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16jährige Tochter hat Bulimie und will nicht mehr nach Hause

Frage von WAL2005 WAL2005

Wir sind eine Familie mit drei Kindern (8,12,16 Jahre). Vor einiger Zeit mußten wir feststellen, daß unsere 16jährige Tochter an Bulimie leidet, als wir sie vor drei Wochen darauf ansprachen und ihr klar machen wollten, daß sie Hilfe brauch ist sie völlig ausgetickt und hat bei einer uns bekannten Familie Zuflucht gesucht. Diese Familie hat unsere Tochter zunächst mal aufgenommen. Von ihnen erfuhren wir auch, daß unsere Tochter bereit Hilfe bei einer Psychologin gesucht hat und im Gespräch ist. Sie steht kurz vor den Abschlußprüfungen in einer Realschule mit bislang guten Leistungen. Seit dem Tag ihres weggehens hat sie jeglichen Kontakt zu uns, auch zu ihren Geschwistern, abgebrochen und wohl geäußert, daß sie nicht mehr nach Hause kommen kann. Die Psychologin hat ihrerseits aufgrund der Äußerungen unserer Tochter das Jugendamt verständigt und ihr die Möglichkeiten eine "Inobhutnahme" erklären lassen. Das scheint sie alles in kauf zu nehmen, hauptsache sie muß nicht mehr nach Hause zu uns. Für den Rest der Familie ist die Situation nahezu unerträglich, weil eigentlich nichts dramatisches vorgefallen war, außer den üblichen pupertären Reibereien. Wir schwanken z. Zt. zwischen sofortigem nach Hause holen mit dem Risiko, daß sie wieder abhaut und sich in Obhut nehmen läßt oder die Situation abzuwarten auf daß sie irgendwann wieder nach Hause kommt. Was sollen wir tun?

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Antworten (19)

  • 6
    Antwort von Kapstadt Kapstadt

    Wenn die aufnehmende Familie gut bekannt ist, dann würde ich erst mal ein wenig abwarten und den Kontakt mit der Familie vertiefen. Dort erzählt sie evtl. mehr als zu Hause und ihr könnt vielleicht den Grund für ihre Erkrankung erfahren. Dann prof. Hilfe in Anspruch nehmen und sehr behutsam mit dem Mädel umgehen. Schimpfen und Druck bringt hier gar nichts. Erst einmal abwarten, wie sich die Angelegenheit entwickelt. Wünsche Euch allen viel Glück und dem Mädel gute Besserung.

    Kommentar von Eissalat EissalatEissalat

    ja, kontackt mit der famile ist auch gut

    Kommentar von gerneMutti gerneMutti

    gute Antwort

    Kommentar von phoinic phoinicphoinic

    guter plan, ich wünsche viel Erfolg.

  • 5
    Antwort von Virginia47 Virginia47

    Gegen ihren Willen würde ich sie nicht zurückholen. So schwer das auch fällt.

    Aber ich habe schon oft erlebt, dass Kinder dann später zur Vernunft gekommen sind und selbst wieder Kontakt gesucht haben.

    Sie ist jetzt in einer schwierigen Phase. Die muss sie erstmal überwinden. Mithilfe der anderen Familie, des Psychologen und des Jugendamtes. Und Alle arbeiten gemeinsam auf das Ziel hin, sie wieder mit ihrer Familie zusammenzubringen. Da bin ich sicher.

    Vielleicht liegen die Gründe für ihre Bulemie und ihre Flucht in der Familie begründet. Auch wenn sich das keiner vorstellen kann. Sie muss erstmal mit sich selbst klar kommen. Das ist nicht einfach. Gerade für ein Mädchen in dem Alter. Sie muss ihre Bulemie überwinden. Gute schulische Leistungen bringen. Und ein Ziel vor Augen haben. Das ist alles nicht so einfach zu schaffen, wenn dann die Familie auch noch auf sie eindringen würde.

    Kommentar von gerneMutti gerneMutti

    Genau! Bulemie ist nicht ohne.

