Frage von iceman962, 78

23kmh zu schnell in der Probezeit?

Hey Leute, ich habe gerade eine eine Vorladung zur Anhoerung im Bussgeldverfahren bekommen. wurde mit 73 kmh in einer 50er Zone mit meinem Motorrad geblitzt. Ich wuerde einen Punkt bekommen, und die Folgen will ich nicht tragen.

Ich weiss, das klingt jetzt dumm da esz ja meine eigene Schuld ist aber ich bin auf mein Fahrzeug angewiesen.

Ich wurde nur von vorne geblitzt und die haben sich mein N ummernschild nur aufgeschrieben. Was kann ich bei der Anhoerung sagen, und wuerde es sich lohnen es abzustreiten? Ist mir wirklich ernst, danke im Voraus

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Antwort
von Parhalia, 35

Da bist Du jetzt aber mal in einer gehörigen Zwickmühle, aber aus gesundem Menschenverstand heraus empfehle ich dir nicht, Dich auf "Glatteis" zu bewegen und abzustreiten oder gar eine andere Person der Fahrt zu bezichtigen. 

Du hast zwar das grundlegende Recht zu schweigen oder auch als Beschuldigte(r ) dahingehend zu lügen, es nicht gewesen zu sein. Dann müssen Dir die Behörden beweisen, dass Du es warst. Dabei beachte aber, dass ein gut getroffenes "Passfoto" mit erkennbarer Gesichtspartie auch unter dem Helm inzwischen sehr aussagekräftig sein kann.

Aber verdächtige oder beschuldige keine andere Person dieser Tat, weil dass dann ggf. ganz übel auf Dich zurückkommen kann, da sowohl " falsche Verdächtigung " oder auch " Abgabe von Punkten " an eine andere Person strafrechtlich geahndet werden können.

Ein Anwalt lohnt sich in diesem Fall finanziell auch nicht, da alleine schon rechtliche Beratung hier etwa 1/3 - 1/2 der Kosten eines Aufbauseminars ausmachen dürfte. Und wenn der Anwalt dann noch schriftlich tätig wird, so KÖNNTE das preislich schon fast die Gebühr des Aufbauseminars ausmachen.

Recharchiere im WEB mal nach dem Begriff " Rechtanwalts-Vergütungsgesetz ". Dann weisst Du schon mal grundlegend, was der Anwalt für welche Aktivität mindestens in Rechnung stellen muss. ( so eine Art "Mindestlohn für Anwälte" )

Da zahle lieber das Bussgeld und später die Kosten für das Aufbauseminar, dann darfst Du auch weiterhin fahren. Ein Fahrverbot steht ja ohnehin nicht zur Debatte.

Die zwei Jahre verlängerte Probezeit sind dann doch allemal besser, als mehr Geld als nötig zu investieren und sich ggf. wegen o.g. Möglichkeit sogar strafbar zu machen.

Den allgemeinen Rest der Probezeitregelungen kennst Du ja und somit bedürfen sie keiner weiteren Erläuterungen.

Kommentar von Crack ,

👍

Dabei beachte aber, dass ein gut getroffenes "Passfoto" mit erkennbarer Gesichtspartie auch unter dem Helm inzwischen sehr aussagekräftig sein kann.

Die Bußgeldbehörde geht teilweise so weit das sie ein Anthropologisch-biometrisches Gutachten erstellen lässt um die Identität zu klären.
Dafür reichen die Ausschnitte des Gesichtes die man durch das Visier erkennen kann.

Kommentar von Parhalia ,

DAS meinte ich mit einem "gut getroffenen Passbild"...😎

Antwort
von soissesPDF, 30

Du musst gar nichts aussagen, ergo auch nichts bestreiten.
Nimm Dir einen Anwalt für Verkehrsrecht, ohne kommst Du nicht wirklich weit.

Antwort
von GravityZero, 27

Du müsstest dir schon einen Anwalt nehmen, dann geht vielleicht was. Tja, wenn man so darauf angewiesen ist sollte man etwas nachdenken. Ein Fahrverbot bekommst du aber sowieso nicht, also zahl die 80€ und nutze die verlängerte Probezeit und das Aufbauseminar...

Expertenantwort
von Sirius66, Community-Experte für Polizei, 34

So schnell ist das Motorrad ja nicht weg.

Was für Folgen hat denn der Punkt, die du nicht tragen willst? Hast du schon mehr auf dem Konto? Ansonsten wäre es ja außer dem Punkt "nur" das Bußgeld, Probezeitverlängerung um 2 Jahre und Anordnung eines Aufbauseminars. Es sei denn, du hast DAS und auch schon eine MPU hinter dir. Dann wird es kritisch. Dann wäre es aber auch nicht nur ein Verstoß, sondern mehrere und damit hättest du es nicht anders verdient.

Gruß S.

