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22 Jahre Wiedervereinigung - Gibt es eine oder zwei Gesellschaften?

Frage von wehaem wehaem

Ich muss eine Präsentation mit dieser Leitfrage halten, vielleicht gibt es hier jemand, der mir weiter helfen kann.

(11. Klasse Gymnasium)

Vielen Dank

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Antworten (13)

  • 10
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von babulja babulja

    Per Stand 2010 einige Fakte -, urteile selbst:

    • 80% aller Staatsekretäre in den Länder- und Bundesministerien = „Wessis“;

    • nur 22 % aller Ostdeutschen fühlen sich als Bundesbürger (!);

    • nur 2% aller deutschsprachigen Bücher werden in ostdeutschen Verlagen gedruckt, von ehemals 78 DDR – Verlagen existieren noch 12;

    • nur 5 % aller ostdeutschen Industriebetriebe sind in ostdeutscher Hand;

    • Wirtschaftsleistung der DDR pro Einwohner war 1989 knapp hinter England und Italien, aber vor Spanien, inzwischen alle „neuen Länder“ deutlich hinter Spanien;

    • Soldaten aus dem Osten, die ins Ausland geschickt wurden, bekamen weniger Entschädigung bei Tod oder Verletzung;

    • im Osten wurde weniger „Beschädigtenrente für Kriegsopfer des 2. WK“ gezahlt;

    • nur 10 % aller mittlerer Kommandoposten auf Ossi – Territorium in Armee, Justiz, Medizin und Kultur in Ossi – Hand;

    • ein klein bisschen über 80% des West – Einkommensniveau in Ossi – Land;

    • jährlich verlassen mehr Facharbeiter und Akademiker das Territorium der ehemaligen DDR als jemals insgesamt Ausreiseanträge gestellt wurden.

    Kommentar von Praline PralinePraline
    • Die Bundeskanzlerin ist aus dem Osten! Woher kommen diese Weisheiten? Aus dem Karl - Liebknecht- Haus etwa? Dann ist alles klar!
    Kommentar von PeVau PeVauPeVau

    Die kommen vom Bundesamt für Statistik, anderen öffentlich zugänglichen und nachprüfbaren Quellen und sind den einschlägigen Gesetzen, Bestimmungen und Durchführungsverordnungen zu entnehmen.

    Vielleicht solltest du dich mal mit Büchern und nicht mit Hirschen und Hengsten beschäftigen. :-)

    Kommentar von babulja babuljababulja

    "Zuckerle" - Angie wurde zwar in Hamburg geboren, hat aber in der DDR studiert und promoviert (denk mal, als Pfarrerstochter!!), war Mitglied der FDJ und in dieser auch ein kleiner Funktionär, hatte ihren Lebensmittelpunkt in der Uckermark (kannst Dich ja mal schlau machen, wo das liegt!), hat auch eine lange Zeit in der SU verbracht und soll ein passables Russisch sprechen.


    Aus dem Karl - Liebknecht- Haus etwa? Dann ist alles klar!>

    Hast Du was gegen das Karl-Liebknecht-Haus oder vielleicht gegen Karl Liebknecht? Du weißt wahrscheinlich gar nicht, wer das war! Hältst Du soviel "Demokratie" hier in Deinem Land nicht aus?


    Im Übrigen verstärkt Fett - Druck und pemanente Wiederholung von "Super - Quark" dessen Wahrheitsgehalt nicht ein bisschen!

    Kommentar von cherskiy cherskiycherskiy

    80% aller Staatsekretäre in den Länder- und Bundesministerien = „Wessis“;

    Man muss das ins Verhältnis 63 Mio zu 16 oder 17 Mio. setzen. Wenn es 50 % Ossis unter den Staatssekretären gäbe, wären sie überproportional vertreten.

    nur 22 % aller Ostdeutschen fühlen sich als Bundesbürger

    War ja auch ein eigenes Land. Aber 22% ist nun wirklich wenig. Ist das wirklich repräsentativ?

    Selbst unter den Wessis gibt es starke regionale Unterschiede (z.B. Bayern, Hamburg)

    Der Rest stimmt wahrscheinlich weitgehend...

