Frage von Jerichmed, 60

2 Jahre krank geschrieben - wieder arbeiten aber weniger Stunden?

Ich bin seit 2 Jahren krank geschrieben. Mein Arbeitgeber hat mir noch nicht gekündigt, wahrscheinlich um sich vor einer Abfindung zu drücken. Gibt es eine Möglichkeit dass ich wieder an meiner Stelle antrete, aber nicht mehr so viel arbeite? z.B. nur noch 3 Tage die Woche?

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit & Arbeitsrecht, 11

Du solltest den Arbeitgeber mal fragen ob er mit einer stufenweisen Wiedereingliederung einverstanden ist.

Wenn ja, kannst Du dort mal schauen wie viele Stunden Du problemlos arbeiten kannst.

Du solltest Dir auch mal das Teilzeit- und Befristungsgesetz anschauen. Lies hier mal den § 8 der die Verringerung der Arbeitszeit regelt. Es würde hier den Rahmen sprengen alles aufzuschreiben. Du findest das auch im Netz und kannst gleich selbst beurteilen ob die Bedingungen für eine Verkürzung gegeben sind.

Antwort
von Azura25, 10

Wenn es dein Arbeitgeber anbietet, könntest du eine Wiedereingliederung machen. Da bist du weiterhin krankgeschrieben und bekommst Krankengeld. Wie viele Stunden/Tage du arbeiten gehst wird mit dem Arzt geklärt. Der AG muss aber sein Einverständnis geben.
Oder du stellst einen Antrag auf Teilzeit, was auch wieder mit dem AG zu klären wäre. Manche Betriebe machen sowas halt nicht oder nur ungern.
Auf jeden Fall solltest du mit einem AG die Möglichkeiten besprechen.

Antwort
von LiselotteHerz, 9

Er hat Dir nicht gekündigt, um sich vor einer Abfindung zu drücken, sondern nimmt das einfach ernst, dass Krankheit kein Kündigungsgrund ist.

Geh hin, besprich das mit ihm und dann muss ein neuer Arbeitsvertrag aufgesetzt werden. Du verdienst dann natürlich auch sehr viel weniger, reicht Dir das dann aus?

lg Lilo


Kommentar von WetWilly ,

Ich muss Dich da korrigieren, Krankheit ist ein zulässiger Kündigungsgrund.

Kommentar von Niggo96 ,

krankheit ist ein kündigungsgrund.

Antwort
von WetWilly, 8

Wie schon geschrieben wurde ist eine Wiedereingliederung (sog. Hamburger Modell) für Dich ein möglicher Weg.

Dabei ist Dein Arzt der erste Ansprechpartner, der kann das Ganze auf "einstielen". AG und ggf. auch Krankenkasse müssen aber miitspielen.

Antwort
von Healzlolrofl, 7

Da wirst du wohl mit deinem Chef drüber sprechen müssen.

Möglich ist schliesslich alles.

Grund sauer zu sein hat er nicht, die Versicherung zahlt ja schliesslich deinen Lohn.

Kommentar von Jerichmed ,

Welche Versicherung? Im Moment bekomme ich gar nichts.

Kommentar von Healzlolrofl ,

Dann hat er noch weniger Grund sauer auf dich zu sein.

Sprich mit ihm und wenn er der Meinung ist das du früher gut zum Team gepasst hast, dann sollte es ja eigentlich klappen.

Kommentar von ombie ,

Wieso solltest du nichts bekommen, wenn du einen gültigen Arbeitsvertrag hast und krankenversichert bist?

Kommentar von Jerichmed ,

Nicht mehr nach 57? Wochen, dann zahlt die Krankenkasse nciht. Da ich eine Unterbrechung in der Krankschreibung hatte bzw. die Krankenkasse die Bescheinigung nciht erhalten hat bekomme ich auch kein ALG1

Kommentar von LiselotteHerz ,

Du bekommst doch Krankengeld und das wird von Deiner Krankenversicherung bezahlt.

Kommentar von Jerichmed ,

Ja aber nur ca. 54 Wochen lang!

Kommentar von WetWilly ,

Krankengeld gibt es für maximal 78 Wochen, nicht für 2 Jahre...

Antwort
von Patches1, 7

Das geht natürlich, aber es ist eine Vertragsänderung mit eventuell neuen Bedingungen. Das musst Du mit dem Arbeitgeber besprechen und Dir anhören, was er vorschlägt. Die Antwort wiederum solltest Du von einem Anwalt für Arbeitsrecht prüfen lassen, da es verschiedene Haken geben kann, die man nicht immer gleich weiss.

Antwort
von Virginia47, 9

Wenn du so lange krankgeschrieben warst, kannst du eh das Hamburger Modell machen, sprich eine Wiedereingliederung, in deer du testen kannst, wie lange du wieder arbeiten kannst.

Ansonsten wird dein Arbeitgeber sicher einverstanden sein, wenn du nur noch drei Tage in der Woche arbeiten willst. Wenn er dir deinen Arbeitsplatz so lange freigehalten hat, wird er sich was dabei gedacht haben. Und da glaube ich eher nicht, dass es eventuell die Abfindung wäre.

Antwort
von Throner, 8

Das ist natürlich nur zwischen Dir und Deinem Arbeitgeber abzuklären.

Warum hast Du nicht ALG II beantragt, nach den 78 Wochen Krankengeldbezug?

Antwort
von doziho, 6

Das mußt Du mit Deinem Arbeitgeber abstimmen...

 hier kennt keiner die konkreten Umstände

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