29, keine Ausbildung, HSA nach Kl.9, Hartz 4. Wie komme ich wieder ins Leben?

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4 Antworten

Hallo Andreas,

kannst Du Dir vorstellen jemanden an Deiner Seite hat, wo auch langfristig mit Dir überlegt, was für Dich möglich sein kann!? - Obwohl es ganz bestimmt sehr schwer werden wird, jemanden zu finden, wo individuell auf Dich schaut und nicht nach "Schema F" geht.

"Schema F" wird Dir nichts bringen, da Du offenbar Deine eigenen Bedürfnisse, Gedankengänge, Moral, Lebenseinstellung,.... hast, die nicht unbedingt mit der "Allgemeinbevölkerung" einhergeht. Wie enorm diese abweicht, kann ich nicht sagen.

Wie ich darauf komme? - Du scheinst generell viel nachzudenken, scheinst sehr emphatisch zu sein und sehr sensibel. Bist wohl öfter mal "dagegen", was Dir nicht passt, da es Deiner Moral, Deinem Lebenskonzept nicht entspricht. Wo andere Menschen über die eigenen Grenzen gehen. Wenn Du Dich nicht hier wiederfinden kannst, dann werden Dir meine Worte wohl sowieso nicht helfen. Daher überprüfe sie genau.

Deine "Selbstfindung" hast Du offenbar noch nicht abgeschlossen, was wichtig für Dich zu sein scheint, andernfalls würdest Du nicht so lange daran festhalten.

Was sagt Dir Dein Herz?

Dein Verstand sagt Dir offenbar langsam, dass Du "sesshaft" werden sollst. Geld verdienen, Schulden abbauen und so weiter. Das ist eine Möglichkeit. Wenn Dein Herz aber nicht mitziehen mag, dann wirst Du sowieso psychische Auffälligkeiten irgendwann haben - zumindest dann, wenn Dein Beruf einer ist, wo Dein Herz sich nicht ausleben kann. Und ohne Ausbildung wird es wohl solch ein Beruf sein.

Vielleicht magst Du erneut mit Deinem Herz in Kontakt treten. Dich fragen, was Du tatsächlich vom Leben erwartest. Es könnte auch sein, dass Du Dein Leben lang weggelaufen bist vor Etwas und es längst Zeit ist, sich dem zu stellen. Auch hier wäre ein Beruf ergreifen ein erster Schritt, aber vielleicht auch "Verdrängung", was wieder nicht lange gut gehen würde.

Gibt es eine Zukunft mit Deiner Freundin? Liebst Du sie? Oder ist es eher eine "Zweckgemeinschaft"? Was tut sie, um von den Schulden loszukommen, damit ein 'stabiles Leben' aufgebaut werden kann? Natürlich sollte Geld nicht alles sein. Und doch erschweren Schulden das Leben erheblich, wenn dafür Verantwortung übernommen wird.

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Längst sollte bereits ein Hinweis für eine zielgerichtete berufliche Perspektive stehen - eine Antwort habe ich nicht. Ich denk, dass Du aber die Antwort nur in Dir finden kannst und wirst. Über Praktika vielleicht. Vielleicht über "Tagträumereien". Qualifizierungen sind schwierig zu erreichen - vor allem mit einem Hauptschulabschluss. Und doch ist manchmal möglich. Vor allem, wenn an das eigene Sein vertraut wird.

Dir wünsche ich, dass Du nun einen Umgang mit Dir und an Deiner (berufliche) Zukunft finden kannst und wirst. Dass Du bei Dir Ankommen darfst - und in diesem Leben. Wohin es Dich auch führen wird.

Alles Gute auf Deinem Weg.

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Kommentar von seilieb
28.10.2015, 22:54

Hallo verquert,

vielen Dank für deine Antwort und dessen investierte Mühe! Natürlich danke ich jedem hier der sich die Zeit für mich und andere nimmt!

Ich würde solch Hilfe in Anspruch nehmen, wobei es mir aber schwer fällt eine Bewerbung abzuschicken nach Psychologischer Forschung. Dennoch ist mir klar, dass es keinen anderen Weg gibt. Was mich moralisch stört ist und inwieweit meine Gedankengänge sind, habe ich auf der Antwort  von NiklasDu kommentiert.

Bin sehr erfreut wie Du meine Textzeilen aufgenommen hast, dass kannst Du nämlich sehr gut!

