Frage von leecher88, 55

2x RCF Art 310 mit Mackie 18 Sub verbinden?

Hi Leute habe zuhause 2x 310 Art Tops aktiv und würde sie gerne mit einem Mackie SUb 18 verbinden an mein ixer anschließen. Meine Frage ist es ok wenn ich auf nem Event die 2 Marken miteinander verbinde oder schade ich damit der Anlage.

Deswegen frage ich euch bevor ich mir den Sub anmiete.

Danke für eure Hilfe

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dalko, Community-Experte für HiFi & Lautsprecher, 40

Hallo leecher88,

Da kann eigentlich nichts passieren. Es hängt nicht von den Marken ab, sondern von der eingesetzten Technik. Da aber in dem Bereich, den du ansprichst, schon seit langem die verschiedenen Hersteller einheitliche Standards entwickelt haben und verwenden, gibt es normalerweise keine Probleme.

Im Einzelfall kann es aber durchaus Probleme geben, wenn versucht wird, symmetrische und unsymmetrische Signalführung zu kombinieren oder bei manchen Geräten noch Schutzerdung verbaut ist.

Wenn du z.B. Geräte verwendest, die konsequent die Möglichkeit von Masse-/Brummschleifen durch eine gute Konstruktion vermeiden, und jetzt ein anderes Gerät damit verbindest, das eine Schutzerdung hat und damit die galvanische Trennung der Geräte aufgehoben wird, hast du schon ein Problem, dass aber beherrscht werden kann....besser ist es aber, wenn es erst gar nicht auftritt.

Deshalb wäre es schön, wenn du etwas mehr Info zu deiner Anlage lieferst, damit ich im Detail nachsehen kann, ob es passt.

RCF - ART 310-A MK III ?

Mackie SRM 1801 ?

Wenn ich einen Blick auf Datenblatt, Anschlüsse und Netzanschlussbuchse werfen und nachsehen kann, ob ein schaltbarer Groundlift vorhanden ist, kann ich sehr präzise sagen, ob es passen wird.

Grüße, Dalko

Kommentar von leecher88 ,

hi es würde um den mackie smr 1801 gehen und rcf art 310 art mk3 und der sub wird eben an mein denon dnx 1700 angeschossen. Wird das so passen ?

Danke für deine rasche Antwort

Kommentar von dalko ,

Prinzipiell passen die 3 Komponenten zueinander, wenn du verschiedene Dinge berücksichtigst, denn es sind ein paar Fallen vorhanden, in die du hinein tappst, wenn du nicht aufpasst.

Wenn ich die Kaltgerätebuchsen sehe, die 3-polig ausgeführt sind, sehe ich also Geräte mit Schutzerdung. Demnach sind alle Geräte über die Schutzerdung miteinander verbunden. Da aber der Schutzleiter auch mit der Masse bzw. mit Ground (GND) verbunden ist, sind Masseschleifen/Brummschleifen möglich.

Wenn du z.B. ein Notebook an einem der unsymmetrischen Eingänge des Denon DNX 1700 anschließt und das externe Notebook-Netzteil einen 3-poligen Netzanschluss hat, also ebenfalls eine Schutzerdung, entsteht eine Masseschleife vom Notebook über den Schutzleiter zum Mischpult, dann über die mit Masse verbundene Abschirmung im unsymmetrischen Signalkabel vom Mischpult zurück zum Notebook.

Ergebnis:

Lautes Brummen, Rauschen und noch andere Störgeräusche sind mit Sicherheit zu hören.

Wenn noch andere Geräte mit Schutzerdung mit dem Mischpult verbunden sind, solltest du bestimmte Regeln einhalten:

1.nie unsymmetrische/unbalanced Signalverbindungstechnik verwenden. Nur symmetrische/balanced Verbindungen bieten einen großen Schutz vor Störeinstrahlung.

2. Passendes Equipment (DI-Boxen), um eine unsymmetrische in eine symmetrische Signalverbindung zu wandeln und
außerdem eine sogenannte galvanische Trennung herzustellen, muss Bestandteil deiner Grundausrüstung sein.

Wenn du also unbedingt unsymmetrisch Geräte am Mischpult anschließen musst, die eine Schutzerdung haben, musst du eine passende DI-Box in die Signalleitung schalten können, die für eine galvanische Trennung sorgt.

