Frage von Boondox1991 23.01.2011

3. Fragen zum Thema Polizei, Ermittlungsverfahren, Gericht

  • Hilfreichste Antwort von fungolfer 23.01.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
    1. Als Kläger bist Du immer zur Wahrheit verpflichtet. Nur der Angeklagte darf Lügen bis sich die Balken biegen. Inwieweit er für eine gerichtliche Falschaussage belangt werden könnte weiß ich nicht, aber er darf sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen.
    2. unterschiedlich, aber es dauert. Schliesslich müssen vor Anklageerhebung alle Beweise gesichtet und bewertet werden.
    3. Wenn es tatsächlich Beweise für eine unschuld gibt, dann wird wohl keine Anklage erhoben. Alles andere wäre ja völliger Blödsinn.
  • Antwort von gri1su 23.01.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die Polizei nimmt nur die Aussagen auf, sichert ggf. Beweise und versucht, Widersprüche aufzudecken und eine möglichst sichere Beweislage herzustellen.

    Ob es zur Gerichtsverhandlung kommt, liegt in der Entscheidung des Staatsanwalts.

    Allerdings - wenn du als Kläger vor der Polizei bewußt lügst, und dadurch eine andere Person ungerechtfertigt verdächtigt wird, begehst du selbst eine Straftat, die rechtliche Folgen nach sich ziehen wird

  • Antwort von GFliebtDich 23.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Aus Guter Erfahrung rate ich dir ab zur Polizei zu gehen. Denn man muss nicht zur Polizei gehen. Das hört sich nach einer Sache an, wie ich sie erlebt habe. Man wird beschuldigt und soll dann und dann bei der Polizei erscheinen.

    Ich habe mich beim Anwalt informiert und das war gut so. Ich mußte nicht hin. Man verstrickt sich unnötig in Details. Alles über Anwalt und Staatsanwaltschaft gelaufen und die Polizei blieb völlig draußen vor.

    Erkundige dich beim Anwalt. Denn Zeit ist ein guter Ratgeber. Nur nicht voreilig Äußerungen bei der Polizei machen. Der Anwalt bittet um Akteneinsicht etc.

    Bis dann die Sache angegangen wird, vergeht wertvolle Zeit für Dich zum Nachdenken!!

    EDIT: oh sorry ich habe erst im nachhinein verstanden: du bist Kläger und nicht Angeklagter

  • Antwort von fieserfisch 23.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    es kommt auf die menge der zeugen, dem durchhaltevermögen des anwalts und der geduld als auch zeit des richters an... weiterhin auf die bereits vortliegenden zu klärenden fälle, somit ist dem zeitrahmen aufgrund berufungs und revisionsverfahren nicht eindeutig was zuzuweisen....

    dann kommt die schwere des verbrechens dazu, und in ersterem fall kann eine lüge bei belastung eines anderen..... durchaus strafhaft bedeuten..... ein geschickter anwalt macht einen entlastungszeugen bei einem zweifel vor dem meineid um damit das zu erwartende maß der strafe zu erhöhen falls di9e lüge bestätigt wird....

    somit erhöht sich druck den es gibt eine empfindliche strafe nebenhergesehen von der zivilrechtlichen zweiten gerichtssitzung....

    diese folgt mit sicherheit bei einer nachteiligen aussage....

    schmerzensgeld, wenn in haft... noch zusätzlich.... also mit gerichtsverfahren.... bei ca 5000 - 10000 wenn das strafmaß sehr hoch ist sogar locker mehr^^

  • Antwort von skyfly71 23.01.2011

    Es gibt im Strafverfahren keinen "Kläger", es gibt nur Zeugen. Ggf. auch einen Anzeigenerstatter, aber der kann auch nicht mehr als Zeuge sein. Wenn ein Zeuge bei der Polizei lügt, dann kommt es darauf an, worum es bei dieser Lüge geht. Es gibt nämlich die Straftatbestände "Falsche Verdächtigung" (also jemandem etwas oder auch zusätzlich was andichten, was er gemacht haben soll) oder "Vortäuschen einer Straftat" (Bei der Polizei behaupten, daß eine Straftat stattgefunden hat - ohne jemanden zu belasten - was aber gar nicht stimmt). Wegen Falschaussage kann man sich bei der Polizei hingegen nicht strafbar machen.

    Wie lange ein Ermittlungsverfahren dauert, wird kein Mensch beantworten können. Das hängt davon ab, wie viel Beweise erhoben und Zeugen vernommen werden müssen, wie ausgelastet Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht sind und bei welchem Gericht die Sache am Ende landet.

    vor Gericht geht ein Verfahren, wenn die Staatsanwaltschaft nach Abschluß der Ermittlungen glaubt, daß der Beschuldigte mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50% auch verurteilt wird und der Richter ebenfalls dieser Meinung ist. Dabei werden entlastende und belastende Indizien, Zeugenaussagen etc. gegenübergestellt und dann eben ein Fazit gezogen. Kann ja auch immer sein, daß manche Verfahren (bzw. einige Tatvorwürfe)a am Ende eingestellt, die anderen aber angeklagt werden.

  • Antwort von BBausKL 23.01.2011

    Warum willst du jemand anklagen für etwas was nicht stimmt. Wenn das rauskommt kann es dir übel ergehen. Evtl. mußt du sogar Schadensersatz zahlen, z.B. wenn der Beklagte seinen Job verliert wegen deiner Anzeige/Lüge.

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