Frage von grasshopper1, 144

2-Fächer Bachelor sinnvoll?

Guten Abend, da ich bald studieren werde, muss ich mich so langsam fest für einen Studiengang entscheiden.
Bis jetzt ist mein Favorit der 2 Fächer Bachelor Volkswirtschaftslehre, in Kombination mit Soziologie.
Ich finde auch, dass diese beiden Kernfächer sich gut ergänzen.
Nun befürchte ich aber, dass ich nach Abschluss meines Studiums nicht direkt für einen Beruf qualifiziert bin, wie z.B nach einem Maschinenbaustudium, sondern sozusagen zwar Wissen in mehreren Gebieten vorweisen kann, jedoch aber nirgendwo ein richtiger Fachmann bin und es so schwer wird auf dem Arbeitsmarkt fündig zu werden.

Ich hoffe meine Frage ist klar genug formuliert und mir kann jemand sagen, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege, oder ob dieses Studium mir doch eine gute Berufliche Perspektive bietet.

Ich wäre froh über jede Antwort die mir weiterhilft und bedanke mich schonmal im Voraus !

Liebe Grüße,
Grasshopper1 ;-)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von motorrad95, 85

Hi Grasshopper1!

In deinem Studium spezialisierst du dich dann auf 2 Fächer anstelle nur 1. Das hat den Vorteil, dass du in deinem Hauptfach Dasselbe Wissen so ziemlich hast wie die Monobachelor Leute, dafür hast du aber auch noch zusätzliches Wissen in deinem Nebenfach. Im Endeffekt hast du mehr davon als wenn du nur Mono studierst.

Was du nach dem Studium machen kannst... Ja da gibt es viel! In deinem Studium kriegst du schon so einige Ideen was du alles machen kannst und was dich genau am meisten interessiert. Du kannst mit VWL denke ich für Firmen in verschiedenen Gebieten arbeiten, du kannst in die Politik gehen mit Soziologie und wenn du in die Politik gehen kannst, kannst du dich natürlich auch für alle möglichen politischen Organisationen bewerben. Es gibt erstaunlich viel was man nach seinem Studium machen könnte. Die Frage ist, ob man auch den Platz bekommt ^^ 

Ich studiere auf Lehramt und habe somit einen sicheren Arbeitsplatz und weiß genau was ich nach meinem Studium mache. Den Vorteil haben viele andere nicht, dafür habe ich nicht so viele Berufsauswahlmöglichkeiten! 

Studiere das was du für richtig empfindest, nimm dir die Zeit die du brauchst und wechsle vlt nochmal, sobald du merkst was du WIRKLICH willst! Deine Kommilitoninnen und Kommilitonen werden dir auch Ideen geben, was nach dem Studium kommt. Außerdem gibt es verdammt viele Berufsmessen, wo die Firmen usw. auch für sich werben und dir schon Jobangebote machen (Bspl. Connecticum für Informatik!)

Hauptsache: Gehe es ruhig an und es sollte dir Spaß machen!

Expertenantwort
von Ansegisel, Community-Experte für Studium, 81

Der 2-Fach-Bachelor ist vor allem in den Geisteswissenschaften beliebt, in denen es noch nie so war, dass man direkt für einen bestimmten Beruf qualifiziert wird. Das hat sich mit dem Bachelor aber insofern verändert, als dass du z.B. mit einem Anteil Wirtschaft dort "arbeitsmarktrelevante" Qualifikationen erwerben kannst.

Aber natürlich wird niemand einen Absolventen suchen, der Soziologie und Wirtschaft studiert hat, sondern wahrscheinlich nur eines von beidem. Wobei du mit beiden Fächern meiner Meinung nach gute Chancen hast.

Dennoch, wenn dich das so interessiert, dann kannst du dich während des Studiums noch genügend nach einem Berufsfeld umsehen und dich vielleicht entsprechend qualifizieren. Spätestens im Master.



Kommentar von motorrad95 ,

Wenn man bedenkt was das Sozialverhalten für eine Rolle in der Wirtschaft spielt, ist es eigentlich keine so schlechte Idee mit den beiden Fächern. Immerhin hat man dann ein großes Verständnis von Menschen/Gesellschaft UND Wirtschaft! 

Kommentar von Ansegisel ,

Ich frag' mich gerade ernsthaft, wer motorrad95 und mir hier eine negative Bewertung gegeben hat und vor allem wieso...

Kommentar von grasshopper1 ,

Also ich war es nicht 😄
Danke für die Antworten !

Kommentar von Ansegisel ,

Hab ich auch nicht vermutet ;) Besonders motorrads Antwort ist ja nun wirklich ausführlich und ordentlich geschrieben.

Viel Erfolg noch bei der Studiengangswahl!

Antwort
von UniErfurt, 54

Hallo grasshopper1,

an der Universität Erfurt studierst du zum Beispiel auch im Zwei-Fach-Bachelor, das heißt, du kombinierst eine Hauptstudienrichtung mit einer Nebenstudienrichtung.

In deinem Falle wäre das Staatswissenschaften – Wirtschaftswissenschaft mit Staatswissenschaften – Sozialwissenschaften (Soziologie, Politikwissenschaft).

Wir haben einige Absolventen mit dieser Kombination, die du hier kennenlernen kannst: http://ich-mag-meine-uni.de/component/k2/itemlist/tag/Wirtschaft.html

Viel Erfolg bei der Studienwahl!

P.S.: Hier noch die Infos zu den Studiengängen:
http://www.uni-erfurt.de/va/studium/studienangebot/ba

Antwort
von Tritur, 53

Der Bachelor ist auf der Ebene der Hochschule, was die mittlere Reife am Gymnasium bedeutet. Eine halbe Sache; und so bewerten das auch viele Arbeitgeber.

Ich würde in einer Fachrichtung ein Vollstudium absolvieren und allenfalls danach entscheiden in einem anderen Fach noch ein Kurzstudium abschließen.

Im übrigen dürfte das Arbeitsplatzangebot für Betriebswirte größer sein als für Volkswirte und dieses größer als für Soziologen. Man kann ein BWL-Studium bei dem die Volkswirtschaftslehre ohnehin ein wichtiges Pflichtfach ist, mit den Fächern Finanzwissenschaft und Steuerlehre auch so gestalten, dass man sich alle Berufsfelder offen hält für die eher ein Volkswirt gesucht wird.   

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