Die wären ja arbeitslos, wenn es keine offenen Fragen mehr gäbe.

Die Ablehnung dieses überlieferten Wissens (die Veden stellen die älteste spirituelle Wissenschaft der Menschheit dar) ist also eine Art Selbstzweck, die dem "Erhaltungstrieb gewisser Kreise dient.

Antwort
von Giustolisi, 57

Ich versuche es mal mit einfachen Analogien zu erklären. Bitte steinigt mich nicht gleich dafür, wenn die ihre grenzen haben, sie sollen nur dem rudimentären Verständnis dienen. 


Doch wie kann sich das Universum ausdehnen, wenn außen herum keine Zeit vorhanden ist??
Stell dir vor du hast einen Luftballon, den du in einem Vakuum mit Luft füllst. Außerhalb des Ballons ist keine Luft, da aber welche im inneren ist, wird er sich ausdehnen.

Doch müssten diese Universen dann nicht irgendwann zusammen knallen
Wieso sollten parallele Universen zusammen knallen? Parallele Geraden kreuzen sich doch auch nicht. Das Wort Parallel sagt es schon.

Falls wirklich Gott dieses 1 Universum als einziges erschaffen hat, hatte er in der unendlich langen Zeit davor nicht extreme "Langeweile"? Denn er musste ja erstmal seit Beginn der Zeit warten, bevor er unser Universum erschuf. Das impliziert doch sehr große Langeweile, oder hats Gott auch erst seit dem Urknall gegeben?
Die Zeit gab es erst mit dem Raum, also gab es nach dem heutigen Verständnis kein "Vor dem Universum", denn die Zeit entstand erst mit dem Raum.




Antwort
von derMannohnePlan, 62

Du erhoffst Dir hier, auf dieser Plattform, eine Antwort auf Deine solch komplexen Fragen Die Dir bisher niemand beantworten konnte?

Ich kann mir bei Deiner derart schwierigen Fragestellung, die nicht einmal Proffessoren im Stande sind zu beantworten, nicht vorstellen dass Du so naiv bist?

Es wird nicht zwischen chronologischer und psychologischer Zeit unterschieden. Nicht die chronologische Zeit steht im Mittelpunkt der Diskussion, sondern die psychologische.

Sie ist das Intervall zwischen Idee und Handlung. Sie ist die Spanne zwischen dem, was ist und dem, was sein sollte; künstlich vom Denken erschaffen. 

Durch unsere Vorstellung von dem (was in Zukunft) sein sollte, wird unsere Aufmerksamkeit, unser Leben im Jetzt auf eine imaginäre Zukunft verlagert und mit ihr unsere Konflikte, Probleme und Wünsche. 

Dieser Vorgang verhindert ein Schauen auf, ein tiefes Erkennen unserer jeweiligen jetzigen Situation. Eine Problemlösung wird in eine (nichtexistente) Zukunft projiziert. 

Ängste, die Angst vor dem Tod, Wünsche, das Verlangen nach Wiederholung einer (vergangenen) lustvollen Handlung sind ein Problem unserer Verhaftung an die Zeit und das Denken.

Ich versuche zu verdeutlichen, dass unsere Vorstellung von, unserem Denken über Zeit, den Konflikt in sich trägt.

Das Denken, das in diesen Prozess eingefangen ist, stellt die Frage: "Was ist Zeit?" Und diese forschende Frage kommt aus dem Mechanismus der Zeit. 

Darum hat das Nachforschen keinen Wert, dann der Gedanke ist Zeit. Das Gestern hat das Denken hervorgebracht, und so teilt der Gedanke den Zeitraum in gestern, heute und morgen ein. Oder er sagt: "Es gibt nur die Gegenwart", und vergißt dabei, dass die Gegenwart selbst das Ergebnis des Gestern ist.

Und wiederum wird der intellektuellen Fluchtweg abgeschnitten indem sich die Frage aufdränge, wie diese psychologische Implikation zu beenden sei, entlarvt als weitere Idee, als Wunsch der dem Denken, dem Ich entspringt. 

