Frage von Lailanisse 04.09.2011

3- Fam. Haus Modernisieren (Heizung)

  • Antwort von Energeizer 05.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Es ist neu für mich, aber jetzt melden sich doch auch die Leute, die echte Tipps geben und nicht hier Werbung für etwas betreiben, was sie verkaufen wollen oder müssen, aber nicht verstehen. Zusammmengefasst: zuerst muss der Wärmebedarf berechnet werden und dann die Möglichkeiten, diesen zu senken. So kann sich eine Fassadendämmung bereits in 40 Jahren oder auch erst in 80 Jahren rentieren.. da nützen auch Fördermittel wenig. Andererseits , wenn ich bei der Dachdämmung für wenig Geld schon 35% der Heizkosten einsparen kann muss ich mit diesem um 35% reduzierten Wert die nächst maßnahme berechnen, Die 65% werden dann wieder die Ausgangsbasis von 100% für den nächsten Schritt. So kann sich jeder, der möglichst früh dran ist, gut rechnen.

    Nach der Bestandsaufnahme planst Du diese Schritte der Verbrauchssenkung und machst dann eine Heizbedarfsberechnung oder einen Energieausweis, den Du ohnehin mal benötigst.

    Jetzt kommt dann die Heizung. Eine Solaranlage kann sich schon (?) amortisieren.. meist macht sie nur das Wasser warm, dann sparst Du vielleicht von den 300,-€ Energiekosten 45 bis max. 65% und und die kostet NUR ca. 5 - 10.000,- €. In 20 Jahren hast Du dann das Geld drin. (Vielleicht auch in 30 Jahren..) und dann geht sie ja auch schon langsam dem Ende zu. Das hat hoewa14 wohl noch besser formuliert.

    Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe hat eine COP-Zahl von über 3, 5 und eine JAZ (Jahresarbeitszahl) von rund 3 oder mehr. d. h. 33% Strom und 66% aus der Luft... Die Solaranlage kostet mehr und bringt unter 65% und das NUR für das Warmwasser. Als heizung würde eine solche nie ausreichen. Da Ihr ja schon eine Ölheizung im Haus habt, würde ich eine Luft/Wasserwärmepumpe in Erwägung ziehen und die auf einen Bivalenzpunkt - je nach Ölpreis von minus 3 - 15°C auslegen. D. H. wenn diese Temperaturen unterschritten werden, sollte man rechnen, ob Öl oder die Antriebsenergie Strom der Wärmepumpe günstiger ist. Denn bei Ölpreisen über 1,- € hole ich aus Öl ca. 10 kW raus = ca. 10 ct je kWh und noch die Kosten für Kaminkehrer, Wartung usw. Ölheizungen haben einen Wirkungsgrad von 75 - 80% und der Heizwert von Öl ist 11. 9 kWh. Unter Heizwert Öl kann man genauere Ableitungen bei Wikepedia finden. Sobald also die Kosten einer Ölheizzung durch die Ölkosten die Stromkosten überschreiten, kann man auch die Wärmepumpe auf den monoenergetischen Betrieb umstellen und den immer eingebauten Heizstab freischalten. Ich habe den Punkt bei meiner Luft-Wasser-Wärmepumpe bei - 18°C gesetzt und den Heizstab trotzdem ausgeschaltet.. Seit vier Jahren gab das keine Probleme..und mit 1.400,- € für den gesamten Strombedarf in einem mit 136 m² permanent beheizten Gebäude und einem ungedämmten Glasdach mit 2 Scheibenverglasung (geplantes Kunst-Atelier) brauch ich mich nicht zu beklagen..

    Eine Pelletsheizung kostet mehr und die KFW schreibt nicht umsonst bei Gas oder Pellets zusätzlich eine Solarunterstützung vor. Das interessiert die doch einen Scheißdreck, wie lange die amortisation ist. Die Hauptsache war doch, dass die Industrie mit ihren Lobbyisten die Gesetzgebung derart manipuliert, das pysikalische und wirtschaftliche Ansätze auf der Strecke bleiben.

    Konrad Fischer und einige andere Bausachverständige werden laufend ignoriert oder angegriffen, Gutachten verschwinden z. B. beim Fraunhoferinstitut, die nicht passen usw. und der Steuerzahler zahlt zwei Mal. Einmal finanziert er die Förderungen und dann zahlt er für teure und unsinnige Massnahmen. ...und dann erscheinen auf Youtube Videos mit brennenden Fassaden, wo keiner mehr aus dem Fenster springt... Ich fand bei Rechtsanwalt Haegele und konrad Fischer eine ganze Liste mit den Problemen und bei Prof. C. Maier Strahlung beim googeln eine Menge informationen,die ich jedem Sanierer oder Bauherren nur empfehlen kann.

    Leute bringt Euer Geld schnell unter die Leute, solange Ihr für den € noch was bekommt. Knallt der €, dann mag ich nicht wissen, ob dann mit Öl bezahlt wird und es für Heizzwecke unbezahlbar wird.. Ich erinnere mich an meine Fahrten durch Russland in der 80er Jahren. Die Leute tauschten ihre Rubel in Benzin. Wenn sie dann Geld für Lebensmittel brauchten, stellten sie sich mit dem Benzin in Flaschen an die Straße...

