Frage von ikopi, 24

24ziger Mauerwerk dämmen?

Hallo zusammen,

wir haben einen Hausanbau etwas umgebaut und das Dach modernisiert. Haben dort nun 15qm Wohnfläche und 35qm Fassade die geputzt und / oder gedämmt werden soll. Der Anbau besteht aus 24ziger Mauerwerk. IN diese 15qm Raum kommen ein Bad und ein Büro. Beide Bereiche mit Fußbodenheizung und modernen PVC Fenstern.

Es ist nun zu entscheiden ob eine Fassadendämmung angebaut wird oder "nur "Außenputz " , 5cm drauf kommt.

Handwerker sagen unisosno Dämmung ran, ich bin da nicht sicher ob das wirklich nötig ist. Aus Kostengründen wäre es eine Styroder o.ä. Dämmung , eben Kunststoff. Bekanntermaßen umstritten. Freunde die baulich erfahren sind meinen , ein 5cm Außenputz/Dämmputz reicht um die Hütte warm zu kriegen und ein gutes Raumklima zu haben.

BItte dazu um rat, Tips , Empfehlung etc. Danke und Gruß ikopi

Antwort
von onlinefreak, 1

Aus Erfahrung weiss ich, dass sowohl bei viel als auch bei wenig Wärmedämmung das Problem Schimmel entstehen kann. Auch bei Neubauten mit sehr guter Dämmung ist Schimmel eine weit verbreitete "Krankheit". Es ist also nicht eine Frage der Menge sondern der Konstruktion. Bei einem Altbau, der nachträglich gedämmt wird, ist das immer schwierig, weil bereits die Tragkonstruktion meistens nicht optimal gebaut worden ist. Grundsätzlich gilt es, folgende Punkte zu beachten:

- der Aufbau (Dämmung und Verputz) muss "atmen" können, je mehr desto besser (Materialwahl etc.)

- bei Neubauten darauf achten, dass diesbezüglich möglichst korrekt gearbeitet wird und der Austrockung vor dem Wohnungsbezug ausreichend Zeit lassen

- auch bei den besten Voraussetzungen ist tägliches Querlüften von mind. 5 min oder mehr wichtig

Eine Alternative zum täglichen Lüften wäre eine Umluftinstallation. Beste Vorausserzung dafür wäre ein Schlauch, der mehrmals tief im Boden um das Haus verlelegt wird. Die frische Luft wird von aussen angesaugt und die Abluft nach aussen ausgeblasen. Bei diesem System wäre auch eine geringere Dicke der Wärmedämmung gerechtfertigt, weil das automatisch im Winter wärmt und im Sommer kühlt. Risiko: Wenn der Filter nicht immer rechtzeitig ausgetauscht wird, können Bakterien das ganze Haus verseuchen.

Wie berets erwähnt worden ist, sind auch die Heizkosten wichtig. Je mehr Dämmung desto teurer die Renovation und desto günstiger die Folgekosten. Bei Neubauten sind heute +/- 10 cm Standard. Ich würde bei der Dämmstärke zusätzlich Nord-/Südfassade (kälter/wärmer) unterscheiden. Von einem 5 cm Wärmeputz darf sicher nicht derselbe Effekt erwartet werden, wobei die Dämmkosten natürlich massiv günstiger sind. Ausserdem wird hier das Dämmmaterial mit Zement, Sand und Chemie gemischt, deshalb sind die Dämmeigenschaften entsprechend nochmals schlechter.

Nicht zuletzt stellt sich die Frage, wie das Dach gedämmt worden ist oder wird. Wenn das schlechter statt besser als die Fassade ist, ist eine gute Fassadendämmung aus meiner Sicht eine Fehlinvestition.

Antwort
von Nayes2020, 20

Bad bedeutet Feuchte

Feuchte bedeutet bei schlechter bauphysik Schimmel.

Ergo sollte das sehr gut gedämmt werden. die dick es sein muss kann man ausrechnen. indem man über den fsi wert zurück rechnet.

Klar reichen 5cm um die Wärme eingiermaßen drinnen zu halten. aber mit guter Dämmung hast du auch sommerlichen Wärmeschutz (also überhitzung was im dachgeschoss ja immer ein Problem ist.)

außerdem braucht man bei guter Dämmung garkeine heizung.

Du brauchst in dieser Frage keine Freunde die Bauerfahren sind sondern ein Bauphysiker

Antwort
von pharao1961, 12

Auch bei einem Anbau muss der Wärmeschutz nachgewiesen werden.

Klar bekommst du die Hütte auch ohne Wärmedämmung warm, aber Öl und Gas werden nicht mehr billiger...

Ich empfehle eine Aussendämmung mit Neopor, das ist auch überputzbar. Das Raumklima negativ beeinflußt Neopor auf keinen Fall.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community