Mein 16-jähriger Sohn hat totale Versagensangst und kein Selbstbewußtsein. Er hatte schon in der Schule große Probleme und wurde von Lehrern wie von Mitschülern als dumm bezeichnet. Mehr und mehr hat er sich in seine Onlinespiewelt vergraben. Er sollte an einer Berufsvorbereitenden Maßnahme teilnehmen, aber er verweigert völlig. Ich habe ihm gesagt, dass wir einen Psychologen aussuchen sollten, aber auch da weigert er sich. Kann man einen 16-jährigem auch gegen seinen Willen zu einem Psychologen bringen oder Notfalls in eine Klinik?
16-jährigen zu Psychologen bringen auch gegen seinen Willen?
Antworten (16)
-
7Antwort von
RabenfederRabenfeder
Solange er sich nicht selbst gefährdet, oder andere gefährdet, wird keine Klinik eine Zwangsaufnahme machen. Seinem Kind Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen zu vermitteln, ist in erster Linie Aufgabe der Eltern. Wenn er von Lehrern als Dumm bezeichnet wird, muss euer Weg der direkte zum Rektor sein sowie zur Schulaufsichtsbehörde. Steht hinter eurem Sohn! Es ist eure Aufgabe. Onlinespiele können! durchaus zu einer gefährlichen Sucht werden, da sich dort die Spieler ihre Erfolge holen, welche sie im wahren Leben manchmal nicht haben. Nicht bei allen ist es so, aber bei manchen, auch Erwachsenen ist es zu beobachten.
Sprecht mit ihm, findet heraus, was genau ihn so beschäftigt, unterstützt ihn und denkt vielleicht mal über einen Schulwechsel nach. Versagensangst entwickelt sich ja nicht einfach so, sondern durch einen Auslöser.
Ein Gang zum Psychologen ist sicherlich sinnvoll, aber erstmal für euch Eltern. Findet dort heraus, was ihr selbst tun könnt, wo vielleicht auch die Förderung dieses Verhaltens auf eurer Seite liegt.
Klingt jetzt vielleicht unfair, weil alle Eltern immer sagen, sie tun das beste für ihr Kind. Ich will damit auch nicht sagen, das ihr absichtlich etwas macht, was solch eine Angst fördert, aber man sollte immer bei solchen Dingen auch bei den eigenen Verhaltensweisen nachforschen. Jedes Verhalten hat Ursachen, diese gilt es zu finden.
-
4Antwort von
GortunGortun
Gesetzlich ja. Aber das wäre ein fataler fehler, wenns gegen seinen willen ist. Damit erreicht man höchstens das gegenteil
Kommentar von
RabenfederRabenfeder Auch gesetzlich nicht, mit 16 greift bereits das Selbstbestimmungsrecht. Zwangseinweisungen gibt es Gott sei dank bei uns in Deutschland nicht mehr einfach so, sondern nur noch bei Selbst- und Fremdgefährdung.
-
3Antwort von
angy2001angy2001
Gegen seinen Willen bringt das nichts. Er muss ja auch die Behandlung mitmachen, auch bei einem Psychologen.
-
-
1Antwort von
pepe33pepe33
Hallo,
ich muss @Rabenfeder 100%ig Recht geben. Steht zu eurem Kind! Verteidigt es vor allen Gegnern. Und macht ihm Mut. Es ist jetzt sehr wichtig, sehr viel Zeit mit ihm zu verbringen. Unternehmt viele Dinge, gebt ihm sogenannte "Magic Moments"! Die braucht er. Ihr seid ihm vertraut, mit euch gibt er sich noch am ehesten ab. Und wenn ihr gemeinsam Kontakt zu anderen sucht, dann wird seine Erfahrung und sein Selbstbewusstsein langsam steigen. Zudem nehmt ihr ihn noch vom Onlinespiel weg und gebt ihm andere Erlebnisse, was wiederum zu neuen Ideen führt.
Jetzt seid Ihr Eltern und Geschwister gefragt! Haltet als Familie zusammen!
Der Weg zum Psychologen ist sinnvoll und nichts, überhaupt nichts, wofür man sich schämem muss. Er kann in bestimmten Situationen ein guter Ratgeber sein. Nur gegen den Willen des Kindes, auf keinen Fall.
