2. Weltkrieg - Hatte der Widerstand überhaupt eine Chance?
Hey, ich halte bald meine GFS über die weiße Rose ... und meine Leitfrage ist, ob der Widerstand überhaupt eine Chance hatte ... nun: da bin ich mir aber nicht sicher und finde im Internet auch keine konkreten Aussagen.
Kann mir hier jemand etwas darüber erzählen und/oder Gründe aufzählen wieso der Widerstand eine Chace hatte oder wieso nicht?
Ich wäre sehr sehr dankbar!
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Hey,
und wieder mein Spezialgebiet herrlich: Natürlich hatte der Widerstand kaum Chancen, aber nur deshalb, weil zu wenige aktiv mitgemacht haben. Hätten viel mehr Menschen sich gegen den Dikator gestellt, hätte er nicht mehr viel machen können. Du kannst schließlich nicht zig Millionen Einheimische eliminieren. Der Diktator hatte sie ja für seine kranken Phantasie gebraucht, damit sie diese ausführen. Die Juden brauchte er nicht und konnte sie damit töten. Was ein absolutes geisteskrankes Verhalten war und ich hoffe, so was passiert nie wieder. Hätten die Generäle bzw. Kommandeure nicht bis zuletzt bei diesen sinnlosen Krieg mitgemacht, wäre es auch anders verlaufen. Und obwohl sie wussten, dass der Krieg verloren war, machten sie weiter. Das kreide ich ihnen an. Es hätten sich möglichst alle querstellen sollen. Dann hätte der kranke Diktator nichts mehr machen können.
Die Weiße Rose, übrigens Erwachsene und nicht Jugendliche, versuchte mit friedlichen Mitteln auf das Verbrechen aufmerksam zu machen und Widerstand zu leisten. Es hätte funktionieren können, hätten mehr mitgemacht.
Angel74
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Hi, der Widerstand (Stauffenberg e. a.) hatte deswegen keine Chancen, weil er im Ausland (GB, USA) als nationalistische Militärclique angesehen wurde. Hätte an der Forderung zur bedingungslosen Kapitulation keinen Deut geändert. Möglicherweise hätte der Morgenthau Plan (oder schlimmer: der Theodor Kaufmann Plan: Germany must perish) durchgeführt werden können/sollen, da der Kalte Krieg mit der SU noch in weiter Ferne war. Siehe auch Directive JCS 1067. Ansonsten hätte der Widerstand nur den Kopf (HitIer) beseitigt, aber auf seinen deutschnationalen Forderungen bestanden (versucht zu bestehen). Von Stauffenberg (es lebe das Heilige Deutachland) und seine Mitverschworenen waren nämlich stramme Nationalisten und Militaristen, die heutzutage mit Sicherheit wegen Rechtsextremismus verfolgt werden würden. Siehe Kommentar der US-Besatzer im Bild (Herausgeber: 12. Heeresgruppe für die dt. Zivilbevölkerung). Es wäre nur eine 2. Dolchstoßlegende entstanden, zumindest meiner Meinung nach. Gruß Osmond http://en.wikipedia.org/wiki/Morgenthau_Plan
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Als Zeitzeuge bin ich der Meinung, dass jeder Widerstand ein Himmelfahrtskommando war. Der Staatsapparat war viel zu mächtig, um etwas dagegen zu unternehmen. Selbst eine Handvoll Offiziere hat es nicht geschafft. Einen erfolgreiche Putsch hätte ich nur dem Militär zugetraut und da hätte der gesamte Generalstab hinter stehen müssen. Andernfalls hätten die nicht Abtrünnigen mit der SS wahrscheinlich den Putsch nieder geschlagen. Das ist meine Meinung aus der Sicht, wie die Umstände damals waren.
Kommentar von Angel74Angel74 07.02.2012Sie sagen selber, nur das Militär hätte was erreichen können. Warum haben sie nicht? Es hätte funktionieren können. Und eine Handvoll kann so was auch nicht erreichen.
Angel74
Kommentar von wolfgang11wolfgang11 07.02.2012Ich habe die Zeit als Normalbürger und Soldat erlebt. Also nicht als Politiker. Das ist meine Sicht der Dinge. Das Volk hat lange an die Parolen des Regimes geglaubt. Auch wenn es viele im Nachhinein verneint haben. Die Frage, warum die Generäle nicht geputscht haben? Vielleicht waren sie durch die Blitzkriege so verblendet, dass sie immer noch an den Endsieg geglaubt haben.
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Dann betrachte das Thema mal von der Gegenseite: Also sollte man sich mit allen DIngen inder Welt abfinden, da Widerspruch sowieso keinen Zweck hat? Ich glaube kaum, dass das real wäre.