  • 3
    Antwort von Krabbeltier Krabbeltier

    Das "Kind" sollte ganz einfach ! die Freiheit haben ,sich von der Familie eine Auszeit zu nehmen ,wenn es diese als unerträglich empfindet.....egal ! aus welchen Gründen....Wenn Ihr sie unter der BITTE :die Schule nicht zu vernachlässigen ! und den Abschluss zu machen,lasst ,wird dieses Mädchen frei entscheiden -ohne Druck-ob es Euch als Eltern braucht und akzeptiert....und Euch ohne Angst und Bedenken besuchen kommen!Werdet nicht drängend und hysterisch ,und ruft nicht sämtliche Instanzen zu Eurer Hilfe herbei.Die Tochter ist in 2 Jahren volljährig ,und wenn sie "unter Zwang" bei Euch bleiben muss ...habt Ihr sie verloren.

    Kommentar von gerneMutti gerneMutti

    Ja, besser ohne Zwang. Sehe ich auch so.

    Kommentar von Krabbeltier KrabbeltierKrabbeltier

    und:das Jugendamt würde ich wieder "ausschalten" ,da dort wenig Kompetenz sitzt ,in Belangen von fast Volljährigen...

  • 2
    Antwort von Momo1965 Momo1965

    Wenn Euch die Familie gut bekannt ist, wo sie "Unterschlupf" gefunden hat, solltet Ihr sie zunächst einmal gewähren lassen. Sucht in jedem Fall immer wieder das Gespräch mit ihr, sinnvoller Weise mit Unterstützung der Psychologin.

    Von weiteren Ratschlägen und Appellen bezüglich einer Therapie, die sie ja schon selbst in Angriff genommen hat, solltet Ihr Abstand nehmen. Versichert ihr schlichtweg immer wieder, dass ihre Krankheit Eurer Liebe zu ihr keinen Abbruch tut und Ihr zu 100 % hinter ihr steht und sie unterstützen werdet.

    Die "Flucht" erkläre ich mir damit, dass sie sich wahrscheinlich grenzenlos vor Euch schämt, nachdem Ihr sie "enttarnt" habt, denn das Ausmaß von Bulemie mit all seinen Folgen ist ihr offensichtlich voll und ganz bewußt.

    Viel Glück und alles Gute!

  • 2
    Antwort von Eissalat Eissalat

    Auf jedenfall ganz direckt drauf ansprechen am besten persönlich und nicht über telefon..

    Das Jugendamt glaubt den Eltern mehr als Minderjährigen.. (Ist zumindest so bei 2 fällen die ich kenn.. (ein 17 Jähriges Mädchen das von ihrer Mutter geschlagen und gemobbt wird..und ein 16 Jähriger der nur stress mit seinen eltern hat..)) Ich würde auf jedenfall mal die Person vom Jugendamt, die auch mit der Tochter in kontackt steht anrufen und einen Termin ausmachen (am besten mit Tochter und ganzer Familie) Wenn wirklich nichts ausser den pupertären problemen vorgefallen ist und das auch alle familienmitglieder bestätigen dürfte da glaube ich nichts gemacht werden. (Das 17 jährige mädchen das ich kenn, das probleme mit der mutter hat, steht schon eineinhalb jahre mit dem jugendamt in kontackt, es gab zahlreiche gesprächstermine, der Vater und die beiden Brüder haben bestätigt dass sie geschlagen wird und es wurde trotzdem nichts unternommen-GARNICHTS.)

    Die persönlichen probleme mit der Tochter sollten wie gesagt in einem direckten gespräch angesprochen werden...

    Falls irgendwas sein sollte... Bitte schreibt mir ne PM

    lg

    Kommentar von mullemaeuschen mullemaeuschenmullemaeuschen

    Um Gottes Willen, bitte keine FRAGEN!!!

    Ich schreibe das nicht nur so. Drei Jahre Erfahrung haben mich das gelehrt. Zwei Leute kommen immer noch zu mir, wenn sie mich brauchen, aber auch nur dann.

    Das ist gewöhnungsbedürftig, wenn sie kommen, kommen sie freiwillig, wenn sie was erzählen wollen ist es auch nur freiwillig.

    Auf Direktheit kommen NUR LÜgen

    Liebe Grüße zu Dir

    mulle

    Kommentar von Fragen1001 Fragen1001Fragen1001

    Das sehe ich genau so. Wenn das Mädchen von sich aus bereit ist, etwas zu erzählen, wird sie das auch tun. Momentan scheint es nicht der Fall zu sein. (Jedenfalls der eigenen Familie gegenüber). Deren direktes nachfragen würde nur eine Blockade nach sich ziehen.

    Kommentar von gerneMutti gerneMutti

    Da kann ich mich anschließen.