Das Intervall ist von Neuem entstanden, die Bindung an die (psychologische) Zeit ist da.

Zeit existiere nur dann, wenn es ein Denken gibt. Nimmt man den Denkvorgang weg, so gibt es auch keine Zeit.

Doch nicht das Denken an sich ist das Problem, sondern die psychologische Bindung an die Zeit, die ich-verhaftetes Denken mit seinen projizierten Wünschen in die Vergangenheit und Zukunft schafft.

Wahre, und damit konfliktfreie Handlung ist dagegen immer unmittelbar; sie gehört nicht dem Bereich der Vergangenheit oder der Zukunft an, ist somit zeitlos. 

Handlungen jedoch, denen Intervalle (und damit Zeit) zwischengeschaltet sind, sind so gefährlich, so ungewiss, dass sie nach Ideen ausgerichtet werden, von denen gehofft wird, dass sie uns gewisse Sicherheiten geben. 

Diese Ideen, dieses Denken konditionieren die Handlung.

Denken ist Zeit. Denken wird aus Erfahrung und Wissen geboren, und beides ist mit Zeit und Vergangenheit untrennbar verbunden. 

Zeit ist der Feind der menschlichen Psyche. Unser Tun stützt sich auf Wissen und damit auf die Zeit, so dass der Mensch immer Sklave der Vergangenheit ist. 

Denken hat immer seine Grenzen, und deshalb leben wir in dauerndem Konflikt und Kampf. Es gibt keine Evolution der Psyche.

Kommentar von WorldHistory99 ,

Ich bezog mich bei meiner Frage über die Ausdehnung des Universums eher auf die Behauptung dass sich um das Universum herum ein "Nichts" befände, in dem es weder Zeit noch Raum gäbe.

Kommentar von derMannohnePlan ,

Das eine ist von dem anderen nicht zu trennen. Das Denken selbst ist ein innerer Dialog. Ein Selbstgespräch. Mehr nicht! Was bedeutet denn Zeit und Raum oder die Ausdehnung eines Universums für einen Menschen dessen Denken z.B. durch Meditation zum Stillstand gelangt? Die Antwort lautet "nichts".

Antwort
von Illuminaticus, 16

1. Das Universum dehnt sich in das Nichts aus, und von Nichts gibt es mehr als genug, obwohl das Nichts nicht Etwas ist.

2. Das Universum ist intelligent, wie auch jede Zelle in deinem Koerper. Stelle es dir wie Luftblasen vor, manchmal knallen zwei zusammen, aber meistens nicht, die schweben gemuetlich vor sich hin und dehnen sich ins Nichts aus.

3. Dem Gewahrsein war langweilig und es wollte sich mal wieder erkennen und dann teilte es sich und aus dem Gewahrsein wurde Bewusstsein und dann entstand die Zeit. Ohne Unversum keine Zeit. Alles was erschaffen wird, wird auch wieder entschaffen. Nichts besteht ewig, ausser Dir, das ewig waehrende Gewahrsein!

Antwort
von Andrastor, 38

1.) Du darfst "Zeit" im astrophysischen Sinn nicht mit dem Begriff von "Zeit" verwechseln, den der Brutto Normalbürger hat. Zeit ist ein Messwert, mit dem man Abläufe von Vorgängen im Vergleich zueinander messen kann, jedoch nichts was tatsächlich real wäre.

2.) Es handelt  sich höchstens um eine Viele-Welten-These, also eine Vermutung, die nicht auf Beweisen gestützt ist. Sollten tatsächlich viele Universen in einem noch größeren Raum, einem Mulitversum vorhanden sein, könnte es durchaus zu verschmelzungen kommen, wenn die Raumgrenzen der einzelnen Universen dies zulassen würden.

Aber um darüber zu diskutieren fehlen uns konkrete Informationen. Wir können dahingehend nur Ideen austauschen und wie man so schön sagt Geistig onanieren.

3.) Gott ist nichts weiter als eine fiktive Figur. Der Urknall ist nicht der Beginn der Existenz. Zeit beginnt nicht, denn sie ist, wie gesagt nur ein Messwert, ein Zentimeter beginnt auch nicht.

