Auf den Toleranzabzug kann man sich nicht verlassen. Er dient zum Ausgleich von Messfehlern und wird von der gemessenen Geschwindigkeit abgezogen. Das Ergebnis ist die vorwerfbare Geschwindigkeit.
Da aber die gemessene Geschwindigkeit aufgrund der möglichen Messfehler auch höher als die tatsächliche Geschwindigkeit sein kann, ist es denkbar, dass die vorwerfbare Geschwindigkeit trotz Toleranzabzug nur unwesentlich geringer als die tatsächliche Geschwindigkeit ausfällt.
Es ist daher z.B. ein taktischer Fehler, immer 23 km/h zu schnell zu fahren. Das kann auch ins Auge gehen (Messgerät misst 26 km/h Überschreitung, 3 km/h werden abgezogen -> 23 km/h sind vorwerfbar).
.
Verlassen kann man sich allerdings darauf, dass der Tacho immer etwas zuviel anzeigt. Wie groß dieses "etwas" ist, kann man hingegen widerum nicht sagen. Wenn du jedoch im Moment des Blitzens 20 km/h auf dem Tacho abgelesen hast, dann wird die vorwerfbare Geschwindigkeitsüberschreitung sicher unter 20 km/h liegen. Dann erfolgt nur eine Verwarnung inkl.Verwarungsgeld von vermutlich 35 Euro.
Erst ab 21 km/h Überschreitung sind Bußgeld, Punkte und Probezeitmaßnahmen fällig, und zwar sowohl innerorts als auch außerorts.
Einen "offiziellen" (im Sinne von "amtlichen") Bußgeldrechner gibt es nicht.
Die verlinkte Seite wird von einer Privatperson betrieben.