    Kommentar von Eissalat EissalatEissalat

    ich habe eine andere erfahrung gemacht..

  • 1
    Antwort von Huendin Huendin

    Bulemie ist eine ernstzunehmende Krankheit dies erstmal vorab, dazu kommt jezt noch Ihr Alter hier scheint es so das vieleicht nicht mal die Bulemie im vordergrund steht,sondern deine Tochter auch noch andere Probleme hat.Auf keinen Fall solltest du deine Tochter unter Druck setzen eher versuchen den Kontakt auf Freundschaftlicher Ebene herzustellen wenn sich deine Tochter dort wo sie untergebracht ist wohlfühlt belass es erstmal dabei,ganz wichtig ist aber sich professionelle Hilfe zu holen um die erkannte Krankheit behandeln zu lassen dies ist ein sehr langer Prozess.Vieleicht erkennst du ja schon welche Probleme deine Tochter noch hat und kannst Ihr dabei helfen diese zu beseitigen.Jetzt hilft nur ein liebevolles Vertrauensvolles Verhältniss aufzubauen das erfordert viel Zeit nimm dir die Zeit deiner Tochter hilft es.Ich wünsche dir und deiner Tochter viel Glück und Kraft für die bevorstehende Zeit

  • 1
    Antwort von Kolumna Kolumna

    Hallo, ich kann sehr gut nachvollziehen, was in Euch momentan vorgeht.

    In der jetzigen Situation, würde ich Euch raten, selbständig Kontakt zum JA zu suchen und ein Gespräch mit der Psychologin, allerdings unter 4 oder 6 Augen ohne Eure Tochter.

    Zurzeit seht Ihr nur, dass das "Kind" aufgrund des Gesprächs über die Bulimie ausgetickt ist. Dies ist nicht schön und sicherlich macht Ihr Euch auch Vorwürfe.

    Diese sind aber völlig überflüssig. Sicher das Mädchen hat erst mal die Flucht ergriffen, aber hinter einer Bulimie oder Mageersucht stecken immer psychische Probleme und Ihr habt erreicht, dass sie dies erkannt hat und sich Hilfe holt.

    Dies ist die positive Entwicklung in diesem Fall und nur das zählt. Ihr habt, auch wenn Euer Kind dies noch nicht erkennen kann, zum Wohl des Mädels gehandelt.

    Um die positive Entwicklung nicht zu stören, bitte ich Euch eindringlich sucht Kontakt zum JA und zur Psychologin, verpflichtet beide Stellen zum Stillschweigen über Eure Gespräche und bittet um Aufrechterhaltung des Kontaktes.

    Verfolgt über diese Stellen den weiteren Verlauf, aber setzt nicht das Mädchen unter Druck, denn dies verschlimmert ihre Situation nur noch.

    Lenkt hinter den Kulissen die Fäden und gebt Ihr damit das Gefühl, es allein geschafft zu haben.

    Das sie jederzeit wieder heim kommen kann, weil es keine, aus Eurer Sicht, großen Probleme gab, vermittelt Ihr am besten über die Psychologin.

    Ich weiß, dass ich Euch vor eine schwierige Situation stelle, aber diese Überwindung und die Geduld zahlt sich oft aus.

    Unternehmt Ihr jetzt das Falsche, gefährdet Ihr den Therapieerfolg und müsst unter Umständen hilflos zusehen, wie Euer Kind, vor Euren Augen kaputt geht.

    Es kann, unter Umständen eine sehr lange Zeit dauern, bis sie wieder heimkehrt, aber sie wird kommen, wenn sie stark genug dazu ist. Im Augenblick ergreift sie die Flucht vor der Realität. Es gilt ihr die Zeit zu geben, dies zu erkennen.

    Ich wünsche Euch von ganzem Herzen Stärke, Mut und Durchhaltevermögen!

    Es ist eine schwierige Aufgabe, aber haltet Euch vor Augen, dass Ihr noch zwei andere Kinder habt, die Mutter und Vater genauso bedürfen und auch an der Situation kanppern und diese nicht verstehen. Sprecht mit ihnen darüber - auch das ist eine wichtige Aufgabe. LG

  • 1
    Antwort von Fragen1001 Fragen1001

    Hallo WAL2005

    Ich kann mir vorstellen, dass es schlimm sein muss, wenn die eigene Tochter sich lieber in einer anderen Familie als in der eigenen aufhält.