Kommentar von WorldHistory99 ,

Also existiert die Zeit prakisch nicht?

3. Wie erklärst du dir die enorme Komplexität der Biologischen und Physikalischen Systeme in unserem Universum?

Kommentar von Andrastor ,

genau, Zeit existiert praktisch nicht, gut erkannt.

3.) Was für eine Komplexität? Alles läuft auf einfachste Gesetzmäßigkeiten hinaus. Biologie mag auf den ersten Blick verwirrend, komplex und ungemein ausgearbeitet wirken, aber bei näherer Betrachtung und mit etwas Wissen über die Evolution, merkt man schnell dass man da nur einem Trugschluss erliegt und sie nicht halb so komplex ist wie man annimmt.

Kommentar von WorldHistory99 ,

Ein berühmter Biologe sagte einmal dass selbst die Zelle und die DNA komplizierter aufbgebaut sind als alles was der Mensch je erfunden hat.

Kommentar von Andrastor ,

Ein berühmter Techniker sagte einmal Computer würden niemals mehr als 1 GB Leistung bringen können.

Ein berühmter Wissenschaftler sagte einmal dass Fliegen unmöglich wäre.

Ein berühmter Erfinder sagte (vor der Entdeckung des elektrischen Stroms) dass die Menschheit nun alles erfunden hätte, was man erfinden könnte.

Charly Chaplin sagte einmal dass der Film nur eine kurzlebige Modeerscheinung wäre, weil die Leute lieber Fleisch und Blut auf der Bühne sehen wollen würden.

Es gibt viele berühmte Zitate die sich als unwahr herausgestellt haben. Auch die Zelle, so faszinierend sie sein mag, ist im Grunde einfacher gestaltet als man es auf den ersten Blick vermutet.

Man muss sich nur näher damit beschäftigen und immer ein offenes Ohr für neue Entdeckungen und Erkenntnisse haben, dann wird selbst kompliziertes einfach.

Antwort
von LukeMC, 14

Ich hab keine Ahnung, was außerhalb unseres Universums liegt und wir werden es wohl nie erfahren. Allerdings ist dort entweder nichts, oder etwas, das auch eine eigene Zeit hat.

Diese Theorie wurde nie bewiesen, weshalb es ja auch eine Theorie ist, ABER ich denke, dass (sollte es wirklich so sein) dieses Multiversum sich so schnell ausdeht, dass es den einzelnen Universen unmöglich ist, sich näher zu kommen, da sie sich immer weiter von einander distanzieren. Das lässt sich leicht erklären: Stell dir vor, du hast einen Raum, in dem du 2 verschiedene zufällige Punkte wählst, und den Abstand der Punkte zueinander und zu den Wänden misst. Jetzt mach das ganze in einem Größeren Raum, und wähle die beidwn Punkte so, dass sie verhältnismäßig den gleichen Abstand zu den Wänden haben (also doppelt so groß, in einem doppelt so großem Raum, etc). Nun miss den Abstand der Punkte zueinander! Du wirst feststellen können, dass sie sich voneinander entfernt haben.
Eine weitere Möglichkeit, die ich allerdings für unwahrscheinlicher halte ist das die Alternativen Universen sich auf anderer dimensionaler Ebene abspielen, wir sie also nicht berühren können (bzw keinen Schaden anrichten würden), ähnlich, wie eine Gerade an einer Ebene.

Naja... Was soll ich sagen... Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass es Gott gibt, und in der Bibel steht nichts vom Urknall... Gott hat also nichts mit dem Urknall am Hut.

*ksm off*

Antwort
von AaronMose3, 54

 Doch wie kann sich das Universum ausdehnen, wenn außen herum keine Zeit vorhanden ist?? 

Das Universum dehnt sich aus, indem es neuen Raum erschafft, während es sich ausdehnt. Und in diesem Raum existieren die gleichen Gesetze wie indem, der schon vorher da war. 

