Frage von amelia2017, 54

2. Bin ich depressiv oder liegt es nur am Alter?

hallo, jetzt habe ich es verstanden wie man eine Frage stellt.

Also vor einem Jahr fing ich an mich anderst zu kleiden. Punkiger und ins Emo gehende. Ich habe dann auch über den Kleiderstiel recherchiert und kam so auf das Ritzen. Da ich zu der zeit Probleme mit meinem besten Freund hatte, der sich leider unerwartet in mich verliebt hat, habe ich das sv mal ausprobiert. Es hat mir geholfen meine Trauer und Wut loszuwerden. Aber mit der Zeit wurde ich immer öfters traurig. Habe bei meinem Vater, der wo anderst wohnt, nichts mehr geredet. Bei meiner Mama und Freunden auch nicht, habe nicht mehr viel gelacht, mich zurückgezogen, nur im Bett gelegen, geweint, geschlafen, in der Schule wurde ich auch immer schlechter. Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren im Unterricht und habe mich täglich verletzt.

All das ist heute (nach ca 11Monaten) immenoch so und ich frage mich, ob ich wirklich Depressionen habe. Denn ich erkenne mich nicht wieder. So als hätte ich Drogen genommen. Ich bin agressiver und Heule wegen jeder Kleinigkeit (leider auch im Unterricht) und kann schlecht schlafen. Bzw. ich habe einen inneren Zwang nicht zu schlafen. warum ich nicht schlafen WILL ist auch eine Frage. ich will nicht mehr so leben und nicht mehr zur schule. Es ist viel zu schwer. Und ich verstehe nichts, weil ich immer in meine Gedanken versinke.Meine Klicke hat mich auch im Stich gelassen und so bin ich jetzt fast alleine. Meine jetzige BF zieht auch im Mai weit weg. Das ist einfach zu viel.

Hoffe ihr wisst was da los ist. Oder ob ich normal bin. Klingt bescheuert ich weis

Lg Amelia

Antwort
von Shiftclick, 18

Der Begriff Depression beschreibt eine Vielzahl von Krankheits- und Störungsbildern. Es gibt mehrere Arten von Depression, die als eigenständige Krankheit gelten können, und darüber hinaus gibt es Depressionen, die bei anderen Erkrankungen auftreten können, z.B. bei Erschöpfung, nach der Geburt eines Kindes, bei Psychosen, Borderline, nach Drogenmissbrauch, bei Vergiftungen etc. pp. Wenn du den Begriff 'depressiv' im Sinne von niedergedrückt, traurig, grübelnd, mutlos, ohne Zuversicht etc. verwendest, ist dagegen nichts einzuwenden, weil es sich dann um keine medizinisch/psychiatrische Diagnose handelt, sondern um eine Beschreibung deiner Befindlichkeit. Eine Depression zu diagnostizieren kann man jedenfalls aufgrund deiner Angaben und aus der Entfernung nicht. Was du beschreibst, ähnelt darüber hinaus der Befindlichkeit vieler in der Pubertät sich befindenden. Meine beste Vermutung ist, dass du normal bist, aber im Moment ziemlich ratlos und durcheinander, was einem zwischen der Kindheit und dem Erwachsenenleben sehr oft passiert.

Kommentar von amelia2017 ,

erstmal vielen dank für deine Antwort. Mein Klassenlehrer hat mich auf meinen Arm angesprochen, weil meine damaligen Freundinnen es ihm gesagt haben, und er meinte ich solle zu unserer Schulsozialarbeiterin. Ich war schon in der sechsten Klasse (wegen meiner Vergesslichkeit und meinen Albtäumen) und in der ersten Klasse (wegen Mobbing) in einer Therapie. Aber das brachte nichts. Meine Mutter hat Borderline und ich habe nur mal so daran gedacht, ob ich es vlt geerbt (?) haben könnte. Oder dass es durch die Erziehung meiner Mutter, die mich früher machnmal schlug, bekommen habe. Naja egal ich sollte mich damit abfinden, dass ich nicht krank sondern nur verrückt bin.

lg Amelie

Kommentar von Shiftclick ,

Naja egal ich sollte mich damit abfinden, dass ich nicht krank sondern nur verrückt bin.

Das ist eine vernünftige Einstellung, die mir gefällt :-) Was die Sozialarbeiterin und Therapie angeht, es gibt viele schlechte Therapeuten, die nicht besonders viel Segensreiches bewirken, vor allem auch dann, wenn nicht viel Zeit zur Verfügung steht und/oder der Client ein schwieriger Fall ist (nicht alle arbeiten wirklich gerne mit, auch das ist ja ein Merkmal der Pubertät, dass man seine Aufmüpfigkeit trainieren soll und sich nicht mehr herumkommandieren lassen möchte). Borderline ist m.E. keine sehr präzise umschriebene Kategorie (ursprünglich war es eine Verlegenheitsdiagnose [=Grenzfall zwischen verschiedenen Sachen]), so dass es vermutlich über die Erblichkeit keine sehr zuverlässigen Daten gibt. Ein Zeichen deiner Vernunft und der Gutartigkeit deiner 'Verrücktheit' (in deinem Sinne wären vermutlich auch alle Künstler verrückt) wäre es, wenn du selber erkennst, wann du wegen etwas Hilfe benötigst. Wenn man sich z.B. ritzt und davon nicht ablassen kann und das Gefühl hat, keine Hilfe zu benötigen, gerade dann wäre sie am nötigsten.

Antwort
von Chaosbrother, 21

Ob das Depressionen sind, kann ich nicht sagen, es sieht aber ganz nch einer Persönlichkeitsstörung aus. Geh zu deinem/deiner Hausarzt/Hausärztin und erzähle von dieser Entwicklung, die können dir garantiert weiterhelfen. Und mit der Kleidung hat das nichts zu tun. Ob es am Alter liegt, kann ich nicht sagen, ohne Altersangabe. Da du scheinbar noch zur Schule gehst, kann es auch die Pubertät sein, sprich einfach mit Freunden, Familie oder einer Seelsorge darüber.

Kommentar von amelia2017 ,

erstmal vielen dank für deine Antwort. Ich wurde bereits von meinem Lehrer angesprochen, ich sollte zu unserer SZA. Das habe ich dann auch gemacht. Nun habe ich schon ein halbes Jahr bei ihr regelmäßig Termine und meine Mama hatte ein Gespräch mit ihr. Sie meinten ich solle wieder in terapie. Aber ich weis ja nichtmal ob das ich bin, oder ob ich das nur glaube ich zu sein.

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