In Eurer Situation helfen nur Liebe, Geduld, "Magic Moments" und viele Gespräche.
Viel Erfolg!
PS: Ich möchte noch anfügen, dass die Jugendlichen mit 17 Jahren noch einmal einen Kick bekommmen und aufwachen. Sie erkennen plötzlich die Wichtigkeit der Schule, fangen an zu lernen und werden wesentlich vernünftiger. So war es bei unseren Kindern und im Bekanntenkreis bei allen Jugendlichen auch. Also, nicht die Hoffnung aufgeben!
-
1Antwort von
bluntblunt
Halo Roedger!;)
Einen 16-jährigen gegen seinen Willen zum Psychologen zu bringen ist zwar nicht verboten, geht aber meistens Schief!(Wie willst Du ihn alleine dazu zwingen?Willst Du ihn durch sie Stadt Schleifen, Dich mit ihm auf der Straße, im Wartezimmer Fetzen wenn er sich weigert?Was sagen dann die anderen Ahnungslosen die es mitkriegen dazu?) Es gibt für solche Jugendlichen Intensivgruppen es ist so eine Art "Kurzzeit-Internat" mit Besuchsrecht. Dort bleiben sie mit Psycologen und Sozialarbeitern 5 Tage die Woche, werden betreut und nach einiger Zeit wieder in die Familie integriert.Das ganze wird vom Jugendamt finanziert. Somit müsstest du dieses zuerst kontaktieren.Gebe einfach mal bei google "Intensivgruppe für Verhaltensgestörte Kinder" ein (zählt auch für Jugendliche!) und auch Deine Stadt..da wirst du garantiert etwas finden. Keine Bange, sie sind alle verständnisvoll und nett! ;)Ich wünsche Euch, daß ihr mit Hilfe des Jugendamtes eine baldige gute Lösung findet!
Gruß+Viel Glück!
I.B.
-
1Antwort von
nadine120785nadine120785
Du kannst ihn da schon hinschleppen, weil du ja immernoch das Sorgerecht für ihn hast...aber solche Sachen leben halt mal davon, dass die entsprechende Person dabei mitmacht.
Bei einem Psychologen ein Gespräch vereinbaren kannst du ja einmal Probeweise und ihm anbieten, dass er, wenn es ihm nicht gefällt dort nicht mehr hin muss. Auf Dauer zwingen ist aussichtslos...
-
1Antwort von
RisticRistic
Du könntest das nur gegen seinen Willen wenn er sich oder andere an Leib und Leben gefährdet. Rede doch noch einmal ganz ruhig mit ihm. Vieleicht gibt es auch die Möglichkeit das mal ein Sozialarbeiter zu euch nach Hause kommt.
-
-
0Antwort von
Anna198Anna198
Einen Menschen als dumm zu bezeichnen, dass ist mehr als dumm - bei Pädagogen würde ich schon fast sagen - unfähig! Da genau liegt der Grund warum er Versagensängste hat. Kannst du mir mal erkären, wie ein Kind Selbstbewußtsein aufbauen kann, wenn es sich andauernd Derartiges anhören mußt? Die Flucht in die Computerwelt ist die Flucht in eine andere Welte, wo er möglicherweise beweisen kann, wie klug er tatsächlich ist. Alle haben hier offensichtlich versagt - einschliesslich die Eltern - und nicht herausgefunden, wo seine Fähigkeiten liegen. Ihn jetzt noch zum Psychather zu schleppen, wäre die Krönung, damit erwartet er den endgültigen Stempel seiner Dummheit - obwohl das ja nicht so wäre, aber für ihn muß es sich doch so anfühlen. Gespräche werden sicherlich bereits geführt worden sein - wahrscheinlich in die Richtung, dass man ihm gesagt hat, was zu tun sei? Vielleicht sollte man endlich einmal beginnen mit Fragen stellen - das es geht sieht man ja, schliesslich stellst Du hier auch die Frage. Vielleich kann man einmal damit beginnen die Frage an Deinen Sohn zu stellen; Was können wir tun, damit Du Dich in unserer Welt genauso wohl fühlst, wie in der Computerwelt - was machen wir falsch, dass Du Dich von uns abwendest? Vielleicht müßt ihr ihn selbst um Hilfe bitten, damit er erkennt, dass ihr euch sorgt, und auch einmal erkennen, wer solche Spiele am Computer spielen und gewinnen kann, der kann nicht dumm sein. Und ihm auch mitteilen, dass diese Geschicklichkeit auch anderswo eingesetzt werden kann. Vor allen Dingen müßt ihr anfangen an ihn zu glauben. Jeder Mensch will im Leben gewinnen - egal was - ein ständiger Verlierer erträgt diese Welt nicht. Das wird Dir auch ein guter Psychologe sagen. Wie geht man denn bei kleinen Kindern - oder auch bei Hunden vor, wenn sie etwas lernen sollen? Man lobt sie und belohnt sie, damit sie weiter Spass am Lernen haben. Wenn wir offen und ehrlich sind, ist diese Vorgehensweise auch bei Erwachsenen gültig, denn wie fühlt sich denn ein Erwachsener am Arbeitsplatz, der ständig gemobbt wird?