Falls wirklich Gott dieses 1 Universum als einziges erschaffen hat, hatte er in der unendlich langen Zeit davor nicht extreme "Langeweile"? 

Das ist eine menschliche Annahme die du auf ein nicht-menschliches Wesen übertragen möchtest. Das funktioniert nicht. 

Außerdem gibt es, so oder so, keinen einzigen Hinweis darauf das unser Universum einen Schöpfer benötigen wurde, ja sogar das Gegenteil wurde von bekannten Wissenschaftlern bereits aufgezeigt.

Kommentar von WorldHistory99 ,

Wie erklärst du dir die enorme Komplexität in so gut wie allen uns bekannten Systemen, sowohl biologisch als auch physikalisch?

Kommentar von AaronMose3 ,

Wie erklärst du dir die enorme Komplexität in so gut wie allen uns bekannten Systemen, sowohl biologisch als auch physikalisch?


Ich erkläre mir gar nichts. Als Zen Buddhist mache ich darüber keine Aussagen. Ich betrachte es nicht als nötig, mir Gedanken über solche Dinge zu machen, da es mir nichts bringt.


Wenn aber solch eine Frage auftaucht, halte ich mich an Wissenschaftliche Erkenntnisse. Also, wenn du eine Erklärung dafür möchtest, wie man sich die Komplexität erklärt, such nach Wissenschaftlichen Berichten.

Und ob du möchtest oder nicht, es ist nunmal ein Fakt, das es keine Hinweise auf einen Schöpfergott gibt. Darüber braucht man nicht diskutieren. Und die faszinierende Schönheit und Komplexität der Natur oder des Kosmos ist ebenfalls kein Hinweis darauf.

Eine weitere Aussage der Wissenschaft (von Dawkins um genau zu sein) wäre:

Jede kreative Intelligenz, die ausreichend komplex ist, um irgendetwas zu gestalten, entsteht ausschließlich als Endprodukt eines langen Prozesses der allmählichen Evolution. Da kreative Intelligenz durch Evolution entstanden ist, tritt sie im Universum zwangsläufig erst sehr spät in Erscheinung. Sie kann das Universum deshalb nicht entworfen haben. Gott im eben definierten Sinn ist deshalb eine Illusion. Eine gefährliche Illusion.



Und um meinen eigenen Standpunkt noch einmal klarzustellen: 

Alle religiösen Systeme und philosophischen Lehren sind in den Augen des Zen nichts weiter als gehirnakrobatische Spekulation und eine Anhäufung von intellektuellem Sperrmüll und deshalb ohne jeden
Wert. Macht euch frei von allem, was ihr in euch oder außerhalb von euch findet - Religion, Tradition und Gesellschaft -, denn nur so werdet ihr Befreiung finden.






Kommentar von LebenderToter ,

Könnte man eine metaphysische Instanz die über unseren bisherigen wissenschaftlichen Kenntnissen liegt und unabhängig von Religionen ist als "Gott" bezeichnen?

Kommentar von AaronMose3 ,

Könnte man eine metaphysische Instanz die über unseren bisherigen wissenschaftlichen Kenntnissen liegt und unabhängig von Religionen ist als "Gott" bezeichnen?


Dafür müsste man erst einmal die Definition von Gott festlegen, sehen wir mal nach ^^


Gott:

höchstes übernatürliches Wesen im Christentum, Islam, Judentum als Schöpfer der Welt und Lenker des Schicksals.

Q:Wikipedia

Die Antwort lautet dann wohl Nein.

Antwort
von grtgrt, 26

Zu deiner Frage 1 ( Ausdehnung des Universums ):

Die ständige Ausdehnung des Universums irgendwie zu begründen gelingt heute nur über die - inzwischen weitgehend akzeptierte - Inflationstheorie.

Max Tegmark (der am MIT Physik lehrt), schreibt dazu auf Seite 114 seines 2014 erschienenen Buches "Our mathematical Universe":

"Does inflation end? The detailed inflation research ... shows that the answer ist yes and no ... in the following sense:

  • In almost all parts of space, inflation will eventually end in a Big Bang like ours.
  • There will nonetheless be some points in space, where inflation never ends. [There] the total inflating volume increases forever, doubling at regular intervals.
  • [Where inflation ends,] the total post-inflationary volume containing galaxies also increases forever, doubling at regular intervals.

