Frage von keeny, 69

2 mal 6 Monate Abstinenznachweis aber mit 2 Monaten Unterbrechung dazwischen....Was tun?

Hallo!

Ich hatte eine TF mit 2,33 Promille mit anschließendem Unfall. Bin Ersttäter. Habe 2x 1/2 Jahr Abstineznachweise machen lassen (Urin). Da ich mir nach den ersten 6 Monaten nicht mehr so ganz sicher war ob das eigentlich reicht, beschloss ich 6 weitere Monate zu machen. Jetzt hab ich aber denke ich ein Problem mit der Zeit dazwischen...das sind gute 2 Monate die ich quasi nicht nachweisen kann. Sollte ich die Neuerteilung des FS zurückziehen und ein weiteres halbes Jahr machen? In der ganzen Zeit als ich mich mit der MPU befasste wurde ich immer stutziger und hab nun fast das Gefühl das das Jahr mit den Abstinenznachweisen fürs klo war. (was zumindest das Geld betrifft) UNd ich glaube nicht das 6 Monate bei der hohen Promillezahl ausreichen.

Expertenantwort
von nancycotten, Community-Experte für MPU, 51

Hallo keeny,

generell kann man nicht sagen das, aufgrund deiner BAK, ein ganzes Jahr AB nachgewiesen werden muss, oder ob doch ein halbes Jahr reicht. (Ich hatte auch schon User die mit ähnlicher BAK und "KT" ihre MPU bestanden haben).

Viel wichtiger sind die weiteren Umstände, also dein Trinkverhalten im Vorfeld, die Tiefe der Alk.problematik etc. Zunächst prüft der Gutachter ob "kontrolliertes Trinken" noch möglich ist, erst wenn er davon ausgehen kann das dies nicht mehr funktioniert, wird die Abstinenz gefordert.

Wenn dies bei dir zutreffen sollte, sind deine Bedenken berechtigt, denn die 2-monatige Lücke würde dir ganz sicher, bei der MPU, Probleme bereiten...

Hast du dir denn, in i-einer Weise, Hilfe für die Vorbereitung gesucht?

Gruß Nancy

Kommentar von keeny ,

Ja ich war im Vorfeld 1 Jahr lang bei einer Suchtberatung inkl. Gruppen und Einzelgesprächen. Bzw bei einer MPU Vorbereitungsmaßnahme. Grob gesagt war ich damals fast jedes Wochenende auf Partys wo ich auch nicht selten 6-7 Bier und 6-7 Mixgetränke zu mir nahm. (Unter der Woche allerdings nie Alkohol). Zu meiner Selbsteinschätzung würde ich sagen das ich ein Wirkungstrinker war. Dieses Verhalten aber seit dem Unfall auf 0 gesenkt habe. Entzugserscheinungen an sich hatte ich nie. Nur die Umstellung war freilich am Anfang etwas ungewohnt. Nun bin ich seit gut 1 1/2 Jahren dem Kraftsport verfallen. Da steht für mich Alkohol eh ausser frage. Nur einzig das Problem jetzt mit der Lücke macht mich fertig.  

Kommentar von nancycotten ,

Zu meiner Selbsteinschätzung würde ich sagen das ich ein Wirkungstrinker war.

So würde ich es an deiner Stelle nicht deklarieren, denn reines
Wirkungstrinken wäre eher ungünstig um noch in die Kategorie des freiwilligen Alk.verzichts zu fallen...davon abgesehen klingt deine Kurzbeschreibung für mich jetzt erstmal nicht nach einer Abstinenzforderung. Das würde bedeuten das ein halbes Jahr nachgewiesener AB ausreichen würde und die Lücke somit kein Problem ist.

Genaueres könnte ich dir sagen wenn ich noch etwas mehr über dich wüsste. Da hier nicht die richtige Plattform dafür ist, möchte ich dich auf ein MPU-Forum verweisen, dessen Link du hier findest, wenn du mal auf meine Profilseite siehst (keine Angst ist alles völlig kostenlos). Wenn du magst kannst du da mal hereinschauen.

Solltest du daran kein Interesse haben, wünsche ich dir hiermit schon einmal alles Gute für deine MPU.

Viele Grüße, Nancy

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community