Warum hat sich ein Preuße vor dem 18 Jahrhundert nicht als deutscher gerufen? Danke
18 Jahrhundert/ Preußen
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Vor dem 18. Jahrhundert existierte Deutschland praktisch nicht. Es gab in den Grenzen eines mitteleuropäischen Gebietes, das nebulös als Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation bezeichnet wurde, kein Deutschland. Der Begriff wurde erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit Leben erfüllt. Man fühlte sich vorher kaum als Preuße, sondern als Untertan eines Herren, der ebensogut der Fürstbischof von Köln, der König von Bayern oder der Herzog von Hessen-Nassau sein konnte oder ein Duodez-Fürst von Soundso-und-Soundso.
Grüße
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B1RDY Sie hatten einen eigenen Nationalgedanken und -stolz durch militärische Erfolge. Außerdem grenzten sie sich klar ab. Zum Deutschen Reich kam es erst 1871. Wenn du dir aber mal diese konstitutionelle Verfassung von 1871 ansiehst, dann erkennst du, dass Preußen eine starke Vormachtstellung hatte. Zum einen natürlich durch die Tatsache, dass der preußische König auch gleichzeitig der Kaiser der Deutschen war ( -> Kaiserproklamation 1871 in Versailles). Zum anderen konnte Preußen durch seine 17 Sitze im Bundesrat jederzeit Gesetze mit einem Veto belegen, da man mit 14 Stimmen schon ein Veto durchbringen konnte.
Heutzutage sind die Preußen etwas mit den Bayern, dem sogenannten Freistaat, zu vergleichen, das sie sich kulturell etwas abgrenzen (Oktoberfest etc.) und einige radikale in der Politik immer noch die Unabhängigkeit Bayerns fordern.
Hoffe, ich konnte dir helfen.
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user1192user1192
Weil er Preuße war und kein Deutscher. Genausowenig waren Bayern Deutsche. "Deutschland" gab es nicht. Es gab ja noch kein Nationalgefühl.
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