"Vielleicht magst Du erneut mit Deinem Herz in Kontakt treten. Dich fragen, was Du tatsächlich vom Leben erwartest. Es könnte auch sein, dass Du Dein Leben lang weggelaufen bist vor Etwas und es längst Zeit ist, sich dem zu stellen"

Ja das bin ich bis zum 24 Lebensjahr. Habe das Erste Mal gearbeitet bzw Bekannten geholfen eine Baustelle zu beenden die über 3 Monate ging und mir für diese Zeit eine Gewerbeschein besorgt. Danach wollte ich mit meinen Kollegen in der Branche (Abriss/Entkernung) weitermachen. Es wurde seinerseits weitere Baustellen versprochen, die angeblich ihm versprochen wurden. Von dieser Firma gab es aber keine Aufträge mehr, obwohl wir 3 Wochen von ihren Zeitplan rausgearbeitet haben. Es hatte jedoch sehr Spass gemacht und so haben wir als selbständige über Flyer und Empfehlungen in der Branche weiter gearbeitet. Wir haben immer zufriedene Kunden hinterlassen. Das Problem war jedoch, was dazu auch führte nach 1 Jahr kaum noch Aufträge zu bekommen, dass der Kollege und ich kein Füherschein haben, dass er gelernter Maurer ist aber ich nur quasi der Helfer und dass der Kollege aufgrund langer Haftzeit und der Druck seine Familie zu versorgen Marihuana nahm um Depressionen zu verdrängen. Alles verdiente Geld ging quasi in seine Familie und naja, ich war dumm, habe fast die gesamte Zeit bei ihnen gelebt und war an sich gut versorgt, so dass ich mich auf seine Worte verlassen und dem ganzen so mitgemacht habe.  Doch die Freundschaft endete, als er mich dazu überreden wollte krumme Geschäfte zu machen nachdem es keine Arbeit mehr gab. Plötzlich war ich nicht mehr der "neue Sohn". Bin dann zurück zur meiner Heimatstadt gezogen, in der ich mich jedoch nicht wiederfinden konnte. Zu viele Jahre  habe ich woanders gelebt doch ich wollte zurück zu meiner echten Familie. Das sind jetzt Dinge die ich im ersten Text ausgelassen habe.  Seitdem geht es bei mir wirklich bergab und ich komme zu nix. (Fortsetzung folgt)

"Gibt es eine Zukunft mit Deiner Freundin? Liebst Du sie?"

und zwar folgt sie hier ;  ich bin kurz nach Einzug an einer Person geraten die mir nicht gut getan hat. Die Cousine meiner Freundin. Wir kannten bzw kannte sie mich noch aus der Grundschule und eines Tages stand sie weinend vor meine Tür und wollte rein da ihr damaliger Freund sie verprügelt und verfolgt hat.  Letztendlich hat sie 6 Wochen bei mir verbracht und es stellte sich heraus, dass die Frau kriminell ist und mit solchen Leuten auch verkehrt. Ein Grund weshalb ich von Anfang an keine Bindung zu meiner "Heimatstadt" hatte. Habe nie was anderes dort kennen gelernt und wollte nie so sein. Ich hab die Frau irgendwann raus geworfen, dann lernte ich den Bruder von meiner Freundin kennen und schließlich sie. Die 3 sind ja alle verwandt und Sonja hatte von Anfang ein Keil zwischen uns zu treiben, mit Erfolg. Es wurde schlecht über mich geredet, schlecht über meine Freundin und über Mario also den Bruder. Wusste nicht wo oben und unten ist. Es war ein riesen Psychoterror vor allen aber dafür fehlen mir die Buchstaben.

Um zum Ende zu kommn. Nein es gibt keine Zukunft. Sie war in einer Klinik, ich gab ihr eine neue Chance. Sie nahm Tabletten und war anders, ich dumm. Sie wollte die Wohnung, kurz vor Einzug nicht mehr. Geld was wir vom Amt bekommen haben für die Renovierung gab sie aus plus ihre Leistungssatz. Derzeit ist sie 3 Wochen in Holland und ich will mich stabilisieren und später eine Trennung. Auf die Idee hier zu schreiben kam ich bei den Gedanken mich am Berufkollege anzumelden, ob sich das lohnt. Habe Angst die Wohnung zu verlieren. Meine Mutter wohnt auf diese selbe Strasse und hier wäre eine gute Basis für mich, auch alleine. Nun hab ich noch mehr Druck an eine Arbeit zu kommen als vorher schon.

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interessante Geschichte, buch wär vielleicht gar keine schlechte Idee.