    Noch kann man auch mit der Investition Fördermittel erhalten UND Steuern sparen. Gerne unterstützt unser Verein auch kostenlos oder gegen eine kleine Spende direkt wir organisieren auch Energieberatungen und die erstellung von Heizwertberechnungen oder von Energieausweisen. e- mail : feh-energie@aon.at

  • Antwort von Seehausen 04.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Aufpassen!

    In diesen Bereichen wird furchtbar viel Unsinn erzählt, um leicht viel Geld zu verdienen.

    Diese Frage kann nur in genauer Kenntnis des Hauses (Größe, Baumaterialien, Dämmungen etc.) und umfangreichen Berechnungen beantwortet werden, wobei auch die Förderungsmöglichkeiten (Steuerabschreibung, Zuschüsse, Darlehen) zu beachten sind, die örtlich sehr unterschiedlich sind.

    Das ist nichts für Glaubensfragen und Weltanschauungen!

    Übrigens: Nachtspeicheröfen sind nach EnEV ab ende 2018 unzulässig.

  • Antwort von hoewa14 04.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Sie sollten sich bei der KFW über entsprehende ÖFFENTLICHE Förderprogramme erkundigen. Je nach Umfang, werden dort auch NICHT rückzahlbare Darlehen vergeben.

    Warum wollen Sie auf Geld VERZICHTEN?

    Also, übers Netz bei KFW erkundigen -übrigens eine gute Seite- . Alternativ dazu evtl. DIREKT dort anrufen.

    Übrigens, aufgrund der REGEN Nachfrage nach Pellets ist es eine Frage der ZEIT, wann die Preise ERHEBLICH ansteigen werden. Wird bei der Beratung GERN vergessen!!!

    WW-Versorgung über Solar ist, aufgrund der Investitionskosten, NICHT zu empfehlen.

    Beispiel: Heizkosten pro Jahr 3.000 €. Darauf entfallen etwa 35 % für die WW-Versorgung, also
    rd.1.000 €. EINSPARUNG, bei Solarerwährmung rd. 50 %. Demnach rd. 500 €.

    ABER, die Anlage kostet etwa 10.000 €. Die Zinsen dafür würden, bei 4% Zi. u. 2 % Tilg. 600 € kosten. Demnach 600 € Zins + Tilg. ZZGL. 500 € an realen Kosten = 1.100 € Gesamtkosten pro Jahr.

    OHNE Solaranlage hätten Sie aber nur Kosten von rd. 1.000 € UND Sie hätten das Anlagenrisiko -Solaranlage, Wartung, Defekt- NICHT!!!

    Mein Rat: UMFANGREICH und UNABHÄNGIG informieren. Ansosten laufen Sie Gefahr, auf RECHENSPIELCHEN der Hersteller rein zu fallen.

    Viel eRfolg.

  • Antwort von hschlegl 17.10.2011

    Das wichtigste für den 1. Schritt ist die Wärmeisolierung für das Haus, für die Wohnung. Nachdem Du bereits 2 Einheiten mit Nachtspeicher hast, ist die kostengünstigste Überlegung Infrarotheizsysteme einzusetzen äußerst sinnvoll.

    Warum: Die gesamte Infrastruktur des Nachspeichersystems mit Thermostaten können voll verwendet werden. Es sind lediglich die Heizkörper mit den Heizplattung auszutauschen und von einem Elektriker anzuschließen.

    Vorteil: Der günstigere Stromtarif, den alle Stromanbieter anbieten kann weiterhin benutzt werden. Ich verfüge über neutrale Kostenberechnungen basierend auf 20 Jahre von allen üblich eingesetzen Heizsystemen. Diese zeigen was eine Kw Einheit pro Jahr unter Berücksichtigung aller Investitions-, Wartungs- und Betriebskosten der am Markt befindlichen Heizsystem kostet. Wenn es Dich interessiert bitte unter horst.schlegl@onlinehome.de melden.

  • Antwort von rafera 05.09.2011

    Hallo, ich kopiere dir einmal eine Antwort die ich schon einmal gegeben habe hier rein. >>>Wenn es dir um ein günstiges System zum heizen geht ist es meiner Meinung nach nicht so wichtig mit welchem System du heizt. Also egal ob mit Öl, Gas, Holz, Pellets oder Strom. Wichtig ist einzig und allein wie groß dein Verbrauch ist und den kannst du mit einer ausgeklügelten Dämmung um ein vielfaches herabsetzen. Ziel wäre dabei natürlich ein 0 Extern-Energiebedarfshaus. Bedenke, Kosten für Wärmedämmung fallen nur einmal an > da gibt es keine Folgekosten. Wichtig dabei ist es gezielt die Lüftung dazu zu beachten. Wenn du einen Neubau planst wäre mein Favorit momentan die Solargeschichte verbunden mit Fußbodenheizungsspiralen in der Wand > erzeugt eine gesunde Abstrahlwärme die man mit niedrigen Vorlauftemperaturen erzielt, in Kombination mit einem guten Holzofen bzw. Pellets zur Unterstützung. Den Warmwasserverbrauch über Solarkollektoren. Fazit>> dämme was das Zeug hält. Vorteil im Winter warm und im Sommer kühl. In Zukunft wird wohl der Energieverbrauch den Wert einer Imobilie enorm mitbestimmen. Viel Erfolg

  • Antwort von pharao1961 04.09.2011

    Die Pellets sind auch mittlerweile recht teuer geworden. Lass` dich von Heizungsfirma beraten.

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