    Dass sie an Bulimi erkrankt ist, hat bestimmt mehr Grund als "nur" die Pubertät. Aber in dieser Zeit ist die Gefahr am höchsten.

    Es gibt spezielle Kliniken, in der die betroffenen Jugendlichen sehr gut behandelt werden können. Eine davon ist die Psychosomatische Fachklinik in Bad Pyrmont. Aber es gibt auch andere.

    Die Therapie ist sehr langwierig und beteiligt auch die Angehörigen. Und das ist auch wichtig und richtig. Eine Familientherapie kann natürlich auch (oder zunächst bzw. anschließend) ambulant durchgeführt werden. Der erste Weg dorthin führt über einen geeigneten Kinder-und Jugendarzt oder dem Hausarzt, der dann zu einem Facharzt für (Kinder- und Jugend)Psychiatrie überweist. Nach einem Erstgespräch bzw. Erstuntersuchung entscheidet dieser gemeinsam mit den Eltern, die ja immer noch das Sorgerecht haben, und der Jugendlichen, was weiterhin zu tun ist.

    Das Jugendamt ist bei Bulimi, welches ein schweres Krankheitsbild ist, an einem Punkt gelangt, an dem es meiner Meinung nach nicht mehr kompetent genug ist. Hier ist es mit ein paar Gesprächen und dem Angebot einer außerfamiliären Unterbringung allein nicht getan. Es mögen hier zwar die Umstände, die zum Konflikt geführt haben, beseitigt werden. Aber das ist nur oberflächlich. Denn die eigentliche Ursache zur Entstehung des Krankheitsbildes wird dadurch weder beseitigt noch wird das Verhaltensmuster aufgearbeitet. Doch die Ursache müssen die Betroffenen - also die ganze Familie - erst einmal kennen. Und dann erst kann das krankhafte Verhalten (die Ess-Brechsucht) mittels Therapie verändert werden.

    Erzwingen kann man hier sicher nichts! Das muss ganz behutsam geschehen. Aber das Mädchen muss natürlich erkennen, dass es krank geworden ist. Um zu heilen, muss es das "wodurch" selber erfassen können. Das kann nur durch den eigenen Willen geschehen. Niemals durch Druck von außen.

    Wenn das Mädchen sich in der fremden Familie wohl fühlt und diese Leute einverstanden sind, kann es dort vorübergehend bleiben. Langfristiges Ziel sollte aber schon sein, die Tochter in die eigene Familie zurückzuführen.

    Als Sofortmaßnahme würde ich vorschlagen, in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt oder einer anerkannten Beratungsstelle (Diakonisches Werk, Caritas, AWO usw.) einen Therapieplatz zu bekommen. Auch eine direkte Nachfrage in einer entsprechenden Klinik kann sich lohnen. Dort kann einem auch entsprechend weitergeholfen werden.

    Ich wünsche Euch allen alles Gute!

    Kommentar von Fragen1001 Fragen1001Fragen1001

    Ich verstehe es so, dass das Mädchen schon von sich aus Kontakt zu einer Psychologin aufgenommen hat, die ihrerseit das Jugendamt informiert hat, OHNE vorher die Eltern zu informieren? Und dann hat das Jugendamt dem Kind die Inobhutnahme erklärt und sich erst dann sich bei den Eltern gemeldet? Nicht, dass ich hier jetzt etwas falsch verstehe. Aber die Reihenfolge finde ich etwas merkwürdig. Wie dem auch sei, die ganze Sache ist ja schon ins Rollen gekommen.

    Kommentar von gerneMutti gerneMutti

    Super Kommentar! Kann ich voll zustimmen.

  • 1
    Antwort von jumba jumba

    du solltest deine tochter zurückholen und bis sie den weg durch die tür findet keinen penny an sie bezahlen. die andere familie soll dann auch bitte die tochter komplett allein unterhalten. tochter braucht essen, kleidung, schulmaterialien, etc. irgendwann wird man sie entweder bitten zu gehen oder sie wird aufgefordert zu packen und nach hause zu gehen. die familie die das kind aufgenommen hat, finde ich unverantwortlich, denn sie unterstützt das verhalten der tochter noch. geht zum jugendamt und meldet das verhalten und die krankheit der tochter. vielleicht wird es das beste sein, die tochter zwangseinzuweisen in eine psychiatrische klinik die sich mit solchen krankheitsbildern auskennt. ich denke manche leute müssen zu ihrem glück gezwungen werden

    Kommentar von Fragen1001 Fragen1001Fragen1001

    Wenns einen Daumen runter Botton geben würde, den würde hier anklicken. Sorry! Aber so was geht gar nicht!