    Kommentar von PeVau PeVauPeVau

    80% aller Staatsekretäre in den Länder- und Bundesministerien = „Wessis“

    Die 80 Prozent beziehen sich auch auf die Länderministerien der neuen Bundesländer. D. h., dass "Wessis" in den Ministerien der neuen Bundesländer als Staatssekreäre die überdeutliche Mehrheit stellen.

    Kommentar von cherskiy cherskiycherskiy

    Ah, das muesste man dann aber gesondert hervorheben. (Im gesamtdeutschen Vergleich wären 20% recht ordentlich. Seitdem ich das Niveau des Matheunterrichts in Dtl. kenne, bin ich sehr vorsichtig, was Zahlenspiele und Statistiken anbelangt...

    Kommentar von babulja babuljababulja

    Cherskiy, die 80 % der Staatssekretäre beziehen sich auf die Länderministerien in den neuen Bundesländern. Das war von mir etwas unglücklich ausgedrückt!

    Ja, die 22 % sind repräsentativ - und zwar im negativen Sinne. Wenn sich 20 Jahre nach der sogenannten Wende bzw. "Wiedervereinigung" nur 22 % der ehemaligen "Ossis" als gleichwertige Bundesbürger betrachten, dann sollte das den Politikern, Soziologen und Demografen schon zu denken geben. Oder bist Du nicht der Meinung?

    Kommentar von wehaem wehaem

    Hallo babulja.

    Könntest du mir vielleicht den Link dieser Studie senden?

    Danke im Vorraus

    Kommentar von babulja babuljababulja

    wehaem, kann ich leider nicht.

    Das sind Fakten, die ich aus mehreren Quellen zusammen getragen habe. Diese Quellen kann ich Dir natürlich zur Verfügung stellen. Aber nicht gleich - ich habe zur Zeit andere Sorgen.

  • 9
    RatgeberHelden Antwort von Merzherian Merzherian

    Gutes Thema, nicht nur auf Ost und West bezogen. Als Stichwort mort möchte ich da nur die SCHERE DIE IMMER WEITER AUSEINANDERKLAFFT nennen. Nach meiner persönlichen Meinung gibt es weder in den alten noch in den neuen Bundesländern nur eine Gesellschaftsform, in der sich alle Bürger wiederfinden können. Schon unter diesem Aspekt lohnt sich eine Präsentation. Das es immer noch gravierende Unterschiede zwischen den neuen Bundesländern und den alten gibt, also, das weiß doch eigentlich jedes Kind, ausser Pralinchen, naja. Es gibt weiterhin 2 Entlohnungsgebiete, 2 Rentensysteme, hallo, wo wie soll man sich da als eine Gesellschaft auch nur annähernd fühlen können.

    Aufder anderen Seite, warummuß immer noch diese seltsame Soli-Beitrag die Finanzen der Länder belasten, ja auch den einzelnen belasten. die diskussionen darüber, oft auf höchster politischer Ebene geführt, heizen die Diskussion an und verdeutlichen die Unterschiede.

    Aber nur Unterschiede auflisten ist eine Sache, wie damit umgehen, wie abbauen eine ganz andere. Die Gefahr, die doch jetzt besteht, ist das sich eine Mehrklassengesellschaft in den Köpfen der Menschen manifestiert und ein Gegenwirken alsnicht mehr wichtig erscheint. Achselzucken,na ist eben so und zur Tagesordnung übergehen. Doch damit ist keinemgeholfen. Der soziale Frieden kann damit auch nicht annähernd wieder hergestellt oder nur in eine mehr oder weniger ausgewogene Form gebracht werden. Ein Teil von Deutschland wird wirtschaftlich zur Brache erklärt, ca. 1/5 der Bevölkerung aufs Abstellgleis geschoben.Politisch, weil eh als Nazis abgestempelt, wirtschaftlich, weil die hohe Arbeitslosigkeit oft mit Arbeitsunwilligkeit gleichgesetzt wird, menschlich, weil es bald als Makel gilt aus diesem Teil Deutschlands zu stammen,gar dort zu wohnen. Dies aber kann sich kein Staat auf Dauer leisten. Und da der Staat letzendlich nichts anderes ist als wir, sollten wir, jeder einzelne sich vor Augenführen, dass die Zündschnur am Pulverfaß Mehrklassengesellschaft jeder einzelne in den Händen hält. Und jeder einzelne könnte durch entsprechendes Eintreten dafür sorgen, das diese Lunte nicht allzurasch lichterloh brennt sondern zum verglimmen kommt.