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Wieviel Zeit bleibt Dir noch? Es gibt von Hans Fallada einen Roman "Jeder stirbt für sich allein". Es geht darin auch um eine Form des Widerstands im Dritten Reich, zwar nicht um die "Weiße Rose", aber vom Prinzip her ähnlich. Und das Tragische an dieser Geschichte ist, daß diese Leute sowohl an der Angst vor dem System als auch wegen des Glaubens an dieses System gescheitert sind. Und genauso war es, soweit ich mich erinnere, mit der "Weißen Rose". Meines Wissens nach, gibt es auch zu dieser Gruppe Literatur, nur habe ich davon leider nichts in meiner Bibliothek.
Kommentar von NicolasChamfortNicolasChamfort 06.02.2012Noch ein Tipp dazu: Sieh mal unter www.dhm.de/lemo/html/nazi/widerstand/weisserose nach. Vielleicht hilft es.
Kommentar von Angel74Angel74 07.02.2012Hey,
Tipps: Hans und Sophie Scholl: Briefe und Aufzeichnungen Willi Graf: Briefe und Aufzeichnungen
Die Weiße Rose von Annelise Knoop-Graf (Willis Schwester) Die Weiße Rose Das kurze Leben der Sophie Scholl
Internet: Die Weiße Rose
Angel74
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Das besondere an der weißen rose war ja dass es normale jugendliche waren die aber trotzdem so starken mut hatten sich aufzulehnen, also das ist glaube ich der hauptgrund warum sie so in die geschichte eingingen.
erfolg hätten sie ja theoretisch haben können, wenn sie einen großen teil der bevölkerung hätten überzeugen können. Aber viele waren ja im krieg, oder gar zufrieden oder wussten nichts von deportationen, zudem war die unterdrückung ja auch effektiv, da alles ja gleichgeschaltet und folglich von nazis auch betrieben wurde.
Ich weiß nur nicht mehr genau, ob sie auch mit gewalt probiert haben hit-er zu stürzen, ich meine nicht. Falls doch dann hätten sie im falle von hit*ers tod zumindest ne chance gehabt den holocaust aufzuhalten, da dann ein neuer an die spitze rücken würde, der vll nicht so holocaust befürwortend war (waren ja einige hohe nazis, zumindest geht man davon aus) denke das dritte reich als ganzes wär aber dadurch nicht untergegangen.
nja ist jetzt meine laienmeinung, hoffe du kannst damit wenigstens etwas anfangen
Kommentar von wolfgang11wolfgang11 06.02.2012Der Tod von AH allein hätte mit Sicherheit keine Wende gebracht. Es hätte genug gegeben, die in die Bresche gesprungen wären, weil sie sie sonst selbst nicht überlebt hätten.
Kommentar von HowardFrazettaHowardFrazetta 07.02.2012ja das wollte ich damit auch sagen, dass das reich mit sicherheit nicht untergegangen wäre, jedoch vll einer an die macht gekommen wäre, der den genozid womöglich gestoppt hätte... soweit ich weiß war rommel doch so ein fall, auch wenn der wohl kaum AH ersetzt hätte (halt nur ein beispiel)
Kommentar von wolfgang11wolfgang11 07.02.2012Bei einem Putsch der Generäle wäre wahrscheinlich ein die Führung übernommen. Dann hätte der Genozid vermieden oder zumindest gestoppt werden können. Aber bei einem Putsch, bei dem nur AH beseitig worden wäre, hätten da Göring, Göbbels oder Himmler die Führung übernommen und es hätte sich wahrscheinlich nichts geändert.
Kommentar von HowardFrazettaHowardFrazetta 07.02.2012hm na gut stimmt klingt logisch, soweit habe ich nicht gedacht, pardon =)
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Jeder Widerstand muss sich im Untergrund halten. Und das gelingt nur wenigen. Wenn eine bestimmte Anzahl überschritten ist, ist es sehr schwierig noch Widerstand zu leisten.
Kommentar von NicolasChamfortNicolasChamfort 06.02.2012Und daran glaubst Du. Widerstand ist nur in seiner Breite wirksam. Je weniger Leute Widerstand leisten um so wirkungsloser ist er. Er mag im Untergrund beginnen, seine Entfaltung und Wirkung gewinnt er aber in der direkten Konfrontation.
Kommentar von DonPaoloDonPaolo 06.02.2012Naja. Wenn der Widerstand zu schnell öffentlich wird ist er auch zu schnell angreifbar.
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http://en.wikipedia.org/wiki/Germany_Must_Perish!