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150 Sprachen auf einer einsamen Insel. Wer gewinnt?

Frage von hey87 hey87

Mal angenommen, auf einer einsamen Insel stranden 150 verschiedene Menschen, die alle eine absolut andere Sprache sprechen. Also keiner versteht auch nur ein Wort des anderen. Was würde nun passieren? Wie würde sich daraus eine gemeinsame Sprache entwickeln oder wie würde das nach zb 5 Jahren aussehen?

(Vorraussetzung, es gibt keinen "Anführer", der seine Sprache durchsetzt/aufzwingt)

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Antworten (15)

  • 4
    Antwort von frugivore frugivore

    ... es würde sich eine Gebärdensprache entwickeln !!!

    Kommentar von hey87 hey87hey87

    ...interessante idee!

    Kommentar von Rowal RowalRowal

    Nein! Das ist widerlegt. Es entwickelt sich immer eine Pidgin-Sprache.

  • 1
    Antwort von Rowal Rowal

    Das ist recht gut erforscht. Es bildet sich zunächst ein Pidgin-Sprache, eine ganz einfache Sprache für elementare Kommunikation. Sind bei den 150 Menschen auch kleine Kinder dabei, so entwickeln diese innerhalb weniger Jahre eine Kreolsprache. Das ist eine Sprache mit erweitertem Wortschatz und einer voll ausgebildeten Grammatik.

    Bemerkenswert ist, dass sich bei den Erwachsenen keine Kreolsprache bildet, sondern diese bleiben bei einer Pidgin-Sprache. Lediglich der Wortschatz wird geringfügig erweitert.

  • 1
    Antwort von EdgeOfReason EdgeOfReason

    Das wird so nicht pauschal zu beantworten sein.

    Warum nicht?

    Ganz einfach. Weil es extrem viele Einflussfaktoren für diese Situation gibt.

    Es kommt auf die Individuen an sich, deren Charakter etc. Es wird einen "Anführer" geben, das ist in jeder Gruppe so. Und gerade bei 150 Leuten werden sich einige unterordnen und andere überordnen. So etwas wird zu 100% nicht ausbleiben.

    Also werden ggf Lernprozesse eingeleitet werden, deren sich die "Untergeordneten" fügen und sich daraus also irgendeine Sprache durchsetzen wird.

    Je nach Einflussfaktoren - die man so pauschal auch nicht berechnen bzw hervorsagen kann, da dafür zu wenig Informationen über die Menschen und das gesamte Umfeld gegeben sind - kommt es vllt auch zu einer anderen Art von Kommunikation. Sprich, vllt entwickelt sich etwas nonverbales - Gebärdensprache usw.

    So ein Gedankenexperiment wie von Dir oben aufgeführt ist wirklich relativ sinnlos. Nicht, weil sich realistisch gesehen so eine Situation zu 99% niemals ergeben wird, sondern weil das Ganze einfach deutlich zu schwammig und allgemein gehalten ist, um darüber ernsthaft zu sinnieren.

    Also: Entweder das Ganze nochmal detailliert ausarbeiten oder verwerfen ;)

    Kommentar von hey87 hey87hey87

    Dank dir für die Antwort.

    *"Also: Entweder das Ganze nochmal detailliert ausarbeiten oder verwerfen ;)" *

    Wie gesagt: 150 Leute, gleiches Niveau, gleicher Bildungsstandard, gleiches Alter, gleiches Geschlecht, gleiche Anerkennung untereinander

    Kommentar von EdgeOfReason EdgeOfReasonEdgeOfReason

    Wie gesagt: 150 Leute, gleiches Niveau, gleicher Bildungsstandard, gleiches Alter, gleiches Geschlecht, gleiche Anerkennung untereinander

    Das geht nicht. Habe ich oben ja bereits erklärt ;)

    Reduziere die Menschen, beschreibe primäre Züge eines jeden Individuums, erläutere die Situation genauer (Versorgung, Umgebung, Lebenschancen usw....)