  • 6
    Antwort von Praline Praline

    In der BRD gibt es eine Gesellschaft mit verschiedenen Aspekten. Nichts weiter! Die Ostdeutschen haben sich angepaßt oder sind angepaßt worden. Ein paar aufmüpfige Kräfte gibt es immer noch. Das ist ja auch klar! Früher hatten die das Sagen, die Kreissekretäre, die ZK- Mitglieder und höhere Funktionäre, Generale und ML- Professoren. Heute nimmt denen keiner ein Stück Brot mehr ab, weil nun raus gekommen ist, wie sie das ostdeutsche Volk beschissen und belogen haben, wie sie geklaut haben aus den Westpaketen und wie sie Menschenhandel betrieben haben. Wer will mit denen eins sein? Keiner! Das ist ein besonderer Aspekt der deutschen Gesellschaft. Die gehören alle bestraft! Das macht aber keiner, weil die Menschen viel zu nachsichtig sind. Sonst die neue Generation ist schon bürgerlich - humanistisch geformt und vertritt die sauberen Werte der freiheitlich- demokratischen Ordnung und die christlichen Normen des menschlichen Verkehrs und nicht die Räuberwerte des Sowjetimperialismus und DDR- Sozialismusses, wo gelogen und betrogen wurde, wo sich nur die Politbürokraten und ihre Helfershelfer alles in die Tasche steckten und das Volk und die so achgeliebte Arbeiter- und Bauernklasse konnte zugucken, wie sie klar kommen konnte. Das gibt es nicht mehr,

    diese verfluchte Klassengesellschaft!

    Es gibt nur eine Gesellschaft , aber mit gewissen historischen Hintergründen! So ist es! Nicht anders! Schlimm ist, daß es die Partei der Linken gibt, wo solche Leute aus dem Osten wie Gysi und Lötzsch, Bartzsch, Pau u.a. immer noch sehnsüchtig ihr Bettelsystem fordern, die Lötzsch brüllt immer nach ihrem Kommunismus und Gysi fordert den Austritt aus der Nato. Sie müssen immer noch stänkern und stellen dummdreiste ostalgische Forderungen, um die Menschen zu verwirren und zu veräppeln. Dabei leben diese Herrschaften wie die Fürsten von den Geldern unseres Volkes, den Diäten. Das sind die Ungerechtigkeiten. Nichts anderes! Das mit den Löhnen ist eine reale Entwicklungsfrage. Wer nicht so viel produziert, der hat auch nicht mehr verdient! Das Geschreie durch gewisse Volkspropagandisten ist nur Hetzerei und Unruhestiftung!

    Kommentar von topt5 topt5topt5

    liebes----------------- hut ab ! ! ! lg

  • 6
    Antwort von Collagen2 Collagen2

    Ganz eindeutig m i n d e s t e n s zwei! Erstmal Arm und Reich. Dann immer noch unterschiedliche Löhne und Renten in Ost und West!!! Als gravierensten Unterschied darf man mit Verlaub sagen, dass es Besitzende und Besitzlose in unserer gesellschaft gibt. Nur etwa 10% der Bevölkerung Deutschlands sind im Besitz von etwa 90 % unseres gesamten Volksvermögens. Darüber wirst Du bei WIKI bestimmt en detail fündig!

    Kommentar von yokohama yokohamayokohama

    Die Zahlen sind ein wenig übertrieben.

    Fakt ist aber, dass hierzulande die obersten 10% der Einkommensbezieher mehr als die Hälfte des Steueraufkommens erwirtschaften.

    http://wirtschaft.t-online.de/reiche-zahlen-auch-viel-steuern/id_14344556/index

    Das heißt: Einige Reiche und Besserverdiener sind also die Finanziers des Sozialstaats.

    Kommentar von Collagen2 Collagen2Collagen2

    Yokohama, Du bist toll! Diese lieben Gutmenschen, die Du da erwähnst, werden ganz sicher für ihre aufopferungsvolle Tätigkeit in den Himmel kommen. Sie sind wahre "Götter" !!!