Aber wirf doch mal die negative Sichtweise weg. Warum solltest du so wenige Chancen haben wieder hoch zu kommen?

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Kommentar von seilieb
28.10.2015, 21:38

In einer Zeit wo viele Arbeitgeber sämtliche Unterlage sammeln bevor sie sich für ein Bewerber entscheiden, zeigt doch eigentlich schon das es dabei weniger drum geht jemand einzustellen der kein runden Lebenslauf besitzt. Genau so ist es auch. Aber an Arbeit kommt man immer zb an einen 400 Euro Job oder für 8.50 Euro Akkordarbeit. Aber was ist mit den Leuten die lange Zeit verzichteten weil die etwas großes erreichen wollen und auch bereit wären dementsprechend was dafür zu leisten nur den Start verpassten? (zb weil es vorprogrammiert ist, da sich nicht jeder seine Kindheit aussuchen kann)  Manche entscheiden sich für einen Illegalen - oder einen Weg mit weniger  Prioritäten zb eine Akkord Arbeit auf Zeit mit geringer Gegenleistung anzubieten. Was ist mit den Leuten die sich solcher nicht anschließen wollen, die einfach ganz normal Leben wollen aber weder eine Qualifikation vorweisen können noch die Chance bekommen eine Qualifikation zu erlangen?  Im Klartext, es werden immer Arbeitskräfte benötigt, aber mir fehlt die Zulassung..  Möchte ich mich dann für eine Weiterbildung bewerben, scheitert es daran, dass man zweifelt, dass ich aufgrund meines Lebenslauf überhaupt dazu in der Lage bin. 

Nun gibt man mir in Deutschland die Erlaubnis dazu auch gar nix zu machen und trotzdem Geld zu kassieren (Hartz4) doch leider wird sich viel zu wenig darum gekümmert mir zu helfen von dieser Abhängigkeit loszukommen, was letztlich dazu führt, das Leute wie ich andere Jobs sicherstellen, nämlich für die, die einen immer weiter reichen oder betreuen wollen. So Leben manche etliche Jahre von Harz4 oder werden krank. Das Selbstvertrauen ist zerstört, kein Geld für vernünftige Anziehsachen, kein Geld für ein ausgewogenes und Gesundes Leben. Es wird noch schwerer einen Arbeitgeber von sich zu überzeugen und dann gibt es noch soooooviele die in Warteschleife stehen. Depressionen wird zur eine Krankheit die vom Staat selbst erzeugt wird, zumindest lässt es mich vermuten. Schalte ich nämlich das Radio oder TV ein, höre ich nur Statistiken über Arbeitslose aber nie das es einen Leid tut, dass man mehr dafür tun muss , dass darin mehr Geld fließen wird Leute aus der Arbeitslosigkeit zu holen, Leute aus den Depressionen zu holen weil sie keine Arbeit/Geld haben. Im Grunde ist immer alles schön.. naja, abgesehen von den Streitigkeiten der Machthaber.. Und genau weil immer alles schön ist wäre es doch umso wichtiger dafür zu Sorgen, dass wirklich immer zu jeder Zeit jemand die Möglichkeit hat am all den schönen Dingen Teilzunehmen, oder warum  wird einen sonst diese schöne Welt vorgespielt? Vielleicht deshalb, damit diejenigen froh sind, die Geld haben und denken, dass die, die kein Geld haben selber Schuld sind - möchtegern Hilfestellungen wie das Jobcenter oder Einrichtungen für Psychisch Kranke Menschen weiterhin voll bleiben um denen ihre Arbeit zu sichern, also so als müsste es einfach Leute wie mich geben? Wie gesagt, manche verpassen ihren Start und bei manchen ist es vorprogrammiert. Bei denen, die sich psychisch belasten ist es dann für mancher Glück.  Ich denke ein Buch meiner Gedankengänge interessiert nur denen die in meine Situation sind und helfen tut es nur denen die noch keine 18 sind. Selbst wenn es ein Meisterwerk wäre, würde ich es nicht verkauft bekommen.    

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Wenn Du wirklich Gas gibst, schaffst Du was. Praktika, Jobs für Ungelernte, vielleicht Ausbildung. Kämpfe Dich hoch.

Du schreibst völlig fehlerfrei. Hast daher anscheinend auch den Grips, um voran zu kommen 

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Hör am besten auf dir negative Gedanken zu machen! Denk an was schönes und an deine Zukunft die gut wird wenn du hetzt etwas tust und dir einen Job suchst!

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