    Kommentar von gerneMutti gerneMutti

    DR für Daumen runter

    Kommentar von jumba jumbajumba

    warum daumen runter. das kind hält sich bei fremden auf, ist minderjährig und gehört unter die aufsicht seiner familie. wenn sie das nicht versteht, dann muss sie dazu gezwungen werden. wenn sie ihre psychische störung nicht abstellt und nicht in den griff bekommt, dann gehört sie in geschlossene kinder- und jugendpsychiatrie. das jugendamt sollte auf jedenfall mit eingeschaltet werden, denn ein minderjähriger kann keine entscheidungen für sich selbst treffen, schon garnicht wenn es psychisch krank ist. wenn ihr kinder hättet würdet ihr nicht so einen stuß schreiben.

    Kommentar von phoinic phoinicphoinic

    von nem Hilfeschrei schon mal was gehört?

    Kommentar von jumba jumbajumba

    was? nein nur von pubertären schwachsinnsgelaber. nu komm mal wieder auf den teppich. das kind gehört in psychiatrische behandlung und in kontrollierte hände einer klinik. genau dahin sollte sie von eltern die veranwortung zeigen auch hingebracht werden.

    Kommentar von rosehip rosehiprosehip

    Ich habe Kinder - und ich verpasse Dir jetzt ebenfalls aus tiefster Überzeugung ein kräftiges DR.

    "Wenn sie ihre psychische Störung nicht abstellt und nicht in den Griff bekommt...."   - Das darf nicht wahr sein. Sie ist 16 (steckt bereits tief im Loslösungsprozess von Mutter u. Familie), und sie hat Bulimie. Insbesondere bei Eßstörungen entwickelt sich auch die Beziehung zu den Familienmitgliedern zunehmend "schräg" und ungesund. Die Konflikte mit der Familie, insbesondere der Mutter, verursachen einen ganz enormen Streß, der zumeist auch eine Verschlimmerung der Eßstörung zufolge hat, da Versagensängste, die Angst vor Kritik und aggressiven Auseinandersetzungen und vor Verurteilung und Ablehnung hinzukommen.

    Die Auseinandersetzungen mit der Mutter werden womöglich von einer Bulimikerin weitaus belastender und extremer wahrgenommen als von seelisch gesunden Teenagern oder Jugendlichen in der Pubertät. Ihr hier eine Auszeit in neutraler, nicht konfliktreicher Umgebung zu gönnen, in der sie Luft holen und Kraft sammeln kann, ist hier super sinnvoll, insbesondere weil sie diese Kraft nun für ihre Auseinandersetzung mit ihrer Psyche zur Verfügung haben muß. Auch die Sorge der Familie aus nächster Nähe kann jetzt belastend wirken. Vertrauensvolles Loslassen und Ruhe sind jetzt angesagt.

    Geschlossene Anstalt?? Sag mal, hast Du noch nicht von den vielen guten Kliniken für "gestörtes Eßverhalten" gehört, die es in Deutschland gibt?? Und über Bulimie und "Druck von der Familie" informiere Dich bitte einmal gründlich.

    Kommentar von Froschkoenig8 Froschkoenig8Froschkoenig8

    Alle 2 Daumen runter!

  • 1
    Antwort von mullemaeuschen mullemaeuschen

    Hallo Waldt2005

    auch wennn das was jetzt kommt weh tut. Glaube mir es ist 100 pro.

    Von 2001 - 2003 habe ich ehrenamtlich Suchtkranke betreut.

    Viele Eltern waren der gleichen Meinung wie Du.

    Nicht alle Suchtkranken nehmen das verdammt Zeug aus Jux und Dollerei, sondern weil sie vor etwas fliehen.

    Meistens der Familie.

    Suche mal unter "Comuter" den Chris. Ich denke der kann Dir, wenn er es denn will, viel darüber erzählen.

    @Für den Rest der Familie ist die Situation nahezu unerträglich, weil eigentlich nichts dramatisches vorgefallen war, außer den üblichen pupertären Reibereien.