Kommentar von iceman962 ,

ne es waere der erste, aber ich habe absolut weniger als 0 lust, noch 2 jahre probezeit zu haben. das waeren 80 euro strafe aber ich bezahle lieber einen anwalt. wie teuer sind die?

Kommentar von Sirius66 ,

Auf jeden Fall mehr als 80€. Aber da kommt ja noch Bearbeitungsgebühr hinzu.

Den Widerspruch kannst du erstmal allein machen. Dadurch gewinnst du Zeit. Der muss ja innerhalb von 2 Wochen erfolgen. Du musst auch noch keine Gründe angeben. Formlos: Ich lege Widerspruch ein ... gegen den BESCHEID!

Toleranzen schon abgezogen?

Ist es wirklich eine VORLADUNG oder ein ANHÖRUNGSBOGEN?

Gruß S.

Kommentar von iceman962 ,

Mehr waere ok...
Toleranz ist schon abgezogen, leider...
"Anhoerung im Bussgeldverfahren"

Expertenantwort
von blackhaya, Community-Experte für Motorrad, 39

Du bist "Gentlemen"?

Es gibt da wirklich nichts, was Polizisten oder Richter nicht schon gehört hätten, im Grunde genommen stiehlst du denen nur die Zeit.

Du zahlst 80 Euro, bekommst einen 1 Punkt in Flensburg, deine Probezeit verlängert sich und du musst zum Aufbauseminar, das ist alles.

Antwort
von TheSouthFace, 35

Ich denke, es ist immer besser die Wahrheit zu sagen bzw. dazu zu stehen.

Meinst du wirklich dir wird dein Motorrad weggenommen? Ich denke nicht, dass wäre zu Hart!

Du musst das Busgeld zahlen,du bekommst den, die Probezeit wird verlängert und du musst vlt nochmal Theoriestunden besuchen aber mehr glaub ich nicht.

Kommentar von iceman962 ,

mein motorrad wird nicht weggenommen, aber wie du gerade gesagt hast. probezeirverlängerung von 2 jahren, geldstrafe und idiotentest. und ich weiß halt nicht ob die es anfechten würden wenn ich sage dass ich es nicht war

Kommentar von TheSouthFace ,

Versuchen kannst du es ja :) Ich würde es denk ich im bezug auf diesen "Idiotentest" mal versuchen.

Aber "Idiotentest" bist du wirklich  sicher?

Als Ich meinen Fahrlehrer nämlich damals gefragt wann man dazu verpflichtet wird. Hat er gesagt das in letzteb 20 Jahren es von seinen Schülern aber auch von den Umliegenden Fahrschulen in dieser Zeit erst eine Person oder gar niemand sogar diesen "Idiotentest" machen musste und  das man den gar nicht mehr macht.... bzw in sehr seltenen Fällen.

Bin grad etwas Verwundert!

Kommentar von Parhalia ,

@iceman962,

die probezeitliche Anordnung eines Aufbaukurses hat mit einer MPU ( ugs. "Idiotentest" nichts zu tun, wenn Du mit dem Vorfall Deiner Frage ERSTMALIG gegen Auflagen der Probezeit verstossen hast und somit gemäss Probezeitregelungen noch keinerlei Massnahme gegen Dich angeordnet wurde.

Die "MPU" würde Dir nur dann drohen, wenn Du Dich schon in Stufe III der PZR nach jeweils 1 x A-Verstoss oder 2 x B befinden würdest.

 - Stufe I = Probezeitverlängerung um 2 Jahre und Anordnung eines Aufbauseminars

 - Stufe II nach erstgenannten Vorgaben erneut einen A oder 2 x B - Verstoss und dahingehend eine Verwarnung nebst Empfehlung der Teilnahme an einer ( freiwilligen ) "verkehrspsychologischen Beratung" bekommen.

 - Stufe III = Massnahmen der Stufen I & II erfolglos, aber bereits rechtskräftig, und erneut 2 x B oder 1 x A wäre dann echt eine Entziehung der Fahrerlaubnis und Anordnung einer MPU, wenn o.g. Verstösse noch innerhalb der verlängerten Probezeit begangen wurden.

 

Kommentar von Sirius66 ,

Bei den Probezeitmaßnahmen heißt es irgendwie "Psychologische ... Beratung ... irgendwas ..." Soll der MPU ähnlich sein.

Gruß S.

Kommentar von Parhalia ,

Die "Empfehlung der Teilnahme an einer Verkehrspsychologischen Beratung" ist aber noch keine "MPU"... ( Medizinisch-Psychologische Untersuchung )

Antwort
von maximilianport, 46

Am besten zum Verkehrsanwalt, der kann dich da bestimmt rausholen.

Ein Freund von mir wurde mit 80 km/h zu schnell erwischt und ist auch ohne Punkte davon gekommen, weil sie gesagt haben, er ist nicht gefahren und weiß auch nicht wer sein Motorrad hatte. Aber wie gesagt, frag lieber einen Anwalt

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