Galvanische Trennung bedeutet, dass keine Masseverbindung mehr besteht, aber das eigentliche Signal weitergeleitet wird. Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten:

a) Wandlung des elektrischen Signals in ein optisches und zurück in ein elektrisches z.B. mit entsprechenden Optokopplern. Das bezieht sich auf digitale Signalübertragung, wie sie z.B. bei einer USB-Verbindung von Audio-Interface und PC der Fall ist.

b) Verwendung von guten Audioübertragern, also kleine Audio-Trenntrafos. Ein Trafo mit 2 getrennten Wicklungen überträgt das analoge Signal, die Masse wird nicht durchverbunden und es kann keine Masseschleife entstehen. Solche Audioübertrager sind häufig in den DI-Boxen verbaut.

c) Die galvanische Trennung kann auch an der 230V AC Seite gemacht werden, indem man einen 230V-Trenntrafo verwendet. Der muss dann nur für den angeschlossenen Verbraucher (z.B. das Notebook) genügend Strom liefern können und die Audioqualität bleibt erhalten.

d) Ground-Lift Schalter an den Audiogeräten sollten vorhanden sein und können dieses Probleme häufig sofort beseitigen.

Außerdem ist bei der Anschaffung von Geräten zur Erweiterung einer PA-Anlage immer darauf zu achten, dass bei einer Auswahlmöglichkeit zwischen mehreren Geräte das den Vorzug erhält, das nicht schutzgeerdet ist. In der Kaltgerätebuchse fehlt dann der dritte Pol bzw. Geräte mit herausgeführtem Netzkabel sollten mit einem Eurostecker ausgestattet sein.

Da ein einfacher Audio-Übertrager das Audiosignal immer
etwas verändert bzw. verschlechtert, kommen nur gute und leider nicht ganz billige Übertrager in Frage.
Von Monacor gibt es einen preiswerten und guten Trafo (Monacor LTR-110), leider ist er nicht abgeschirmt und reagiert sehr empfindlich auf einstrahlende Störfelder und muss also unbedingt in ein magnetisch abschirmendes Metallgehäuse eingebaut werden. Oder man schafft sich direkt bereits abgeschirmte Audiotrafos an, die deutlich teurer sind oder eine entsprechende fertige DI-Box z.B. von Palmer.

Thomann hat einen guten Ratgeber:

http://www.thomann.de/de/onlineexpert_topic_di_boxen.html

Gute Übertrager gibt es von Neutrik, Jensen, Lundahl, Sowter und Carnhill, hier eine Liste von Produzenten:

http://www.diyrecordingequipment.com/blogs/news/15851752-work-in-progress-the-ul...

Nun zu deinen Geräten:

Der hochpassgefilterte Ausgang des Sub ist nicht veränderbar und liegt mit 125 Hz etwas hoch. Er entlastet zwar die angeschlossenen RCF - ART 310 im Bassbereich, wodurch der Mitteltonbereich sauberer klingt und der erzielbare Schalldruck höher liegt. Ich persönlich bevorzuge hier ein einstellbares Filter. Ansonsten eine gute Kombination.

Wenn du Fragen hast, kannst du dich gerne melden.

Grüße, Dalko

Kommentar von leecher88 ,

Wow was für eine aufschlußreiche antwort, danke vielmals mein Freund !!!!!!

Kommentar von dalko ,

Danke für dein Lob, es macht Spaß, eine freundliche Rückmeldung zu bekommen, meistens hört man nichts.
Sollten noch Probleme im Betrieb auftauchen, kannst du mich gerne Ansprechen.

Grüße, Dalko

Antwort
von Thorsten667, 40

Geht es um den aktiven Mackie SRM 1801?

Kommentar von leecher88 ,

ja

Kommentar von Thorsten667 ,

Natürlich kannst Du den Subwoofer mit den aktiven RCF-310 betreiben.

Vorteile:

- ist in Stereo ansteuerbar und gibt ein Hochpasssignal >125Hz an die RCF weiter

- die HP Ansteuerung sorgt auch ohne zusätzliche Weiche oder Controller für die Frequenzaufteilung - die RCF wird entlastet und wird, weil sie keinen Bass mehr machen muss, dann im Mittelton auch sauberer und insgesamt lauter spielen.

Nachteile:

- die Trennfrequenz ist fest bei 125Hz

- man muss also voll mit der Abstimmung leben so lange man keine(n) externe Weiche/Controller nutzt

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