1930 - Was führte zur Mehrheit der radikalen Parteien?
Weiss es jemand? 100000 Dank für jede hilfe, suche Hoffnungslos :(
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Gerade ist der 1.Weltkrieg vorbei, von dem man sich doch so viel versprochen hatte, jedoch gandenlos verloren, das große deutsche Kaiserreich, die alte Tradition, das Reguläre - futsch. D leidet an Arbeitslosigkeit und Inflation. Und dann kommt auch noch die ewige Schmach über die Niederlage gegen die Franzosen dazu, die ja immerhin begleitet wurde von Gebietsverlusten und hohen Reperationszahlungen. Und nun kommen da welche und versprechen dir das blauste vom Himmel, nein, du bist nicht der Verlierer, wir sind doch eigentlich die Gewinner, wir können doch gar nichts für den verlorenen Krieg (Dolchstoßlegende)!
Also muss man leider sagen, dass damals sehr viele auf ganz viele Lügen, leere Versprechungen und eine große Propaganda hereingefallen sind. Und die verheerenden Folgen kennen wir ja alle.
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Leider Gottes führten demokratische Wahlen dazu.
Unmittelbar vor diesen Reichstagswahlen zerbrach die Große Koalition unter Reichskanzler Hermann Müller (SPD), welche aus SPD, Zentrum, BVP, DDP und DVP bestand. Ob die Ursache ein Streit über eine geringfügigen Beitragserhöhung für die Arbeitslosenversicherung war oder die Absicht von Reichspräsident Paul von Hindenburg, ein antiparlamentarisches und antimarxistisches Präsidialkabinett anzustreben, ist umstritten.
Nach dem Bruch der Koaliton bildete Heinrich Brüning (Zentrum) eine Minderheitsregierung ohne die SPD. Da diese im Reichstag keine Mehrheit hatte, ließ Brüning den Reichhaushalt 1930 als Notverordnung zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen in Kraft setzen. Der Reichstag machte dann aber auf Antrag der SPD mit 256 Stimmen von SPD, KPD, NSDAP und DNVP von seinem in Artikel 48 der Weimarer Verfassung festgelegten Recht Gebrauch, eine Notverordnung aufzuheben. Daraufhin bat Brüning Hindenburg, den Reichstag nach Artikel 25 der Verfassung aufzulösen und Neuwahlen anzusetzen, welche am 14. September 1930 stattfanden. Da sowohl NSDAP als auch KPD Stimmengewinne erzielten, hatten die demokratischen Parteien keine Mehrheit mehr.
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die "machtergreifung" hatte auch viel mit dem chaos der weimarer republik zu tun. natürlich ist das ein umfangreiches thema aber ich versuch mal einige punkte schlüssig zu erklären.
in der weimarer republik gab es viele probleme und keine richtigen lösungen. es gab viel zu viele parteien, es war also das reinste chaos (seit dem ersten weltkrieg gab es 14 vreschieden kanzler mein ich)... "deutschland" war noch eine republik in den kinderschuhen und diese form der regierung wurde nur von wenigen unterstützt. noch dazu lasteten viele probleme durch den versailler vertrag etc auf "deutschland"
in "deutschland" gab es also viiiiele innenpolitische probleme. in berlin waren beispielsweise straßenschlachten an der tagesordnung die schon fast einem bürgerkrieg ähnelten (darum wurde die republik auch in weimar ausgerufen)
von anfang an war die form der regierung, die nach dem ersten weltkrieg folgen sollte ja sehr umstritten. die linken wollten den kommunismus, die rechten arbeiteten an einer diktatur und viele wollten die monarchie nicht loslassen. ein paar andere wollten demokratie, haben es in den 14 jahren aber nicht geschafft den rest zu überzeugen.
in zeiten wo es den menschen schlecht geht neigen sie oft zu "radikalen" lebenseinstellungen und viele hoffen auf jemanden, der alles in die hand nimmt und die probleme löst. die partei, die das früher versprach war die NPD... die leute hatten genug von den vielen regierungswechseln der letzten 14 jahre..immerhin hat sich nichts gebessert.
die npd sprach gezielt die "einfache" bevölkerung an; gar nicht mal die gelehrten, studenten oder viel-verdiener. es war ja eine "arbeiter-partei"
wie es schlussendlich zur machtergreifung kam ist echt noch komplexer und auch eigentlich nicht deine frage; du wolltest ja wissn wie es zur "mehrheit" kam.
ich hoffe ich konnte ein wenig helfen. wenn du noch fragen hast dann frag :) LG
Kommentar von ViviconVivicon 09.08.2011ach und außerdem hatte die npd auch gleich die richtigen sündenböcke parat: spd, die linken und natürlich juden.
und ja propaganda war auch ein wichtiges thema wobei h!tler (mein gott warum darf man das nicht schreiben??) gar nicht so ein toller redner gewesen sein sollte, den hat man selbst damals nicht richtig verstanden... das war ehr göbbels ;)!
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findeste in Wikipedia unter Machtergreifung
Kommentar von newcomernewcomer 09.08.2011 -
Antwort von danino009 09.08.2011
ja aber was genau führte das hi.... es zur machtergreifung geschafft hat? was ist mit der großen koaltion passier,... ein fehler musste ja jemand gemacht haben das die radikale partei eine stimmenmehrheit bekommen hat´? Welche Gründe? Maßenarbeitslosigkeit gehört glaub ich zu einen Grund
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Ich glaube ,dass hi... sprachlich begabt war und so die menschen an sich zog
Kommentar von macbewmacbew 09.08.2011Stimmt, er muss es ja wirklich verstanden haben den größten Mist noch schön zu reden..
Die Gründe sind multikausal, ein Grund lag aber wohl darin, dass die Dummheit von Stammtisch-Honoratioren über die politische Vernunft obsiegte. Die Demokration war institutionell verankert, aber nicht Herzenssache der Bürger. Die demütigenden und in weiten Teilen ungerechten Bedingungen des Versailler Vertrages wurden nicht als Folge eines überflüssigen Krieges angenommen, der verloren wurde, weil sich das Reich übernommen hatte. Dennoch hätte alles noch gutgehen können, wenn sich die USA, nachdem sie schon unter Wilson in Versailles jämmerlich versagt hatten, nicht in die Splendid Isolation zurückgezogen hätten, wenn man seitens des Westens nicht auf maßvolle Politiker wie Briand, sondern auf Scharfmacher wie Clemenceau gehört hätte. Locarno kam zu spät, vielleicht nur ein Jahr, die Weltwirtschaftskriese gab dann der Demokratie den Todesstoß; leider war auich der senile Hindenburg als "Pflichtdemokrat und Herzensmonarchist" nicht in der Lage, das perfide Spiel von A.H. zu durchschauen.
Es ist noch zu erwähnen, dass die SPD in entscheidender Stunde versagte, als sie die moderate Erhöhung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge, also eine Marhinalie, zum Anlass nahm, die bürgerliche Koalition zu verlassen, was dann zu jenen von Wolli1960 brillant beschriebenen Ereignissen führte.
Es ist leider ein Faktum, dass man zwar eine Diktatur über eine gewisse Zeit gegen den Demokratiewillen der Bevölkerung durchsetzen kann (Griechenland, Chile, Argentinien), niemals aber eine Demokratie durchsetzen kann, wenn das Volk dazu (noch) nicht reif ist (Somalia, Afghanistan, Irak, ...)