But does this really mean that space is infine already? This brings us back to the question How could an infinite space get created in a finite time? It sounds impossible. But inflation is like a magic show where seemingly impossible tricks happen through the creative use of the laws of physics. Indeed, inflation can do something even better: It can create an infinite volume inside a finite volume! Specifically, it can start with something smaller than an atom and create an infinite space inside of it, containing infinitely many galaxies, without effecting the exterior space."

Auf den Seiten 115-117 erklärt Tegmark dann, wie Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie zeigt, dass dies in der Tat möglich ist. 

Die Argumentation zu verstehen ist äußert schwierig, daher sei hier nur gesagt: Sie beruht auf der Tatsache, dass Raum und Zeit relativ sind, d.h. zueinander bewegte Beobachter der Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit wegen notwendigerweise ein mehr oder weniger verschiedenes Verständnis sowohl von Raum als auch von Zeit haben: 

Der Unterschied ihrer Auffassung von Raum und Zeit wird umso größer, je schneller sie sich relativ zueinander bewegen.

Kip S. Thore (ein theoretischer Physiker) hat es mal so ausgedrückt:

"Wenn Sie und ich uns relativ zueinander bewegen, muss das, was ich als Raum bezeichne, eine Mischung aus Ihrem Raum und Ihrer Zeit sein, und das, was Sie Raum nennen, eine Mischung aus meinem Raum und meiner Zeit." 

Alan Guth (der die Inflationstheorie entwickelt hat) hält es deswegen sogar für möglich, dass es irgendwann gelingen könnte, im Labor etwas zu erzeugen, das wie ein subatomares Schwarzes Loch aussieht - von außen gesehen also extrem klein ist - sich von innen gesehen aber als ein unendlich weites Universum darstellt: u.A. deswegen, weil im Inneren eines Schwarzen Lochs Raum und Zeit ihre Rollen tauschen.

Antwort
von popeletta, 15

Raum und Zeit hängen voneinander ab. Die zeit existiert da wo auch Raum ist, in der 4-dimensionalen Raumzeit. Diese ist nicht eben und sie bewegt sich. "Worin" sich die Raumzeit bewegt weiß (noch) keiner. Das beantwortet keine deiner fragen aber deine Fragen sind auch sehr "speziell" :D

Antwort
von soissesPDF, 24

1. Die Ausgangsenergie des Urknall wirkt bis gegen unendlich fort, daher
    expandiert das Universum weiter.

2. Multiversen sind eine Hypothese, keine Theorie.
    Der tiefere Grund liegt in dem nicht möglichen Beweis, da diese
    Parallel-Universen nicht interagieren.

3. Zwischen hier und dem Urknall gibt es keinen Gott.
    Was vor dem Urknall lag ist eine Hypothese, weil das nichts gewesen ist.
    Der Urknall, so die Theorie ist aus dem nichts entstanden.

Antwort
von extrapilot351, 65

Es gibt nicht nur dieses Universum, es gibt auch andere um uns herum. Nach den neuesten Erkenntnissen der Quantentheorie war zur Entstehung eines Universums kein Gott notwendig. Ebenso wie die Annahme er habe die Erde in 6 Tage erschaffen und am 7. musste er ruhen. Unser Universum hatte bei der Entstehung keine Zeitdimension. Folglich ist diese Überlieferung völlig falsch.

Antwort
von fricktorel, 15

Du irrst, weil du die Schrift nicht kennst (Mt.22,29).

Gott schuf dieses Universum, um "Seinen Kindern" Lebensraum für die Zukunft zu schaffen (Röm.8,21; Offb.20,4).

Der "Urknall" besteht darin, dass Gott sagte: er werde" und es wurde...(1.Mose 1,3-15).

Übrigens: Unsere Sterne sind nach 50 Jahren trotz der "Urknall-Theorie"

noch nicht "weiter geflogen"...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community