    Dann könnte man das Ganze nochmal durchgehen.

    Aber so ist es unmöglich auch nur ansatzweise zu spekulieren, da so ziemlich alles eintreffen könnte.

    Kommentar von Rowal RowalRowal

    Das ist die verkehrteste Antwort, die man überhaupt geben kann. Das hängt weder vom Charakter, noch von der Kultur, noch von der Bildung, noch vom Geschlecht und Alter (kleine Kinder ausgenommen) noch von den genauen Umständen usw. ab. Es passiert immer dasselbe. Aus den diversen Einzelsprachen werden verschiedene Begriffe herausgerissen. Welche und von welchen Sprachen die genommen werden hängt nicht von der Autorität einzelner ab, sondern von anderen Umständen (leichte Merkbarkeit, häufige Situationen). Aus diesen diversen Wörtern wird dann ein Pidgin-Sprache gebildet, bei der die Begriffe verwendet werden, aber keine vollständigen Sätze gebildet werden und keine Grammatik verwendet wird. Die Erwachsenen entwickeln hieraus aber kein neue Sprache. Schon gar nicht setzt sich irgendeine Sprache durch. Die Pidgin-Sprache wird ein Leben lang (oder eben solange die Situation dauert) angewandt. Erst die kleinen Kinder entwickeln innerhalb einer Generation eine neue vollwertige Sprache.

    Ausserdem hat es solche Situation schon häufig gegeben. Am bekanntesten ist wohl die Jamaikanisch-Kreolische Sprache, die so von Kindern einer Generation entwickelt wurde. Diese Sprache wurde von Kreolisten genau untersucht und es handelt sich eindeutig um eine neue Sprache, die zwar auf vielen englischen Begriffen basiert aber eine völlig neue Grammatik aufweist und viele Begriffe aus anderen Sprachen hat. Es gibt aber nicht nur auf den karibischen Inseln Belege, was passiert, wenn Sprecher unterschiedlicher Sprachen zusammengewürfelt werden, sondern auch in Afrika und Neu Guinea.

    Kommentar von EdgeOfReason EdgeOfReasonEdgeOfReason

    Lange Rede kurzer Sinn, aha.

    Du kannst mir keineswegs sagen, dass in einer Gruppe jeder mit jedem gleichgestellt sein wird. Wenn man sich mal grob mit der Soziologie befasst, dann wird klar, dass es sämtlichen Gedankenspielen oder meinethalber auch Kommunikationsspiele innerhalb einer Gruppe bzw der Gruppendynamik nicht dazu kommt, dass jeder die "gleiche Anerkennung" bekommt.

    Und je nach Charakterzug usw. setzt sich der eine durch und der andere nicht.

    Zu behaupten, es gäbe eine Gruppe von 150 verschiedenen Menschen, die untereinander alle gleichgesetzt wären und sich auch alle gleichermaßen "auf der selben Ebene" befinden, ist unsinnig.

    In einer Gruppe gibt es immer 3 Grundtypen der einnehmbaren Rollen. Das sind a) ein sog. "Leiter der Gruppe", b) "der Beliebte der Gruppe", welcher vom "Ansehen" her auch ggf. fast gleichgestellt mit a) werden kann und c) "den Außenseiter der Gruppe". Wobei Außenseiter nicht auch gleich abgelehnt heißen muss.

    Wie auch immer. Innerhalb einer Gruppe wird es zu solchen Abspaltungen untereinander kommen und man wird sich in einer bestimmten Rolle wiederfinden.

    Doch der "Leiter einer Gruppe" kann in einer anderen Gruppe auch zum "Außenseiter" werden - und das meine ich damit, dass es auf die Gruppendynamik, also auf die Personen an sich, ankommt.

    Ich habe nichts anderes behauptet.

    Klar kann man spekulieren, was wäre wenn alle Personen untereinander gleichgesetzt wären.