  • 3
    Antwort von Alex313 Alex313

    Diese Aufgabenstellung des Lehrers (oder der Lehrerin) beinhaltet eine Fragestellung, die als unzureichend bzw. unpräzise bewertet werden darf.

    Weshalb ...?

    Die Fragestellung unterstellt quasi, dass es vor der Wiedervereinigung keine zwei Gesellschaften in der BRD gegeben hat, sondern diese eventuell durch die Vermischung mit den Bürgern und Bürgerinnen der ehemaligen DDR entstanden sein könnte ...

    Ist die Fragestellung jedoch auf die gesellschaftlichen Unterscheide gerichtet, z.B. die oberen 10.000, die finazielle Mittelschicht, die armutsgefährdeten und die von Armut betroffenen Menschen, dann hat es auch schon vorher nicht nur zwei, sondern mehrere Gesellschaften gegeben ... (und dabei wurden noch nicht die religiösen und/oder politischen Orientierungen zu berücksichtigen) ...

    Wenn es nur eine Gesellschaft in unserem Land gäbe, weshalb wählen wir dann nicht alle dieselbe Partei ...?

    Liebe Grüße an den Lehrer bzw. die Lehrerin ...!

    Kommentar von Alex313 Alex313Alex313

    Sorry, sollte natürlich lauten:

    " ... Unterschiede ... " (statt Unterscheide)

    " ... und dabei wurden noch nicht die religiösen und/oder politischen Orientierungen berücksichtigt ... "

  • 2
    Antwort von Schuhu Schuhu

    Obwohl in Ost und West die gleichen Gesetze gelten und somit vor dem Gesetz alle gleich sind, scheint es in den Köpfen noch große Unterschiede zu geben. Im Osten wird vom Staat z. B. mehr Hilfe und Unterstützung für den Bürger erwartet als im Westen.

    Kommentar von Pynero PyneroPynero

    oh man....

  • 2
    Antwort von KattaLoewe KattaLoewe

    Meiner Meinung nach gibt es zwei Gesellschaften, denn die Leute die im Osten leben oder gelebt haben, werden immer noch benachteiligt, sie verdienen weniger, bekommen weniger Geld vom Staat etc, als die im Westen.

  • 1
    Antwort von kernstel kernstel

    Daran sind unsere Politiger schuld Die bekommen die Vereinigung nicht Gebacken. Nach soviel Jahren mus alles EINHEILICH sein LOHN RENTE .Deshalb müssen Entlich gute Politiger ran . Aber woh sind DIE ??????

    Kommentar von abibremer abibremerabibremer

    ENTLICHE" politiger: donald duck und dagobert???

  • 0
    Antwort von abibremer abibremer

    schon WIEDER das falsche wort: WIEDER VEREINIGEN kann man nur etwas, was schon mal zusammengehört hat. das war aber bei den beiden deutschen staaten nicht der fall. die wurden nämlich erst nach dem krieg gegründet und hatten bis auf die gemeinsame hochsprache und geschichte nicht wirklich viel miteinander zu tun- abgesehen von familiären oder freundschaftlichen beziehungen im privaten bereich.

  • 0
    Antwort von Tobias87 Tobias87

    Schritt 1: Definiere "Gesellschaft" mit Blick darauf, wer noch zu einer Gesellschaft gehört und wer nicht mehr, bzw. recherchiere eine entsprechende Definition.

    Schritt 2: Wende die Definition an.

  • 0
    Antwort von abibremer abibremer

    meine anregung dazu: "wiedervereinigen" kann man NUR das, was mal eins gewesen ist. ddr und brd waren aber niemals eins, sondern zwei völlig neue staaten, die in jeder hinsicht aus den trümmern des dritten reiches "zusammengebastelt" worden waren

    Kommentar von Wanze0815 Wanze0815Wanze0815

    und vorher????

  • 0
    Antwort von Soren8 Soren8

    Es gibt eine ganze Menge von Gesellschaften. Bayern, Sachsen, Schwaben, Stadt und Land, katholisch-evangelisch. Das mit dem Osten ist das Wenigste.

  • 0
    Antwort von Steve0037 Steve0037

    na immer noch 2

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