    So eine Krankheit entsteht nicht durch nichts.

    Mögliche Ursachen:

    Enttäuschungen in Beziehungen Diät halten geringes Selbstwertgefühl Scham- und Schuldgefühle wiederholte Kränkungen Versagensgefühle

    Vor irgendetwas habt Ihr die Augen verschlossen oder etwas überhört/übersehen, weil ihr glaubt Ihr lebt in einer heilen Welt.

    Lass das Mädel seinen Weg gehen.

    Hier einmal ein Link:

    http://www.netdoktor.at/krankheiten/fakta/essbrechsucht.htm

    Aber seid bitte immer informiert. Denn bis die Tochter 18 Jahre alt ist, seid Ihr auch haftbar.

    Was heißt, wenn sie z.B. Verträge unterschreibt, nicht zahlen kann wirde man sich an Euch wenden.

    Viel Kraft und vor allem Geduld.

    LG

    mulle

    Kommentar von gerneMutti gerneMutti

    Der Netdoktor weiß aber auch nicht alles. Besser ist ein echter lebendiger Arzt. Das Mädchen kann seinen eigenen Weg gehen. Aber es braucht doch auch noch Unterstützung. Eigene Kinder bleiben immer eigene Kinder. Egal, wie alt sie sind.

    Kommentar von jumba jumbajumba

    was anderes sagt er ja auch nicht. aber in diesem fall hat sich das kind gegen die eltern gewendet u. gehört dafür zur rechenschaft gezogen und für die krankheit behandelt. wenn sie nicht selbständig funktioniert und kommt, dann muss sie von der polizei geholt werden.

    Kommentar von rosehip rosehiprosehip

    Dir sollte das Schreiben zu solchen Themen verboten werden. Kinder, Jugendliche "funktionieren" nicht, sie sind lebendige, sensible Wesen mit Gefühlen, Rechten und Würde.

    "...hat sich gegen die Eltern gewendet...."

    "..gehört dafür zur Rechenschaft gezogen..",

    "...wenn sie nicht selbständig funktioniert...",

    ""...dann muß sie von der Polizei geholt werden...."

    "...geschlossene Anstalt..."

    Ich bin überzeugt: Solche Verhaltensweisen und "Maßnahmen" - und dies womöglich von der eigenen Mutter - würden traumatisierend auf ein Mädchen mit einer Eßstörung wirken.

    Ich lehne mich jetzt einmal weit aus dem Fenster: Ich wüsste gern, was Deine Störung ist.

  • 1
    Antwort von IlonaSch IlonaSch

    Vielleicht glaubst Du, dass Du Deine Tochter nur Gutes getan hast, was sie vielleicht anders sieht.

    Wenn Du der Meinung bist, dass Deine Tochter, in der anderen Familie gut untergebracht ist, -und sie sich dort wohl fühlt, dann gebe ihr die "Auszeit", die sie braucht.

    Wenn das Jugendamt sich schon eingeklingt hat, dann wirst Du sicherlich auch bald die Gründe erfahren, warum sie lieber in der "Gastfamilie" sein möchte.

    Es wird für Euch sicher nicht einfach sein, dennoch versuche die Entscheidung Deines Kindes zu akzeptieren, -es wird sicherlich zu ihrem Wohl beitragen.

    Es wird bestimmt keine Trennung für ewig sein, aber jetzt das Kind zu "zwingen" zurück zu kommen, währe vielleicht nicht der richtige Weg, es könnte sich noch mehr verschliessen.

    Ich würde Dir empfehlen, mit Hilfe des Jugendamtes, eine Lösung- ggf. mit Einbeziehung eines erfahrenen Psychologen, zu finden.

    Ich wünsche Dir viel Glück

    LG: Christian

    Kommentar von gerneMutti gerneMutti

    Stimmt auch.