    Wäre aber unsinnig, weil dem nie so sein wird.

    Zeige mir eine Gruppe, in der alle die gleiche Rolle einnehmen.

    Falls es diese gibt, dann wohl nicht für lange - Mord und Totschlag mag resultieren, wenn bspw. jedes Mitglied einer Gruppe als Leiter fungiert.

    Steck 50 Chefs in einen Raum und mach die Tür nach einer viel zu langen Zeit wieder auf. Das Ergebnis wäre interessanter, als dieses undurchdachte Gedankenspiel von oben.

    Kommentar von Rowal RowalRowal

    Die Frage war nicht: Was passiert soziologisch? Können sich Alpha-Tiere etablieren? usw. Es geht hier ausschließlich um die Kommunikation und dabei speziell um die Frage: Was passiert mit der Sprache? Und dies ist schon eine interessante Frage und nicht bloß ein Gedankenspiel, das zu keiner Erkenntnis führen kann. Zur eigentlichen Frage hast du nur gesagt: "Sprich, vllt entwickelt sich etwas nonverbales - Gebärdensprache usw." . Und dies ist so falsch. Natürlich können sich je nach den Umständen auch noch zusätzliche andere Kommunikationsmethoden entwickeln (GF ist ja nich direkt Sprache im klassischen Sinne) , aber diese sind nur ergänzend. Die Sprache wird in jedem Fall gepflegt (wenn auch eine primitive zusammengestöpselte). Meine Antwort und meine Kommentare zu dieser Frage entspringen übrigens nicht meiner Phantasie, sondern aus dem Buch eines anerkannten Linguisten, der solche Situationen erforscht hat (natürlich nur im nachhinein, z.B. in Papua-Neu-Guinea und auf Karibik-Inseln). Ich habe nur leider die Quelle nicht zur Hand.

    Kommentar von EdgeOfReason EdgeOfReasonEdgeOfReason

    Ich zweifle auch nicht an der Korrektheit Deiner Aussage, Du wirst Deine Quellen haben, durchaus.

    Nun denn, ich habe bekannt gegeben, was ich vermute - mehr nicht. Eben das, was alle anderen hier auch tun - Dich mit eingeschlossen.

    Zu sagen,

    Das ist die verkehrteste Antwort, die man überhaupt geben kann.

    dürfte den Rahmen dessen sprengen, was man sich hier so erlauben darf - behaupte ich mal so.

    Also bedenke Deine Wortwahl ;) Denn hier weiß ich mit Sicherheit, dass es noch weitaus "verkehrtere Antworten" als die meine gibt.

    Das Rezept einer Apfeltorte wäre bspw. so eine "verkehrtere Antwort"... ;)

    Kommentar von Rowal RowalRowal

    Ich meinte natürlich, die verkehrteste Antwort von den sinnvollen und plausiblen Antworten. Deine Antwort klingt eben richtig, weil sie sinnvoll und plausibel ist. Es könnte sich ja so verhalten. Da sie aber trotzdem dem widerspricht, was ich in dem Buch eines Sprachforschers gelesen habe, der die Entstehung neuer Sprachen untersucht hat, habe ich deutlich widersprochen.

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    Antwort von Marcosa Marcosa

    Alle sterben weg weil sie sich nicht gegenseitig helfen können.

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    Antwort von Arkesilaos Arkesilaos

    Eine etwas andere Antwort würde ich geben. Die 150 Menschen, die da landen, sollen nicht nur gebildet und studiert sein, sondern auch praktisch veranlagt. Und aus der Not heraus wird nicht der Professor, sondern ein Praktiker die Führung übernehmen, was als nächstes getan werden muss, um zu überleben. und da ginge es wieder mit der Zeichensprache los und mit dem Tun. Die Sprache ist nicht so wichtig, wenn man Feuer machen muss und eine Kuh melken. Auch ein Boot bauen kann man völlig ohne Sprache. Der den Leuten am Vernünftigsten erscheint, hat auch die Autorität, ihr Anführer zu sein. Denn er versteht zu überleben. Wenn aber absolute Not eintritt, könnten die Stärksten die Schwachen unterdrücken und ggf. Kannibalismus eintreten(wie bei dem Flugzeugunglück in Chile geschehen). Auch da braucht es kaum die Sprache,