-
0Antwort von
rayondesoleilrayondesoleil
Hallo roedger,
es wurde ja schon viel geantwortet, deshalb beschränke ich mich darauf, Ihnen nur einen Ansprechpartner speziell zur Beratung bezüglich einer eventueller Computersucht und damit zusammenhängender Probleme zu nennen:
Stiftung Medien- und Onlinesucht
Tel. 04131 - 85 44 783
kostenlose und anonyme Sofort-Hilfe
Mo-Fr 8:30-12:30 und 19:00-20:00 Uhr
Beratungs-Hotline der Charité Berlin Tel. 030/ 4 50 52 95 29
Alles Gute für Sie und Ihre Familie
-
0Antwort von
SannyBunnyLove Mh naya ich hatte sowas ähnliches auch vor 2 Jahren! Meine Eltern haben zuerst viel mit mir gesprochen ! Und mir Mut gemacht! Allerdings wurde es meinem dad einmal zu viel nd er TRUG mich ins Auto und fuhren zu einem Psychologen! Also ist es net verboten ! und ein psychologe kann da auch echt viel machen!Der lernt einen regelrecht an Selbstbewusster zu sein!! und es ist zudem auch recht lustig!!! Viiel GLück!
-
0Antwort von
KleinelliKleinelli
Leider sind gerade Jugendliche sehr bockig und in Widerspruchshandlung. Wenn er süchtig nach Computerspielen ist, würde ihm vermutlich eine Selbsthilfegruppe mehr helfen. Der Umgang mit Süchtigen ist sehr sehr anstrengend und schwierig und nicht zu unterschätzen. Ich weiß wovon ich rede, da ich aufgrund meiner eigenen Jugend immer wieder an Süchtige Männer geraten bin. Am besten würde es vielleicht helfen, wenn du dir selbst hilfst!!! Das glaubst du jetzt vielleicht nicht, aber du bist co-abhängig!!!!. Durch einen Süchtigen wird man selbst zum Coabhängigen und es gibt in jeder grösseren oft auch kleineren Stadt Gruppen für Coabhängige. Sie heißen Coda und sind übers Internet herauszubekommen. Ein gutes Buch ist auch von Robin Norwood "Wenn Frauen zu sehr lieben". Beziehungsweise Bücher zu diesem Phänomen unter Coabhängigkeit. Nur wenn man selbst begreift, daß man keine macht hat über das Leben eines anderen, dann kann sich was verändern. Auch bei eurem Sohn. Solange man wie besessen an einem anderen rumdoktert, was ich natürlich verstehen kann, weil es so extrem schmerzhaft ist wenn man sieht wie einer in sein Unglück rennt, hilft man ihm nicht wirklich. Deswegen wirken so viele Therapien oft nicht, weil der Kern ist, daß auch die andern behandelt werden müßen, bzw. daß jeder lernt, für sich zu sorgen. Und daß jeder Mensch seinen Wert hat, ganz egal wie tief er vielleicht gesunken ist. Ich weiß, daß der Junge natürlich noch nicht volljährig ist, aber zu einer Therapie zwingen kannst du ihn sicher nicht. Nur wenn du oder die Eltern in generell sich bewußter werden was schief läuft, kannst du wirklich helfen oder loslassen. Ich wünsche dir viel Kraft und Glück
-
0Antwort von
Solaris2Solaris2
zieh erst mal den Stecker vom PC aus. danach wird es wohl einen Riesen Krach geben & er wird wohl nicht mehr mit dir / euch reden - aber auf jeden Fall HART bleiben!!