  • 0
    Antwort von viola5158 viola5158

    Hallo , ich bin 3-fache Mutter und bitte kanst du mir sagen ob deine Tochter zurück nach Hause gekommen ist.Deine Briefe sind von März 2010. Seither ist viel Zeit vergangen.Vielleicht findest du bissien Zeit und antwortest mir. Ich kann leider diese Seiten hier nicht bedienen.Nach dem mein deutsche Mann weg ist, (andere Frau), hat sich mein Sohn sehr verändert. Er hat die Realschule abgebrochen( bei Notendurchschnitt 2,5)und kommt ca.2xwoch.nach Hause.Er ist 16.Bitte welche Erfahrung hast du mit deine Tochter weiter gemacht,E -mail: viola5158@web.de danke Viola

  • 0
    Antwort von Froschkoenig8 Froschkoenig8

    Auch wenn es für Euch bestimmt eine sehr schwierige Situation ist: das Mädchen gegen ihren Willen nach Hause holen, ist überhaupt gar keine gute Idee und ich befürchte, dass ihr sie so ganz verliert. Eigentlich klingt das, was Eure Tochter tut, recht vernünftig. Sie hat sich Hilfe durch eine Psychologin organisiert, ist also motiviert, Hilfe anzunehmen. Sie hat Zuflucht bei einer Familie gesucht und nicht auf der Strasse oder sonstwo. Ich möchte Euch empfehlen - auch wenn es bestimmt nicht leicht ist- lasst sie erstmal los. Sie hat ganz sicher ihre Gründe für diese drastische Entscheidung. Und vielleicht wird sie Euch irgendwann erklären, warum sie diesen Schritt gehen musste.Ich finde es auch wichtig, ihr keine Vorhaltungen/Vorwürfe zu machen.

  • 0
    Antwort von waermefreund waermefreund

    Diese Krankheit entsteht nicht aus sich heraus, sondern hat einen Hintergrund, den Sie als Elternteil - warum auch immer - nicht wahrhaben. Nach meiner Erfahrung können dies Anprüche der Eltern an die Kinder sein, es könnte ein Mißbrauch sein (Gott bewahre!), es kann eine verschobene Wahrnehmung der Mutter in Ihrer Rolle in der Familie der Grund sein. Sie sollten sich darüber klar sein, daß Ihre Tochter sehr stark seelisch erkrankt ist und professionelle Hilfe braucht - nicht nur die Unterstützung einer befreundeten Familie. Ggf. ist die Aufnahme in einer Klinik für Psychosomatische Erkrankungen in Erwägung zu ziehen. Das Kind einfach mal laufen lassen halte ich für unsäglich, genauso wie die Aussage, es sei doch gar nichts geschehen. Sie haben es nur nicht bemerkt.

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    Antwort von spickelkids spickelkids

    Es wurden schon viele gute Vorschläge gebracht. Wenn eure Tochter nicht nach Hause möchte würde ich sie erst mal gewähren lassen. Zwang ist das schlechterste und destruktivste Mittel. Ihr solltet über eine Selbsthilfegruppe Kontakt zu anderen betroffenen Eltern aufnehmen. Oft hilft es die eigene Problematik leichter anzunehmen. Wenn eure Tochter derzeit keinen Kontakt zu euch aufnehmen möchte, würde ich es akzeptieren. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit ihr auf Ostern ein nettes Papposterei mit ein paar lieben Sachen zukommen zu lassen. Darin solltet ihr für sie einen Brief beilegen. Schreibt ihr, dass ihr ihre Entscheidung aus Liebe akzeptiert, auch wenn es euch weh tut. Schreibt ihr, dass zu hause immer eine Tür für für sie offen steht, egal wann und was kommt. Gebt ihr das Gefühl, dass ihr sie ohne wenn und aber liebt. Ihr müsst vor allem lernen, dass Kinder ein Recht haben sich eigenständig zu entwickeln. Wir als Eltern können sie nicht in eine Richtung drängen, die wir gut heißen. Wir dürfen unsere Kinder nur auf ihrem Weg begleiten und als Berater zur Seite stehen. Versucht weniger aktiv auf sie einzuwirken, als ihr das Gefühl zu geben für sie da zu sein. Liebe Grüße Bettina

  • 0
    Antwort von Dochijun Dochijun

    Hallo,ich kenne das auch (meine Tochter hat aber nur gefressen und wurde immer unansehnlicher). Das Problem ist das gleiche: wir als Erwachsene sind das Problem mit unseren Klischees von "law and order". Wenn sie sich z.Zt. in einer anderen family wohlfühlt, findet raus, was die Anderen haben, was Ihr nicht habt! - Gg

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    Antwort von Krabbeltier Krabbeltier

    Noch ein Rat :Steigert Euch nicht in diese Sache rein....schaukelt Euch nicht hoch mit "Schuldzuweisungen"...lasst das große Kind ,und "verschwendet" nur die Kraft...am Ostertage dort vor die Tür ein "typisches "Osterei zu legen.....so ?wie Ihr es immer macht!? oder getan habt....So wird eure Tochter merken ,dass Ihr da seid!...