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    Antwort von xIDeasx xIDeasx

    es wird zwangsläufig einen anführere geben.wenn es keinen gibt,sterben die sowiso sofort weg.sie würden sich wohl mit zeichensprache am anfang verständigen und klein anfangen.z.b. hilfe heißt so und so und der anführer,den es wie gesagt geben wird,wird dann die ssprache eiknbürgern oder seine eigene durchsetzen.dass es keinenn anführer gibt,dass kann man nich als faktor nehmen;D

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    Antwort von Fuschimick Fuschimick

    neue sprache erfinden.. oder aus anderen wörtern so ableitn.

    Kommentar von Rowal RowalRowal

    Nein! Das hat die Kreolistik (ein wissenschaftlicher Zweig der Linguistik) widerlegt. Erst die kleinen Kinder erfinden eine neue Sprache mit eigener Grammatik usw. Die Erwachsenen bleiben bei einer primitiven Pidgin-Sprache.

    Kommentar von Fuschimick FuschimickFuschimick

    ok..

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    Antwort von BossderBosse555 BossderBosse555

    Der Engländer, der Franzose und der Spanier würden ihre Sprache durchsetzten, so wie sie es auf der Erde getan haben!

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    Antwort von frank1968 frank1968

    Solche Denkspiele sind absolut sinnfrei und sinnlos, weil die Situation zu künstlich und nicht im geringsten realistisch ist.

    Kommentar von CheckyesDelilah CheckyesDelilahCheckyesDelilah

    Aber es macht doch Spaß, sich zu überlegen, was wäre wenn. Regt das nicht auch die Fantasie an? Und muss denn alles einen Sinn haben?

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Nein, es gibt zig Fragen, die man stellen kann, die nicht von Voraussetzungen ausgehen, die nicht herstellbar sind. So kommt es nur zu wilden Spekulationen, die nichts bringen.

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    Antwort von marvelousMe marvelousMe
    1. Es kommt drauf an wie gesprächig die sind :D
    2. Viele Wörter in den Weltsprachen ähnelbn sich und sind manchmal sogar gleich also würden die ganz sicher durchkommen.
    3. Wörter von anderen Sprachen würden so was wie "eingedeutscht" beim Englischen werden, falls ihr versteht was ich meine :D

    Also das ist zumindest meine Theorie :D

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    Antwort von Urelsor Urelsor

    Naja wenn die Menschen es schaffen zu überleben, werden sie wohl nach einigen Generationen alle die selbe Sprache sprechen. Welche das sein wird, bzw. ob es überhaupt eine tatsächliche Sprache ist, ist wohl eher zufällig.

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    Antwort von Sunny900 Sunny900

    also am anfang würde sich keiner mit den anderen verständigen könne und jedr müsste nach sich selber schaun ,ich glaube irgendwan könnten sie sich irgendwie verständigen vielleicht durch zeichen oder so

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    Antwort von Litizicke Litizicke

    man wird sich auf begriffe einigen, die sich vielleicht ähneln und ich denke nicht, daß es 5 jahre braucht, dait alle eine gemeinsame sprache sprechen, daß geht schneller

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    Antwort von ToBuBi ToBuBi

    wenn sie gebildet sind und nicht aus dem busch kommen werden sie sich höchstwahrscheinlich auf englisch einigen. Ein engländer bringt es allen bei

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    Antwort von anewbeginning anewbeginning

    Einige Gleichheiten gibts in Sprachen immer. Vielleicht würde sich eine neue Sprache daraus entwickeln.

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