wenn es nicht besser wird ohne PC geh mit ihm zum Arzt, Psychologen (zur Not schleif ihn da hin!!). dein Sohn ist auf dem besten Wege Online süchtig zu werden - wenn er es nicht schon ist.
und versuche alte Freunde & Bekannte zu reaktivieren damit er auf andere Gedanken kommt, erkläre ihnen aber vorher die Situation, dein Sohn wird am Anfang sehr abweisend & mürrisch sein!
dein Sohn holt sich die Bestätigung & sein Selbstbewusstsein in der Onlinewelt.
-
0Antwort von
Valentine1903Valentine1903
Prinzipiell ja, aber... wenn du ihn gegen seinen Willen zu einem Psychologen schleifst, dann wird er möglicherweise dir gegenüber komplett zumachen, und ob er mit dem Psychologen über was anderes als das Wetter sprechen wird, ist auch fraglich. In eine Klinik einweisen (lassen) kannst du ihn nur, wenn tatsächlich Gefahr im Verzug ist, wenn er also z. B. akut selbstmordgefährdet ist.
-
0Antwort von
KaffeelieselKaffeeliesel
du bist der/die Erziehungsberechtigte und kannst über ihn bestimmen. Sprich doch mal zuerst mit dem Hausarzt was er dazu meint und lasse dir dann eine Überweisung zum Psychologen geben. Erst dann würde ich nochmals mit dem Sohn ein ernstes Gespräch führen. Zeige ihm hier seine Vor- und Nachteile auf. Viel Erfolg.
Kommentar von
GortunGortun bestimmen kann kein Erziehungsberechtigter. Oder sollte nicht. Ich kenn soviele, wo die erziehungsberechtigten die Kinder ständig rumkommandiert haben, bis sie irgendwann abgehauen sind. Und dann war das geheule groß von den Eltern
-
0Antwort von
nadine83nadine83
wenn du ihn einweisen lässt, würde ich mal behaupüten, hättest du verschissen... er würde dir nicht mehr vertrauen und sich nicht mehr auf dich einlassen - vorerst.
versuch mit ihm zu reden, auf ihn zuzugehen und kompromisse zu finden. Verlang nicht nur dinge von ihm, sondern frag nach dem "warum" und sag dann das du dir sorgen machst und es so nicht weitergehen kann. Würde ihn auch fragen ob er Ideen hat, dass man etwas ändern könnte.
er ist 16 und ich denke mit einem 16-jährigen kann man offen reden und versuchen kompromisse zu finden die für beide i.O sind. -
0Antwort von
Deathkingx3Deathkingx3
Das gleiche mach ich auch nur ohne Schul probs :D :D und ich bin 15 <3
-Sprecht mit ihm,.....- Wie denn, wenn er in seiner eigenen Welt lebt, und Nichts und Niemand zu ihm ZUGANG findet? Die Reaktionen von Computer-Süchtigen gleichen denen der Alkoholikern und Kiffern!Siehe hier:
http://gesundesleben.at/familie/erziehung-probleme/wenn-das-computerspiel-zur-sucht-wird
Die auch in Fachkreisen nicht eindeutig definierte "Computersucht" ist nur eine mögliche Ursache für das Verhalten. Ebenso gilt es an die verschiedenen Ängste oder Depressionen zu denken! Den Rat von Rabenfeder, als Eltern alleine zum Therapeuten zu gehen, halte ich für genau richtig. Der gibt Gesprächsstrategien an die Hand, den jungen Mann zu einer Therapie zu bewegen. Alles Gute! billyflinn