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    Antwort von animegirl3027 animegirl3027

    ich würde dir raten einfach ein bischen gedult zu haben ;D

    ich wünsch für euch das alles gut wird :(

    Kommentar von gerneMutti gerneMutti

    nur Geduld allein reicht aber auch nicht

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    Antwort von sam1991 sam1991

    Hallo ich hatte diesen Vorfall vor kurzem auch selbst erlebt. Mein Rat an Sie. Brechen sie den Kontakt ab. Es bringt nichts, wenn sie ihrer Tochter hinterher laufen, die leben jetzt durch die Puperität ihrer eigene Fantasie und ihrer eigene Welt. Dazu kommt wahrscheinlich der Druck in der Schule dazu und die Freunde und die Freundinnen mit dem Sie zusammen ist, spielt auch eine Rolle. Sie haben zwar das recht ihrer Tochter den aufendhaltsort zu bestimmen und nach hause zu holen gegeben falls mit Polizei. Aber in zwei Tagen läuft sie wider weg. Irgendwann wird ihrer Tochter so oder so von zu Hause weggehen, lieber jetzt als Später und sie ersparen sich viel Ärger. Das Jugendamt wird sich schon darum Kümmern, allerdings müssen sie dann aufpassen das sie im nachhinein vom Jugendamt nicht eine saftige Rechnung bekommen, weil viele Jugendämter haben auf das abgesehen. Meine Tochter ist auch von zu Hause weggelaufen und zwar zweimal. Wir als Eltern wollen ja das beste für unsere Kinder aber das verstehen sie nicht(jetzt)im Moment. Später wenn sie mal erwachsen werden und selber mal Kinder haben, dann werden die bestimmt zurückdenken und uns Eltern erst dann verstehen. Wie gesagt, meine Tochter ist auch zweimal von zu Hause weggelaufen,da war sie beim erstem mal 16 Jahr alt beim zweiten mal war sie 17,5 Jahre alt, wir hatten sie immer wider zurück nach hause geholt. Jetzt wo sie Kurz 18 geworden ist hat sie sich einen Jungen Mann einen Zigeuner Aus der Türkei der aber hier in Deutschland lebt und bereits einen Deutschen pass besitzt übers Internet kennengelernt. Und genau an dem Tag als Sie 18 Jahre alt geworden ist, also an ihren 18 Geburtstag Ist Sie einfach von zu Hause weggelaufen.Sie hat uns dann eine Brief geschrieben das Sie zu dem Mann geht. Natürlich hat das uns auch nicht gefallen, als wir sie dann nach zwei Tagen gefunden hatten und eine Erklärung oder nach dem rechten sehen wollten, kam sogar mit dem Vater des Jungen zu einem streit, wo dann zu einem Schlägerei gekommen ist. Jetzt ist Tochter weg, der Junge Reitet auf dem Tochter der Vater ist SAUER auf mich und hat anzeige erstatte und die Justis möchte mich Fi… Der FALL ist aber noch nicht abgeschlossen und ist noch warm wie die Bretzeln im Backofen. DAS Ist auch der Grund warum ich nicht schlafen kann und Tausend Gedanken schmiede,was ich machen soll, manchmal denke ich an dem Fall vom Winnenden. Daher meine Rat an sie, tut mir leid wenn ich es so sage, wenn sie nicht mehr zu Hause wohnen will dann lass sie die Blö… S…. wo sie auch gehen möchte, so denke ich jetzt auch über meine Tochter.

    Kommentar von mullemaeuschen mullemaeuschenmullemaeuschen

    ziemlich daneben. MAn würde ja auch keinen kranken Hund, wie der Volksmund sagt vor der Tür stehen lassen.

    So ein Mensch braucht Liebe, Verständis und keine Fragen!!!

    Kommentar von Fragen1001 Fragen1001Fragen1001

    sam1991 Ich finde diesen Vorschlag nicht sehr gut. Kinder sollten immer wissen und das Gefühl haben, dass sie ihren Eltern wichtig sind. Das hat mit hinterherlaufen nichts zu tun!

    Kommentar von gerneMutti gerneMutti

    Ich würde den Kontakt nicht abbrechen.

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