Frage von Engelchen100 06.02.2012

2. Weltkrieg - Hatte der Widerstand überhaupt eine Chance?

  • Hilfreichste Antwort von Angel74 07.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hey,

    und wieder mein Spezialgebiet herrlich: Natürlich hatte der Widerstand kaum Chancen, aber nur deshalb, weil zu wenige aktiv mitgemacht haben. Hätten viel mehr Menschen sich gegen den Dikator gestellt, hätte er nicht mehr viel machen können. Du kannst schließlich nicht zig Millionen Einheimische eliminieren. Der Diktator hatte sie ja für seine kranken Phantasie gebraucht, damit sie diese ausführen. Die Juden brauchte er nicht und konnte sie damit töten. Was ein absolutes geisteskrankes Verhalten war und ich hoffe, so was passiert nie wieder. Hätten die Generäle bzw. Kommandeure nicht bis zuletzt bei diesen sinnlosen Krieg mitgemacht, wäre es auch anders verlaufen. Und obwohl sie wussten, dass der Krieg verloren war, machten sie weiter. Das kreide ich ihnen an. Es hätten sich möglichst alle querstellen sollen. Dann hätte der kranke Diktator nichts mehr machen können.

    Die Weiße Rose, übrigens Erwachsene und nicht Jugendliche, versuchte mit friedlichen Mitteln auf das Verbrechen aufmerksam zu machen und Widerstand zu leisten. Es hätte funktionieren können, hätten mehr mitgemacht.

    Angel74

  • Antwort von osmond 08.02.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hi, der Widerstand (Stauffenberg e. a.) hatte deswegen keine Chancen, weil er im Ausland (GB, USA) als nationalistische Militärclique angesehen wurde. Hätte an der Forderung zur bedingungslosen Kapitulation keinen Deut geändert. Möglicherweise hätte der Morgenthau Plan (oder schlimmer: der Theodor Kaufmann Plan: Germany must perish) durchgeführt werden können/sollen, da der Kalte Krieg mit der SU noch in weiter Ferne war. Siehe auch Directive JCS 1067. Ansonsten hätte der Widerstand nur den Kopf (HitIer) beseitigt, aber auf seinen deutschnationalen Forderungen bestanden (versucht zu bestehen). Von Stauffenberg (es lebe das Heilige Deutachland) und seine Mitverschworenen waren nämlich stramme Nationalisten und Militaristen, die heutzutage mit Sicherheit wegen Rechtsextremismus verfolgt werden würden. Siehe Kommentar der US-Besatzer im Bild (Herausgeber: 12. Heeresgruppe für die dt. Zivilbevölkerung). Es wäre nur eine 2. Dolchstoßlegende entstanden, zumindest meiner Meinung nach. Gruß Osmond http://en.wikipedia.org/wiki/Morgenthau_Plan

    20. Juli
    20. Juli
  • Antwort von wolfgang11 06.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Als Zeitzeuge bin ich der Meinung, dass jeder Widerstand ein Himmelfahrtskommando war. Der Staatsapparat war viel zu mächtig, um etwas dagegen zu unternehmen. Selbst eine Handvoll Offiziere hat es nicht geschafft. Einen erfolgreiche Putsch hätte ich nur dem Militär zugetraut und da hätte der gesamte Generalstab hinter stehen müssen. Andernfalls hätten die nicht Abtrünnigen mit der SS wahrscheinlich den Putsch nieder geschlagen. Das ist meine Meinung aus der Sicht, wie die Umstände damals waren.

  • Antwort von klauswernerl 06.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Dann betrachte das Thema mal von der Gegenseite: Also sollte man sich mit allen DIngen inder Welt abfinden, da Widerspruch sowieso keinen Zweck hat? Ich glaube kaum, dass das real wäre.

  • Antwort von NicolasChamfort 06.02.2012

    Wieviel Zeit bleibt Dir noch? Es gibt von Hans Fallada einen Roman "Jeder stirbt für sich allein". Es geht darin auch um eine Form des Widerstands im Dritten Reich, zwar nicht um die "Weiße Rose", aber vom Prinzip her ähnlich. Und das Tragische an dieser Geschichte ist, daß diese Leute sowohl an der Angst vor dem System als auch wegen des Glaubens an dieses System gescheitert sind. Und genauso war es, soweit ich mich erinnere, mit der "Weißen Rose". Meines Wissens nach, gibt es auch zu dieser Gruppe Literatur, nur habe ich davon leider nichts in meiner Bibliothek.

  • Antwort von HowardFrazetta 06.02.2012

    Das besondere an der weißen rose war ja dass es normale jugendliche waren die aber trotzdem so starken mut hatten sich aufzulehnen, also das ist glaube ich der hauptgrund warum sie so in die geschichte eingingen.

    erfolg hätten sie ja theoretisch haben können, wenn sie einen großen teil der bevölkerung hätten überzeugen können. Aber viele waren ja im krieg, oder gar zufrieden oder wussten nichts von deportationen, zudem war die unterdrückung ja auch effektiv, da alles ja gleichgeschaltet und folglich von nazis auch betrieben wurde.

    Ich weiß nur nicht mehr genau, ob sie auch mit gewalt probiert haben hit-er zu stürzen, ich meine nicht. Falls doch dann hätten sie im falle von hit*ers tod zumindest ne chance gehabt den holocaust aufzuhalten, da dann ein neuer an die spitze rücken würde, der vll nicht so holocaust befürwortend war (waren ja einige hohe nazis, zumindest geht man davon aus) denke das dritte reich als ganzes wär aber dadurch nicht untergegangen.

    nja ist jetzt meine laienmeinung, hoffe du kannst damit wenigstens etwas anfangen

  • Antwort von DonPaolo 06.02.2012

    Jeder Widerstand muss sich im Untergrund halten. Und das gelingt nur wenigen. Wenn eine bestimmte Anzahl überschritten ist, ist es sehr schwierig noch Widerstand zu leisten.

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